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Kirche für Zuhause

Auch wenn gerade unsere Kirchenräume geschlossen sind - Kirche in Niendorf ist nicht abgesagt. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Aktionen


HomeChurch - die wöchentliche Andacht

Gebete, ein Lied, die Lesung des Sonntags und eine kleine Ansprache erhalten Sie per Newsletter, auf Wunsch per Post. Trotz geschlossener Kirchen wollen wir gemeinsam diese Andacht feiern.

Wir laden Sie ein sich sonntags um 9 Uhr eine Kerze anzuzünden, wenn Sie mögen einen kleinen Tisch zu dekorieren und gemeinsam ins Gebet einzustimmen. Um 9.30 Uhr wird unsere HomeChurch mit den Glocken, die an allen Gemeindeorten erklingen beendet und lädt gleichzeitig dazu ein den Fernsehgottesdienst im ZDF mitzufeiern.

Unser Kirchenmusiker Finnegan Schulz begleitet die Lieder der Andachten von der Orgel oder dem Klavier in der Kirche am Markt.
 

Andacht zum Pfingstsonntag, 31.05.20

Liebe ökumenische Gemeinde!
In diesem Jahr gibt es keinen ökumenischen Pfingstgottesdienst im Freien bei uns hinter der Kirche. Dieses Jahr kommt Pfingsten zu Ihnen und Euch als Wundertüte. Das passt doch zu Pfingsten, oder?! Eine ganze Weile waren die Hoffnung und der Mut, die Liebe und der Glaube wie vakuumverpackt in den Herzen der Jüngerinnen und Jüngern verschlossen. Aber Ihre Herzen waren voll davon. Es musste nur irgendwann raus. Zu Pfingsten gingen sie dann raus. Türe (Tüte) auf, dem Herzen Luft gemacht und Wunder raus. Und der Funke sprang über, von einem zum anderen, und dann ging die Saat auf, die Jesus in ihre Herzen gesät hatte. Und sie nahmen diese Saat der Liebe und der Hoffnung und fingen an, sie auszustreuen. Der Heilige Geist sät wo er will, der Heilige Geist wächst wo er will. Und das Wunder ist, dass in Jesu Worten so viel Liebe steckt, dass auch heute noch Hoffnung daraus wächst.

Neben der Andacht finden Sie, findet Ihr einen Pflanzwürfel — möge seine Saat aufgehen bei Euch, wie Jesu Liebe in Euren Herzen. Zur Andacht gehört das Textblatt mit dem Pfingstlied: „Kleines Senfkorn Hoffnung“, das zur kreativen Gestaltung einlädt. Da kann ein eigenes Predigtbild wachsen. Wir hoffen, Sie/Ihr habt Lust es auszuprobieren. Auf dem Liedblatt (gestaltet von M. v. Appen) steht, wie das geht. Wir wünschen Euch eine gesegnete Andacht.

Psalmcollage (nach Psalm 118,24-25) von Pastorin Annkatrin Kolbe
24 Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat.
Lasst uns jubeln und uns freuen über ihn!
Feste feiern, wie sie fallen.
Heute oder morgen — einfach so.
Jeder Tag ein Geschenk Gottes.
Jeder Tag Grund zur Freude.
Manchmal versteckt.
Und doch: Ein Geschenk.
25 Ach, HERR, bring doch die Rettung!
Ach, HERR, bring alles zum guten Ende!
Feste feiern, wie sie fallen.
Gerade, wenn alles dagegenspricht.
Gerade dann.
Manchmal ist das die Rettung.
Zum guten Ende
26 Gesegnet sei, wer im Namen des HERRN kommt!
Vom Haus des HERRN her segnen wir euch.
In Gottes Namen! Ja!
Alles, was du brauchst -
nicht zu wenig und auch nicht zu viel.
Segen — alles Gute. Von Gott.
27 Gott ist der HERR! Sein Licht soll für uns leuchten.
Schmückt den Festzug mit grünen Zweigen —
bis zu den Hörnern des Altars.
Was für ein Fest.
Mitten am Tag.
Mitten im Jahr — Fülle und Reichtum,
Kraft, die niemand für möglich hielt.
28 Du bist mein Gott! Ich danke dir!
Mein Gott, ich will dich hoch loben!
Hochgelobt.
Gott.
Auf den ich sehe.
Der meinem Leben Richtung und Ziel gibt.
29 Dankt dem HERRN! Denn er ist gut.
Für immer bleibt seine Güte bestehen.
So leben.
Glauben,
dass ER gut ist.
Für immer.
Amen


Im Evangelium des heutigen Sonntags lesen wir:
19 Es war spätabends an diesem ersten Wochentag nach dem Sabbat. Die Jünger waren beieinander und hatten die Türen verschlossen. Denn sie hatten Angst vor den jüdischen Behörden. Da kam Jesus zu ihnen. Er trat in ihre Mitte und sagte: "Friede sei mit Euch!". 20 Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Die Jünger waren voll Freude, weil sie den Herrn sahen. 21 Jesus sagte noch einmal: "Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so beauftrage ich jetzt euch!". 22 Dann hauchte er sie an und sagte: "Empfängt den heiligen Geist!"

Johannis 20, 19-22 - geschrieben von Martina Kaul (Lektorin Kirche am Markt).



Wir lesen, hören oder singen das Lied: Kleines Senfkern Hoffnung — gespielt und gesungen von G. Kühn-Hoppe, B. Irler und F. Schulz
1.) Kleines Senfkorn Hoffnung, mir umsonst geschenkt:
werde ich dich pflanzen, dass du weiter wächst,
dass du wirst zum Baume, der uns Schatten wirft,
Früchte trägst für alle alle, die in Ängsten sind.

2.)Kleine Münze Hoffnung, mir umsonst geschenkt,
werde ich dich teilen, dass du Zinsen trägst,
dass du wirst zur Gabe, die uns leben lässt,
Reichtum selbst für alle, alle, die in Armut sind.

3.)Kleine Träne Hoffnung, mir umsonst geschenkt:
werde ich dich weinen, dass dich jeder sieht,
dass du wirst zur Trauer, die uns handeln macht,
leiden lässt mit allen, allen, die in Nöten sind.

4.) Kleiner Funke Hoffnung, mir umsonst geschenkt:
werde ich dich nähren, dass du überspringst,
dass du wirst zur Flamme, die uns leuchten kann,
Feuer schlägt in allen, allen, die im Ängsten sind.
Ansprache zu „Kleines Senfkorn Hoffnung“
Pastor Fritz Rohde (Freie evangelische Gemeinde Niendorf):
Hallo an euch, die ihr zur weltweiten, christlichen Gemeinschaft gehört, liebe Ökumene! Vieles hat sich verändert in den letzten Wochen und Monaten. Ein kleines, unsichtbares Virus hat unseren Arbeitsalltag, unsere Gewohnheiten, unsere Freizeitaktivitäten und auch manche Freiheiten ganz schön durcheinander gewirbelt. Die Reaktionen bleiben nicht aus. Und so regen sich in uns ganz viele Gefühle, die irgendwie raus wollen. Deshalb packen die einen mit an. Die anderen machen Mut. Manchen geht aber auch langsam die Puste aus. Und manche sehen für die Zukunft schwarz.

In all dem Hin und Her um uns herum und in uns drin, lasst uns die Kraft der Hoffnung nicht vergessen. Mag sie auch noch so klein sein. Sie hat aber die Kraft unseren Blick auf die Zukunft zu richten. Wo ist der Fokus? Welche Möglichkeiten habe ich gerade jetzt? Ergreife ich sie? Stellen wir uns diesen Fragen. Ich bin ich überzeugt, dann finden wir den Nährboden auf dem unser kleines Senfkorn Hoffnung wachsen kann. Und aus diesem kleinen Samenkorn wird etwas Großes für unser Leben wachsen.

Jesus Christus vergleicht einmal den Glauben mit einem Senfkorn (Matthäus 17, 20-21). Es ist eines der kleinsten Samenkörner auf dieser Erde. Aber aus ihm wächst eine Pflanze, die man diesem kleinen Samenkorn gar nicht zugetraut hätte. Sie wird so groß, dass darunter die Vögel Schutz suchen können (Markus 4, 31-32). Unser Glaube an Jesus Christus birgt also diese oft unterschätzte Kraft: Die Hoffnung. Lasst uns diesen Glauben einbringen, in ausstreuen und ihn hinsäen, wo wir können. Lasst uns zutrauen und vertrauen. Denn da, wo wir das tun, kann etwas wachsen, das uns allen Mut macht. Momente, die uns die Hoffnung geben, durchzuhalten und auch wieder andere Tage, bessere Tage zu erleben.

Pastor Daniel Birkner (Evangelisch Lutherische Gemeinde Niendorf):
Ich bin zuversichtlich. Das kleine Senfkorn Hoffnung fiel, so hatte ich den Eindruck, zugleich in den Boden, als das Virus begann sich auszubreiten. Es gab Ideen zur Nachbarschaftshilfe genauso wie Ideen, was wir in Zukunft global besser machten könnten und sollten.

Kleine Münze Hoffnung, ...
Kleine Münze? Aber was stehen da plötzlich für Summen im Raum? Es geht um Millionen und Milliarden. Unvorstellbare Summen. Liegt alle Hoffnung nur im Geld? Ist das Geld der eigentliche Same der Hoffnung? Zweifelsohne brauchen Menschen und Unternehmen jetzt Geld. Aber Geld ohne Liebe macht gierig und selbstsüchtig. In der Liebe liegt die Hoffnung. Die Pandemie lehrt mich, dass wir alle Menschen in einem Schicksal verbunden sind. Wir sind aber nicht nur eine Schicksalsgemeinschaft, sondern auch eine Familie im Heiligen Geist Gottes, der alle Menschen geschaffen hat. Wenn wir uns aber weltweit als Familie Gottes sehen, dürfen wir unsere schwächsten Geschwister, die momentan z.B. in Afrika oder Südamerika mit den Folgen der Epidemie kämpfen, nicht übersehen, auch wenn wir selbst große Probleme haben. Das wird Zinsen tragen.

Hoffnung wächst in mir, wenn wir Bilder für die Zukunft entwickeln, die eine Welt von Liebe, Gerechtigkeit und Solidarität zeichnen. Aus der Krise könnte eine gerechtere Welt wachsen. Dazu schenkt Gott uns seinen Geist. Als Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern den Heiligen Geist einhaucht wie neues Leben, gibt er ihnen einen Auftrag. Teilt Hoffnung und Liebe aus. Gottes Geist ist ein Geist, so erzählt es die Pfingstgeschichte, in dem sich plötzlich alle Menschen verstehen, als ob sie eine Sprache sprächen. Es ein Geist, der verbindet und nicht trennt, der Grenzen aufhebt und nicht schließt. Die Liebe ist der Keim der Hoffnung.

