AKTUELLESKONTAKTSPENDENNEWSLETTER

Aktuelles

Schenk uns deine Stimme!

So klingt der digitale Chor Niendorf — Hört gerne rein!

Schon seit November letzten Jahres können sich die Chöre unserer Gemeinde nicht mehr zum gemeinsamen Singen in Präsenzform treffen. Wir proben deswegen via Zoom. Für die Passions- und Osterzeit haben wir sechs Stücke eingeübt, die die Sängerinnen und Sänger alleine zu Hause aufgenommen haben. Dass das trotzdem nach Chor klingen kann, davon könnt ihr euch hier überzeugen!
 

Halleluja - W.A. Mozart

Christ Lag In Todesbanden - Johann Sebastian Bach

Osterlied - Ria Vanwing

Das Grab Ist Leer - Michael Haydn

O Bone Jesu - Antonio Igegneri

Korn Das In Die Erde, In Den Tod Versinkt (EG 98)


Film: Osterbotschaft aus Niendorf

In diesem Jahr erleben das Osterwunder anders. Lasst euch mit hinein nehmen, wie wir die Osterbotschaft gestalten!

Unter dem Titel „Hoffnung finden“ feiern wir mit diesem Film einen Ostergottesdienst der besonderen Art und sind dabei unterwegs in Niendorf. Wo und wie genau? Lasst euch überraschen von haupt- und ehrenamtlichen Menschen, von Texten, Musik und Bildern. Gefilmt und aufbereitet hat den Film Lukas Keuchel, der auch schon zu Weihnachten mit uns tätig war.
 

Ostern 2021

Dieses Jahr können wir Ostern nicht wie gewohnt in der Kirche feiern. Wir haben dennoch eine Vielzahl von Aktionen für Sie und euch geplant!

Vom Zoom-Gottesdienst mit gemeinsamer Feier des Abendmahls über den Spaziergang zur Passions-und Ostergeschichte, dem Abholen von Osterkerze und Hoffnungsbriefen bis hin zu einem festlich-besonderen Ostervideo, haben wir Vieles für Sie und euch vorbereitet.

Und wenn Sie einfach nur auf ein kurzen Besuch in der Kirche vorbeischauen wollen, dann besuchen Sie uns: Die Verheißungskirche und die Kirche am Markt sind am Ostersonntag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Am Ostermontag hat die Kirche am Markt die Türen in der selben Zeit geöffnet.

Schaut gerne vorbei und lasst uns Ostern auf alternativen Weisen feiern. Wir wünschen allen frohe und gesegnete Ostern!
 

Zoom-Gottesdienste von Palmsonntag bis Ostern

  • Palmsonntag, 11.15 Uhr bei Zoom mit Pastorin Maren Trautmann und zum Lesen in der Homechurch
  • Gründonnerstag, 18 Uhr bei Zoom mit den Pastorinnen Maren Gottsmann und Anke Zorn. Fertig gepackte Tüten mit Texten, Brot und Traubensaft können ab Montag vor der Verheißungskirche abgeholt werden.
  • Karfreitag, 15 Uhr bei Zoom: Andacht zur Sterbestunde Jesu. Mit Pastor Daniel Birkner und Kantor Finnegan Schulz. Außerdem ist eine Andacht zum Lesen ebenfalls über unsere Homechurch abrufbar.
  • Ostersonntag, 11.15 Uhr bei Zoom mit Pastorin Anke Zorn und zum Lesen in der Homechurch
Den Zugang zum Zoom-Raum finden Sie hier.

Alternativ können Sie sich auch händisch bei Zoom einwählen:
Meeting-ID: 937 0486 4488
Kenncode: 251097

Tibarg-Aktion „Du bist Hoffnungsträger*in“

In der Woche vor Ostern von Sa., 27.3. bis Samstag., 3.4. findet auf dem Tibarg eine Kunstaktion statt. Künstlerinnen und Künstler der Initiative „Wir für Niendorf/PArt of us“ gestalten einen farbenfrohen Spiralweg, dem wir ins Licht folgen dürfen. Wenn alles klappt und genehmigt wird, ist auch das selbst kreativ werden möglich: Wochentags von 10-12 Uhr sowie an den Samstagen von 10-15 Uhr kann jede/r auf einem großen Banner eigene Hoffnungsgedanken verewigen. Zu diesen Zeiten ist auf jeden Fall jemand aus dem Team vor Ort und verteilt Osterüberraschungen ganz ohne Schokolade.

Osterspaziergang: „Vom Dunkel ins Licht“

„Vom Dunkel ins Licht“ ist der Osterspaziergang in 7 Stationen überschrieben, der rund um die Kirche am Markt möglich ist und entlang der Leidens- und Ostergeschichte Erfahrungen und Gedankenanstöße bietet — mit unterschiedlichen Impulsen für Kinder und für Erwachsene! Möglich von Montag, 29.3. bis Ostermontag., 5.4., 10-17 Uhr.

Falls Sie die einzelnen Stationen nicht abgehen wollen, können Sie sich auch hier die Beiträge anhören:

Hoffnungssteine & Osterlicht zum Mitnehmen

Osterlicht für Zuhause
Am Ostersonntag sind die Kirche am Markt und die Verheißungskirche von 10-14 Uhr geöffnet. Am Ostermontag ist die Kirche am Markt ebenfalls in dieser Zeit offen. Wir haben für alle eine kleine Osterkerze, die jede*r an der neuen, großen Osterkerze anzünden und so das Osterlicht mit nach Hause nehmen kann.
Hoffnungszeichen in Niendorf: Malen — suchen — finden — weitergeben
Am Ostermorgen ist der Stein weggerollt und das Grab Jesu leer. Der Stein wird zum Hoffnungszeichen: Liebe ist stärker als der Tod.
Wie geht das? Einen unbemalten Stein (mit)nehmen, bemalen & im Stadtteil auslegen: Tibarg, Gehege, Fensterbrettern, Bänken...
Und was soll drauf? Malt auf die Vorderseite des Steines Eure/Ihre persönliche Antwort auf die Frage: Was ist stärker als der Tod: Herzen, blühende Zweige, bunte Farben, Worte... wir sind gespannt! Auf der Rückseite: #stärkeralsdertod & facebookgruppe Ostersteine. Wenn Platz ist: „suchen, finden & weitergeben.“ Farben: Fast alles geht: Acryllack, Tusche Eddings, Nagellack, Filzstifte, Kreide... Wasserlösliche Farben mit Klarlack fixieren.
Und dann...? Wird Euer Stein vielleicht gefunden und mitgenommen. Und Ihr findet vielleicht auch selber einen Stein zum Mitnehmen. Fotos Eurer Steine unter #kircheimdialog oder #stärkeralsdertod bei Instagram oder Facebook posten oder an senden!

Unbemalte Steine zum Mitnehmen liegen auch vor unseren Gemeindehäusern.

Fastenaktion: Soviel du brauchst?!

Wissen Sie, wie Ihr virtueller Wasserfußabdruck aussieht? Die diesjährige Aktion zum Klimafasten lädt ein, ein klimafreundliches Leben zu erkunden und auszuprobieren.

Auch in diesem Jahr sind Sie herzlich eingeladen unter dem Motto: „So viel du brauchst..." neu zu erkunden, was wir brauchen und auszuprobieren, wie der Weg zu einem klimafreundlichen Leben aussehen kann.

Anregungen für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen gibt Ihnen die Broschüre für das Klimafasten. Sie beinhaltet für jede Woche nützliche und hilfreiche Tipps für gemeinsame Veränderungen in unterschiedlichen Bereichen wie Energie, Ernährung oder Mobilität. Die Ideen kann man alleine oder in der Gruppe entwickeln und ausprobieren.

Broschüre für das Klimafasten (auch erhältlich in unseren Büros)

Viele weitere Anregungen und Informationen, auch theologische Impulse finden Sie www.klimafasten.de.

Andacht feiern via Zoom

Jeden Sonntag feiern wir die Newsletter-Andacht auch bei Zoom. Sie wird geleitet von einem Mitglied unseres Pastor*innen-Teams und musikalisch gestaltet von unserem Kirchenmusiker Finnegan Schulz. Alle Informationen finden Sie hier.

Die Andacht beginnt am Sonntag um 11:15 und endet gegen 12:00. Wer mag, kann im Anschluss der Andacht noch zu einem Gedankenaustausch bleiben. Ab 11 Uhr wird der digitale Raum für Sie geöffnet sein.

Hier kommen Sie direkt zum Zoom-Raum.

Alternativ können Sie sich auch händisch bei Zoom einwählen:
Meeting-ID: 937 0486 4488
Kenncode: 251097

Wer Fragen zu Zoom hat und den Zugang dazu einfach mal ausprobieren möchte, kann dies am Mittwoch, den 10. Februar zwischen 16 und 18 Uhr tun. Unser stellvertretender KGR-Vorsitzende Florian Weißler steht dort für Fragen und einer Probe-Zoom-Sitzung zur Verfügung. Bitte melden Sie sich dafür per Mail an unter .

HomeChurch - die wöchentliche Andacht

Wir laden Sie herzlich ein in unsere wöchentliche "HomeChurch" oder besser "Kirche für Zuhause", die Sie hier mit einer Andacht unseres Pastor*innen-Teams jede Woche neu auf unserer Webseite finden oder jeden Sonnabend per E-Mail erhalten können.

Gebete, ein Lied, die Lesung des Sonntags und eine kleine Ansprache erhalten Sie mit unserem wöchentlichen Newsletter "Kirche für Zuhause" frei Haus. Zünden Sie sich für Ihre HomeChurch gerne eine Kerze an und stimmen Sie in Gedanken verbunden mit uns ins Gebet ein. Auf Wunsch erhalten Sie unser Angebot auch per Post. Unser Kirchenmusiker*innen begleiten die Lieder der Andachten an der Orgel oder dem Klavier.

Sie möchten eine Andacht lieber hören? Unsere Telefonandachten erreichen Sie unter 040 52105784 oder direkt hier anhören:

Telefonandacht vom 18.04.21

 

Andacht zum 2. Sonntag nach Ostern Misericordias Domini, 18.04.2021

Hier können Sie die Andacht zum 2. Sonntag nach Ostern Misericordias Domini von Pastor Daniel Birkner auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit Euch allen!