Pastorin Annkatrin Kolbe (Ev.-luth. Kirchengemeinde Schnelsen):
Eine gerechtere Welt, die aus der Krise wächst — Verstehen und Einmütigkeit sind schon gesät. Gottes Geist als Sämann. Das ist ein schönes kraftvolles Bild — voller Hoffnung, gerade in Zeiten, in denen vieles zum Heulen ist...
Gier und der Missbrauch von Macht.
Ausbeutung.
Krieg.
Folter.
Überhaupt: Gewalt, in jeder Form.
Ja, so vieles in der Welt ist zum Heulen.

Kleine Träne Hoffnung, ...
Tränen als Hoffnungszeichen? Gerade Tränen? Sind sie nicht vielmehr Zeichen der Trauer, der Verzweiflung, des Leides — Zeichen der Hoffnungslosigkeit? Die meisten Erwachsenen weinen nur selten, sparen sich ihre Tränen auf, für was auch immer. Vielleicht weil es schlimmer kommen kann. Oder weil es vermeintlich auch nicht hilft, das Weinen.

Oder weil es sich nicht schickt — Uncool ist. Für manche sind Tränen Zeichen der Schwäche. Ein Junge weint nicht. Heulsuse. Ganzen Generationen wurde das Weinen systematisch abgewöhnt. Gefühle, die da waren, durften nicht gezeigt, ja gar nicht erst zugelassen werden.

Dabei werden die Tränen gerade dort zu Hoffnungszeichen, wo sich etwas löst. Wo Berührungen und Gefühle wahrgenommen werden, wo der Strom der Tränen alte Verhärtungen aufweicht. Dort kommt Bewegung in die Sache, und wo Bewegung ist, ist Hoffnung. Die Hoffnung, dass es wieder anders wird. Dass Leid und Geschrei nicht mehr sein werden. Dass nicht ein Virus unser Leben bestimmen wird, sondern Geschwisterlichkeit, die Achtung voreinander, die Sorge umeinander. Liebe und Frieden. Wo auch immer auf der Welt.

Also: Heul doch. Gott wird die Tränen auch wieder abwischen. (Offb. des Johannes, Kapitel 21). Das ist unsere Hoffnung. Das ist unsere Hoffnung, von der wir träumen, dass sie überspringt. Sich ausbreitet, unaufhaltsam.

Kleiner Funke Hoffnung,...
Ja, brandgefährlich ist diese Hoffnung. Für alle, die sich ihr widersetzen, für alle Zweiflerinnen und alle Verschwörungstheoretiker, für die Hetzer und die Verleumderinnen. Für alle, die die Liebe kaputt reden, und für alle, die Hass statt Hoffnung säen. Ihre Saat wird nicht aufgehen.

Die Funken der Hoffnung werden schnell größer, zu Flammen, zu lebensspendendem Feuer, das wärmt und erleuchtet. Auch dort, wo Herzenskälte Menschen erschauern lässt. Und wo andere noch im Dunkel ausharren.

Ein Brandüberschlag für das Leben — weil Gott es so will. Weil er Hoffnung sät für seine Welt. Das feiern wir Pfingsten. Verbunden in Gottes Geist.
Amen!


Wir lesen, hören oder singen noch einmal das Lied: Kleines Senfkern Hoffnung
1.) Kleines Senfkorn Hoffnung, mir umsonst geschenkt:
werde ich dich pflanzen, dass du weiter wächst,
dass du wirst zum Baume, der uns Schatten wirft,
Früchte trägst für alle alle, die in Ängsten sind.

2.)Kleine Münze Hoffnung, mir umsonst geschenkt,
werde ich dich teilen, dass du Zinsen trägst,
dass du wirst zur Gabe, die uns leben lässt,
Reichtum selbst für alle, alle, die in Armut sind.

3.)Kleine Träne Hoffnung, mir umsonst geschenkt:
werde ich dich weinen, dass dich jeder sieht,
dass du wirst zur Trauer, die uns handeln macht,
leiden lässt mit allen, allen, die in Nöten sind.

4.) Kleiner Funke Hoffnung, mir umsonst geschenkt:
werde ich dich nähren, dass du überspringst,
dass du wirst zur Flamme, die uns leuchten kann,
Feuer schlägt in allen, allen, die im Ängsten sind.
Fürbitte von Pastor Fritz Rohde
Bete gemeinsam mit anderen oder allein für Menschen und Situationen, die dir, die euch gerade persönlich wichtig sind. Dabei können die Bitten laut ausgesprochen oder auch in der Stille vorgebracht werden. Dann bete oder betet auch für die Personen, die gerade viel Verantwortung zu tragen haben. Zum Beispiel in der Politik, der Wirtschaft, in den Krankenhäusern, den Pflegeeinrichtungen, den Schulen, den Vereinen und Behörden. Gemeinsam oder einer für alle kann nach jeder Bitte oder am Ende der Stille folgendes Gebet gesprochen werden: „Gott, gib uns: die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern können, den Mut, Dinge zu ändern, die wir ändern können,...
... und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

aus dem englischen Original von Reinhold Niebuhr: „Father, give us courage.“



Wir beten das Vater unser (Jesus)
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Der Segen Gottes begleite Sie und euch durch diesen Tag, durch die neue Woche und alle Tage, die noch kommen werden:
Es segne dich Gott, der dich bei deinem Namen gerufen hat.
ER hat seinen Samen der Liebe mit heiligem Geist in dich eingehaucht.
Daraus möge Hoffnung aufkeimen trotz aller Sorgen.
Daraus mögen Dir neue Kräfte zuwachsen jeden Tag.
Und die Blüten des Trostes mögen sich Dir öffnen.
Und die Frucht seines Geistes nähre dich mit
„Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte und Großzügigkeit, Treue, Freundlichkeit und Selbstbeherrschung“ (Galater 5,22).
So segne dich Gott.

Andacht zum Sonntag Exaudi, 24.05.20

Hier können Sie die Andacht von Pastorin Ute Andresen auch als PDF herunterladen
Liebe HomeChurch-Gemeinde,
wie schön, dass Sie, dass ihr auch an diesem Tag euch eine ruhige Zeit nehmt, um dem großen Propheten Jeremia zuzuhören, Lieder zu singen und einigen Gedanken zu folgen. Der Sonntag hat seinen Namen „Exaudi“ durch einen Vers aus dem Psalm 27 erhalten: „7 Höre, Gott, meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gnädig und gib mir Antwort! 8 Mein Herz denkt an dich“. Damals wie heute hungern Menschen, nach Gemeinschaft — hier der Gemeinschaft mit Gott.

Wir leben in einer Zwischenzeit, es lockert sich langsam einiges und doch können wir nicht, so wie vorher, aus dem Vollen schöpfen. Vor einigen Tagen wurde die Himmelfahrt Jesu bedacht: fortgegangen zu Gott, um den Geist zu schicken, der uns begleitet, wohin wir auf unterwegs sind, welche Wege auch zu gehen sind. Aber die Ausgießung des Heiligen Geistes, Pfingsten, ist noch nicht vollzogen. Wir warten und leben in einer Zeit dazwischen.
Zwischenzeit von Onlinedichterin Constanze Arnold Das Eine vorbei
Das Andre noch fern
Leer fühlt er sich an — der Übergang

Für Hoffnung ist es noch zu früh
Für Bedauern schon zu spät
Die Erinnerung verblasst
Während der Plan noch nicht gefasst

Hab verlassen das Bekannte
Noch nicht begonnen das Unbekannte
Abgeschlossen ein Kapitel
Doch das Nächste nicht gelesen
Schwebe auf der weißen Seite dazwischen

Altes hab ich aufgegeben
Neues doch noch nicht gefunden
Geblieben ist das Leid - die trostlose Unsicherheit

Schlimmer als ein Abschluss
Schlimmer als ein Neuanfang
Ist die Zeit dazwischen.
Wir feiern diese Andacht im Namen Gottes, der die Erde geschaffen hat und jetzt wieder zum Blühen bringt. Im Namen Jesu Christi, der alles für seine Überzeugung gab und sein Leben wieder gewonnen hat.Und im Namen des Heiligen Geistes, der uns durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, durch Höhe und Tiefen begleitet.
Amen


Es schließt sich ein beschwingtes ökumenisches Himmelfahrtslied an, aus dem Evangelisches Gesangbuch 119, 1 — 4:
Gen Himmel aufgefahren ist

1 Gen Himmel aufgefahren ist, Halleluja,
der Ehrenkönig Jesus Christ. Halleluja.

2 Er sitzt zu Gottes rechter Hand, Halleluja,
herrscht über Himml und alle Land. Halleluja.

3 Nun ist erfüllt, was g'schrieben ist, Halleluja,
in Psalmen von dem Herren Christ. Halleluja.

4 Drum jauchzen wir mit großem Schalln, Halleluja,
dem Herren Christ zum Wohlgefalln. Halleluja.
Der Lesungstext, um den es heute gehen wird, steht im Buch des Propheten Jeremia, Kapitel 31, 31 — 34, nach der Bibelübersetzung „Hoffnung für alle“ — Der neue Bund:

31 »So spricht Gott: Es kommt die Zeit, in der ich mit dem Volk Israel und dem Volk von Juda einen neuen Bund schließe. 32 Er ist nicht mit dem zu vergleichen, den ich damals mit ihren Vorfahren schloss, als ich sie bei der Hand nahm und aus Ägypten befreite. Diesen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Herr war! 33 Der neue Bund, den ich dann mit dem Volk Israel schließe, wird ganz anders aussehen: Ich schreibe mein Gesetz in ihr Herz, es soll ihr ganzes Denken und Handeln bestimmen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. 34 Niemand muss dann den anderen noch belehren, keiner braucht seinem Bruder oder ihrer Schwester mehr zu sagen: ?Erkenne doch den HERRN!? Denn alle — vom Kleinsten bis zum Größten — werden erkennen, wer ich bin. Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden. Mein Wort gilt!

Predigt
Liebe Herzensmenschen,

wie gesagt, es ist so eine Zwischenzeit, in der wir leben: Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten, zwischen Weggang und neuem Kommen, zwischen Baum und Borke, zwischen Gefangenschaft und Freiheit, zwischen Hoffnung und Enttäuschung.

„Es kommt die Zeit?“ schreibt Jeremia.

Aber, sie ist noch nicht da. Banges Fragen: Was wird sein? Was wird sich verändern? Sind wir gut aufgestellt oder wird das große Chaos ausbrechen? Fragen, die heute in den Köpfen und Herzen so mancher Angestellter und Geschäftsführenden herumgehen; Fragen, die sich Jüngerinnen und Jünger gestellt haben, die auch schon Jeremia vor der großen Zeitenwende beschäftigt hat. Was wird sein?

Jeremia bleibt mit einigen Menschen in Jerusalem zurück, während der König, seine Frau und die Machthaber in Wirtschaft, Politik und Religion nach Babylon verschleppt werden. Die Verzweiflung der Menschen in Jerusalem ist zum Greifen nah, während sie in den Trümmern ihrer zerstörten Stadt stehen. Auch Jeremia fühlt diese Trostlosigkeit.

Ja, Jeremia hatte mit Engelszungen versucht die Herzen und den Verstand der Menschen zu bewegen, sich nicht dem schnellen Geld und den fremden Göttern zuzuwenden. Er hatte sich bemüht ein Leben als Vorbild zu führen, hatte gedroht, beschwichtigt, alle Register gezogen, aber seine Hörer*innen haben nicht gehört, sind in ihr Unheil gelaufen. Sie nahmen den Bruch des Bundes, das Loslassen der Hand Gottes, die sie aus der Knechtschaft in Ägypten geführt hat, in Kauf. Wussten es „besser“ als der Prophet Gottes.

Jeremia spürt keine Befriedigung darüber, dass eingetreten ist, was er vorausgesagt und was der große König Nebukadnezar der Stadt und seinen Menschen angetan hat. Es war auch seine Heimat, die hier in Schutt und Asche liegt.

Franz Werfel lässt Jeremia in seinem gleichnamigen Roman die Scherbe einer Steintafel im Geröll des zerstörten Tempels finden — sie gehörte zu einer Gesetzestafel. Viel ist nicht drauf zu lesen, nur drei kleine Worte: „Damit du lebst!“ Jeremia nimmt die Scherbe an sich, drückt sie an sein Herz: Eine Zusage in all diesem Chaos? Eine Hoffnung in der großen Not?

„Es kommt die Zeit!“ spricht Gott zu seinem Propheten, „da will ich einen neuen Bund schließen“. Dies ist kein anderer Bund, denn die Bundespartner sind die alten geblieben: Gott und Mensch, Mensch und Gott. Aber es ist ein „er-neuerter“ Bund, nicht mit steinharten Gesetzen, sondern mit Weisungen, die in warme Herzen geschrieben werden. Ihr ganzes Denken und Handeln soll dadurch bestimmt werden: Es wird eine freie Bejahung des Herzens sein, eine von innen durchwärmte Welt.

„Niemand muss dann den anderen noch belehren, keiner braucht mehr zu sagen: ?Erkenne doch Gott!? Denn alle — vom Kleinsten bis zum Größten — werden erkennen, wer ich bin“.

Wow, dann gäbe es keine Konfirmand*innenarbeit mehr, keine Lehrpredigten, keine Zweiteilung mehr zwischen denen, die vermeintlich alles wissen, und den anderen, die den Glauben noch erklärt bekommen müssen?

„Es kommt die Zeit“ — aber, sie ist noch nicht da.

Gleichzeitig galt die Verheißung damals und gilt sie auch noch heute, denn Gott sagt „Mein Wort gilt! — Ich vergebe ihnen ihre Schuld und denke nicht mehr an ihre Sünden. Mein Wort gilt!“

Die Schuld wird vergeben. Es wird reingewaschen, was einmal den Menschen befleckt hat. Gott denkt nicht mehr an die Schuld — und wir? Können wir uns unsere Schuld vergeben? Steckt nicht der lauteste Richter in uns selbst? In der größten Zerrissenheit kommt Gott auf uns zu, eröffnet einen neuen Blick, eine neue Weite: Damit du lebst!

„Es kommt eine Zeit“, in der ich nicht auf meine Defizite und meine Schuld festgelegt sein werde; sondern in der ich meine Verletzungen und Unzulänglichkeit ebenso offen benennen kann wie das, was ich aus Rücksichtlosigkeit und Ignoranz anderen angetan habe.

Das Denken und Handeln nimmt neue Formen an. Bei diesem erneuerten Bundesschluss klingt in meinen Ohren die Offenbarung an: Siehe ich mache alles neu. Es öffnet sich eine neue Zukunft, in der die alten Schuldzuweisungen nicht mehr greifen, in der ich neu werden kann — mit Gottes Hilfe.

Denn Gott sagt: „Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein“. Was vergangen ist, ist vergangen. Das Herz des Menschen wird Träger der Weisungen sein. Es kommt die Zeit... aber, sie ist noch nicht da...

So leben auch die Jünger*innen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten in einer Zwischenzeit, in einem Niemandsland, wo Hoffnungen und Befürchtungen aufeinandertreffen. Auch hier gilt die Verheißung, das Versprechen Jesu: Ich werde euch den Geist schicken. Nicht sofort, aber in kurzer Zeit. Denn ich habe euch versprochen, bis ans Ende der Welt bei euch zu sein.

Gottes Wort gilt, im Ersten wie im Zweiten Testament! — Heute und bis in Ewigkeit!
Amen!


Wir singen noch ein Himmelfahrtslied (Evangelisches Gesangbuch 123):
Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig,
alles legt ihm Gott zu Fuß. Aller Zunge soll bekennen,
Jesus sei der Herr zu nennen, dem man Ehre geben muss.

Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner,
nur der Sohn, der ist ihm gleich; dessen Stuhl ist unumstößlich,
dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich.

Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen, sagt, ihr Armen, ihm die Not
Nur Geduld, es folgen Freuden; nichts kann sie von Jesus scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor.
Fürbittengebet
Luther hat diese schöne Vorstellung geprägt, für jemanden anderen zu beten, heißt ihm oder ihr einen Engel zu schicken:

Gott, wir bitten dich, schicke einen Engel zu denjenigen, die vom Weg abgekommen sind und nicht wieder zurückfinden.
Stille


Gott, wir bitten dich, schicke einen Engel zu denjenigen, die meinen, sie wissen wie es geht und sich doch darin verlieren.
Stille


Gott, wir bitten dich, schicke einen Engel zu denjenigen, die nicht auf die Hinweise und Weisungen ihres Herzens hören wollen oder können.
Stille

Gott, wir bitten dich, schicke einen Engel zu uns selbst. In der Stille halten wir dir, Gott, alles hin, was unser Herz schwer macht, manchmal steinschwer:
Stille


Gott, wir danken dir gleichzeitig für das Schöne, Frische, was unser Herz leicht und beweglich macht:
Stille


Wir vertrauen darauf, dass alles gut bei dir aufgehoben ist und beten gemeinsam mit allen Christinnen und Christen dieser Welt, wo sie auch leben mögen, ob in Ägypten, Washington, im Pazifik, auf Grönland oder...
das Vater Unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Der Segen Gottes begleite Sie und euch durch diesen Tag, durch die neue Woche und alle Tage, die noch kommen werden:
Gott, segne und behüte dich,
Gott schenke dir ein weiches Herz und einen klaren Verstand,
Gott gebe dir Kraft und Durchhaltevermögen für Zwischenzeiten
und einen sicheren Weg durchs Niemandsland.
Gott stelle dir allezeit einen sichtbaren oder unsichtbaren Gefährten an deine Seite.
Amen
Nachspiel:

Andacht zum Sonntag Rogate, 17.05.20

Hier können Sie die Andacht von Pastorin Anke Zorn auch als PDF herunterladen
Willkommen, liebe Gemeinde, zu dieser Andacht am Sonntag Rogate! Wir feiern räumlich voneinander entfernt — und dennoch im Glauben miteinander verbunden:
Im Namen Gottes feiern wir, der uns das Leben schenkt und es bewahrt,
im Namen von Jesus Christus, der uns zu einem neuen, sinnvollen Leben befreit,
im Namen der Heiligen Geistkraft, die in uns die Sehnsucht und die Liebe wachhält.

Beten — das ist eigentlich etwas, das wir tun und worüber wir wenig reden. Aber heute, am Sonntag Rogate, übersetzt „Betet!“, haben wir die Gelegenheit, einmal von verschiedenen Seiten zu betrachten, was wir da eigentlich tun: Was geschieht beim Beten, wie sollte man es am besten machen und was bringt es? Zunächst einmal möchte ich mit Ihnen Worte nachsprechen, die Menschen seit Jahrtausenden gebetet haben:
Kommt herzu, lasst uns dem Ewigen frohlocken und jauchzen dem Fels unserer Rettung!
Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen!
Denn der Ewige ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter.
Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind auch sein.
Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht, und seine Hände haben das Trockene bereitet.
Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Gott, der uns gemacht hat.
Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.
Amen
Die Anhänger von Jesus wollten von ihm wissen, wie sie am besten beten sollten. Und die Antwort, die Jesus ihnen ihm Rahmen der sogenannten Bergpredigt gab, ist heute unser Predigttext.

Beim Evangelisten Matthäus lesen wir:
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, um sich vor den Leuten zu zeigen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt. Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. (Matthäus 6,5-13)

Kurz soll man sich beim Beten fassen, meint Jesus. Denn er ist sicher: „Euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet.“ Es ist gar nicht nötig, Gott lang und breit zu erklären, was wir von ihm wollen, worum wir ihn bitten, wofür wir ihm danken: Gott weiß es schon. Und trotzdem sagt Jesus nicht: „Ihr braucht gar nicht zu beten.“ Vielmehr legt er uns die Worte des „Vaterunser“ ans Herz. „Unser Vater“ — so sollen wir Gott anreden, „Abba“, ja „Papa“. Diese Anrede drückt für Jesus eine enge Beziehung, Nähe und Vertrautheit aus.

Ich kenne allerdings einige, für die die Anrede Gottes als „Vater“ nicht so glücklich gewählt ist, weil sie keine guten Erinnerungen an ihren eigenen Vater haben. Vielleicht war es auch für den einen oder die andere unter Ihnen, liebe Gemeinde, eher Ihre Mutter oder Großmutter, zu der Sie in Nähe und Beziehung lebten. Vielleicht hat Ihnen Ihr Partner oder Ihre Partnerin, eine Freundin oder Freund genau die Liebe und Zuwendung geben können, die Jesus mitdenkt, wenn er von „Vater“ spricht. Und es ist nichts Falsches daran, wenn Gottes Gesicht für Sie eher die Züge einer Mutter oder Freundin als die eines Vaters trägt. Die Vorstellung, dass Gott unser aller Vater oder Mutter ist, hat noch einen anderen, ausgesprochen wichtigen Aspekt: Sie macht uns alle zu einer Familie, in der es keine Einzelkinder gibt, nur Geschwistern. Und die Geschwister sind von Anfang an in das Gebet eingeschlossen, das Jesus uns lehrt: Er beginnt nicht mit „Mein Vater“ und persönlichen Wünschen, sondern mit „Unser Vater“ und der Bitte, dass dessen Wirklichkeit für alle Welt sichtbar und spürbar werde.