Ich begrüße Sie und Euch sehr herzlich zum Gottesdienst am Sonntag der Barmherzigkeit Gottes (Misericodias Domini). Er hat mittlerweile auch den Namen „Hirtensonntag“ bekommen, denn das Bild mit dem von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes gesprochen wird, ist das das Bild des Hirten. So werden wir heute den 23. Psalm miteinander beten und hören im Wochenspruch, was im Evangelium ausgeführt wird, nämlich das Jesus von sich selbst sagt:
„Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen des ewige Leben.“ (Joh.10).

Und so feiern wir diesen Gottesdienst
im Namen Gottes, der sagt: Ich bin Barmherzigkeit.
im Namen Jesu, der sagt: Ich bin der gute Hirte.
im Namen des Heiligen Geistes, der sagt: Ich bin das ewige Leben.

Wir beten den 23. Psalm:
Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Gott ist wie ein guter Hirte, der unseren Lebensweg begleitet. Jesus greift dieses Bild auf und sagt nun von sich selbst (Joh. 10, 11-15, 27-30)
11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte setzt sein Leben ein für die Schafe.12 Anders ist das bei einem, der die Schafe nur für Geld hütet. Er ist kein Hirte, und sie gehören ihm nicht: Wenn er den Wolf kommen sieht, lässt er sie im Stich und läuft weg. Und der Wolf reißt die Schafe und jagt die Herde auseinander. 13 Denn so ein Mensch hütet die Schafe nur für Geld und ihm liegt nichts an den Schafen. 14 Ich bin der gute Hirte. Ich kenne die, die zu mir gehören, und die zu mir gehören, kennen mich. 15 Genauso kennt mich der Vater, und ich kenne ihn. Ich bin bereit, meine Leben für die Schafe einzusetzen. 27 Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenn sie, und sie folgen mir. 28 Ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werde in Ewigkeit nicht ins Verderben stürzen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir anvertraut hat, ist mächtiger als alle. Niemand kann sie aus seiner Hand reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.
(Herzlichen Dank an Martina Kaul für die Abschrift des Evangeliums).


Wir antworten auf die Worte des Evangeliums mit dem Bekenntnis unseres Glaubens:
Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.
Predigt
„Überleg mal“, fragt Jesus, „Wer ist deiner Meinung nach ein guter Hirte?“ Oder um es anders zu formulieren: „Wem kann man vertrauen?“

Viele Menschen oder Unternehmen werben heutzutage um unser Vertrauen. Aber fast genauso viele wollen eigentlich nur ihre Macht ausbauen oder ihren Profit. Sie benutzen uns nur. „Wenn?s hart auf hart kommt“, sagt Jesus, werden sie — diese falschen Hirten - sich nicht um dich kümmern. Sie werden dich im Stich lassen, um ihre eigene Haut oder ihren Profit zu retten.

Jesus sagt, den guten Hirten kannst du daran erkennen, dass er bereit wäre, sein Leben für seine Schafe zu lassen. Er sagt von sich selbst: „Ich bin der gute Hirte!“ Er kann das von sich sagen, denn sein Antrieb ist nicht die Gier nach Macht oder Profit; sein Antrieb ist die Liebe. Und weil er mit ganzem Herzen liebte, war er bereit sich ganz hinzugeben. Am Karfreitag bewies er, dass er das nicht nur so gesagt hatte. Für das, was er lehrte, lebte er, und er war bereit, dafür zu sterben. Wofür gibt Jesus also sein Leben am Kreuz?

Ich versuche es mir so zu erklären:
Die Botschaft, mit der Jesus in die Öffentlichkeit ging, die er überall predigte, war die Botschaft einer grenzenlosen und bedingungslosen Liebe Gottes. Diese Botschaft stieß damals aber an scharfe Grenzen. Zu Jesu Zeiten regelten die Priester im Tempel, wer Zutritt zum Tempel bekam und was man tun musste, um Vergebung zu erlangen. Die Liebe und die Vergebung standen nicht jedem bedingungslos offen. Es gab nämlich viele Menschen, die den Tempel gar nicht betreten durften.

Und nun tritt Jesus auf und bietet — quasi am Tempel vorbei — allen Menschen Gottes Liebe an und er spricht ihnen Vergebung ihrer Sünden zu. Deshalb ließen sie ihn festnehmen, deshalb klagten sie ihn an. Und natürlich wollten sie ihn zwingen in der Öffentlichkeit seinen Hochmut zu widerrufen. Doch das kam für Jesus gar nicht in Frage. Er würde damit seine Botschaft verraten und damit sich selbst und damit auch Gott. Er blieb dabei: Gott bietet jedem Menschen seine grenzenlose und bedingungslose Liebe an. Gott ist bereit, dir deine Sünde zu vergeben.

Lassen sie uns kurz darüber nachdenken, was das bedeuten kann: Sünde vergeben.

Es geht um mehr als darum, dass ich darüber nachdenke, wo ich mal einen Fehler gemacht habe, der mir verziehen werden möge.

Die Vergebung, die uns Gott anbietet, geht viel tiefer. Gott will etwas auflösen, das uns von ihm trennt. Was uns am tiefsten von ihm trennt, ist das Gefühl, dass wir von ihm nicht geliebt werden könnten, weil wir nicht perfekt sind.

Viele von uns, vielleicht sogar die meisten von uns, laufen mit einer schweren Last aus ihrer Vergangenheit herum. Wir schleppen viele alte Stimmen mit uns herum. Es sind Stimmen, die zum Teil noch aus der frühen Kindheit stammen. Wir alle wollten geliebt werden und haben damals bewusst oder unbewusst ein Bild gewonnen, wie wir zu sein haben, damit die Eltern, die Familie oder die Welt uns lieb haben. Und so fragen wir uns noch immer: „Was muss ich tun, wie muss ich sein, dass ich gut genug bin, um geliebt zu werden?“ Und diese Stimme ist beides für uns geworden: unser dauernder Antrieb und unser dauerndes Gefühl noch nicht zu genügen. Wir haben da ein Bild, das wir erfüllen möchten und haben gleichzeitig die Angst: „Ich werde das nie schaffen. Ich genüge nicht. Es reicht nicht. Ich bin ein Versager.“ Es sind alte Stimmen, die uns sagen: „Du musst immer stark sein!“ Oder: „Fall bloß niemandem zur Last!“ Sie flüstern heute noch: „Das war zwar gut, aber du hättest besser sein können!“ Sie raunen: „Nimm dich bloß nicht so wichtig!“ Oder: „Das schaffst du nie!“ Kennen Sie solche Stimmen? Sie hindern uns daran, dass wir uns wirklich selbst annehmen und lieben können. Und jetzt kommt Jesus und sagt: Du musst diese Bilder gar nicht erfüllen! Wisch sie weg, denn Gott hat ein anderes Bild von dir! Er sieht dich mit Augen der grenzenlosen Liebe an. Du bist längst am Ziel: Du genügst! Du bist geliebt! Verabschiede dich von den alten Bildern. Schick die Stimmen weg! Wende dich von der Vergangenheit ab. Vertraue dem Bild, das nun vor dir steht zu. Du siehst: du bist vollkommen. Du schöpfst deine Vollkommenheit vielleicht noch nicht aus, aber du bist in Vollkommenheit geschaffen. Wer in Christus ist, ist eine neue Kreatur, heißt es bei Paulus. Ein solcher Glaube macht dich neu und löst die alten Bilder auf! Wir brauchen uns nicht mehr von den alten Bildern bestimmen zu lassen, sondern von dem neuen Bild, das Gott von uns schon hat. Er stellt es uns vor Augen, damit wir aus diesem neuen Selbstbewusstsein heraus leben können. Du bist nicht perfekt, aber du bist vollkommen — vollkommen geliebt. Das ist Jesu Botschaft. Er hat sie nicht widerrufen. Er war bereit, sein Leben dafür zu lassen. Deshalb kann ich ihm vertrauen. Er ist wirklich der gute Hirte.
Amen


Lied: Ich möcht', dass einer mit mir geht, EG 209
1. Ich möcht', dass einer mit mir geht,
der?s Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten
kann geleiten.

Ich möcht', dass einer mit mir geht.
2. Ich wart', dass einer mit mir geht,
der auch im Schweren zu mir steht,
der in den dunklen Stunden
mir verbunden.

Ich wart', dass einer mit mir geht.
3. Es heißt, dass einer mit mir geht,
der?s Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten
kann geleiten.
Es heißt, dass einer mit mir geht.

4. Sie nennen ihn den Herren Christ,
der durch den Tod gegangen ist,
er will durch Leid und Freuden
mich geleiten.
Ich möcht', dass er auch mit mir geht.
Text und Musik Hanns Köbler, 1964
Fürbitte
Gott, du Hirte unseres Lebens
Du gibst unserem Lebensweg Begleitung, Richtung und Ziel.
In dem, was wir sagen und tun, sollst Du zu erkennen sein als der,
der unserem Leben Inhalt und Sinn gibt.

Wir bitten dich, Gott,
Hilf uns,
Vertrauen zu wecken bei Menschen,
die Dich nicht kennen oder sich schwertun,
deiner Liebe zu trauen und sich auf deinen Weg mit ihnen einzulassen.
Hilf uns,
Hoffnung zu geben,
wo Trauer eingekehrt ist oder Mutlosigkeit alle Kraft nimmt,
um aufzurichten und Geduld zu schenken.
Hilf uns,
Frieden zu stiften,
Gewalt herrscht in Worten und Taten
und die Würde von Menschen
und der Wert des Lebens nicht mehr geachtet werden.
Hilf uns,
für die Freiheit einzutreten,
wenn wir sehen,
wo Menschen ihre Recht genommen wird,
zu denken, zu sagen, zu glauben,
was ihnen wichtig ist.

Vertrauen wecken, Hoffnung geben, Frieden stiften, Freiheit verteidigen
so, Gott,
führst du uns auf rechter Straße um deines Namens willen
auf dass wir Stecken und Stab haben, um selbst Trost zu bekommen
und dass wir bleiben in deinem Haus heute und immerdar.
Amen
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Wenn wir jetzt auseinander gehen,
sei dir Gottes Wort
Orientierung
an jeder Weggabelung

Sei dir Gottes Liebe
genügend Kraft
vor jedem Hindernis

Sei dir Jesu Kreuz
eine sichere Brücke
über jeden Abgrund

Sei dir Gottes Engel
Stecken und Stab, Hilfe und Trost
wo immer dein Weg dich hinführt

Sei dir die Kraft des Heiligen Geistes
ein verlässlicher Trost
in jedem Leid

Sei dir das Gebet
wie ein Lied der Mutter
in schlafloser Nacht

Sei dir der Segen Gottes
das Licht,
das dich umhüllt und erfüllt.