Wir beten also mit den Worten des „Vaterunser“ für uns selbst und alle Menschen zugleich! Können wir mit Recht ums tägliche Brot bitten, ohne bereit zu sein, dieses tägliche Brot mit anderen zu teilen? Ich glaube wir können Gott nur mit Recht um das bitten, was wir auch zu geben bereit sind. Ausdrücklich sagt das die Bitte um Vergebung: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Beim Beten bin ich unterwegs: Ausgespannt zwischen Himmel und Erde suche ich meinen Ort im Leben, den Ort, an den ich gehöre: Zuhause, Geborgenheit, einen Standpunkt. Beten - das ist eine Suchbewegung - ein Suchen nach Nähe zu Gott. Und es gibt da viele verschiedene Möglichkeiten, zwischen Himmel und Erde in Bewegung zu geraten:
Vertraut, zumindest aus jedem Gottesdienst, ist uns das Sprechen: Ich besinne mich noch einmal darauf, was ich erlebt habe und wie es mir dabei ergangen ist. Ich überlege mir, was wichtig war und was nicht. Ich sage „danke!“, wenn etwas besonders schön war, und ich beschreibe, was noch fehlt, was aussteht und was noch sein soll.

Beten kann sein: Nachdenken vor Gott und Aussprechen.
Und zugleich meint Beten: Die inneren Ohren nach Gott richten. Still dasitzen etwa und ganz bei sich sein. Spüren, wie der eigene Atem kommt und geht, mit den Ohren des Herzens hören auf das, was Gott sagen will. Manchmal geschieht es, dass sich dann etwas in mir löst: die Ängste werden kleiner, die Beweglichkeit größer. Eine neue Leichtigkeit wird in mir wach, ich bin bereit zu gehen. So komme ich dem Himmel näher - oder kommt der Himmel mir näher? Komme ich mir selbst näher, weil Gott mir nahekommt.

Eine Konfirmandin hat die Frage, wie und wann sie bete, so beantwortet: „Beten, das mach ich schon manchmal. Wenn die Sonne scheint und ich richtig glücklich bin, dann muss ich denken: Mein Gott, ist das schön! - Oder auch wenn es mir schlecht geht und ich nicht weiß, was ich machen soll. Dann bete ich ohne Worte. Irgendwie hilft es mir.“ Beten ohne Worte. Auch das kennen sicher die meisten von uns. Mich ermutigen die unterschiedlichen Suchbewegungen, immer wieder neue Formen des Betens für mich zu entdecken - und sei es nur das Anzünden einer Kerze in der Kirche...

„Wer betet, lebt zweimal“ hat einmal jemand gesagt. Beten ist eine Übung gegen das Verstummen, gegen das Vergessen. Immer, wenn ich bete, komme ich noch einmal mit mir selbst in Berührung, mit meinen Wünschen, meinen Schmerzen, meiner Wut und meinem Glück. Komme aber auch mit anderen in Berührung, ihren Wünschen und ihren Schmerzen. Komme mit dem Grund des Lebens in Berührung. Beim Beten ist vieles möglich zwischen Himmel und Erde.
Amen


Jetzt würde ich gern mit Ihnen singen: „Wir strecken uns nach dir“
Wir strecken uns nach dir, in dir wohnt die Lebendigkeit.
Wir trauen uns zu dir, in dir wohnt die Barmherzigkeit.
Du bist, wie du bist: Schön sind deine Namen.
Halleluja Amen. Halleluja Amen

Wir öffnen uns vor dir, in dir wohnt die Wahrhaftigkeit.
Wir freuen uns an dir, in dir wohnt die Gerechtigkeit.
Du bist, wie du bist...

Wir halten uns bei dir, in dir wohnt die Beständigkeit.
Wir sehnen uns nach dir, in dir wohnt die Vollkommenheit.
Du bist, wie du bist...
Wir beten:
Wir danken dir, guter Gott, dass du mit deiner heiligen Geistkraft bei uns bist.
Wir bitten dich um Ruhe und um offene Ohren, damit wir hören können, was Du uns mitteilen möchtest.

Wir bitten dich für die Zaghaften, gib ihnen Mut, um Hilfe zu bitten, wenn sie uns brauchen.
Schenke uns Aufmerksamkeit mit der wir sehen, wenn wir gebraucht werden.

Wir bitten dich für die Vorlauten, schenke ihnen Ruhe, um dich zu hören.
Schenke uns Ruhe, die auf andere Menschen ausstrahlt.

Wir bitten dich für die Trauernden, vermittle ihnen Geborgenheit in ihrem Schmerz.
Schenke uns Worte des Verstehens.

Wir bitten dich für die Hektischen, gib ihnen Zeit für sich selber, damit sie Zeit für dich finden.
Schenke uns gute Worte, die zum Nachdenken anregen.

Wir bitten dich für die Mächtigen, vermittle ihnen Demut zu erkennen, dass sie nicht die Herren dieser Welt sind.
Schenke uns den Mut, von deiner Größe zu erzählen.

Wir bitten dich für uns, schenke uns deine Nähe, damit wir sicher durch diese unsicheren Zeiten gehen können. Lass uns in der Zuversicht leben, dass Du unser Friede bist.
Mit den vertrauten Worten, die Jesus uns ans Herz gelegt hat, beten wir:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen
Nachspiel:

Andacht zum Sonntag Kantate, 10.05.20

Hier können Sie die Andacht von Pastor Dr. Hendrik Höver auch als PDF herunterladen
Herzlich willkommen zur Home-Church an diesem Sonntag „Kantate“. Kantate bedeutet übersetzt: „Singt!“ Und das wird als Imperativ, also als Aufforderung verstanden in dieser österlichen Freudenzeit. Aber wie soll das gehen in diesen Krisenzeiten, wo gerade das gemeinsame Singen in unseren Kirchen nicht möglich ist? Für uns heute gilt: Jeder für sich allein und doch vereint. Die Vögel machen es uns vor: Singen auch wir — trotz allem und gerade jetzt — über alles was uns Freude macht und geben damit Gott die Ehre.

Lied: „Wie lieblich ist der Maien“ (EG 501, 1-3)
1. Wie lieblich ist der Maien
aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen,
weil alles grünt und blüht!
Die Tier sieht man jetzt springen
mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen,
die loben Gott mit Freud.

2. Herr, dir sei Lob und Ehre
für solche Gaben Dein.
Die Blüt zur Frucht vermehre,
lass sie ersprießlich sein.
Es steht in Deinen Händen,
Dein Macht und Güt ist groß,
drum wollst Du von uns wenden
Mehltau, Frost, Reif und Schloss.

3. Herr, lass die Sonne blicken
ins finstre Herze mein,
damit sich?s möge schicken,
fröhlich im Geist zu sein,
die größte Lust zu haben
allein an Deinem Wort,
das mich im Kreuz kann laben
und weist des Himmels Pfort.
Die Lesung für diesen Sonntag steht im 2. Buch der Chronik im fünften Kapitel (2. Chronik 5,2-5 und 12-14):
Dieser Text aus dem Alten Testament beschreibt die feierliche Einweihung des Tempels in Jerusalem unter König Salomo. Alle Prominenz des Landes ist versammelt als die Bundeslade, in der Gott selbst präsent ist, in den neuen Tempel gebracht wird:

2 Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des Herrn hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion. 3 Und es versammelten sich beim König alle Männer Israels zum Fest, das im siebenten Monat ist. 4 Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf 5 und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten. 12 Und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen. 13 Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem Herrn. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den Herrn lobte: »Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke, als das Haus des Herrn, 14 sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes.

Liebe Gemeinde,
„singt dem Herrn ein neues Lied“, heißt es im Wochenpsalm für diesen Sonntag (Ps 98,1). Gerade an diesem Sonntag schmerzt es besonders, dass wir nicht miteinander singen können in unseren Gotteshäusern. Denn miteinander zu Singen tut einfach gut! Die Stimmen der anderen im Gleichklang zu hören, melodisch hineingenommen zu werden in die Gemeinschaft und die Gefühle aus dem Herzen sprudeln zu lassen. Das Singen eines gefühlvollen Liedes kann uns in der Trauer die Tränen lösen, das Summen einer vertrauten Melodie die Angst vor der Dunkelheit nehmen und das Einstimmen in einen geliebten Song vor Freude tanzen lassen.

Schon in unserem Predigttext aus dem Alten Testament macht deutlich: Bereits bei der Einweihung des Tempels ist das Singen zentrales Element. Und so ist es kein Zufall, dass gemeinsames Singen aus keinem Gottesdienst wegzudenken ist und ein fester Bestandteil unserer protestantischen Spiritualität. Martin Luther hat das evangelische Grundverständnis eines Gottesdienstes 1544 in der Torgauer Formel auf den Punkt gebracht: Es geht im Gottesdienst darum, „?dass unser geliebter Herr selbst zu uns redet durch sein heiliges Wort und wir umgekehrt mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang.“ Wie sollen wir aber demnächst Gottesdienst feiern ohne Gesang? — Genau mit dieser Frage muss sich gerade der Kirchengemeinderat beschäftigen, denn leider führt das gemeinschaftliche Singen in einem Raum durch die Verbreitung von Aerosol beim Singen zu einer besonders hohen Ansteckungsgefahr und ist deshalb leider bis auf weiteres nicht gestattet. Diesbezüglich sind die Vorgaben des Hygiene- und Schutzkonzeptes, welches die Bundesregierung bzw. Landesregierung mit der EKD bzw. der Nordkirche ausgehandelt hat, eindeutig. Dies schmerzt uns alle. Nicht nur all die Chöre unserer Gemeinde. Jeder und jede von uns leidet, wenn wir die vertrauen Melodien, eingängigen Lobgesänge und beliebten Choräle in unseren Kirchen nicht mehr gemeinsam anstimmen können.

Dabei begegnet uns Singen gerade in diesen Zeiten in ganz neuen Formen! Einer der ersten Fernsehbilder, die ich aus der Corona-Krise erinnere, sind die singenden Italiener auf ihren Balkonen. Und auch bei uns in Hamburg habe ich immer mal wieder in den abendlichen Stunden Nachbarn zusammen singen hören. Trotzig und fröhlich brechen die Balkon- und Terrassensängerinnen und -sänger hinein in das angstvolle Schweigen und die ungewisse Stille, die diese Krise in uns auslöst. Sie holen uns aus der „sozialen Distanz“ und bringen uns einander nahe. Unlängst haben sich tolle musikalische Formate entwickelt: So sehen wir dank der Digitalisierung nicht nur weltbekannte Musiker in ihren privaten Wohnzimmern musizieren, sondern Leute wie Du und ich. Unter dem Titel „Sing to Hope Choir“ zeigt die Nordkirche ein Musikprojekt auf Youtube, bei dem Gemeindeglieder von zuhause aus mitmachen können. Und Christiane Hrasky hat unter dem schönen Motto „Wir lassen uns doch nicht am Singen hindern“ ein wunderbares Stück auf Youtube hochgeladen, wo ein vielstimmiger Chor vor den Computerbildschirmen zusammenfindet. Diese und weitere Projekte finden sich im Newsletter.