So segne dich Gott,
Vater-Mutter, Sohn und Heiliger Geist

Amen
Zum Abschluss hören wir „Christ ist erstanden“ in einer Swing-Fassung, gespielt von Finnegan Schulz

Andacht zum 1. Sonntag nach Ostern Quasimodogeniti, 11.04.2021

Hier können Sie die Andacht zum 1. Sonntag nach Ostern Quasimodogeniti von Pastor Dr. Hendrik Höver auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit dir!
Herzlich willkommen zur Andacht für zu Hause. Schön, dass Sie sich die Zeit dafür nehmen.
Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart sind wir miteinander verbunden, wo und wann immer wir feiern.

Wir beten mit Worten aus Psalm 116
Sei nun wieder zufrieden, meine Seele;
denn der Herr tut dir Gutes.
Denn du hast meine Seele vom Tode errettet,
mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.
Ich werde wandeln vor dem Herrn
im Lande der Lebendigen.
Wie soll ich dem Herrn vergelten
all seine Wohltat, die er an mir tut?
Ich will den Kelch des Heils nehmen
und des Herrn Namen anrufen.
Dir will ich Dank opfern
und des Herrn Namen anrufen.
Ich will meine Gelübde dem Herrn erfüllen
vor all seinem Volk
in den Vorhöfen am Hause des Herrn,
in dir, Jerusalem. Halleluja!
Bibellesung: Jesus zeigt sich den Jüngern und Thomas (Johannesevangelium 20,24-29):
Thomas, der auch Zwilling genannt wird, gehörte zum Kreis der Zwölf. Er war nicht bei ihnen gewesen, als Jesus gekommen war. Die anderen Jünger berichteten ihm: „Wir haben den Herrn gesehen!“ Er entgegnete ihnen: „Erst will ich selbst die Wunden von den Nägeln an seinen Händen sehen. Mit meinem Finger will ich sie fühlen. Und ich will meine Hand in die Wunde an seiner Seite legen. Sonst kann ich das nicht glauben!“ Acht Tage später waren die Jünger wieder beieinander. Diesmal war Thomas bei ihnen. Wieder waren die Türen verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: „Friede sei mit euch!“ Dann sagte er zu Thomas: „Leg deinen Finger hierher und sieh meine Hände an. Streck deine Hand aus und leg sie in die Wunde an meiner Seite. Sei nicht länger ungläubig, sondern komm zum Glauben!“ Thomas antwortete: „Mein Herr und mein Gott!“ Da sagte Jesus zu ihm: „Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Selig sind die, die mich nicht sehen und trotzdem glauben!“

Glaubensbekenntnis
Mit allem unserem Glauben und unseren Zweifeln bekennen wir vereint mit allen Christen weltweit:
Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.
Predigtimpuls
Letzte Woche hatten wir für den Osterspaziergang um die Kirche am Markt und im Gehege einen Kreuzweg aufgebaut mit 7. Stationen über das Leiden und die Auferstehung Jesu unter dem Titel „vom Dunkel ins Licht“. Als ich vor der Kirche stand, hörte ich zufällig ein Gespräch. Zwei Freunde wollten den Kreuzweg beginnen. Da sagte der eine: „Hier sind wir falsch. Das ist die 7. Station. Wir müssen bei der 1. Station anfangen.“ Doch der andere entgegnete: „Ach, lass mal hier anfangen. Die ganze Geschichte muss man vom Ende her betrachten.“

Wie recht er hat, denke ich: Jesu Geschichte muss man vom Ende her betrachten — und das Ende ist nicht das Kreuz, sondern die Auferstehung. Das Kreuz ist leer. „Jesus Christus ist auferstanden, er ist wahrlich auferstanden“, so die österliche Botschaft der Christen seit über 2000 Jahren. Und so gilt für jeden von uns gleichermaßen: Nicht Kreuz, Verzweiflung oder Tod haben das letzte Wort über unser Leben, sondern mit dem österlichen Wunder der Auferstehung brechen sich auch in unserem Leben Glaube, Liebe und Hoffnung Bahn und unsere Zukunft ist licht und hell.

So bringt es auch dieses Foto zum Ausdruck, das letzte Woche auf dem alten Friedhof entstand: Die Symbole auf dem Grabstein stehen dafür, dass Glaube, Liebe und Hoffnung bestehen bleiben — allen Widerständen zum Trotz (vgl. 1. Korinther 13).

Aber immer zu glauben, dass nicht nur andere, sondern auch ich persönlich mein ganzes Leben reich gesegnet werde mit Glaube, Liebe und Hoffnung — das ist alles andere als einfach. Und von der Auferstehung, also von seinem guten Ende her das Leben konsequent hoffnungsfroh und optimistisch zu sehen und zu gestalten, das fällt nicht leicht.
Wieviel einfacher muss es da den Jüngern Jesu gegangen sein, wo Jesus ihnen doch leibhaftig als Auferstandener erschienen ist, wie es die Ostergeschichten in den Evangelien berichten. Doch selbst unter den Jüngern gab es einen, dem diese leibhaftige Begegnung mit dem Auferstandenen noch zu wenig war, um das Osterwunder wirklich glauben zu können. Thomas musste, wie im Johannesevangelium steht, seine Finger in Jesu Wundmahle legen, um Jesus wirklich mit den eigenen Händen zu greifen — ja, zu begreifen.

In dieser Geschichte geht es nicht darum, Jesu Erscheinung als Auferstandener irgendwie zu erklären oder plausibel zu machen. Es geht nicht um eine trickreiche Beweisführung mit Thomas als kritischen Augenzeugen! — Die Evangelien wollen keine historischen Biografien oder objektiven Dokumentationen sein, sondern Predigten. Der Evangelist Johannes möchte seiner Gemeinde, seinen Hörern Mut machen — zum Glauben und damit immer auch zum Zweifeln. Denn Glauben und Zweifeln gehören zusammen, wie zwei Seiten einer Medaille. Es gibt keinen Glauben ohne Zweifel, und keinen Zweifel ohne Glauben.

Aus Sicht der Bibel bedeutet Glauben deshalb nicht, metaphysische Sachverhalte für wahr zu halten, die niemand beweisen kann, sondern Glauben heißt vor allem Vertrauen. Und Vertrauen ist nicht nur eine Kopfsache, sondern vor allem eine Sache des Herzens. Ohne Vertrauen kann niemand von uns durchs Leben gehen. Wir brauchen ein Mindestmaß an Vertrauen, in uns und in andere, um überhaupt das Leben miteinander gestalten zu können. Wie grundlegend Vertrauen ist, merke ich gerade an meinem 15. Monate alten Sohn: Er vertraut uns als Eltern blind. Er wirft sich uns in die Arme, weil er weiß, dass wir ihn auffangen. — Eigentlich kann er es ja nicht „wissen“, aber er vertraut — und das ist lebenswichtig. Denn Vertrauen — oder „Urvertrauen“ wie es der Kinderpsychologe Erik Erikson nennt — lernen wir von frühsten Kindertagen an und diese Erfahrung prägt, wie wir auch als Erwachsene vertrauen fassen können. Vertrauen nicht nur in uns und andere, sondern auch in das Leben selbst, darin, dass alles gut wird, darin, dass wir geliebt sind, darin, dass Hoffnung begründet ist, und darin, dass Gott es gut mit uns meint.

Und was ist, wenn unser Vertrauen verletzt wird? Wenn wir nicht einfach so blind vertrauen können, wie es Kinder können? Wenn es uns schwer fällt Vertrauen zu fassen? — Manchmal sind es schlechte Erfahrungen und Verletzungen vergangener Tage, die uns davon abhalten erneut zu vertrauen, in der Angst, dass unser Vertrauen wieder enttäuscht wird. Das ist dann eine Art Selbstschutz. Aber menschliches Leben ohne Verletzungen gibt es nicht. Wir verletzten einander und werden verletzt. Wir alle tragen Wunden, zwischenmenschliche Wunden mit uns herum. Manche sind frisch, manche vernarbt oder verheilt. Jesus zeigt Thomas auch seine Wunden und macht damit klar: Als Auferstandener ist er der Gekreuzigte. So bleibt er uns nah, in allem was uns menschlich macht. In aller Verletzung und Verzweiflung menschlichen Lebens ist er für uns da.

Und so kommt in dieser Ostergeschichte von Thomas dem Zweifler beides zusammen: Sowohl ein realistischer Blick auf unser eigenes Leben, mit seinen Wunden und Verletzungen, als auch eine Hoffnungsperspektive, die eine gute Zukunft voller Glaube, Liebe und Hoffnung für unser Leben einschließt. Dieser liebevollen Sichtweise Gottes auf unser Leben dürfen wir von ganzem Herzen vertrauen — mit allen Zweifeln und Bedenken, die immer auch dazu gehören. Und so lehrt uns der Glauben — gerade in schweren Zeiten — alles vom Ende her zu betrachten. Denn am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist auch noch nicht das Ende!
Amen


Wir ho?ren/singen das Lied „Sei behütet“ (Zwischen Himmel und Erde 79) mit einem eigens komponierten Vorspiel von Christian Halberstadt:
Refrain: Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht.
Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

1.) Mitten in die graue Alltagswelt, die sang und klanglos mich beengt,
höre ich ein Lied, das mir gefällt und das mir Perspektiven schenkt.

Refrain: Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht.
Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

2.) Immer wenn wir auseinandergeh'n, spür' ich Trauer, fühl' ich mich allein.
Und bis wir uns einmal wiederseh'n, soll'n die Worte dein Begleiter sein.

Refrain: Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht.
Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

3.) Manchmal, wenn ein Tag zu Ende geht, und die Nacht durch alle Ritzen dringt,
spüre ich den Wind, der uns umweht und diese Zeilen mit sich bringt:
Fürbitte
Du Gott des Glaubens,
viel Menschen verlieren gerade in dieser Corona-Zeit den Mut zu vertrauen,
auf das Gelingen des Lebens, auf eine gute Zukunft, auf Dich.
Wir bitten Dich:
Schenk uns und allen Zweiflern,
Vertrauen in Dich und darin, dass nicht nur anderen,
sondern auch mir persönlich Deine Verheißungen gelten.