Was ist es aber, dass uns so fasziniert am gemeinsamen Singen? Als der wohl unmusikalischste Pastor in unserem Pfarrteam habe ich dazu drei laienhafte Gedanken.
1. Singen bringt uns einander näher. Singen stärkt die Gemeinschaft. Wir werden eins, wie es im Predigttext heißt: „Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem Herrn.“ Ein schönes, bekanntes und beliebtes Lied bringt alle zusammen, die es singen. Ob man den Ton jeweils trifft oder nicht. Ob man singen kann oder eher mitbrummt. Ganz egal. Die Melodie reißt jeden einfach mit. Man muss einstimmen in den gemeinsamen Klangteppich aus hohen und tiefen, lauten und leisen, klaren und schiefen Stimmen. Dieses gemeinsame Erlebnis stärkt das Gemeinschaftsgefühl, im Fußballstadion ebenso wie in der Kirche. Und gerade in der Kirche sind es dann die alten Lieder, die mich besonders anrühren. Hier finden wir Gemeinschaft über viele Generationen hinweg. „Lobet den Herren“, hat schon so manchen getröstet, in den letzten 360 Jahren. Welch eine Kraft! — So bleiben wir auch heute in der Home-Church miteinander verbunden. Jeder singt für sich und doch nicht allein, denn wir sind und bleiben eine geistliche Gemeinschaft.

2. Singen erschafft Heimatgefühle und stärkt Identität. Weil der Tempel in Jerusalem das identitätsstiftende Zentrum der Israeliten war, ist es zwangsläufig so, dass sich dies auch in beliebten Liedern niederschlug. Die mitreißenden und Gemeinschaft stiftenden Melodien dieses Festes sind uns leider nicht mehr überliefert. Aber auch wir kennen das: Wenn ich ein mir sehr vertrautes Kinder- oder Heimatlied höre, erzeugt das gleich ein inniges Gefühl der Verbundenheit. Erinnerungen an früher werden wach und das Gefühl, zuhause zu sein, wird lebendig. Wie elementar diese Erfahrung für uns Menschen sein kann, darf ich jetzt gerade erleben mit meinem drei Monate alten Sohn. Wir haben ein ganz tolles Liederbuch zur Geburt geschenkt bekommen und so muss mein Sohn damit leben, dass ich ihm — mal besser mal schlechter — ständig etwas vorsinge. Lustigerweise ist der „Hamburger Veermaster“ sein absolutes Lieblingslied und kann manchmal sogar aufgebrachtes Weinen in sanftes Einschlafen verwandeln — bei entsprechend häufiger Wiederholung. Für mich persönlich haben Segenslieder eine ähnlich beruhigende Wirkung. Diese Lieder reichen tief in schöne Jugenderinnerungen zurück. Ebenso mag es Konfirmandinnen und Konfirmanden gehen, wenn sie im Laufe ihres Unterrichts ihre „Lieblingslieder“ finden und immer wieder einfordern. So wird Kirche gerade dadurch zu einer persönlichen Heimat, dass geistliche Lieder uns begleiten auf unserem Lebensweg.

3. Singen bringt mich Gott näher. Der Predigttext berichtet, wie Gott durch das Singen und Muszieren auf einmal präsent ist, in Form einer Wolke: „Die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes.“ Und das kennen wir auch: Wer im Gottesdienst singt, macht nicht nur fröhlich Musik, sondern stimmt ein in den Lobgesang zur Ehre Gottes. Beim Singen kommt man Gott näher. Melodien und Texte alter Choräle und geistlicher Lieder öffnen unsere Herzen, so dass Gott zu uns sprechen kann. Gott kann man nicht zwanghaft herbeisingen, aber er kann sich darin zeigen. So wie Martin Luther sagt: Im Gottesdienst ereignet sich Kommunikation zwischen Gott und uns Menschen. Unser Lobgesang ist dann wie ein Gebet. So macht Singen glücklich und frei. Und so finden wir Gott — oder besser ausgedrückt: So lässt Gott sich von uns finden. Dann singen wir nicht, um Gott zu gefallen, oder um ihm zu dienen, sondern — und das ist wahrer „Gottes-Dienst“ — dann singe wir, um uns durch Gott dienen zu lassen, also durch Gott Gutes tun zu lassen. Ja, uns trösten zu lassen, mit allem was uns bewegt. Nur darum geht es im Evangelium: Gott lässt mir alles zum Guten dienen! Gott ist da für mich! Und so finde ich dann im Lobgesang zu mir selbst. Ich finde Ruhe und Frieden, Glück und Freiheit im Singen Seiner Lieder — auch wenn ich das allein tue.
Also lassen wir uns doch nicht am Singen hindern. Bleiben wir vereint, auch wenn wir gegenwärtig nicht in einem Kirchraum gemeinsam singen können. Stimmen wir ein — mit unserer Stimme und unserer Seele — in den Lobgesang Gottes. Er ist hier und jetzt für uns da!
Amen!


Lied: Du meine Seele singe (EG 302, 1-3)
1. Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd;
ich will Ihn herzlich loben, solang ich leben werd.

2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil!
Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil,
das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt;
sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig ungetrübt.

3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht;
das weisen die Geschäfte, die Seine Hand gemacht:
der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer,
der Fisch unzähl´ge Herde im großen wilden Meer.
Miteinander bitten wir Gott für seine Fürsorge
Neue und alte Lieder wollen wir dir singen, o Gott, denn unser Glaube lebt in diesen Liedern, die wir dir singen, als deine Gemeinde.

Doch noch dürfen wir dies nicht gemeinsam tun in unseren Kirchen. So singen wir getrennt und doch mit einer Stimme. So beten wir getrennt und doch mit einem Geist.

So bitten wir für all die Menschen, die krank sind oder im Sterben liegen. Und für die Menschen, die anderen dienen im Krankenhaus und in der Pflege.

So bitten wir für all die Menschen, die sich sorgen um die Seelen der Einsamen, die Verbindungen suchen und Nähe schaffen, wo Trennung herrscht.

So bitten wir für all die Menschen, die in Sorge sind um ihren Lebensunterhalt. Und für die Menschen, die Verantwortung übernehmen für das wirtschaftliche Leben.

Wir sehnen uns zurück nach einem Leben mit frohen Liedern, offenen Gesichtern und herzlichen Begegnungen, so bitten wir dich: Komm uns entgegen, du unser Gott!

Du kennst uns und siehst unser Herz an. All das, was uns in dieser Zeit, besonders auf dem Herzen liegt, bringen wir in der STILLE vor Dich.
Stille


Wir vertrauen darauf, dass Du uns erhörst, denn Du bist unser Vater im Himmel. So beten wir als Deine geliebten Kinder:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Amen.

Andacht zum Sonntag Jubilate, 03.05.20

Hier können Sie die Andacht von Pastorin Maren Gottsmann auch als PDF herunterladen
Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart feiern wir diesen Gottesdienst.
Denn: Schalom, Salam, Friede: Alles was gut ist komme über uns an diesem Morgen, an diesem Tag. Und Gott wandle unser Leben in immer neues Lieben und unser Lieben in immer neues Leben.
Amen

Schön, dass wir diesen Gottesdienst gemeinsam feiern. An verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten. Und doch verbunden. Und darum wird es heute gehen: Um die Kraft und die Herausforderung, verbunden zu sein. Untereinander und mit Gott.

Lied: „Seid nicht bekümmert“
Gott gab uns Atmen, damit wir leben.
Er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr dien Zeit bestehn.

Gott gab uns Ohren, damit wir hören.
Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön.

Gott gab uns Hände, damit wir handeln.
Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehn.
Die Italiener*innen tun es. Die Spanier*innen tun es. Die Deutschen tun es. Abend für Abend, Woche um Woche öffnen sie ihre Fenster, treten auf ihre Balkone oder vor die Haustür. Und singen, klatschen, musizieren. Der Hashtag #zusammenhalten verbindet Menschen über alles social distancing hinweg.

Im Bibeltext für den heutigen Sonntag Jubilate geht es genau darum: #zusammenhalten. Denn die Menschen damals befanden sich ebenfalls unter einer großen Zerreißprobe. In dieser Situation findet der Verfasser des Johannesevangeliums das Bild vom Weinstock.

Im Evangelium nach Johannes (15, 1 - 8) heißt es in der Übersetzung der Basisbibel:
Jesus sagte: "Ich bin der wahre Weinstock. Mein Vater ist der Weingärtner. Er entfernt jede Rebe an mir, die keine Frucht trägt. Und er reinigt jede Rebe, die Frucht trägt, damit sie noch mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein geworden durch das Wort, das ich euch verkündet habe. Bleibt mit mir verbunden, dann bleibe auch ich mit euch verbunden. Eine Rebe kann aus sich selbst heraus keine Frucht tragen. Dazu muss sie mit dem Weinstock verbunden bleiben. So könnt auch ihr keine Frucht tragen, wenn ihr nicht mit mir verbunden bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts erreichen. Wer nicht mit mir verbunden bleibt, wird weggeworfen wie eine abgeschnittene Rebe und vertrocknet. Man sammelt das Abgeschnittene ein und wirft es ins Feuer, wo die Rebe verbrennt. Wenn ihr mit mir verbunden bleibt und meine Worte im Innersten bewahrt, dann gilt: Was immer ihr wollt, darum bittet - und eure Bitte wird erfüllt werden. Die Herrlichkeit meines Vaters wird darin sichtbar, dass ihr viel Frucht bringt und euch als meine Jünger erweist.

#zusammenhalten - auf johanneisch. Ich gestehe, ich war beim ersten Lesen dieses vorgegeben Predigtabschnittes nicht besonders glücklich. Für Jubilate hatte ich mir etwas anderes erhofft. Seit 7 Wochen lockdown, die wachsende Sorge um die Menschen und die Länder, die aufgrund von Armut noch in ganz anderer Weise durch die Pandemie bedroht sind, die Unsicherheit, wie es bei uns weitergehen wird. Und dann dieser Abschnitt aus dem Johannesevangelium. Eine kleine online Umfrage im Bibelkreis ergab ähnliche Zurückhaltung. Abschneiden, wegwerfen, verdorren und verbrennen... nicht wirklich ermutigend. Und überhaupt: Was für ein Gottesbild? Nun doch wieder der Strafende und der Richtende? In Coronazeiten? Aber dann meldete sich ein gärtnerisch bewandertes Mitglied der Gruppe: „Der Gärtner macht, was ein guter Gärtner macht: Er sorgt dafür, dass die Pflanzen gedeihen.“ Eine andere ergänzte: „Eigentlich wäre es doch schön, wenn es so wäre, dass alle Menschen viel gute Frucht bringen würden, oder?“ Ja. Eigentlich wäre es schön. Und genau so sollte es sein. Und ganz sicher möchte Johannes seine Gemeinde genau dahin bringen: Frucht zu bringen. So viele Jahrzehnte nach den Ereignissen um Jesu Tod und Auferstehung waren die Christinnen und Christen jedoch unsicher geworden, ob der eingeschlagene Weg der richtige sein könnte. Die Christenverfolgungen und der Ausschluss der christlichen Gemeinden aus den Synagogen verstärkte die Unsicherheit. Johannes will seiner Gemeinde Mut machen. Bleibt dran, sagt er ihnen. Vertraut. Glaubt. Mit dem Bild vom Weinstock und den Reben lässt er Jesus sagen: Es ist für euch gesorgt. Wie die Reben werdet auch ihr genährt. Der Weinstock und auch der Weingärtner, die kümmern sich schon um euch. Es wird gut werden.