Du Gott der Liebe,
viele Menschen leiden unter Einsamkeit und Isolation in diesen Tagen.
Wir bitten Dich:
Zeig uns, dass wir bedingungslos geliebt werden,
und dass wir zu liebevollen Taten untereinander fähig sind.

Du Gott der Hoffnung,
viele Menschen sind die Vertröstungen auf Besserung leid.
Sie sind frustriert und verlieren die Hoffnung.
Wir bitten Dich:
Stärke in uns die Hoffnung, dass unsere Zukunft licht und hell ist.
Was uns auf dem Herzen liegt, bringen vor Dich in der Stille ...
Stille
Wir bitten Dich: Erhöre uns.
Du hast uns verheißen:
Dass Du uns Glauben schenkst,
alle unserem Unglauben und Kleinglauben zum Trotz.
Dass Du uns Liebe und Hoffnung schenkst und unser Leben segnest!
Darauf vertrauen wir! Amen
Wir beten das Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Wir stellen uns unter Gottes Segen
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen
Zum Abschluss hören wir Childrens Delight (Michael Schütz), gespielt von Familie Halberstadt

Andacht zu Ostern, 04.04.2021

Hier können Sie die Andacht zu Ostern von Pastorin Anke Zorn auch als PDF herunterladen.

Chormusik: „Das Grab ist leer“ (Michael Haydn)

Jesus Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!
Ein frohes und gesegnetes Osterfest Ihnen und Euch allen!
Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes, von dem unser Leben kommt, im Namen von Jesus Christus, der uns zu einem neuen, sinnvollen Leben befreit, und im Namen der Kraft, die in Gottes Geist ihren Ursprung hat und uns aufstehen lässt, um im Licht von Ostern gemeinsam auf das Reich Gottes zuzugehen.
Willkommen zum Gottesdienst, liebe Gemeinde! Schön, dass Sie sich Zeit nehmen, miteinander Ostern zu feiern. Andere feiern mit - zu Hause allein vielleicht, oder auch im Videochat bei Zoom - räumlich sind wir getrennt und doch miteinander verbunden!
„Er ist wahrhaftig auferstanden!“ In diese unglaublich freudige Botschaft lassen Sie uns einstimmen heute Morgen.

Nach Psalm 118:
Diesen Tag hat Gott gemacht, wir freuen uns und sind fröhlich.
Schöne und fröhliche Lieder stimmen wir an,
und das Geläut der Glocken gibt uns den Rhythmus.
Gemeinsam singen wir für dich, Gott, denn du schenkst uns das Leben.

Diesen Tag hat Gott gemacht, wir freuen uns und sind fröhlich.
Die Bäume und Blumen blühen in leuchtenden Farben, beginnen,
neu zu leben. Die Wiesen ziehen ein neues Kleid an,
überall weckt neues Grün unsere Lebensfreude.
Und wir freuen uns über dich, Gott, denn du schenkst uns das Leben.

Diesen Tag hat Gott gemacht, wir freuen uns und sind fröhlich.
Es wird wieder hell in der Welt, die Sonne wärmt mit ihren Strahlen
und erweckt alles zu neuem Leben.
Ein Licht geht aus von Ostern, das Licht der Liebe Gottes,
denn du schenkst uns das Leben.

Diesen Tag hat Gott gemacht, wir freuen uns und sind fröhlich.
Lustig sprudeln die Bächlein und Quellen,
der Morgentau funkelt in der Sonne.
Wir können aufatmen, spüren dankbar, wie gut du es mit uns meinst,
denn du schenkst uns das Leben.

Diesen Tag hat Gott gemacht, wir freuen uns und sind fröhlich,
denn Christus ist auferstanden, Christus ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!
Chormusik: „Osterlied“ (Ria Vanwing)

Ostern ist ein schönes Fest. Auch wenn wir etwas feiern, das wir uns kaum vorstellen können. Weihnachten ist ganz anders: Da stellen sich Bilder und Gefühle wie von selbst ein. Ostern dagegen? Schokoladenhasen und bunte Eier bieten keine Erklärung für das, was geschehen ist. Plötzlich stimmen oben und unten, Leben und Tod nicht mehr. Ostern, Auferstehung, lässt sich nicht erklären. Ostern lässt sich höchstens erzählen, erleben und feiern.

Im 16. Kapitel des Markusevangeliums wird Auferstehung folgendermaßen erzählt:
Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, die Maria des Jakobus und Salome duftende Öle, um zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Sehr früh am Sonntag gingen sie zum Grab, als die Sonne gerade aufging. Da sagten sie zueinander: „Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?“ Doch als sie aufschauten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war. Dabei war er sehr groß. Und als sie ins Grab hineingingen, sahen sie auf der rechten Seite eine jünglinghafte Gestalt sitzen, die ein strahlend helles Gewand trug. Da erzitterten sie vor Ehrfurcht. Die Gestalt sagte zu ihnen: „Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus aus Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist von den Toten auferweckt worden, er ist nicht hier; seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten. Nun aber geht hin, sagt seinen Jüngerinnen und Jüngern, auch dem Petrus: Er geht euch nach Galiläa voraus; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.“ Und die Frauen gingen hinaus und flohen von dem Grab, denn sie waren außer sich vor Zittern und Ekstase. Und sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich.
(Markusevangelium 16,1-8, Übersetzung: Bibel in gerechter Sprache)

Chormusik: „Christ lag in Todesbanden“ (Bach)

Predigt
„Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit...“. Dies Lied gehört zu Ostern wie „O du fröhliche“ zu Weihnachten. Aber eigentlich passt es nicht so richtig zu der Ostergeschichte aus dem Markusevangelium, finde ich. Fröhlich ist da ja keine der beteiligten Frauen — ganz im Gegenteil: sie flüchten - außer sich vor Entsetzen.

Dabei sind sie die einzigen gewesen, die bis zum Ende Jesu am Kreuz an seiner Seite ausgeharrt hatten — im Gegensatz zu den Jüngern: Aus Angst auch gefangen genommen zu werden und so zu enden wie er, hatten die sich gleich bei seiner Verhaftung abgesetzt. Und nun, als das alles Entscheidende geschieht, machen auch die Frauen sich davon? Aber der Reihe nach:

Die drei Frauen, Maria aus Magdala, Maria des Jakobus und Salome machen sich am frühen Sonntagmorgen auf den Weg. Einen letzten Liebesdienst wollen sie Jesus mit der Salbung erweisen, sich von ihm verabschieden, ihn noch mal sehen, um für sich zu begreifen: Er ist tot, nicht mehr am Leben.

Und dann diese überraschende, erschreckende Situation: Das Grab ist offen und daneben sitzt eine helle Gestalt und spricht sie an: „Erschreckt nicht! ...“

Ob sie die Botschaft in ihrer ganzen Dimension erfasst haben? Ich denke nicht. Er ist nicht hier — das werden sie vor allem hören und auch sehen: Das Grab ist leer. Was soll das bedeuten? Der Ort ist ihnen genommen, zu dem sie gehen, ihrer Trauer ungehemmt und ungestört nachgeben, ihren Erinnerungen nachhängen, sich mit den anderen austauschen können.

Kein Grab zu haben für einen lieben Menschen, keinen Ort, den man nun im Innern mit ihm verbinden kann, ist für Menschen bis heute etwas Belastendes. Direkt Abschied zu nehmen von einem verstorbenen Menschen hilft zu begreifen, dass sie oder er wirklich tot ist, unterstützt die notwendige Trauerarbeit. Unvorstellbar vielen Menschen ist es aber im Laufe des zurückliegenden Corona-Jahres genauso ergangen: Ihre Lieben sind einsam gestorben — und sie selbst konnten nicht einmal Abschied nehmen.

Ich finde es nicht weiter verwunderlich, dass die Frauen fluchtartig die Grabeshöhle verlassen. Und ich kann nachvollziehen, dass sie darüber nicht reden: Dass ein Toter aufersteht, das übersteigt ihre Vorstellungskraft. Und davon anderen zu erzählen..., wer sollte ihnen das glauben?!

Was wäre wohl aus den Frauen geworden, wenn das Grab nicht leer gewesen, Jesus nicht auferstanden wäre? Wahrscheinlich wären sie regelmäßig zum Grab gegangen, hätten dabei etwas Trost erfahren. Das Grab wäre vielleicht zur Pilger- und Gedenkstätte geworden. Vielleicht wären die Frauen in der Vergangenheit verhaftet geblieben. Der Stein, der das Grab verschlossen hat, hätte sich sozusagen auf sie gelegt: Eine Depression hätte ihr Leben verdunkeln können.

Aber: Eine Auferstehung ins Leben wurde ihnen geschenkt — und damit auch uns. Der Tod behält nicht das letzte Wort. Die Frauen werden ihre Zeit gebraucht haben, bis sich ihre Trauer in Freude, in neue Lebenskraft verwandelte, bis sie begriffen, was ihnen am Grab für eine bedeutsame Botschaft mitgegeben worden ist.

Die Geschichte des Gottes, der Mensch wurde, ist nicht zu Ende — ganz im Gegenteil. Den Frauen wird am leeren Grab eine neue Richtung gewiesen: Hinauf nach Galiläa, dorthin, wo die Jüngerinnen und Jünger ursprünglich herkommen, zurück in die Heimat; dort wo der ganz normale Alltag des Lebens sie erwartet; wo geboren wird und gestorben; wo gestritten wird und geliebt. Dort geht hin! Dort erwartet er euch! Nicht hier am Ort, wo sein Leichnam ins Grab gelegt wurde, sondern dort in eurem Leben. Dort werdet ihr ihn sehen! Dort wird er sich zeigen, in der Profanität eures Alltags.

Jesus lebt, mit ihm auch ich“. Im Alltag. In der Gemeinde, in der Nachbarschaft, bei der Arbeit ...
Auch uns, liebe Gemeinde, begegnet Jesus in den Menschen in unserem ganz normalen Alltag: „as ihr getan habt, einer meiner geringsten Schwestern und einem meiner geringsten Brüder — das habt ihr mir getan.“ (nach Matthäus 25, 40b)

Auch wir brauchen unsere Zeit -wie die Frauen am leeren Grab - um zu begreifen, was uns hier infolge von Ostern zugemutet, zugetraut wird: Dass die Auferstehung sich fortsetzt — im Aufstehen für das Leben. Wir stehen auf, indem wir das Leid und die Not von Menschen sehen und dazu beitragen, dass Steine beiseite geräumt werden und das Licht von Ostern unseren Alltag berührt.