Ein sehr fürsorgliches Bild. Gott als Weingärtner. Ebenso fürsorglich wie das Bild des Hirten. Doch unser durch die Kirchengeschichte hindurch auf Moral getrimmter Glaube sieht da schnell den erhobenen Zeigefinger, wo verdorren und verbrennen angekündigt wird. Aber was wäre, wenn Johannes Jesus einfach nur beschreiben ließe, so wie es ist? Da, wo wir abgetrennt sind von dem, was uns nährt, da verdorren wir. So ist das. Da wo Liebe nicht spürbar ist oder Anerkennung fehlt, da wo eigene Entscheidungen nicht getroffen werden können, da, wo Möglichkeiten sich nicht entfalten dürfen, da wo Hass und Gewalt ein Leben prägen. Da zerbrechen Menschen. Also, so schreibt Johannes an seine zweifelnde, verunsicherte Gemeinde: Also erinnert euch an das, was euch stärkt, damit ihr eben nicht zerbrecht und verdorrt.

In Zeiten von Corona geschieht genau das. Wir erinnern uns an das, was uns stärkt. Das, was uns einerseits genommen wird an Kommunikation und Begegnung eröffnet gleichzeitig neue „Möglichkeitsräume“, so der Zukunftsforscher Matthias Horx. Und er wagt die „Re-Gnose“ aus dem Herbst 2020 auf dieses Frühjahr. „Wir werden rückwärts staunen“, so schreibt er. „Wir werden erkennen, dass wir in der Not andere Menschen kennengelernt haben und an uns selber neue Fähigkeiten. Wir werden entdecken, dass wir alte Kontakte aufgefrischt, tiefe Gespräche geführt, schwelende Konflikte beigelegt haben.“Vor allem aber werden wir eine neue Solidarität gelebt haben. #zusammenhalten. Singen und klatschen, Glockenläuten, die Verabredung zur homeChurch... In all dem Berühren wir uns mit Gesten ohne uns anzufassen, ohne direkt voneinander zu wissen geschweige denn uns persönlich zu kennen. Der Theologe Johann Beptist Metz beschrieb christlichen Glauben immer wieder als eine „Praxis in Geschichte und Gesellschaft, die sich als solidarische Hoffnung versteht“. In diesen Zeiten wird für mich diese solidarische Hoffnung sehr konkret. Und ich habe nicht damit gerechnet, dass Solidarität in meinem Leben, in meinem Glauben sich so anfühlen würde. So umfassend. Denn sie umfasst nicht nur die Lebenden, die sich in der Krise verändern werden, sondern auch die Toten. Wenn wir vom Herbst aus auf diese Zeit zurückschauen, wieviel 100 000ende werden bis dahin gestoben sein? Und wie viele werden weiterhin sterben, an dem Virus und an den Folgen durch wirtschaftliche Zusammenbrüche, durch Hungersnöte? Mit ihnen solidarisch zu sein hieße, sich statt ihrer um die Zukunft ihrer Familien und ihrer Länder und unserer Welt zu sorgen. Vor ein paar Tagen schrieb das Büro unseres Niendorfer Bundestagsabgeordneten Nils Annen sehr ausführlich, welche Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den internationalen Hilfsorganisationen bereits angelaufen sind, um hier Menschen und Länder in Krisenregionen der Welt zu stärken. #zusammenhalten hat viele Facetten.

Glauben wir also an die Gesten der Solidarität und der Gemeinschaft mit Gott und mit den vielen Menschen, die wir nicht kennen und auch nie kennen lernen werden? Auch in diesen Zeiten setzen populistische und rechtsextreme Netzwerke auf Abgrenzen und Abschotten. Johannes Bild vom Weinstock und den Reben eröffnet uns eine andere Zukunft. Ich setze auf den Weingärtner.

Nehmen Sie sich, nehmt Euch einen Augenblick der Stille. Verbinden Sie sich, verbindet Euch in Gedanken mit einem Menschen, der irgendwo auf der Welt lebt. Vielleicht einer, von dem Sie nur gehört oder eine, von der Ihr nur gelesen habt.

Stille
Irgendwo auf der Welt schaut jetzt einer aufs Meer.
Irgendwo kocht eine Mokka.
Irgendwo atmet einer zum letzten Mal ein, zum letzten Mal aus.
Irgendwo wäre jemand so unerträglich unbedingt gerne an einem anderen Ort.
Irgendwo unterschreibt eine ein neues Gesetz.
Irgendwo liest einer den neuesten Forschungsbericht.
Irgendwo sagt einer zum ersten Mal Ich.
Irgendwo sagt eine zum ersten Mal Nein.

Irgendwo sind wir eins.
Sind verbunden - mehr und anders als wir wissen.
Gott ist im Menschsein.
Es gibt etwas in unserem Miteinander, das größer ist als ich.
Größer als du.
Größer auch als wir zusammen.
Ist in uns und um uns.
Wir sind Äste an einem Baum.
Reben an einem Weinstock
Lebewesen auf diesem einen Planeten.
Hab keine Angst, wenn du dich fühlst wie ein vertrocknetes Blatt.
Wenn deine Woche wie ohne Frucht war.
Eine andere kann, was du nicht kannst.
Und was du weißt, ahnst, mit unsichtbarer Schrift in die Luft schreibst:
Es ist da. Gelangt dorthin, wo es gebraucht wird.
Vertrau darauf.
Wir sind verbunden miteinander.
Wir sind schon ganz neu.
Auferstanden.
Wir alle gemeinsam.

Irgendwo schaut eine auf ihr Handy.
Irgendwo stellt sich jemand für sauberes Wasser an.
Irgendwo betet jemand.
Irgendwo weint jemand.
Irgendwo zieht sich jemand Schutzkleidung an.
Irgendwo zieht jemand einen anderen aus dem Wasser.

Irgendwo hört einer alles.
Irgendwo sieht eine das Ganze.
und sagt zu uns: Ihr bringt schon Frucht.
(Meditation aus dem Michaeliskloster, Hildesheim (überarbeitet))

Wir singen gemeinsam das Lied: „Wir stehen am Morgen...“, Liederbuch 416
Wir stehen am Morgen. Aus Gott ein Schein
durchblitz alle Gräber. Es bricht ein Stein.
Erstanden ist Christus. Ein Tanz setzt ein.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.
Halleluja, Halleluja, Halleluja. Ein Tanz setzt ein.

Ein Tanz, der um Erde und Sonne kreist,
der Reigen des Christus, voll Kraft und Geist,
der Tanz, der uns alle dem Tod entreißt.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.
Halleluja, Halleluja, Halleluja. Ein Tanz setzt ein.

Wir folgen dem Christus, der mit uns zieht,
stehn auf, wo der Tod und sein Werk geschieht,
im Aufstand erklingt unser Osterlied.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.
Halleluja, Halleluja, Halleluja. Ein Tanz setzt ein.

Am Ende durchzieh wir, von Angst befreit,
die düstere Pforte, zum Tanz bereit.
Du selbst gibst uns, Christus, das Festgeleit.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.
Halleluja, Halleluja, Halleluja. Ein Tanz setzt ein.
Wir beten gemeinsam
Ich bin hier.
Ich bete zu Dir.
Mit anderen, die zu Dir beten.
Genau jetzt. Genau so.
Und ich bringe Dir alles, was ist.
Stille


Wir denken an die, die wir vermissen.
Was tun sie gerade?
Stille


Wir denken an alle, die erschöpft sind - vom Arbeiten, vom Liebhaben, vom Es-richtig-Machen.
Stille


Wir denken an die Sterbenden. An die Trauernden. An die Verzweifelten. In Krankenhäusern, in Lagern, auf dem Meer. Wir denken an die, die versuchen, für sie zu sorgen.
Stille
Höre uns. Sieh uns.
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Wir stellen uns unter den Segen Gottes: Hände öffnen und laut sprechen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.
Amen.
Fenster öffnen. Einatmen. Ausatmen. Sagen:
Ich bin nicht allein. Danke.


Pfingsten mit Bach

Am Pfingstsonntag feiert die Christenheit die Ausgießung des Heiligen Geistes. Unser Kirchenmusiker Finnegan Schulz feiert dieses christliche Fest mit einer Kantate von Johann Sebastian Bach

Gelegentlich wird Pfingsten auch als „Geburtstag der Kirche“ bezeichnet und unsere Gemeinde wollte dieses Fest nutzen, um das 250-jährige Jubiläum unserer Kirche am Markt zu feiern. Im großen zentralen Festgottesdienst sollte die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51 von Johann Sebastian Bach erklingen. Doch große Gottesdienste — das geht coronabedingt zur Zeit leider nicht. Was aber geht: Musizieren! Deswegen haben wir die Kantate einfach aufgezeichnet (selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregeln). Diese Kantate für Solosopran ist neben Streichern und Basso Continuo noch mit einer Trompete besetzt. Insbesondere der Sopran- und Trompetenpart dieser festlich jubilierenden Kantate verlangt den MusikerInnen ein hohes Maß an Virtuosität ab. Zusätzlich zur Kantate erklingt passend zu Pfingsten die Fantasie für Orgel über den Choral „Komm Heiliger Geist, Herre Gott“ BWV 651. Der Cantus firmus findet sich hier stark vergrößert im Pedal der Orgel, darüber lassen im Manual virtuose 16tel-Figuren den „Feuertanz“ des Heiligen Geistes erahnen.

Ausführende:
Sonja Bühler, Sopran
Oliver Christian, Trompete

Gustav Frielinghaus, Violine I
Theresa Reustle, Violine II
Carlota Guijarro Alonso, Viola
Simon Schachtner, Cello
Paula Capracci, Kontrabass

Finnegan Schulz, Leitung und Orgel
Bachkantante

Fantasia super

Gottesdienste in Corona-Zeiten

Die Stadt Hamburg hat im Rahmen der Corona-Lockerungen gottesdienstliche Angebote wieder erlaubt. Was das für uns in Niendorf bedeutet, erfahren Sie hier.