Mitten im Alltag können wir auf wunderbare Weise göttliche Nähe erfahren, die das Leben verwandelt. Das Leben triumphiert. Es ist heute mit mir aufgestanden. Wie jeden Morgen.

„Steh auf“ heißt es im Gedicht von Wilhelm Willms (in: Der geerdete Himmel):

Steh auf und lebe dein Leben nach der Kraft der Auferstehung
Steh auf, wenn dich etwas umgeworfen hat
steh auf, gerade wenn du meinst du könntest nicht aufstehen
der Stein vor deinem Grab wird sich von selbst fortbewegen
es wird dir ein Stein vom Herzen fallen
mach alle Ostergeschichten wahr und frage nicht, ob sie wahr sind
probier sie aus, ob sie auf dich passen
sie passen auf dich, sie sind keine Totengeschichten
probier sie, dann wirst du sehen
es sind Wahrsagengeschichten.

Amen


Lied: „Wir wollen alle fröhlich sein“ (EG 100):
1.Wir wollen alle fröhlich sein / in dieser österlichen Zeit; / denn unser Heil hat Gott bereit'.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, / gelobt sei Christus, Marien Sohn.

2. Es ist erstanden Jesus Christ, / der an dem Kreuz gestorben ist, / dem sei Lob, Ehr zu aller Frist.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, / gelobt sei Christus, Marien Sohn.

5. Des freu sich alle Christenheit / und lobe die Dreifaltigkeit / von nun an bis in Ewigkeit.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja, / gelobt sei Christus, Marien Sohn.
Fürbitte
Gott, du Quelle des Lebens,
Danke für die Momente, in denen uns unversehens das Leben entgegenkommt.
Danke für die Augenblicke, in denen wir unter den Füßen Vertrauen spüren

Gott, du Licht von Ostern her, Christus ist auferstanden:
und wir brauchen unsere Hoffnungen nicht zu Grabe zu tragen:
Du willst ein gutes und gelingendes Leben für alle deine Menschen.

Doch das gelingt uns nicht immer:
Menschen stellen anderen Menschen Hindernisse in den Weg.
Wir beten heute für
Menschen, die häusliche Gewalt erleiden. Lass sie einen Weg in die Befreiung finden!
Menschen, die auf der Flucht sind. Lass sie einen sicheren Ort finden!
Menschen, die unter Krieg leiden. Schenke ihnen Leben!
Menschen, die krank sind. Lass sie gesund werden!

Gott, du Quelle des Lebens,
du schenkst uns deine Lebenskraft. Lass sie uns spüren!
Lass uns stärker und lebendiger werden und lass uns diese Kraft an andere weitergeben! Lass uns aktiv werden, damit wir Hindernisse wegräumen,
die anderen den Weg zum Leben versperren!
Amen!
Wir beten gemeinsam mit den Worten Jesu:
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Oster-Segen
Gott reicht dir die Hand zum Aufstehen, zum Aufstehen ins Leben:
Wende du dich neu dem Leben zu,
das dir liebevoll seine Farben um die Schultern legt.
Gott segne dich und behüte dich,
Gott lasse das Angesicht leuchten über dir,
Gott blicke dich freundlich an und gebe dir Frieden!
Amen
Chormusik: Halleluja (Mozart)

Andacht zum Karfreitag, 02.04.2021

Hier können Sie die Andacht zum Karfreitag von Pastorin Ute Andresen auch als PDF herunterladen.

Herzlich Willkommen am Karfreitag zur HomeChurch. Wie schön, dass Sie da sind, dass ihr da seid, um sich mit Zeit und Ruhe auf diese Andacht einzulassen. Heute denken wir an den Kreuzestod Jesu, an den Tod eines besonderen Menschen, an das Leiden des Gottessohnes, an den Ausruf eines Sterbenden: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.
Wir nähern uns der Frage, wie konnte Jesus unsere Schuld auf sich nehmen: Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen... heißt es bei Jesaja, wenn er über den Gesalbten als Gottesknecht singt.
Wir feiern diese Andacht im Namen Gottes, der die Welt erschaffen hat
im Namen Jesu Christi, der am Kreuz gestorben ist
und im Namen des Heiligen Geistes, der neue Einsichten schenkt.
Amen.
Psalm 22 in einer modernen Übertragung:
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.
Ich schreie, aber du bist so weit weg,
dass ich mich verlassen und einsam fühle —
kann ich von dir noch Hilfe erwarten?
Mein Gott, am Tage rufe ich dich, doch ich bekomme keine Antwort.
Nachts liege ich wach: grüble über alles nach, das Kopfkarussell dreht sich
und finde keine Ruhe.
Und doch weiß ich, dass du da bist, dass du mich begleitest auch wenn ich dich nicht sehe.
Du hast versprochen dich finden zu lassen, wenn wir dich von ganzem Herzen suchen.
Und im Gesang der Lieder bist du da, nahe wie die Stimme in meiner Kehle.
Schon die Generationen von Müttern und Vätern hofften auf dich,
vertrauten dir und du warst da, um ihnen zu helfen.
Immer wieder schrien sie zu dir, ließen nicht locker in ihre Angst, in ihre Not, in ihrem Herzschmerz und du hast ihnen einen Weg aufgezeigt, denn sie blieben trotz aller Zweifel treu bei dir.
Mein Gott, wenn mir das Herz wieder bange wird, dann sei nicht ferne,
denn ohne dich ist das Leben schwerer als mit dir.
Dir kann ich alles anvertrauen und ich weiß, dass du mir hilfst.
Du, mein Gott, ich bitte dich noch einmal: Sei nicht ferne, meine Stärke und meine Zuversicht.
Komm und hilf mir, stärke mich, wenn ich schwach werde —
lass mich nicht zu lange auf dich warten. Amen.
(eine Übertragung von Ute Andresen)
Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt (Ev. Gesangbuch 98)
1 Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt —
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

2 Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,
wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. Jesus ist tot.
Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

3 Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,
unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn —
hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
Einleitungstext: Der Prophet Jesaja (740 — 701 v.Chr.) zählt zu den großen und oft zitierten Propheten. Er lebte in einer Zeit des Umbruchs und hatte die 1. Deportation Israels (733 v.Chr.) miterlebt. In diesem Prophetenbuch finden sich zahlreiche Hinweise auf den Messias, auf den Retter Israels: der Reis Isais, das Licht in der Finsternis, der Gottesknecht, der die Schmerzen und Krankheiten trägt... Wir Christinnen und Christen sehen in den Bildern des Jesaja eine Ankündigung auf das Leben, das Werk und den Tod Jesu.

Bei Jesaja im 53. Kapitel lesen wir bei Luther die Verse 2 - 5:
Der Gottesknecht schoss vor Gott auf, wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. 3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. 4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
(*unten gibt es die Übersetzung aus Hoffnung für alle)

Predigt
Liebe Kreuzbetrachtende,

was ist Karfreitag für ein Tag? Ein Tag zum Feiern? Ein Tag zum Trauern? Ein Tag des Zweifelns an Gottes Handeln?

„Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen...“ Für einige sind diese Sätze, dass jemand anderes meine Schuld trägt, tröstlich — für andere sind sie abstoßend: „Meinethalben hätte er nicht sterben müssen“, höre ich in Gesprächen. „Wenn er vor 2000 Jahren gestorben ist, wie kann er jetzt meine Schuld, meine Fehler tragen?“

Karfreitag, der Tod Jesu, ist schwer zu greifen. Wie kann man das Tragen von Schuld verstehen? Vom Gottesknecht aus dem Jesajabuch wird gesagt, dass er unansehnlich, unwert, von allen verachtet, mit Schmerzen und von Krankheiten gebeutelt war: Er war so verachtet, dass man ihn nicht ins Gesicht schauen mochte und niemand ihn wirklich ansah.

Bei diesem Vers hat es bei mir „klick“ gemacht und ich hatte plötzlich ein Bild im Kopf, wie der Mechanismus des Tragens der Schuld vielleicht verstehbar wird. Viele Jugendliche in der Schule oder im Verein, aber auch Erwachsene am Arbeitsplatz und unter den Kolleg*innen kennen ihn: Mobbing. Nicht, dass ich denke, Mobbing ist 1:1 mit dem Kreuzestod Jesu zu vergleichen, aber hier wie dort wird jemand ausgeliefert, stirbt jemand einen langsamen Tod, greift ein Mechanismus, der auf der einen Seite Schuld zuschiebt und auf der anderen Seite Verantwortung übernimmt. Menschen werden von anderen zu Opfern gemacht und übernehmen für andere diese Rolle — wie das?

Von 100 Schülerinnen und Schülern werden vier irgendwann Opfer von Mobbing. Es fängt oft ganz unmerklich an: Jemand passt nicht ins Bild, andere Kleidung, anderes Aussehen, gute Leistungen, interessierte* Zuhörer*in — nichts Großes, aber genug um ihn bzw. sie in der Klasse zum Opfer zu machen. Der oder die Täter*in bestimmt das Opfer und plötzlich taucht ein übler Spitznahmen auf, es wird lächerlich gemacht und Lügen in Umlauf gebracht, auch vor Erpressung und sexuelle Belästigung wird nicht zurückgeschreckt. Die Täter*innen haben scheinbar die Macht darüber zu urteilen, wer dazu gehört und wer nicht mehr Teil der Gemeinschaft ist. Die Machtdemonstration funktioniert sowohl analog im Klassenzimmer als auch digital im virtuellen Raum. Und die Opfer können nichts machen — wenn niemand sich an ihre Seite stellt. Sie werden aus der Gemeinschaft hinausgedrängt und bleiben allein. Niemand traut sich Partei zu ergreifen, denn keine*r möchte selbst zum/zur Außenseiter*in werden. Einige sind froh, dass es sie nicht getroffen hat. Mögliche Sympathisant*innen lachen besonders laut, um keinen Verdacht zu erregen und um nicht selbst zum Opfer gemacht zu werden. Der Druck ist hoch, wer kann ihm standhalten? Dabei leiden alle unter so einem System. Alle ducken sich weg, machen sich klein, haben Angst eine Angriffsfläche zu bieten. Auch die Täter*innen müssen kämpfen, um ihre Macht nicht zu verlieren, keine Schwäche zeigen ... Wie kommt es, dass das Mitgefühl lahmgelegt wird? Dass so viele wegsehen und so tun als bekämen sie nicht mit, was passiert?