Den Rahmen für gottesdienstliche Angebote geben Hygienerichtlinien vor, von denen uns viele aus dem Alltag bereits vertraut sind. Ein eigens eingesetzter Ausschuss organisiert bereits, wie sie an unseren Niendorfer Standorten umgesetzt werden können. Zwischen „Lockdown oder lockern?“ verlief auch die Diskussion im Kirchengemeinderat (KGR). Wann können wir starten und wie wollen wir künftig feiern so ohne Gesang und mit Abstand? Was machen wir, wenn Pfingsten mehr Menschen kommen, als in den Kirchen erlaubt sind? An das traditionelle Open-Air-Event ist aufgrund des großen Zulaufs selbst Freiluft nicht zu denken. Schließlich fielen mehrheitlich folgende Entscheidungen: Dabei gilt auch für uns — wir fahren auf Sicht und müssen Entscheidungen gegebenenfalls anpassen. Interessant auch die „Handlungsempfehlungen der Nordkirche zum kirchlichen Leben und weiteren Verlauf der Corona-Pandemie“.

Singverbot in Corona-Zeiten

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen bis auf Weiteres alle Chorproben und der Posaunenchor aufallen. Auch in den Andachten darf nicht gesungen werden. Unser Kantor und Organist Finnegan Schulz erklärt, warum.

Vieles ist noch unklar und nicht ausreichend erforscht beim neuen Virus Sars-CoV-2. Klar ist aber: Das Corona-Virus befällt hauptsächlich die Atemwege. Daher ist dies ist auch der Hauptübertragungsweg, über Atemluft, Speichel und Atemwegssekrete. Die Verbreitung erfolgt durch Aersole, die die Viren durch die Luft tragen. Forscher haben herausgefunden, dass diese Aerosole in geschlossenen Räumen deutlich länger in der Luft bleiben.

Singen ist eine atemintensive Tätigkeit. Wir holen tief Luft, um eine Phrase zu singen. Während wir singen, bildet der Ausatemstrom an unseren Lippen den Ton und wir atmen deutlich länger aus. Dadurch ist es gut möglich, dass wir auch mehr Aerosol in die Luft geben. Außerdem kann es beim Singen in unserem Körper zu einer erhöhten Produktion von Schleim kommen, den wir dann unfreiwillig durch Husten oder Räuspern im Raum verteilen. Und: Wenn wir Konsonanten beim Singen besonders deutlich sprechen wollen (worüber ich mich als Chorleiter normalerweise immer sehr freue!), werden Spuckepartikel in Form von Tröpfchen ausgestoßen, die sich wiederum auch im Raum verteilen.

All diese Faktoren lassen vermuten, dass Singen zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann, besonders in geschlossenen Räumen. Deswegen müssen wir, so schmerzhaft das für viele von uns ist, für das erste auf Singen im Gottesdienst und in den Chören unserer Gemeinde verzichten.

Wer sich weiter in diese Thematik einlesen möchte, kann das mit folgender Studie tun.

Unsere Kirchen sind offen

Jeden Tag von 12 bis 13 Uhr haben die Kirche am Markt und die Verheißungskirche mit Beginn des Mittagsläuten für Stille und persönliches Gebet geöffnet.

Ein Pastor, eine Pastorin des Pfarrteams ist anwesend und steht auf Wunsch für Gespräch und Gebet zur Verfügung. Die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen wie eine Alltagsmaske und der Mindestabstand sind natürlich auch in der Kirche einzuhalten.

Alltagshelden gesucht

Wir organisieren eine Niendorfer Nachbarschaftshilfe!

In diesen Tagen kommt es darauf an sich trotz Kontaktverboten nah zu sein, einander zu helfen und für einander Da zu sein. Wir möchten als Gemeinde ein Netzwerk gemeinsam mit anderen Organisationen im Stadtteil und sozialen Medien bilden, in dem man sowohl Unterstützung bekommen, als auch Hilfe anbieten kann. Viele Vereine und Initiativen bieten diese Alltagshilfe bereits an und auch wir möchten bei der Vermittlung unterstützen. Die Organisation übernehmen Pastorin Maren Trautmann und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates Florian Weißler. Für Sie gibt es also zwei Möglichkeiten:
 
1. Sie brauchen Unterstützung beim Einkaufen, der Medikamentenbesorgung oder der täglichen Runde mit dem Hund. Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, das heißt über 60 Jahre alt sind oder eine Vorerkrankung haben und deshalb die Wohnung nicht verlassen sollten, dann melden Sie sich bei uns. Bitte bedenken Sie, dass ihr Einkauf maximal 30 € kosten sollte, da die Helfenden in Vorkasse treten. Vor der ersten Lieferung werden wir telefonisch mit Ihnen Kontakt aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen. Sie bekommen bei der ersten Lieferung auch einen Zettel mitgeliefert mit allen wichtigen Informationen in schriftlicher Form.

2. Sie bieten Ihre Hilfe an. Darüber freuen wir uns sehr. Zum Schutz aller Beteiligten bitten wir Sie auf Körperkontakt jeglicher Art zu verzichten, die allgemeinen Hygieneregeln selbstverständlich einzuhalten und auch die Wohnung der älteren Menschen nicht zu betreten. Wir bitten Sie außerdem einen Einkaufswert bis zu 30 € auszulegen. In der Regel erhalten Sie das Geld bei der Lieferung, alternative Regelungen würden wir vorher telefonisch mit Ihnen besprechen.

Gerade in diesen Zeiten wollen wir dieses Angebot so unbürokratisch wie möglich gestalten und bitten alle Beteiligten zur gegenseitigen Rücksichtnahme!

Der direkte Weg zu uns!
Telefon: 521 05 622 oder 180 73 821 
Mail:

Für die Vermittlung benötigen wir von Ihnen folgende Daten:
  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • Nur von den Helfenden:
    zeitliche Kapazitäten und Einsatzmöglichkeiten

Bringt den Stein ins Rollen!

Hoffnungszeichen Ostersteine — in Niendorf

Malen - suchen - finden - weitergeben
Am Ostermorgen ist der Stein weggerollt und das Grab Jesu leer. Der Stein wird zum Hoffnungszeichen: Liebe ist stärker als der Tod.

Wie geht's? Stein (mit)nehmen, bemalen & im Stadtteil auslegen: Tibarg, Gehege, Fensterbrettern, Bänken...

Und was soll drauf?
Malt auf die Vorderseite des Steines Eure/Ihre persönliche Antwort auf die Frage: Was ist stärker als der Tod: Herzen, blühende Zweige, bunte Farben, Worte? wir sind gespannt! Auf der Rückseite #stärkeralsdertod & facebookgruppe Ostersteine. Wenn Platz ist: „suchen, finden & weitergeben“. Farben: Fast alles geht: Acryllack, Tusche Eddings, Nagellack, Filzstifte, Kreide?.. Wasserlösliche Farben mit Klarlack fixieren.

Und dann...?
Wird Euer Stein vielleicht gefunden und mitgenommen. Und Ihr findet vielleicht auch selber einen Stein zum Mitnehmen.

Fotos Eurer Steine unter #kircheimdialog oder #stärkeralsdertod bei Instagram oder Facebook posten oder an uns unter als E-Mail versenden!

Steine liegen auch vor unseren Gemeindehäusern. Sonst melden Sie sich bitte bei uns!

Jugendgottesdienst-Andacht

Moin Moin,
statt eines Jugendgottesdienstes kommen auch wir im Corona-April 2020 in die digitale Form einer Andacht zu Dir. JuGo ausfallen lassen? Das stand für uns nie zur Debatte.

Wie auch bei einem "live"-JuGo gibt es auch in dieser Andacht Lieder zum Mitsingen. Unser Kirchenmusiker hat uns netterweise bekannte Lieder aufgenommen.

Lass dich auf die kommende Texte ein und sei ganz bei Dir.
 

Jugendgottesdienst-Andacht

In folgenden Liedern & Texten sind wir im Glauben an den dreieinigen Gott, Gott, Jesus und Heiligen Geist miteinander verbunden.

Gebet zum Einstimmen:
Sprich gern ein Gebet, um mit Gott in Verbindung zu treten und um dich auf Folgendes bewusst einzulassen:
Guter Gott, so wie es mir gerade geht, bin ich hier, kommen ich zu Dir. Schau mich an und sei bei mir jetzt in dieser Zeit in der ich diese JuGo Andacht lese und erlebe.
Amen

Wir wollen das erste Lied singen: Weite Räume meinen Füßen
  • 1.Weite Räume meinen Füßen, Horizonte tun sich auf, zwischen Wagemut und Ängsten nimmt das Schicksal seinen Lauf, zwischen Wagemut und Ängsten, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 2. Schritt ins Offne, Ort zum Atmen, hinter uns die Sklaverei, mit dem Risiko des Irrtums machst Du Gott, uns Menschen frei, mit dem Risiko des Irrtums machst du, Gott uns Menschen frei
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 3. Da sind Quellen sind Ressourcen, da ist Platz für Fantasie; zwischen Chancen und Gefahren Perspektiven wie noch nie, zwischen Chancen und Gefahren, Perspektiven wie noch nie
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 4. Doch bleib Kompass, bleibe Richtschnur, das wir nicht verloren gehen, zu der Weite unsrer Räume lass uns auch die Grenzen sehn, zu der Weite unsrer Räume, lass uns auch die Grenzen sehn
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.

Wort Gedanken



Ungewissheit
In der Zeit, die im Moment herrscht, da stellt man sich häufig solche Fragen:
Wann ist das vorbei?
Kann ich im Sommer wie geplant in den Urlaub fahren?
Wird endlich eine Lösung gefunden?
Kann ich irgendwas tun, um die Situation zu verbessern?

Und so weiter?Aber das Problem ist, dass es nun einmal Fragen gibt, die man nicht beantworten kann und das wird einem eben in so einer Situation erst richtig bewusst, doch diese Fragen gibt es immer. Gerade, wenn man älter wird, da ist es eben nicht mehr gewiss, was Morgen, nächsten Montag oder nächstes Jahr passiert. Man kann nicht über alles Bescheid wissen und auch nicht über alles bestimmen. Es ist nicht möglich sein Leben vorzuplanen, da immer etwas Unerwartetes passieren kann. Niemand hat vor einem Jahr oder sogar am Anfang dieses Jahres erwartet, dass der Alltag und die Situation aller Länder sich so verändern kann. Doch das Schicksal hat uns eingeholt und uns etwas Unerwartetes gebracht. Das einzige, was jetzt hilft ist Vertrauen und Solidarität.

Vertrauen, weil wir eben nicht wissen, was passiert und jetzt auf Wissenschaftler, Politiker und Gott vertrauen müssen, dass es besser wird und wir mal die Zähne zusammenbeißen müssen, ohne wirklich selbst etwas ändern zu können. Es ist nicht einfach die Zukunft dem Zufall zu überlassen und es tut immer gut Bescheid zu wissen.

Solidarität, weil wir zusammenhalten müssen und gemeinsam durch die Zeit müssen in welcher der normale Alltag auf Eis gelegt und ein neuer entstanden ist. Wir können nicht vieles tun, doch das, was vielleicht helfen kann, dass ist es wert gemeinsam zu versuchen. Es gilt also: #StayHome oder auch #WirbleibenZuhause

Eine Aktion:
Mach mit:
Damit du/ Sie einen Teil in dieser Andacht mitgestalten kannst/ können, bitten wir Dich/Sie auf www.menti.com zu gehen und gib den Code: 615083 für unsere Umfrage ein. Gib deine Antwort(en) ein und dann kannst Du sogar Direkt unser gemeinsames Meinungsbild zu den dort gestellten Fragen ansehen



Hier findest du vollständigen Ergebnisse der Aktion.

Lass uns Fürbitte halten
Guter Gott,
wir bitten dich lass die Wissenschaftler schnell ein Gegenmittel, wie auch einen Impfstoff gegen das Coronavirus finden, damit nicht mehr so viele Menschen an dem Virus leiden müssen.

Guter Gott,
bei all der Ungewissheit und Angst, die wir gerade haben, wegen der Schule, dem Job oder einem Hobby, schenke uns Hoffnung, dass diese schwierige Situation bald vorüber ist.

Guter Gott,
schenke uns in dieser einsamen Zeit besonders viele Momente, wo wir mit unseren Freunden, Familie und Bekannten im Austausch sind, damit das Gefühl der Einsamkeit in keinem siegt und keiner in seinen eigenen Sorgen alleine ertrinkt.

Guter Gott,
sei bei all den Familien, die psychisch mit dieser Situation durch Einsamkeit nicht zurechtkommen oder durch diese Krankheit einen lieben Menschen verloren haben. Sei bei allen, die einfach mal wieder eine Umarmung brauchen. Halte uns alle in deiner geschützten Hand!

Guter Gott,
wir danke allen, die gerade jetzt mit vollem Eifer bei der Arbeit sind, damit wir etwas zu Essen, eine ärztliche Versorgung haben und damit die Politiker stressfrei arbeiten können.

Guter Gott,
sei bei uns und lenke uns ohne großen Schaden durch diese katastrophale Zeit kommen!

weltweit in Verbundenheit mit diesem uns allen einem Gebet, beten wir/ betest du:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen

Wir singen Möge die Straße uns zusammenführen
  • 1. Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein, sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 2. Führe die Straße, die gehst, immer nur zu deinem Ziel bergab; hab´ wenn es kühl wird, warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Nacht.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 3. Hab´ unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot; sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt du bist schon tot.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 4. Bis wir uns mal wiedersehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt; er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
Sei gesegnet:
Gott segne und behüte dich,
Gott lasse leuchten sein Angesicht auf Dich und sei Dir gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe Dir Frieden.
Amen

Unser Newsletter: GlaubeLiebeHoffnung

Mut machende Gedanken, eine Andacht zum jeweiligen Sonntag und verschiedene Inspirationen zum Mitmachen können Sie - so lange unsere Gemeindehäuser geschlossen sind - jeden Samstagmittag in Ihre E-Mail-Postfächer bekommen.

Wenn Sie Wünsche haben oder mit anderen etwas teilen möchten, schreiben Sie uns gerne eine Mail an
Wenn Sie unseren Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das unten gerne tun. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Andacht im Newsletter auch per Post zu, bitten wenden Sie sich bei Bedarf an das Büro der Verheißungskirche unter 040 / 57 14 830.
 
Ausgaben unseres Newsletters GlaubeLiebeHoffnung

Wir sind für Sie da!

Trotz geschlossener Gemeindehäuser halten wir folgende Angebote für Sie bereit.

Stille + Segen to go

Den Tag beginnen mit einer halben Stunde schweigen: montags-freitags um 7.30 Uhr. In der Küche, dem Wohnzimmer, auf dem Balkon, bei einem Spaziergang im Gehege oder dem eigenen Garten. Gemeinsam geht auch so! Wir laden Sie herzlich ein, wenn Sie und Ihr auf die ganz eigene Art und Weise dabei seid.

An unseren Gemeindehäusern finden Sie außerdem Segens- und Psalmsprüche to go. Unter dem Motto "Nimm dir das, was du brauchst" (frei nach 2. Mose 16, 18) reißen Sie sich das ab, was Sie in dieser Zeit benötigen. Und seien Sie gewiss:
Wenn Sie das nächste Mal vor unseren Türen stehen, werden Sie wieder von Sprüchen to go empfangen werden.

Einfach mal schnacken

Wenn Sie Sorgen haben oder einfach mal reden möchten: Unsere Pastorinnen und Pastoren sind für Sie da.
  • Ute Andresen: 040 52630108
  • Daniel Birkner: 040 58915155
  • Maren Gottsmann: 040 320918 68
  • Dr. Hendrik Höver 040 57148312
  • Maren Trautmann: 040 18073821
  • Anke Zorn: 040 5511233

Ein Blick über den Tellerrand

Auch über unsere Gemeinde hinaus gibt es zahlreiche tolle Angebote. Wir möchten Sie ermutigen: Fühlen Sie sich eingeladen neue Wege zu gehen, Unbekanntes auszuprobieren und neue Erfahrungen zu machen. Gerade jetzt wo fast alle kulturellen Angebote ausfallen müssen, ist genau die richtige Zeit seinen eigenen Horizont zu erweitern.
Ein besonderes Projekt ist das Balkonsingen der Evangelischen Kirche Deutschland. Die EKD ruft dazu auf, täglich um 19 Uhr am offenen Fenster, auf dem Balkon oder im Garten "Der Mond ist aufgegangen" zu singen oder zu musizieren. Jeder und jede kann mitmachen, denn singen verbindet und tut gut. Machen Sie mit! Den Liedtext finden Sie hier.

Liedtext

Hoffnungsläuten - Glocken mittags um 12 als Zeichen der Hoffnung

Denk an das, was dich tröstet und stärkt.
Bitte für die Menschen, die Kraft brauchen!


Die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche rufen auf: In ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen mittags um 12 Uhr die Glocken läuten, als Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit. Die Glocken erinnern: Es ist an der Zeit, sich zu besinnen auf das, was tröstet und stärkt und uns weiterträgt angesichts dieser globalen Krise.
Sie erinnern: Wir gehören zusammen!
Sie fragen uns: Was ist jetzt wichtig?

Glocken erreichen unsere Ohren und Herzen auch bei Ausgangsbeschränkungen in unseren Wohnungen, in Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Orgelmusik zur Sterbestunde Christi

Am Karfreitag um 15:00 können Sie hier Orgelmusik gespielt von unserem Kirchenmusiker Finnegan Schulz zur Sterbestunde Christi hören.

Liebe Gemeinde,
am Karfreitag gedenken Christinnen und Christen in der ganzen Welt der Kreuzigung und dem Tod Jesu Christi. Für viele ist er ein Tag der Besinnlichkeit und der inneren Einkehr. In der Kirche am Markt gab es in der Vergangenheit am Karfreitag um 15.00 Uhr Musik zur Sterbestunde. Auch dieses Jahr sollte diese Musik stattfinden, mit der Dresdener Mezzosopranistin Marie-Louisa Reh und Kantor Finnegan Schulz an der Orgel. Aufgrund der aktuellen Situation kann diese Musik so nicht stattfinden. Damit Sie aber nicht ganz auf Musik zur Sterbestunde verzichten müssen, wird an dieser Stelle am Karfreitag um 15.00 Uhr eine etwa halbstündige Orgelandacht mit Finnegan Schulz als Video abrufbar sein. Die Pastoren Ute Andresen und Daniel Birkner werden Texte beisteuern. So haben Sie die Gelegenheit, in dieser aufgewühlten Zeit eine halbe Stunde zur Ruhe zu kommen und ganz persönlich dem Leiden und Sterben Jesu zu gedenken.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Choralbearbeitung „O Mensch, bewein dein Sünde groß “ BWV 622

Hermann Schroeder (1904-1984)
Intermezzo op.9 Nr. 2

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Orgelsonate d-Moll op. 65 Nr. 6 über den Choral „Vater unser im Himmelreich“

Kreuzweg der Jugend

Wir, das Vorbereitungsteam der Aktion Wach nach 8, wollen dich ganz herzlich einladen, dich gemeinsam mit uns auf den Jugendkreuzweg zu begeben. Wir wollten diesen Kreuzweg in der Nacht zum Ostersonntag mit einigen Jugendlichen der Gemeinde begehen. Da dies und auch alle anderen Live-Veranstaltungen zu Ostern aufgrund der gegebenen Situation ausfallen müssen, dachten wir uns, wir teilen diese Aktion mit der ganzen Gemeinde. Denn nur weil wir unsere Gotteshäuser nicht besuchen können, heißt das ja nicht, dass wir unseren Glauben nicht leben und feiern können. Und nur weil irgendwo Jugend davorsteht, heißt das nicht, dass Erwachsene das nicht auch machen und davon profitieren können. Also, was erwartet dich auf diesem Jugendkreuzweg? Dich erwarten 6 Stationen des Kreuzweges Jesu. Jede Station besteht aus einer Ikone (Kult- und Heiligenbild), Text(en) zu der jeweiligen Ikone, Impulsfragen zum Thema und einem kleinen Gebet. Nimm dir, wenn du Lust hast eine Stunde Zeit und begebe dich auf den Weg.

Wir wünschen dir eine gute Zeit und ein gesegnetes Osterfest.

Die 7 Stationen des Kreuzweges als PDF-Download:

Station 1: (Ver-)Urteilen

Station 2: Schweres

Station 3: Kreuz

Station 4: Erkenntnis

Station 5: Endgültig

Station 6: Bedeutsam

Station 7: Segensreich

Ostern mit Kindern zu Hause

Ein Angebot für Familien zu Ostern

Alle Familien, die sich zu Ostern mit der Ostergeschichte beschäftigen möchten, werden hier auf unserer Homepage fündig.

Es gibt eine kurze Anleitung für euren Kindergottesdienst@Home und dann findet ihr die Geschichtsabschnitte zu den verschiedenen Stationen Jesu: Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. So kann jede Familie Familiengottesdienst zu Hause feiern.

KiGo@Home Ablauf

Geschichte 1: Einzug in Jerusalem

Geschichte 2: Das Abendmahl

Geschichte 3: Abends in Jerusalem - Jesus geht zum Ölberg

Geschichte 4: Petrus verleugnet Jesus

Geschichte 5: Jesus lebt

Bastelidee zu Ostern: Hasen-Karte
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