Wie im Gottesknechtslied des Jesaja ist das Klassenopfer jemand, um den lieber einen Bogen gemacht wird, als hätte er oder sie eine ansteckende Krankheit; dem man nicht in die Augen schaut, um den Schmerz und die Einsamkeit nicht sehen zu müssen, um sich nicht berühren zu lassen. „Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet“, der Allerverachtetste, der Unwerteste“ (V3). Mit so einem/einer ist man lieber nicht befreundet, sitzt nicht neben ihm/ihr oder teilt sich nicht auf der Klassenfahrt ein Zimmer! Irgendwann geht dem/der Erniedrigten die Kraft aus und er/sie sitzt nur noch mit gesenktem Kopf im Klassenzimmer, am Arbeitsplatz, in der Zwangsgemeinschaft — und verstummt. Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld, ...“ (Ev. Gesangbuch 83,1). Das Selbstwertgefühl ist im Keller. Und irgendwann glauben die Opfer selbst, dass sie schuld sind. Der/Die Gedemütigte setzt sich nicht weiter zur Wehr, nimmt den ihnen zugewiesenen Platz als Außenseiter*in an. Damit erfüllt er/sie eine wichtige Rolle. Denn nun gibt es einen Sündenbock, der die Last, den Frust, die Schwächen, ... der anderen trägt. Diese können sich sicherer fühlen, denn ab jetzt wird niemand sonst zum/zur Außenseiter*in gemacht.

Dieser Mechanismus, vom dem auch Jesaja gesprochen hat, funktioniert immer auf die gleiche Weise und muss durchbrochen werden. Jesaja lässt Gott hoffnungsvoll sagen, dass der Ausgegrenzte die Schuld auf sich nimmt und diese Last erträgt, um die anderen von ihrer Schuld zu befreien und am Ende wird der Leidende das Licht sehen und belohnt werden.

Haben sie, habt ihr gemerkt, was hier passiert ist? Gott spielt unser Spiel von Stärke und Schwäche nicht mit. Er kehrt unsere Logik um: Bei ihm ist der Schwache derjenige, der sein Ziel erreicht, während die Starken, die Täter*innen und Mitläufer*innen, die eigentlich Schwachen sind, denn sie tragen nicht die Verantwortung für ihr Leben, sondern sie schieben sie anderen zu. Gott ist auf der Seite der Schwachen. Diesen Satz haben Sie, habt ihr sicher schon öfter gehört. Was im Gottesknechtslied von Jesaja anklingt, hat Jesus vorgemacht: Er hat die Kranken zu sich eingeladen und sie geheilt. Er hat mit den Ausgegrenzten zusammen gegessen und wieder in menschliche Gemeinschaft gerufen. Er hat der Ehebrecherin, die gesteinigt werden sollte, zu einem Neubeginn verholfen.

Mit dem Blick auf das Kreuz hoffen wir, dass uns die Kraft zuwächst und wir es nicht mehr nötig haben, jemanden zum Sündenbock zu machen. Denn Gott steht auf der Seite der Schwachen — und wir?
Amen


Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld (Ev. Gesangbuch 83, 1 + 4):
1) Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
der Welt und ihrer Kinder;
es geht und büßet in Geduld
die Sünden aller Sünder;
es geht dahin, wird matt und krank,
ergibt sich auf die Würgebank,
entsaget allen Freuden,
es nimmet an Schmach, Hohn und Spott,
Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod
und spricht: „Ich will?s gern leiden.“

4) Mein Lebetage will ich dich
aus meinem Sinn nicht lassen,
dich will ich stets, gleich wie du mich,
mit Liebesarmen fassen.
Du sollst sein meines Herzens Licht,
und wenn mein Herz in Stücke bricht,
sollst du mein Herze bleiben;
ich will mich dir, mein höchster Ruhm,
hiermit zu deinem Eigentum
beständiglich verschreiben.
Fürbitte
Jesus von Nazareth,
wir denken an dein Kreuz,
an deinen Tod, an den Tod anderer.
Tränen, die schon versiegt waren,
steigen uns heute wieder in die Augen.
Alte Wunden, die wir schon verheilt glaubten,
reißen wieder auf.
Wir schauen auf dein Kreuz.
Wir schauen in die Abgründe unserer Seele,
die quälenden Fragen,
die Schuld, die an uns nagt,
das ALLES bringen wir heute zu dir.
Unsere Schuld und unser Leiden —
vor deinem Kreuz findet alles Platz.
Sündenbekenntnis
Gott, wir sind schuldig an unseren Mitmenschen
und an dir geworden:
Wir haben uns rausgeredet
und keine Verantwortung übernommen.
Wir haben geschwiegen und Unrecht zugelassen.
Wir haben uns am Leid des/der anderen gefreut,
statt ihm oder ihr beizustehen.
Gott, dir sind die Abgründe in unseren Seelen
nicht verborgen.
Gib uns Mut zu unserem Versagen
und zu unserer Schuld zu stehen.
Vergib uns unsere Schuld.
Wir beten das Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen
Zum Abschluss hören wir vom Chorprojekt „Leih uns deine Stimme“: O bone Jesu

* Und in der Übersetzung „Hoffnung für alle“ lesen sich die Verse so: 2 Gott ließ seinen Diener emporwachsen wie einen jungen Trieb, einen Reis, aus trockenem Boden. Er war weder stattlich noch schön. Nein, wir fanden ihn unansehnlich, er gefiel uns nicht! 3 Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir haben ihn sogar verachtet. 4 Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten, dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hatte. 5 Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft — und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt. Übersetzung aus „Hoffnung für alle“

Andacht zum Palmsonntag, 28.03.2021

Hier können Sie die Andacht zum Palmsonntag von Pastorin Maren Trautmann auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit dir!
Herzlich willkommen zur Andacht für zu Hause. Schön, dass Sie sich die Zeit dafür nehmen.
Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart sind wir miteinander verbunden, wo und wann immer wir feiern.

Es ist Palmsonntag, kurz davor oder kurz danach, wenn Sie diese Worte lesen. Die Karwoche beginnt. Die stille Woche. Mit Blick auf Jesu Passion wissen wir, was kommt: Der Abschied von den Jüngern, der Tod am Kreuz.
Im Evangelium vom Palmsonntag erfahren wir, wie Jesus in Jerusalem einzieht und gefeiert wird wie als Erlöser, gefeiert wird wie ein König. Die Menschen jubeln ihm zu: „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!“ Nur wenige Tage werden die Menschen schreien: „Kreuzige ihn, kreuzige ihn!“ Aber das scheint Palmsonntag noch so merkwürdig weit weg. Der Psalm für diesen Sonntag jedoch gibt diese Richtung vor.

Wir beten mit Worten aus Psalm 69
Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle.
Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.
Ich habe mich müde geschrien, mein Hals ist heiser. Meine Augen sind trübe geworden, weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.
Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.
Ich bin fremd geworden meinen Brüdern und unbekannt den Kindern meiner Mutter;
denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
Ich aber bete, HERR, zu dir zur Zeit der Gnade; Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.
Die Schmach bricht mir mein Herz und macht mich krank. Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand, und auf Tröster, aber ich finde keine.
Sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken für meinen Durst.
Ich aber bin elend und voller Schmerzen. Gott, deine Hilfe schütze mich!
Amen.
In den Tagen bis Gründonnerstag geschieht noch mehr in Jerusalem. Im Markusevangelium findet sich eine der tröstlichsten Episoden rund um Jesu Passion. Es ist die Geschichte einer Begegnung zwischen Jesus und einer Frau. Manche sagen, die namenlose Frau sei Maria Magdalena. Manche sagen, sie sei eine Sünderin gewesen. Wir wissen es nicht. Für uns ist sie eine namenlose Frau. Wir lesen bei Markus im 14. Kapitel:

Die Salbung in Betanien
3 Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. 4 Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? 5 Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. 6 Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7 Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. 8 Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. 9 Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat. (Markus 14,3-9) Predigtimpuls
Jesus ist Gast in einem Haus. Als sich alle zum Essen hinsetzen, kommt die Frau herein. Sie hat ein Gefäß bei sich mit kostbarem Salböl. Sie salbt Jesus damit den Kopf. Allein das ist ja schon ein Akt großer Nähe. Kein Wunder, dass die anderen Gäste im Haus sich aufregen. Was tut sie da? Und dann auch noch mit so kostbarem Öl. Ob sie sich wirklich über den Preis aufregen oder geht es doch mehr um die Nähe, die diese Frau wagt? Warum weist Jesu sie nicht in ihre Schranken, fragen sich die anderen. Was man alles Sinnvolles hätte machen können mit dem Geld. Den Armen hätte man es geben sollen! Was für eine Verschwendung!

Und Jesus? Er lässt die Frau gewähren. Und er nimmt sie in Schutz: „Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun. Mich aber habt ihr nicht allezeit.“

Große Klasse, wie Jesus den Kritikern entgegen tritt. Und recht hat er. Gutes tun für andere geht immer — wenn man denn nur will. Diese Aktion der Nähe und Liebe für ihn, soll und muss niemanden davon abhalten, für andere da zu sein. Jesus lässt der Frau ihren Raum, aber nimmt auch selbst für sich Raum in Anspruch. Was bilden sich die anderen ein, wenn sie ihm das vorenthalten wollen, was die Frau ihm schenkt. Jesus weist die anderen in ihre Schranken.

Aber er geht noch weiter und sagt: „Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis.“ Ich glaube nicht, dass die, die mit ihm in dem Haus sind, wissen, was er meint. Sie ahnen nicht, wie kurz sein Begräbnis bevorsteht.

Ich finde es einen unheimlich schönen Moment, dass Jesus die Nähe der Frau so zulassen kann und er für ihn so bedeutsam ist. Er erkennt die Tiefe.

Und noch einen Schritt geht Jesus weiter: „Wahrlich ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.“

Und so ist es. Die Frau hat es bis in unsere Bibel geschafft. Sie wird nicht vergessen. Aber für mein Empfinden könnte ihre Geschichte ruhig öfters erzählt werden. Sie wird bei der Betrachtung von Jesu Passion doch oft hinten angestellt.

Aber Jesus stellt die Frau in den Vordergrund. Er ist dankbar. Und ich finde es tröstlich, dass diese namenlose Frau etwas so Bedeutsames für ihn tun konnte wie ihn zu salben für sein Begräbnis. Sie kann ihn nicht retten. Aber das, was sie tun kann, das tut sie. Sie läuft nicht davon, sie ist da.
Amen


Wir hören/singen das Lied „Wie ein Fest nach langer Trauer“
Wie ein Fest nach langer Trauer,
Wie ein Feuer in der Nacht.
Ein off'nes Tor in einer Mauer,
Für die Sonne auf gemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen,
Wie ein unverhoffter Gruß.
Wie ein Blatt an toten Zweigen
Ein-ich-mag-dich-trotzdem-Kuss.

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. 2x

Wie ein Regen in der Wüste,
Frischer Tau auf dürrem Land.
Heimatklänge für vermisste,
Alte Feinde Hand in Hand.
Wie ein Schlüssel im Gefängnis,
Wie in Seenot - Land in Sicht.
Wie ein Weg aus der Bedrängnis
Wie ein strahlendes Gesicht.

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. 2x

Wie ein Wort von toten Worten Lippen,
Wie ein Blick der Hoffung weckt.
Wie ein Licht auf steilen Klippen,
Wie ein Erdteil neu entdeckt.
Wie der Frühling, der Morgen,
Wie ein Lied wie ein Gedicht.
Wie das Leben, wie die Liebe,
Wie Gott selbst das wahre Licht

So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. 2x
Fürbitte
Am Anfang der Karwoche fragen wir uns Gott, wer sind wir in den Ereignissen von Jerusalem? Was hätten wir getan? Hätten wir geleugnet oder wären wir da geblieben? Wären wir geflohen oder hätten wir gesalbt? Du kennst und Gott. Unsere Stärke und unsere Schwäche. Nimm uns an und richte uns auf, dass wir aufrecht gehen durch diese Woche.
Wir bitten dich: Gott, erbarme dich!

Am Anfang der Karwoche denken wir an alle die Menschen, die um ihr Leben bangen und alle die Menschen, die um einen geliebten Menschen in Angst sind. Weil jemand krank ist an Leib oder Seele, weil ein Mensch gefoltert wird. Weil ein Mensch mit dem Tod bestraft wird. Es hört nicht auf, das Leiden, das Menschen anderen Menschen zufügen. Es hören nicht auf die Krankheiten und der Hunger, die Menschen zu früh den Tod bringen.
Wir bitten dich: Gott, erbarme dich!

Wir beten in der Stille und bringen vor dich, das was uns bewegt, jeder und jede für sich.
Stille
Wir bitten dich: Gott, erbarme dich!
Wir beten das Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Wir stellen uns unter Gottes Segen
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse das Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig
Gott hebe das Angesicht über dich und gebe dir Frieden
Amen
Zum Abschluss hören wir, gespielt von Finnegan Schulz: Johann Sebastian Bach: Präludium C-Dur BWV 547

Andacht zum Sonntag Judika, 21.03.2021

Hier können Sie die Andacht zum Sonntag Judika von Pastorin Anke Zorn auch als PDF herunterladen.

Im Namen Gottes beginnen wir - im Namen des Gottes, der Mensch geworden ist, der uns zeigte menschlich zu leben, der uns nahe sein will.
Willkommen zum Gottesdienst, liebe Gemeinde! Schön, dass Sie sich Zeit nehmen, diese Andacht zu feiern. Andere feiern mit - zu Hause allein vielleicht, oder auch im Videochat bei Zoom - räumlich sind wir getrennt und doch miteinander verbunden!
Wir sind in der Passionszeit, und da haben die Sonntage wohlklingende Namen. „Judika“ heißt der heutige Tag bei uns in der Kirche. „Judica me“, heißt es im 43. Psalm: „Verschaffe mir Recht, Gott!“ Diese Worte werden Sie wiederfinden, wenn wir den Psalm gleich miteinander beten werden.
Dass die Menschen, die sich an Gott halten, immer wieder „Judica me“ rufen, weil sie in Not und Bedrängnis geraten, — dass der Ruf „Verschaffe mir Recht, Gott!“ bis heute nicht verhallt, darum soll es in dieser Andacht gehen - und auch darum, wie wir selbst zu Gott rufen können, wenn wir nicht mehr weiterwissen.

Psalm 31, 1-5:
Mit einer verzweifelten Bitte schreit der Gebetsruf des 43. Psalms zu Gott:
1 Verschaffe mir Recht, Gott!
Führe meinen Rechtsstreit gegen eine Nation, die nicht verlässlich ist.
Vor Menschen, die betrügen und Unrecht tun, lass mich entkommen!

2 Du, du bist der Gott meiner Zuflucht!
Warum hast du mich verstoßen?
Warum muss ich trauernd umhergehen,
unterdrückt von Menschen, die mich anfeinden?

3 Sende dein Licht und deine Wahrhaftigkeit!
Sie sollen mich leiten und mich zu deinem heiligen Berg bringen,
zu den Orten deiner Gegenwart.

4 Dann kann ich zu Gottes Altar kommen,
zum Gott meiner jubelnden Freude,
und dir danken mit der Leier, Gott, meine Gottheit.

5 Was schnürst du dich zu, meine Kehle? Was stöhnst du gegen mich?
Hoffe auf Gott, denn ich werde ihn wieder loben,
der mein Antlitz befreit, meinen Gott.
Die Epistel für diesen Sonntag ist ein Abschnitt aus dem 5. Kapitel des Hebräerbriefes:
7 Jesus flehte und betete unter lautem Schreien und mit Tränen in seiner Lebenszeit zum Ewigen, der fähig ist, ihn aus dem Tod zu retten. Aufgrund seiner Ehrfurcht vor Gott wurde Jesus erhört.
8 Obgleich er Sohn war, lernte er aus dem, was er erlitt, den Gehorsam.
9 Als er vollkommen war, wurde er für alle, die auf ihn hören, Urheber der ewigen Rettung;
10 er, der von Gott als Hohepriester wie Melchisedek ausgerufen worden war.“
(Hebr. 5, 7-10, Bibel in gerechter Sprache)
Predigt
Liebe Gemeinde,
manchmal fühle ich mich eins mit mir selbst, wenn ich in einen neuen Tag aufbreche. Ich freue mich auf das, was heute auf mich wartet. Im Moment mag ich es, dass die Sonne mit jedem Morgen ein bisschen eher aufgeht und es heller werden lässt, dass der Frühling mit jedem neuen Tag ein Stück weiter vorankommt.

Natürlich geht es mir nicht immer so. Ab und zu bin ich einfach unausgeschlafen, manchmal auch unausgeglichen und uneins mit mir selbst. Dann kann es trotzdem passieren, dass selbst an solchen Tagen sich einige gute Begegnungen und unerwartet schöne Dinge ereignen. Vielleicht kennt Ihr, kennen Sie das von sich selber auch: Das unverhoffte Hochgefühl nach einem rundum gelungenen Tag — ein Glück, mit man überhaupt nicht gerechnet hatte.

Wenn ich abends auf einen solchen Tag zurückblicke, merke ich, dass ich reich beschenkt worden bin. Und es kommt mir so vor, als hätte mir da jemand eine wunderbare Brücke gebaut zwischen meiner Verstimmtheit am Morgen und dem lebendigen Leben, das an diesem Tag auf mich gewartet hat.

Solche Brücken brauche ich, weil ich eben nicht jeden Tag von mir aus fröhlich, offen und bereit für alles bin, was mir da entgegenkommt. Und weil ich mir diese Brücken und Übergänge nicht selbst bauen kann, bin ich dankbar für jeden Brückenbauer.
„Brückenbauer“ heißt auf lateinisch übrigens „Pontifex“.

Der Abschnitt aus dem Hebräerbrief, über den ich mit Ihnen und Euch nachdenken möchte, handelt von einem solchen Brückenbauer: Es ist Jesus. Er wird hier Hohepriester, Pontifex, genannt. Und er wird mit Melchisedek verglichen, dem König und Priester von Jerusalem, der Abraham und den seinen entgegenging, um sie in seine Stadt zu bitten.

„Jesus flehte und betete unter lautem Schreien und mit Tränen in seiner Lebenszeit zum Ewigen...“ Diejenigen, die uns diese Worte übermittelt haben, werden dabei an die Nacht im Garten Gethsemane gedacht haben: Daran, wie Jesus wachte und betete, wie er bat und flehte, dass ihm Verhaftung und Hinrichtung erspart blieben, wie er unter lautem Schreien und Weinen mit Gott rang.

Das ist uns allen wahrscheinlich nicht fremd: Dass wir darum bitten und betteln, dass wir selbst von schlimmem Leid verschont bleiben! Warum sollten wir überhaupt leiden müssen? Hat das eigentlich einen Sinn? Und, noch weiter gefragt: Was sollen wir tun, wenn das Leiden sich denn gar nicht vermeiden oder wegschieben lässt? Die Antwort des Hebräerbriefs ist verblüffend: Sie heißt: Ehrfurcht vor Gott haben. Jesus wurde erhört, heißt es hier, weil er Gott inmitten seines größten Zwiespalts und Zweifels in Ehren hielt.

Wenn ich die Geschichte dieser Nacht in Gethsemane bedenke, verstehe ich, dass das eine Zerreißprobe für Jesus war: Auf der einen Seite um Gott zu wissen, der zu ihm sagt: „Du bist mein geliebtes Kind.“ Und auf der anderen Seite um die Soldaten zu wissen, die schon unterwegs sind, um ihn festzunehmen und abzuführen. Das Eine mit dem Anderen zu verbinden, scheint doch unmöglich. Ein Engel, so wird im Lukasevangelium (22,43) berichtet, kam Jesus zur Hilfe. Er stärkte ihn und half ihm Gott die Ehre zu geben und damit einen ersten Schritt auf die Brücke zu setzen, die das scheinbar Unvereinbare - das unerhörte Leid und das Vertrauen in Gott - miteinander verbindet.

Wenn ein Mensch in großer Not nicht aufhört zu ringen und zu beten, wenn er in starker Anfechtung nicht aufgibt und erklärt: „Meine Feinde haben gesiegt“, sondern wenn er weiter fragt und ruft und sagt: „Gott, dein Wille soll geschehen in meinem Leben.“ — dann sind das Schritte auf dieser Brücke. Wer sie betritt, bezeugt Ehrfurcht vor Gott und sagt: „In deiner Hand will ich sein, nicht in der Hand meiner Gegner. Du bestimmst über mein Leben, ganz gleich, was kommt. Ich bin jetzt bei dir, und du bist bei mir. Ich weiß, du gehst diesen Weg mit mir.“ Da wächst eine lebendige Beziehung.

Gott Ehrfurcht erweisen. Jesus hat das in seiner schweren Nacht in Gethsemane geübt. Er hat es getan in einem großartigen Vertrauen in Gott und aus Liebe zu uns Menschen. Aus der Einsamkeit des Leidens hat Jesus uns befreit: Denn Jesus kennt alles, was Menschen an Schlimmem durchmachen können. Dadurch ist er unser Pontifex geworden, baut Brücken für uns und für alle Menschen. Wir können getrost die Brücke dieses Brückenbauers betreten.

Gerade in Kummer und Not nicht meinen: „Mein Leben ist komplett erledigt, vorbei.“ Vielmehr sagen: „Gott weiß genau, wie es mir gerade geht. Nicht in der Hand meiner Krankheit bin ich jetzt, nicht in der Gewalt meiner Vorgesetzten, auch nicht in der Macht von Menschen, die über mich bestimmen und schon gar nicht in der Hand dieses Virus und seiner Mutationen — nein. Allein in Gottes Hand befinde ich mich.“

Was kann uns helfen, dieses Vertrauen in uns lebendig zu halten? Ich glaube, es ist das, was uns im Moment am meisten fehlt: die Gemeinschaft. An manchen Tagen fühlt es sich an, als ob die Brücken zwischen uns abgebrochen und wir zur Vereinzelung verdammt seien.

Eine Kollegin hat in klare Worte gefasst, was uns hilft in dieser Zeit:
„...wenigstens ab und an Gemeinschaft erfahren und dass jemand da ist, der uns zuhört und „versteht“, was wir gerade erleben und was es für uns bedeutet. Dazubleiben und einander nicht alleinzulassen, auch wenn es nicht viel zu sagen gibt. Keine Antwort haben zu wollen, worauf es keine Antwort gibt, die Erlaubnis und den Raum dafür zu geben und sich zu nehmen, so da sein zu dürfen, wie wir sind und wie uns zu Mute ist.“ (Pastorin Christiane Melchiors, in: Perspektiven Nr. 28, April 2021, Seite 4)

Ich kann, Du kannst, Sie können zu Brückenbauern werden, auch in dieser schwierigen Zeit: Ein Anruf kann genauso zu einer Brücke werden wie die Frage. „Gehst Du mit mir spazieren?“

Wir werden selbst zu Brückenbauern: Indem wir hinhören, auch leise Töne oder Ungesagtes hören und aushalten. Und wir werden Brückenbauer, indem wir uns denen zuwenden, die flehen und rufen, unter lautem Schreien und mit Tränen- so, wie es von Jesus gesagt wird. Es sind viele, die flehen und rufen. Sie klopfen an die Tore unserer reichen und gut gesicherten Welt und wollen ein menschenwürdiges Leben führen — genau wie wir. Wir dürfen sie in Gottes Namen getrost aufnehmen. Gemeinschaft — im Kleinen wie im Großen — hilft uns allen, das Vertrauen ins Leben nicht zu verlieren.

Manchmal gehen wir beschwingt in den Tag, ab und zu auch bedrückt. Aber niemals allein. Denn Gott ist bei uns alle Tage.
Amen


Lied: „Holz auf Jesu Schulter (EG 97, 1+2+6)
1. Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht,
ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht.
Ref.: Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

2. Wollen wir Gott bitten, dass auf unsrer Fahrt
Friede unsre Herzen und die Welt bewahrt.
Ref.: Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

3. Hart auf deiner Schulter lag das Kreuz, o Herr,
ward zum Baum des Lebens, ist von Früchten schwer.
Ref.: Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.
Fürbitte
Dass du uns einen Engel schickst, wenn wir ihn brauchen — Gott, das bitten wir.
Einen Engel, der uns hilft, den ersten Schritt zu tun zu deiner Ehre,
zu neuem Vertrauen in deine wunderbare Güte.
Wir danken dir für die Menschen, die uns wie Engel erscheinen,
uns trösten und ermutigen, uns helfen und begleiten.
Wir beten gemeinsam: „Erhöre uns, Gott!“
Du, Gott, vernimmst auch stumme Gebete und Hilfeschreie. Hilf allen Menschen, die leiden müssen! Schick ihnen deine Engel zur Hilfe!
Reich ihnen die Hand, dass sie sich dir anvertrauen können!
Lass uns für andere zu deinen Boten werden,
dass sie deine Nähe spüren, wenn wir ihnen auf gute Weise begegnen!
Wir beten gemeinsam: „Erhöre uns, Gott!“
Zeige uns, Gott, was wirklich wichtig ist in unserem Leben, unserem Miteinander.
Gib uns das Gespür für Worte, die weiterhelfen,
für Gesten, die lösen, für den richtigen Zeitpunkt zum Handeln.
Lass uns alle deine Hand ergreifen und den Brücken trauen, die du uns baust!
Wir beten gemeinsam: „Erhöre uns, Gott!“
Wir danken dir, dass du bei uns bist heute und alle Tage und beten gemeinsam mit den Worten Jesu:
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Mögen wir, geschützt von den Masken,
die wir tragen,
wahrnehmen,
was in uns leben will.

Mögen wir stark werden,
es ans Licht zu bringen
und ihm Leben zu verleihen,
hier und jetzt.

Es segne und behüte uns der barmherzige und Leben schaffende Gott,
jetzt und allezeit.
Amen
(Segenswort von Britgitte Enzner-Probst)


Zum Abschluss hören wir, gespielt von Familie Halberstadt: Mondkind (Hans-Jürgen Hufeisen)

Kirchen-Chronik

Chronik zum 250. Jubiläum der Kirche am Markt. Seit einiger Zeit ist das Buch unter dem Titel „Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte“ erhältlich.

Der Geschichtsverein Forum Kollau e. V. hat in Kooperation mit der Kirchengemeinde Niendorf eine Kirchen-Chronik erarbeitet. Autorin ist die Kirchenhistorikerin Dr. Veronika Janssen. Es ist ein umfangreiches, reich illustriertes Werk entstanden, das die Geschichte der Kirche im Spiegel der Zeitläufe schildert. Auch Pastor Daniel Birkner, der hier auf dem Foto die Chronik vor der Kirche am Markt in Händen hält, war im Chronik-Team aktiv.
 

Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte

Die Niendorfer Kirche wurde 1770 eingeweiht und steht seitdem inmitten so großer Veränderungen. Sorgsam gehegt und gepflegt strahlt sie weit über den Stadtteil hinaus. Für ihren 250. Geburtstag haben viele Menschen, die mit ihr und um sie herum leben, ihre Geschichte aufgeschrieben. Entstanden ist unter dem Titel "Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte" eine lebendige Zeitreise durch die Jahrhunderte des Niendorfer Lebens, versehen mit vielen Hintergründen und Exkursen, reich bebildert und durch historische Dokumente angereichert.

Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte
1770 - 2020 | 250 Jahre Kirche am Markt zu Niendorf
Chronik der Gemeinde und des Stadtteils Niendorf
224 Seiten, gebunden mit über 300 mehrfarbigen Abbildungen
Veronika Janssen, Edition Forum Kollau 2020
ISBN 978-3-00-065523-4
EUR 24,50

Hier ist die Chronik erhältlich
Die Kirchen-Chronik kann in unseren Gemeindebüros und an folgenden Verkaufsstellen erworben werden:

LOKSTEDT
Asmussen & Schäfer Hörakustik, Vogt-Wells-Straße 8
Kleines Hofcafé, Grelckstraße 19

NIENDORF
Buchhandlung Thalia, Tibarg Center, Tibarg 41
Büchereck Niendorf Nord, Nordalbingerweg 15
HASPA Finanz-Center Niendorf, Tibarg 46-48
Haus der Dame, Tibarg 1a

SCHNELSEN
Schnelsener Büchereck Land- und Seekarten, Glißmannweg 7

EIDELSTEDT
Heymann Bücher, Eidelstedter Platz 1
 

Unser Newsletter: GlaubeLiebeHoffnung

Mut machende Gedanken, eine Andacht zum jeweiligen Sonntag und verschiedene Inspirationen zum Mitmachen können Sie - so lange unsere Gemeindehäuser geschlossen sind - jeden Samstagmittag in Ihre E-Mail-Postfächer bekommen.

Wenn Sie Wünsche haben oder mit anderen etwas teilen möchten, schreiben Sie uns gerne eine Mail an
Wenn Sie unseren Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das unten gerne tun. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Andacht im Newsletter auch per Post zu, bitten wenden Sie sich bei Bedarf an das Büro der Verheißungskirche unter 040 / 57 14 830.

Der KGR berichtet

Ein besonderes Jahr für die Kirchengemeinde Niendorf

Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Gemeindeversammlung hätte Ihnen der Kirchengemeinderat gerne von den Gemeindeaktivitäten im vergangenen Jahr berichtet. Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir uns dazu entschieden, die Gemeindeversammlung in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen und dennoch möchte sich der Kirchengemeinderat an Sie, liebe Gemeinde, wenden.
In Form eines Videos haben die Mitglieder*innen Ihren Bericht aufgezeichnet. Wir wünschen viel Freude beim Anschauen!
 

Virtuelle Rundgänge

"Jetzt die Kirche am Markt bewundern, ohne dafür vor die Tür zu gehen?" — das ist ohne Weiteres möglich! Besuchen Sie die Kirchen an den drei Standorten in virtuellen Rundgängen und entdecken Sie die Räume einmal aus einer ganz anderen Perspektive.

Hier geht es zu den virtuellen Rundgängen der Kirchen. Einfach zur gewünschten Kirche scrollen und das Akkordeon öffnen und schon kann der Rundgang beginnen!
OK

Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren »