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Aktuelles

Schenk uns deine Stimme!

So klingt der digitale Chor Niendorf — Hört gerne rein!

Schon seit November letzten Jahres können sich die Chöre unserer Gemeinde nicht mehr zum gemeinsamen Singen in Präsenzform treffen. Wir proben deswegen via Zoom. Für die Passions- und Osterzeit haben wir sechs Stücke eingeübt, die die Sängerinnen und Sänger alleine zu Hause aufgenommen haben. Dass das trotzdem nach Chor klingen kann, davon könnt ihr euch hier überzeugen!
 

Halleluja - W.A. Mozart

Christ Lag In Todesbanden - Johann Sebastian Bach

Osterlied - Ria Vanwing

Das Grab Ist Leer - Michael Haydn

O Bone Jesu - Antonio Igegneri

Korn Das In Die Erde, In Den Tod Versinkt (EG 98)


Film: Osterbotschaft aus Niendorf

In diesem Jahr erleben das Osterwunder anders. Lasst euch mit hinein nehmen, wie wir die Osterbotschaft gestalten!

Unter dem Titel „Hoffnung finden“ feiern wir mit diesem Film einen Ostergottesdienst der besonderen Art und sind dabei unterwegs in Niendorf. Wo und wie genau? Lasst euch überraschen von haupt- und ehrenamtlichen Menschen, von Texten, Musik und Bildern. Gefilmt und aufbereitet hat den Film Lukas Keuchel, der auch schon zu Weihnachten mit uns tätig war.
 

Ostern 2021

Dieses Jahr können wir Ostern nicht wie gewohnt in der Kirche feiern. Wir haben dennoch eine Vielzahl von Aktionen für Sie und euch geplant!

Vom Zoom-Gottesdienst mit gemeinsamer Feier des Abendmahls über den Spaziergang zur Passions-und Ostergeschichte, dem Abholen von Osterkerze und Hoffnungsbriefen bis hin zu einem festlich-besonderen Ostervideo, haben wir Vieles für Sie und euch vorbereitet.

Und wenn Sie einfach nur auf ein kurzen Besuch in der Kirche vorbeischauen wollen, dann besuchen Sie uns: Die Verheißungskirche und die Kirche am Markt sind am Ostersonntag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Am Ostermontag hat die Kirche am Markt die Türen in der selben Zeit geöffnet.

Schaut gerne vorbei und lasst uns Ostern auf alternativen Weisen feiern. Wir wünschen allen frohe und gesegnete Ostern!
 

Zoom-Gottesdienste von Palmsonntag bis Ostern

  • Palmsonntag, 11.15 Uhr bei Zoom mit Pastorin Maren Trautmann und zum Lesen in der Homechurch
  • Gründonnerstag, 18 Uhr bei Zoom mit den Pastorinnen Maren Gottsmann und Anke Zorn. Fertig gepackte Tüten mit Texten, Brot und Traubensaft können ab Montag vor der Verheißungskirche abgeholt werden.
  • Karfreitag, 15 Uhr bei Zoom: Andacht zur Sterbestunde Jesu. Mit Pastor Daniel Birkner und Kantor Finnegan Schulz. Außerdem ist eine Andacht zum Lesen ebenfalls über unsere Homechurch abrufbar.
  • Ostersonntag, 11.15 Uhr bei Zoom mit Pastorin Anke Zorn und zum Lesen in der Homechurch
Den Zugang zum Zoom-Raum finden Sie hier.

Alternativ können Sie sich auch händisch bei Zoom einwählen:
Meeting-ID: 937 0486 4488
Kenncode: 251097

Tibarg-Aktion „Du bist Hoffnungsträger*in“

In der Woche vor Ostern von Sa., 27.3. bis Samstag., 3.4. findet auf dem Tibarg eine Kunstaktion statt. Künstlerinnen und Künstler der Initiative „Wir für Niendorf/PArt of us“ gestalten einen farbenfrohen Spiralweg, dem wir ins Licht folgen dürfen. Wenn alles klappt und genehmigt wird, ist auch das selbst kreativ werden möglich: Wochentags von 10-12 Uhr sowie an den Samstagen von 10-15 Uhr kann jede/r auf einem großen Banner eigene Hoffnungsgedanken verewigen. Zu diesen Zeiten ist auf jeden Fall jemand aus dem Team vor Ort und verteilt Osterüberraschungen ganz ohne Schokolade.

Osterspaziergang: „Vom Dunkel ins Licht“

„Vom Dunkel ins Licht“ ist der Osterspaziergang in 7 Stationen überschrieben, der rund um die Kirche am Markt möglich ist und entlang der Leidens- und Ostergeschichte Erfahrungen und Gedankenanstöße bietet — mit unterschiedlichen Impulsen für Kinder und für Erwachsene! Möglich von Montag, 29.3. bis Ostermontag., 5.4., 10-17 Uhr.

Falls Sie die einzelnen Stationen nicht abgehen wollen, können Sie sich auch hier die Beiträge anhören:

Hoffnungssteine & Osterlicht zum Mitnehmen

Osterlicht für Zuhause
Am Ostersonntag sind die Kirche am Markt und die Verheißungskirche von 10-14 Uhr geöffnet. Am Ostermontag ist die Kirche am Markt ebenfalls in dieser Zeit offen. Wir haben für alle eine kleine Osterkerze, die jede*r an der neuen, großen Osterkerze anzünden und so das Osterlicht mit nach Hause nehmen kann.
Hoffnungszeichen in Niendorf: Malen — suchen — finden — weitergeben
Am Ostermorgen ist der Stein weggerollt und das Grab Jesu leer. Der Stein wird zum Hoffnungszeichen: Liebe ist stärker als der Tod.
Wie geht das? Einen unbemalten Stein (mit)nehmen, bemalen & im Stadtteil auslegen: Tibarg, Gehege, Fensterbrettern, Bänken...
Und was soll drauf? Malt auf die Vorderseite des Steines Eure/Ihre persönliche Antwort auf die Frage: Was ist stärker als der Tod: Herzen, blühende Zweige, bunte Farben, Worte... wir sind gespannt! Auf der Rückseite: #stärkeralsdertod & facebookgruppe Ostersteine. Wenn Platz ist: „suchen, finden & weitergeben.“ Farben: Fast alles geht: Acryllack, Tusche Eddings, Nagellack, Filzstifte, Kreide... Wasserlösliche Farben mit Klarlack fixieren.
Und dann...? Wird Euer Stein vielleicht gefunden und mitgenommen. Und Ihr findet vielleicht auch selber einen Stein zum Mitnehmen. Fotos Eurer Steine unter #kircheimdialog oder #stärkeralsdertod bei Instagram oder Facebook posten oder an senden!

Unbemalte Steine zum Mitnehmen liegen auch vor unseren Gemeindehäusern.

Fastenaktion: Soviel du brauchst?!

Wissen Sie, wie Ihr virtueller Wasserfußabdruck aussieht? Die diesjährige Aktion zum Klimafasten lädt ein, ein klimafreundliches Leben zu erkunden und auszuprobieren.

Auch in diesem Jahr sind Sie herzlich eingeladen unter dem Motto: „So viel du brauchst..." neu zu erkunden, was wir brauchen und auszuprobieren, wie der Weg zu einem klimafreundlichen Leben aussehen kann.

Anregungen für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen gibt Ihnen die Broschüre für das Klimafasten. Sie beinhaltet für jede Woche nützliche und hilfreiche Tipps für gemeinsame Veränderungen in unterschiedlichen Bereichen wie Energie, Ernährung oder Mobilität. Die Ideen kann man alleine oder in der Gruppe entwickeln und ausprobieren.

Broschüre für das Klimafasten (auch erhältlich in unseren Büros)

Viele weitere Anregungen und Informationen, auch theologische Impulse finden Sie www.klimafasten.de.

Andacht feiern via Zoom

Jeden Sonntag feiern wir die Newsletter-Andacht auch bei Zoom. Sie wird geleitet von einem Mitglied unseres Pastor*innen-Teams und musikalisch gestaltet von unserem Kirchenmusiker Finnegan Schulz. Alle Informationen finden Sie hier.

Die Andacht beginnt am Sonntag um 11:15 und endet gegen 12:00. Wer mag, kann im Anschluss der Andacht noch zu einem Gedankenaustausch bleiben. Ab 11 Uhr wird der digitale Raum für Sie geöffnet sein.

Hier kommen Sie direkt zum Zoom-Raum.

Alternativ können Sie sich auch händisch bei Zoom einwählen:
Meeting-ID: 937 0486 4488
Kenncode: 251097

Wer Fragen zu Zoom hat und den Zugang dazu einfach mal ausprobieren möchte, kann dies am Mittwoch, den 10. Februar zwischen 16 und 18 Uhr tun. Unser stellvertretender KGR-Vorsitzende Florian Weißler steht dort für Fragen und einer Probe-Zoom-Sitzung zur Verfügung. Bitte melden Sie sich dafür per Mail an unter .

HomeChurch - die wöchentliche Andacht

Wir laden Sie herzlich ein in unsere wöchentliche "HomeChurch" oder besser "Kirche für Zuhause", die Sie hier mit einer Andacht unseres Pastor*innen-Teams jede Woche neu auf unserer Webseite finden oder jeden Sonnabend per E-Mail erhalten können.

Gebete, ein Lied, die Lesung des Sonntags und eine kleine Ansprache erhalten Sie mit unserem wöchentlichen Newsletter "Kirche für Zuhause" frei Haus. Zünden Sie sich für Ihre HomeChurch gerne eine Kerze an und stimmen Sie in Gedanken verbunden mit uns ins Gebet ein. Auf Wunsch erhalten Sie unser Angebot auch per Post. Unser Kirchenmusiker*innen begleiten die Lieder der Andachten an der Orgel oder dem Klavier.

Sie möchten eine Andacht lieber hören? Unsere Telefonandachten erreichen Sie unter 040 52105784 oder direkt hier anhören:

Telefonandacht vom 16.05.21

 

Andacht zum 6. Sonntag nach Ostern Exaudi, 16.05.2021

Hier können Sie die Andacht zum 6. Sonntag nach Ostern Exaudi von Pastor Daniel Birkner auch als PDF herunterladen.

Liebe Gemeinde!
Ich begrüße Sie und Dich ganz herzlich zur Andacht.
Der heutige Sonntag ist ein Sonntag „Dazwischen“. Er liegt zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Damit liegt er zwischen der Erfahrung eines Abschieds und einer Zukunft, die ungewiss ist. „Ihr sollt getröstet werden“, hatte Jesus seinen Jüngern vor seinem Abgang versprochen. Aber wie? Durch wen? Im Moment, so stelle ich mir vor, herrschen Stillstand, Leere und Kraftlosigkeit. An diese Situation können wir m.E. gut anknüpfen:
Wir alle kennen solche Lebenssituationen. Momente, in denen wir das Gefühl haben: es geht nicht voran. Phasen, in denen wir verunsichert sind, in denen die Zukunft unklar ist. Wie die Jüngerinnen und Jünger müssen wir begreifen, dass sich das Leben verändert; Altes vergeht, Neues entsteht. Solche Übergangsphasen verunsichern uns, zumindest dann, wenn wir nicht erkennen können, wohin die Reise geht. Mehr denn je braucht es dann Geduld und eine Quelle der Zuversicht, eine innere Stimme, der wir trauen können, wenn sie sagt: „Es ist ein Übergang, aber es geht weiter.

Wir beten mit Worten aus dem 27. Psalm
Der Herr ist mein Licht und mein Glück.
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist der Schutz meines Lebens.
Vor wem sollte ich erschrecken?
Hör doch, Herr, mein lautes Rufen!
Hab Erbarmen mit mir und antworte mir!
Ich dachte nach über dein Wort:
„Ihr sollt mein Angesicht suchen!“
Ja, dein Angesicht, Gott, will ich suchen!
Verbirg dein Angesicht nicht vor mir!
Weise deinen Knecht nicht im Zorn zurück.
Du bist doch mein Beistand!
Schick mich nicht weg und lass mich nicht im Stich.
Gott, du bist doch mein Anwalt.
Denn Vater und Mutter haben mich verlassen.
Doch der Herr nimmt mich auf.
Zeige mir, Herr, deinen Weg
und führe mich geradlinig durchs Leben.
Was wäre mit mir geschehen,
wenn ich nicht fest darauf vertraut hätte:
Ich werde die Güte des Herrn erfahren,
solange ich im Land der Lebenden bin.
Hoffe auf Gott.

Sei stark und fasse neuen Mut.
Setz deine Hoffnung auf den Herrn.
Lied: Dich rühmt der Morgen (Mel. In dir ist Freude)
1. Dich rühmt der Morgen. Leise verborgen
singt die Schöpfung dir, Gott, ihr Lied.
Es will erklingen, in allen Dingen
und in allem, was heut geschieht.
Du füllst mit Freude der Erde Weite,
gehst zum Geleite an unsrer Seite,
bist wie der Tau um uns, wie Luft und Wind.
Sonnen erfüllen dir deinen Willen.
Sie gehn und preisen mit ihren Kreisen
der Weisheit Überfluss, aus dem wir sind.

2. Du hast das Leben allen gegeben,
gib uns heute dein gutes Wort.
So geht dein Segen auf unsern Wegen,
bis die Sonne sinkt, mit uns fort.
Du bist der Anfang, dem wir vertrauen,
du bist das Ende, auf das wir schauen.
Was immer kommen mag, du bist uns nah.
Wir aber gehen, von dir gesehen,
in dir geborgen durch Nacht und Morgen
und singen ewig dir Halleluja.
(Text: Jörg Zink)


Der Predigttext steht im Evangelium des Johannes, Kapitel 7, Verse 37-39: In der Basis-Bibel trägt er die Überschrift: „Lebendiges Wasser im Überfluss“
37 Am letzten, dem höchsten Tag des Festes trat Jesus auf und rief: „Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wasser fließen. 39 Das sagte er aber vom dem Geist , den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht .
(Herzlichen Dank an Martina Kaul für die Abschrift des Textes).


Wir haben die Worte des Evangeliums gehört. Wir bekennen unseren Glauben mit dem Bekenntnis, das uns verbindet.
Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.
Lied: Da wohnt ein Sehnen
Refr. Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.

1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir.
In Sorge, im Schmerz - sei da, sei uns nahe, Gott.
Refr.: Da wohnt ein Sehnen...

2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir.
In Ohnmacht, in Furcht — sei da, sei uns nahe, Gott.
Refr.: Da wohnt ein Sehnen...

3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir.
In Krankheit, im Tod — sei da, sei uns nahe, Gott.
Refr. : Da wohnt ein Sehnen...

4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir.
Wir hoffen auch dich — sei da, sei uns nahe, Gott.
Refr.: Da wohnt ein Sehnen...
Predigt
Liebe Gemeinde!
Ich muss gestehen: Die anhaltende Krise kostest mich mittlerweile eine Menge Kraft. Diese Zwischen-Zeit reibt mich auf. Eine Quelle der Kraft täte gut, oder?!
Jesus hält uns ein Versprechen hin. Er sagt: „Hast du Durst? Dann komm! Von mir bekommst du, was du brauchst. Hol dir diese Kraft! Meine Quelle steht allen offen!“ Was für eine Kraft ist das? Die Kraft, die uns von Gott zuströmt, kann man Liebe nennen, Licht, Mut, Hoffnung, Selbstbewusstsein, Trost, Beistand, Heiliger Geist oder Gnade. Es gibt wirklich viele Begriffe dafür. Vielleicht sind Ihnen, sind dir auch andere Begriffe näher und einleuchtender.
Wie man diese Kraft auch nennt, was immer man spürt — der Glaube ist der Herzensöffner, mit dem man sich dem Strom der göttlichen Kraft öffnet. Wer glaubt, öffnet sich, wer sich öffnet, dem können Gottes Kräfte zufließen.
Wie ein Marktschreier vom Fischmarkt kommt Jesus mir vor, wenn ich mir vorstelle, dass er auf dem Fest auftritt und ruft:
„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wasser fließen.“
Jesus hat was anzubieten. Eine Quelle der Kraft, eine „Quelle lebendigen Wassers“ nennt er es. Wer davon trinkt, gewinnt Kraft — zunächst für sich. Doch dann kann darüber hinaus diese Kraft zum Nächsten weiterfließen. Man kann sie weitergeben. So verstehe ich Jesu Worte: Dir kann aus dem Glauben so viel Kraft zufließen, dass du zunächst selbst erfüllt wirst und dann quasi überströmst. Dann wirst du selbst zu einer Quelle der Kraft für andere.
Dann werden „Ströme von lebendigem Wasser von dir fließen.“

Das ist ein wunderbarer Zuspruch. Wenn ich diesen Zuspruch bedenke und in mir nachspüre, ist da schon beinahe so ein Gefühl, als ob es da so ein leichtes Blubbern wie von Kohlensäure in mir gäbe, so ein schönes Kribbeln, mit dem sich die Kraft in mir regt— es ist wie eine Begeisterung, die mich beginnt zu erfüllen.
Ich kenne das auch aus anderen Lebensbereichen. Wenn ich ein gutes Buch gelesen habe, einen besonderen Ort gefunden oder ein schönes Lied gehört habe, wenn ich etwas erlebt habe, das mich total begeistert hat, dann steigt eine große Freude in mir auf. Dann ist Leben richtig gut, und dann will ich diese Freude am liebsten mit jemandem teilen. Ich möchte andere mit meiner Begeisterung anstecken. Das steigert meine eigene Freude noch einmal, und ich hoffe natürlich auch dem anderen eine Freude zu machen. Ich genieße zugleich, dass mit der geteilten Freude eine schöne Verbindung zwischen mir und dem anderen entsteht.

Mit dem Glauben geht es mir ähnlich. Ich möchte ihn teilen, weil er mich begeistert. Ganz ehrlich: ich kann nicht beweisen, dass es Gott gibt, aber mit dem Glauben an einen Gott, der mich begleitet, der mich wertschätzt, der mein Leben mitträgt, der mir wunderbare Erfahrungen schenkt, lebe ich besser als ohne diese Quelle der Zuversicht. Ich erlebe den Glauben als eine große Kraft, die meine Lebensfreude intensiviert, weil zum Beispiel zur Freude die Dankbarkeit hinzutritt. Ich erlebe meinen Glauben als eine Quelle der Hoffnung, die mich trägt. Ich erlebe Gott als Beistand. Deshalb erzähle ich davon.
Es gibt zum Beispiel einen Psalmvers, der mir sehr wertvoll ist, der zu meinem Leben dazu gehört:
„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ (Ps. 103)
Ich jogge gerne und regelmäßig. Beinahe jedes Mal, wenn ich meine Runde durch und um das Gehege laufe, bete ich einmal diesen Vers. Meistens dann, wenn ich hinterm Gehege in der Feldmark auf das weite Feld komme. Dann geht nicht nur der Himmel über mir auf, sondern auch mein Herz. Und sofort stellt sich dieses Wort ein:

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“

Ich bin dann dankbar und froh, dass ich die Kraft und die Gesundheit habe, laufen zu können, denn ich weiß aus eigenem Erleben, dass das nicht selbstverständlich ist. Ich bin dankbar für das Wetter, für die schöne Natur, für den Duft nach umgepflügter Erde oder von frisch gemähtem Heu. Nur manchmal, wenn gerade auf den Feldern frisch gedüngt ist, stellt sich die Dankbarkeit nicht sofort ein.
Ich werde dankbar und demütig,
Über die Demut, habe ich gerade etwas Neues für mich gelernt.
Demut klingt in den Ohren vieler Menschen nach erzwungener Unterwürfigkeit. Was aber, wenn Demut das Gefühl beschreibt, das sich mit der Erkenntnis verbindet, die Heiligkeit in allem zu erkennen: Die Schöpfung ist göttlich und heilig, das Leben ist göttlich und heilig, dein Leben ist göttlich und heilig, jedem Moment wohnt Heiligkeit inne. Wenn man einen Moment inne hält und das Leben und die Welt so betrachtet, wird man sich aus eigenem Herzen innerlich davor verbeugen, man wird dankbar demütig.
Ich möchte den Gedanken weiterspinnen:
Was ist, wenn du dir vorstellst, dass Gott auf dich und dein Leben mit Demut schaut, weil Gott weiß, wie schwer dein Leben ist, wie sehr du dich mühst, das Beste daraus zu machen, weil Gott sieht, wie sehr du dich einsetzt, dass es Menschen in deinem Umfeld, in deiner Familie gut geht? Gott weiß um die Kämpfe, die wir im Leben auszutragen haben, Er weiß um die Lasten, die uns drücken. In seinen Augen ist dein Leben heilig. Deshalb kannst ihn um Kraft bitten. Was ist, wenn du dir vorstellst, dass die Heiligkeit allen Lebens wie ein Fluss ist, in dem du stehst, in den du eintauchst, dessen Wasser über dich fließt? Ströme von lebendigem Wasser sollen dich erfrischen.
Die Demut öffnet uns die Augen für die Heiligkeit des Lebens, sie lässt uns hinter die Dinge schauen. Hinter allem steht Gott in seiner grenzenlosen Liebe. „Wer Durst hat, soll zu mir kommen. Und es soll trinken, wer an mich glaubt“, lädt Jesus uns ein. Und wenn wir selbst genug getrunken haben und erfrischt sind, heben wir den Kopf und haben auch offene Augen für den Nächsten. Hat er noch Durst?
Amen


Lied: EG 333 Danket dem Herrn!
1. Danket dem Herrn. Wir danken dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich, sie währet ewiglich, sie währet ewiglich.

2. Lobet den Herrn! Ja, lobet den Herrn auch meine Seele; vergiss es nie, was der dir Guts getan, was er dir Guts getan, was er dir Guts getan.

3. Groß ist der Herr; ja, groß ist der Herr; sein Nam? ist heilig und alle Welt seiner Ehre voll, ist seiner Ehre voll, ist seiner Ehre voll!
Fürbitte
Wir sind nicht allein. Gott vermag in uns allen seinen heiligen Geist zu erwecken und uns mit seiner Liebe zu erfüllen. Wenn wir darauf hoffen, darauf vertrauen, dann können wir auch aus dieser Kraft heraus leben. Und so rufen wir zu ihm:

Herr, erbarme Dich und sende uns Deinen heiligen Geist.

Wir bitten Dich, für all die Menschen in unserer Welt, die unter Krieg und Verfolgung leiden, die ihre Heimat verloren haben und kein neues Zuhause finden, für die, die durch die Corona-Pandemie von finanziellen Ängsten und Nöten bedroht sind. Lass sie durch helfende Hände und das soziale Engagement Deine Nähe spüren und schenke ihnen vom Vertrauen Christi.

Herr, erbarme Dich und erfülle uns mit Deinem Geist des Glaubens.

Wir bitten Dich, für all die Menschen in unserer Welt, die erkrankt sind und in ihrem Leiden alle Hoffnung aufgegeben haben, für die, die unter der Einsamkeit leiden und sich in eine unbestimmte Traurigkeit verloren haben. Lass sie erkennen, dass es neue Hoffnung gibt, damit sie sich am Leben freuen können und schenke ihnen Kraft und Ausdauer.

Herr, erbarme Dich und erfülle uns mit Deinen Geist der Hoffnung.

Wir bitten Dich, für all die Menschen in unserer Welt, deren Familien zerbrochen sind oder zu zerbrechen drohen, für die, die es nicht mehr schaffen aufeinander zu zu gehen und einander zu vertrauen, wo Kinder unter den Trennungen leiden. Lass sie Deine Gegenwart erkennen und Deine Liebe unter ihnen wieder lebendig werden und schenke ihnen eine Perspektive.

Herr, erbarme Dich und erfülle uns mit Deinen Geist der Liebe.

Herr, wir können die Welt verändern - mit Glaube, Hoffnung und Liebe: So bitten wir Dich, segne uns mit Deinem Glauben, gegen den Kleinglauben unserer Herzen, segne uns mit Deiner Hoffnung, gegen die Hoffnungslosigkeit unserer Zeit, segne uns mit Deiner Liebe, gegen die Lieblosigkeit dieser Welt.

All das, was uns bewegt, unsere Freuden und Hoffnungen, Sorgen und Ängste, unsere Zweifel und Fragen wollen wir Dir in der Stille anvertrauen.

Stille
(Gebet von der Lektorin J. Schlieckau)
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne uns und behüte uns.
Gott lasse leuchten sein Angesicht über uns und sei uns gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf uns
und schenke uns Frieden.
Amen

Andacht zum 5. Sonntag nach Ostern Rogate, 09.05.2021

Hier können Sie die Andacht zum 5. Sonntag nach Ostern Rogate von Pastor Dr. Hendrik Höver auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit dir!
Herzlich willkommen zur Andacht für zu Hause. Schön, dass Sie sich die Zeit dafür nehmen.
Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart sind wir miteinander verbunden, wo und wann immer wir feiern.

Wir hören/singen das Lied „Wie lieblich ist der Maien“ (EG 501):
1. Wie lieblich ist der Maien
aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen,
weil alles grünt und blüht!
Die Tier sieht man jetzt springen
mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen,
die loben Gott mit Freud.

2. Herr, dir sei Lob und Ehre
für solche Gaben Dein.
Die Blüt zur Frucht vermehre,
lass sie ersprießlich sein.
Es steht in Deinen Händen,
Dein Macht und Güt ist groß,
drum wollst Du von uns wenden
Mehltau, Frost, Reif und Schloss.

3. Herr, lass die Sonne blicken
ins finstre Herze mein,
damit sich's möge schicken,
fröhlich im Geist zu sein,
die größte Lust zu haben
allein an Deinem Wort,
das mich im Kreuz kann laben
und weist des Himmels Pfort.

4. Mein Arbeit hilf vollbringen
zu Lob dem Namen Dein,
und lass mir wohl gelingen,im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein lass aufgehen
von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen
und nicht verwerflich sei.


Wir beten mit Worten aus Psalm 139
Herr, du hast mich erforscht
und kennst mich genau.

Ob ich sitze oder stehe: Du weißt es.
Meine Absicht erkennst du von fern.

Ob ich gehe oder ruhe: Du merkst es.
Alle meine Wege sind dir bekannt.

Noch liegt mir kein Wort auf der Zunge,
schon weißt du, Herr, was ich sagen will.

Von allen Seiten umgibst Du mich
und hältst Deine Hand über mir.

Zu wunderbar ist dieses Wissen für mich.
Es ist mir zu hoch: Ich kann es nicht begreifen.

Wohin könnte ich gehen vor deinem Geist,
wohin fliehen vor deiner Gegenwart?

Würde ich in den Himmel steigen: Du bist dort.
Würde ich mich in der Unterwelt verstecken:
Dort bist du auch.

Würde ich hochfliegen, wo das Morgenrot leuchtet,
mich niederlassen, wo die Sonne im Meer versinkt:

Selbst dort nimmst du mich an die Hand
und legst deinen starken Arm um mich.

Da sagte ich: »Finsternis komme über mich!
Nacht soll mich umhüllen wie sonst das Licht!«

Doch für dich ist die Finsternis nicht finster,
und die Nacht leuchtet so hell wie der Tag:
Finsternis ist für dich wie das Licht.

Ja, du hast meine Nieren geschaffen,
mich im Bauch meiner Mutter gebildet.

Ich danke dir und staune,
dass ich so wunderbar geschaffen bin.
Ich weiß, wie wundervoll deine Werke sind.

Nichts war dir unbekannt am Aufbau meines Körpers,
als ich im Verborgenen geschaffen wurde —
ein buntes Gewebe in den Tiefen der Erde.

Ich hatte noch keine Gestalt gewonnen,
da sahen deine Augen schon mein Wesen.

Ja, alles steht in deinem Buch geschrieben:
Die Tage meines Lebens sind vorgezeichnet,
noch ehe ich zur Welt gekommen bin.

Wie kostbar sind für mich deine Gedanken, Gott!
Wie zahlreich sind sie doch in ihrer Summe!

Wollte ich sie zählen: Es sind mehr als der Sand.
Würde ich erwachen: Noch immer bin ich bei dir.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz!
Verstehe mich und begreife, was ich denke!

Sieh doch, ob ich auf einem falschen Weg bin,
und führe mich auf dem Weg, der Zukunft hat!
Wir hören/singen das Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ (EG 503):
1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärten Zier,
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.

2. Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide;
Narzissus und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide.

3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder;
die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder.

8. Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herzen rinnen.
Bibellesung: Jesus zeigt sich den Jüngern und Thomas (Sirach 35,16-22a):
Er hilft dem Armen ohne Ansehen der Person und erhört das Gebet des Unterdrückten. Er verachtet das Flehen der Waisen nicht noch die Witwe, wenn sie ihre Klage erhebt. Laufen ihr nicht die Tränen die Wangen hinunter, und richtet sich ihr Schreien nicht gegen den, der die Tränen fließen lässt? Wer Gott dient, den nimmt er mit Wohlgefallen an, und sein Gebet reicht bis in die Wolken. Das Gebet eines Demütigen dringt durch die Wolken, doch bis es dort ist, bleibt er ohne Trost, und er lässt nicht nach, bis der Höchste sich seiner annimmt und den Gerechten ihr Recht zuspricht und Gericht hält.

Predigt
Wie hälst Du es mit dem Beten? — Das ist die Frage, die uns dieser Sonntag stellt. Diese Frage mag auf Dich vielleicht genauso herausfordernd und provokant wirken, liebe Leserin, lieber Leser, wie auf mich als Pastor. Viele Christinnen und Christen tun sich schwer mit dem Beten! Beten ist ja das persönlichste in der christlichen Religionsausübung überhaupt. Es ist das innere Zwiegespräch zwischen mir und meinem Gott. Persönlicher kann es ja kaum werden. Und wenn es schon schwer fällt öffentlich über den eigenen Glauben zu sprechen, — man sagt ja, es sei heutzutage leichter über Sex zu reden, als über die eigene Religion — dann fällt es erst recht schwer, über das eigene Beten zu sprechen. Dabei täte es uns gut, darüber miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zumindest möchte uns dieser Sonntag dazu Mut machen: Rogate heißt übersetzt: Betet! Laut oder leise, gemeinsam oder mit anderen, frei oder mit geprägten Worten: Betet! Im Mittelpunkt des Sonntags steht die Ermutigung zu Gebet und Fürbitte. Das Gebet steht unter der Verheißung des Wochenspruchs: „Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft!“

Das wunderbare daran: Beten ist kinderleicht! Gebete brauchen keine schönen Worte, müssen nicht gebildet klingen und salbungsvoll daherkommen. Es braucht nur die innere und persönliche Hinwendung zu Gott. Manchmal ganz ohne Worte, den Blick innerlich nach oben richten gewissermaßen. Ein kurzer Moment des Innehaltens, weil uns Dankbarkeit überkommt oder Angst überfällt, weil uns vor Freude das Herz hüpft oder es vor Schmerz drückt.

Gerade dann, wenn unsere innere Not groß ist, können und sollen wir zu Gott kommen, mit unserem Gebet, selbst wenn wir uns länger nicht bei ihm gemeldet haben: Er hört unser Gebet ohne Ansehen der Person. Er ist auf der Seite der Armen und Unterdrückten, Witwen und Waisen, wie es in unserem Predigttext heißt. Und mit dieser Formulierung wird im Alten Testament immer deutlich gemacht: Hier sind wir alle mitgemeint! Denn so wurden damals diejenigen Gruppen des Volkes Israel bezeichnet, die am stärksten marginalisierten wurden und am verletzlichsten waren. Umso mehr ist Gott folglich auch auf unserer Seite, gerade in den Momenten, in denen wir uns besonders schwach, machtlos und verletzlich fühlen.

Selbst in so schlimmen Momenten, wenn uns nur noch Tränen die Wangen hinunterlaufen, wie es im Predigttext heißt, hört Gott unser Gebet. Auch dann, wenn diese Tränen nur noch stumme Anklagen sind und sich gegen den richten, wie es im Predigttext heißt, der die Tränen fließen lässt. Ja, auch Tränen können Gebete sein, wenn uns die Worte fehlen. Gott hört unser Schreien und sieht unsere Tränen. Nichts bleibt ihm verborgen!

Wie haben wir eben mit den Worten von Psalm 139 gebetet:
Herr, du hast mich erforscht
und kennst mich genau.

Ob ich sitze oder stehe: Du weißt es.
Meine Absicht erkennst du von fern.

Ob ich gehe oder ruhe: Du merkst es.
Alle meine Wege sind dir bekannt.

Noch liegt mir kein Wort auf der Zunge,
schon weißt du, Herr, was ich sagen will.

Von allen Seiten umgibst Du mich
und hältst Deine Hand über mir.

Zu wunderbar ist dieses Wissen für mich.
Es ist mir zu hoch: Ich kann es nicht begreifen.


Gebete können Trost geben in schweren und einsamen Zeiten. Sie können aber auch in Momenten voller Freude ein Weg zu tiefer Zufriedenheit sein. Sie können Dankbarkeit für einen unvergesslichen Moment zum Ausdruck bringen, weil wir erkennen das uns das unverfügbare Glück gelingenden Lebens zufällt: Wenn ein Kind geboren wird, uns jemand seine Liebe erklärt, wir im Alltag eine menschliche Geste beobachten, wir einen herzberührenden Augenblick erleben, tiefe Freundschaft erfahren, uns etwas Hoffnung- und Mutmachendes widerfährt oder wir Versöhnung erleben dürfen. In all solchen oder ähnlichen Momenten ist der Ton des Gebets ein anderer als bei der Klage oder Bitte um Hilfe. Aber auch das überschwellende Glück eines Dankgebetes braucht nicht viele Worte. Auch hier gilt: Wenn uns lediglich ein freudiges Seufzen über die Lippen geht und der innere Blick grinsend nach oben richtet. Gott sieht uns und hört uns. Und er grinst zurück! — Er lacht mit uns, genauso wie er mit uns weint! Er ist bei uns „all unsere Tage, bis an der Welt Ende“, wie er es in der Taufe versprochen hat! Gott ist immer nur ein Gebet von uns entfernt. Also ganz, ganz nah!

Was ist aber nun das Gebet, wenn es in der ganzen Bandbreite menschlichen Lebens, von den schlimmen bis zu den wunderschönen Momenten mit so wenigen Worten auskommt, weil Gott schon weiß, wie wir es meinen, bevor wir es sagen. Ich finde das Gebet ist die innere Haltung, dass ich mit den schönen und den schweren Dingen nicht alleine klarkommen muss, sondern mit Gott ohne Vorbehalte, von der Leber weg über alles reden kann — selbst, wenn mir die Worte fehlen. Das Gebet — so verstehe ich den Predigttext — steigt gewissermaßen von mir, der ich auf der Erde bin, auf und „reicht in die Wolken“. Auch wenn ich mir manchmal klein und unbedeutend vorkomme, hat das Gebete — im Bild gesprochen — diese Macht, dass es in die Wolke reicht. Und nicht nur das, es „dringt durch die Wolken“, ja durchbricht sie, selbst die dunkelsten Wolken, die über meinem Leben hängen. Es geht durch sie hindurch in den Himmel. Dort nimmt sich Gott meines Gebetes an. Es findet sein Ziel in seinem Ohr. Deshalb lasse ich nicht nach. Er erhört mich — auch wenn ich noch auf seinen Trost warte. Am Ende, so die Verheißung, nimmt er sich meines Gebetes, meiner Gedanken und Gefühle an! Was für ein wunderschönes Bild!

Wenn ich den Himmel in diesem Sinne über mir offen weiß, dann kann ich aufrecht durch die Welt gehen!
Amen


Wir hören/singen das Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ (EG 503):
13. Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
daß ich dir stetig blühe;
gib, daß der Sommer deiner Gnad
in meiner Seele früh und spat
viel Glaubensfrüchte ziehe.

14. Mach in mir deinem Geiste Raum,
daß ich dir werd ein guter Baum,
und laß mich Wurzel treiben.
Verleihe, daß zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze möge bleiben.

15. Erwähle mich zum Paradeis
und laß mich bis zur letzten Reis
an Leib und Seele grünen,
so will ich dir und deiner Ehr
allein und sonsten keinem mehr
hier und dort ewig dienen
Fürbittegebet
Barmherziger Gott,
zu beten — wer vermag das?
Wir kommen zu dir
mit unseren hilflosen Worten, unserem Schweigen,
mit unserer Sehnsucht nach Klarheit und Trost
und bitten:
Erfülle unser Gebet mit deinem Geist, dass es wahrhaftig wird.

Wir bitten für alle,
denen vor dir die Worte zu Schreien werden,
für Verzweifelte,
für Entwurzelte und Verbitterte.

Wir bitten für alle, die nicht beten können,
weil es ihnen die Sprache im Glauben verschlagen hat,
weil du ihnen fern und unfasslich bist,
weil sie deiner Kirche und ihren Lebensformen
nicht mehr vertrauen können.

Wir bitten dich für uns selbst,
dass wir dich
voll Zuversicht wirken lassen in unserem Leben,
sei es in Gutem oder im Bedrohlichen,
in Schönem oder Schwerem, dass wir getragen von Deiner Verheißung
alle Hilfe von Dir erwarten.

Wir kommen zur Dir mit allem was uns bewegt...
STILLE

Noch liegt mir kein Wort auf der Zunge,
schon weißt du, Herr, was ich sagen will.
Du kennst unsere Gedanken von ferne
Und nimmst Dich unser an.

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft!
Amen
Wir beten das Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Dass Erde und Himmel dir blühen,
dass Freude sei größer als Mühen,
dass Zeit auch für Wunder, für Wunder dir bleib
und Frieden für Seele und Leib!
Amen
Nach Kurt Rose

Andacht zum 4. Sonntag nach Ostern Kantate, 02.05.2021

Hier können Sie die Andacht zum 4. Sonntag nach Ostern Kantate von Pastorin Anke Zorn auch als PDF herunterladen.

Im Namen Gottes beginnen wir - im Namen Gottes, Vater und Mutter für uns,
Quelle allen Lebens, Wort der Wahrheit, Grund unserer Hoffnung.
Willkommen zum Gottesdienst, liebe Gemeinde! Schön, dass Sie sich Zeit nehmen, für diese Andacht. - Kantate! „Singt dem Herrn ein neues Lied“: So fordert uns der 98. Psalm auf, der dem heutigen Sonntag seinen Namen gegeben hat.
Singen - da kann man sich nur entweder raushalten oder man muss sich ganz darauf einlassen. Denn Leib und Seele sind gleichermaßen beteiligt. Ursprünglich ist das Singen eine Gefühlsäußerung und keine Kunstform: Wie das Weinen und das Lachen kommt das Singen als Freude oder Klage aus dem Inneren des Menschen. Jeder Mensch, der einen Stimme hat, kann deshalb eigentlich auch singen.
Für viele ist das Singen längst nicht mehr selbstverständlich: Einigen ist es sogar peinlich. Aber in der Kirche, in jedem Gottesdienst wird gesungen — eigentlich... Dies ist nun schon der zweite Sonntag Kantate, an dem nicht gemeinsam gesungen werden darf, weil das Virus sich sonst ausbreiten könnte. Für mich ist das gemeinsame Singen im Gottesdienst ein wunderbarer Ausdruck meines Glaubens. Ein Gottesdienst ohne Gesang fühlt sich nicht richtig an: Gott loben nur mit Worten, ist nur die Hälfte vom Himmel.
Obwohl wir auch heute nicht wirklich zusammen singen können, lassen Sie uns unsere Stimmen dennoch erheben — jede und jeder für sich und trotz allem miteinander verbunden!

Psalm 98, 1-9
Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tat Wunder.
Gott hat gezeigt, dass er hilft,
er hat gezeigt, dass er gerecht ist, vor den Augen der Völker.
Er war barmherzig und gütig.
Er war treu gegen das Volk Israel.
Von allen Enden der Erde sah man, wie er half.

Jauchzt Gott zu, ihr Menschen,
frohlockt, spielt und musiziert!
Spielt dem Herrn auf der Harfe!
Begleitet die Harfe mit starkem Gesang.
Bei Trompeten und Hörnerschall seid fröhlich vor Gott, dem König
Es brause das Meer und was darin lebt,
die Erde und die darauf wohnen.
Die Ströme sollen rauschen vor Jubel,
Die Berge miteinander sollen fröhlich sein.
Denn er kommt, er kommt und gibt der Erde Gerechtigkeit,
er kommt und ordnet die Welt in Gerechtigkeit
und die Völker nach gültigem Maß.
(Übertragung von Jörg Zink)
Lied: „Ich sing dir mein Lied“ (Lieder zwischen Himmel und Erde 1 — Digitaler Chor)
Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Die Töne, den Klang hast du mir gegeben
von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde,
du Hüter des Lebens, dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben.
Den Rhythmus, den Schwung hast du mir gegeben
von deiner Geschichte, in die du uns mitnimmst,
du Hüter des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in Ihm klingt mein Leben.
Die Tonart, den Takt hast du mir gegeben
von Nähe, die heil macht — wir können dich finden,
du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.
Einleitung zur Lesung Paulus und Silas waren unterwegs. Ihre zweite große Reise führte sie nach Europa. In den griechischen Städten versuchten sie ihr Glück. Auch hier wollten sie von dem Gott erzählen, der Jesus von den Toten auferweckt hatte, der Leben schuf, wo alles verloren schien, der zur Freiheit befreite und Maßstäbe verrückte. Und so mancher war beeindruckt von ihren Worten, von dem Leuchten in ihren Augen vielleicht... Viele ließen sich taufen, nahmen Abstand von ihrem alten Leben und wandten sich dem Gott von Jesu dem Christus zu.
Paulus und Silas hatten jedoch nicht nur Erfolge zu verbuchen.
Eines Tages begegneten sie in Philippi einer Wahrsagerin, die von einem bösen Geist besessen war, den Herren der Stadt mit ihren Zukunftsprognosen aber gutes Geld einbrachte. Als Paulus um ihretwillen diesen Geist aus ihr vertrieb, sahen die Herren ihr Geschäft gefährdet und ließen die beiden Fremdlinge kurzerhand festnehmen und aus dem Verkehr ziehen. Hören Sie selbst, was in der Apostelgeschichte im 16. Kapitel aufgeschrieben ist...

Lesung: Über die Zeit der Apostelinnen und Apostel 16,23-34
23 Nachdem man ihnen viele Schläge versetzt hatte, warf man sie ins Gefängnis und wies den Gefängniswärter an, sie sicher zu verwahren. 24 Auf diese Anweisung hin warf er sie in den innersten Bereich des Gefängnisses und sicherte ihre Füße im Block.
25 Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen zum Lobe Gottes und die Gefangenen hörten ihnen zu. 26 Plötzlich kam es zu einem starken Erdbeben, so dass die Grundmauern des Gefängnisses wankten. Sogleich sprangen alle Türen auf und von allen fielen die Fesseln ab. 27 Der Gefängniswärter fuhr aus dem Schlaf auf, und als er die Gefängnistüren offenstehen sah, zog er sein Schwert und wollte sich umbringen, weil er meinte, die Gefangenen wären geflohen. 28 Paulus rief jedoch mit lauter Stimme: „Tu dir nichts an! Wir sind doch alle hier.“ 29 Da forderte der Gefängniswärter Fackeln an, rannte hinein und fiel zitternd vor Paulus und Silas nieder. 30 Er führte sie hinaus und sagte: „Was muss ich tun, ihr Herren, damit mir geholfen wird?“ 31 Sie sagten: „Vertraue auf Jesus, den Herrn; und es wird dir geholfen, dir und den Menschen in deinem Haus.“ 32 Und sie verkündigten ihm Gottes Botschaft samt allen in seinem Haus.
33 Noch in derselben Nachtstunde nahm er sie bei sich auf und wusch ihnen die Wunden, die sie von den Schlägen hatten. Auch ließ er sich sogleich taufen, er selbst und alle, die zu ihm gehörten. 34 Er führte sie hinauf in sein Haus und bewirtete sie und freute sich mit der ganzen Hausgemeinschaft darüber, dass er zum Vertrauen auf Gott gekommen war.


Glaubens-Lied: „Wir glauben Gott im höchsten Thron“ (EG 184)
1. Wir glauben Gott im höchsten Thron, wir glauben Christum, Gottes Sohn,
aus Gott geboren vor der Zeit, allmächtig, allgebenedeit.

2. Wir glauben Gott, den Heilgen Geist, den Tröster, der uns unterweist,
der fährt, wohin er will und mag, und stark macht, was daniederlag.

3. Den Vater, dessen Wink und Ruf das Licht aus Finsternissen schuf,
den Sohn, der annimmt unsre Not, litt unser Kreuz, starb unsern Tod.

4. Der niederfuhr und auferstand, erhöht zu Gottes rechter Hand,
und kommt am Tag, vorherbestimmt, da alle Welt ihr Urteil nimmt.

5. Den Geist, der heilig insgemein lässt Christen Christi Kirche sein,
bis wir, von Sünd und Fehl befreit, ihn selber schaun in Ewigkeit. Amen.
Predigt
Die Gefangennahme und Schläge, die „Füße im Block“ haben den Herren der Stadt nichts genützt: Anstatt die gewünschte Ruhe zu bekommen, waren nach dieser Gefangennahme nicht nur alle Häftlinge auf freiem Fuß, nein, sie hatten auch noch einen ihrer schärfsten Wärter verloren. Was für eine bittere Niederlage für die Herren der Stadt.

Und welch ein Triumph auf der anderen Seite: auf der Seite des Paulus und des Silas, auf der Seite der Freiheit, auf der Seite der Musik. Im Namen und zum Lobe Gottes.

Ich frage mich: Was ist da in und mit diesen Menschen geschehen? Mit Paulus und Silas, mit den anderen Gefangenen, dem Kerkermeister?

Eine Schlüsselrolle in der Beantwortung dieser Frage spielt nach dieser Geschichte die Musik, der Lobgesang der beiden Gefangenen.

Schauen wir diesen Moment noch einmal genauer an:

Paulus und Silas sitzen im Innersten des Gefängnisses, nach heutigen Maßstäben im Hochsicherheitstrakt: festgekettet, die Füße in schwere Blöcke gefasst; kaum ein Zentimeter Spielraum, keine Chance sich zu bewegen, eigentlich eine ausweglose düstere Situation.

Doch was tun die beiden? Mitten in der Nacht beginnen sie, zu singen. Zur Stunde, da die Nacht sich wendet, wenden sie ihr Herz. Sie lassen ab von allem Ärger über diese sinnlose und ihrer Meinung nach natürlich unberechtigte Gefangenschaft und wenden sich Gott zu. Sie erinnern sich an das, was sie bislang getragen hat. Erinnern sich an das, wovon sie noch wenige Stunden zuvor strahlend erzählt haben. Und sie beginnen, es sich wieder zu vergegenwärtigen.

Sie loben Gott, singen von seiner Herrlichkeit, seiner Kraft, seiner Lebendigkeit. Sie singen von seiner Macht über die Finsternis mitten im Dunkel des Gefängnisses. Sie halten fest an der Hoffnung, die sie bis hierher gebracht hat, und erfüllen den Raum mit dem Klang ihrer Stimmen. Sie singen nicht „aus der Tiefe rufe ich zu dir“ oder „mein Gott, warum hast du mich verlassen“. Nein, sie singen „Lobe den Herrn meine Seele und seinen heiligen Namen, lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“

Der Gesang der beiden Männer erzählt von zwei Dingen, die ihnen in dieser Situation der Gefangenschaft gelingen und ihnen helfen:

Zum einen schaffen sie es, zu abstrahieren von der ganz konkreten Lage, in der sie sich befinden. Sie schaffen es, die Finsternis, die Schmerzen, die Unsicherheit zu relativieren. Sie überlassen sich nicht diesen düsteren Begebenheiten, sondern setzen etwas dagegen: Denn zum anderen gelingt es ihnen, Hoffnungsbilder in den Raum zu holen. Sie singen von dem, wonach sie sich sehnen, und holen es dadurch ganz nah heran.

Ich glaube, dass dies auch heute zum Bespiel Trauernden gelingen kann: Wenn sie in der Trauerfeier ein Auferstehungswort hören und vom Leben singen, dann holen sie das ganz nah heran, was ihnen in diesem Moment eigentlich noch weit voraus liegt, dann singen sie von dem, was sie noch nicht spüren können. Und doch fängt es in dem Moment an. Mit dem Singen beginnt etwas zu wachsen. Ganz leise, ganz verhalten, aber es beginnt.

Es knallt nicht so wie in der Geschichte von Paulus und Silas. Meistens dauert es länger, da springen nicht mit einem Mal alle Schlösser auf, da reißen nicht plötzlich alle Ketten. Die Gefangenschaften der Seele und des Herzens lösen sich viel langsamer. Aber die Bilder und Töne der Sehnsucht und der Hoffnung schenken die Kraft, das auszuhalten, was gerade die Situation ist. Denn ich spüre, dass sich etwas verändert, dass ich bereits auf dem Weg bin in Richtung Freiheit.

Das ergeht allen so, denen es gelingt, in einer finsteren Situation die Erinnerung zu finden an das, was Kraft und Halt gibt. Oder denen Menschen zur Seite stehen, die noch wissen, woher Kraft und Halt kommen.

Viele der Predigten des Paulus sind mir, vielleicht auch Ihnen, aus seinen Briefen bekannt: Einer von Paulus Spitzensätzen lautet „Zur Freiheit hat uns Christus befreit ...“ Gerade in der gegenwärtigen Situation, in der uns allen viele Freiheiten genommen sind, spricht mich dieser Satz an: Selbst das gemeinsame Singen ist uns seit über einem Jahr verboten... Trotzdem: Zur Freiheit sind wir befreit in den Dingen, die unser Leben manchmal eng machen — weil uns Weite verheißen ist. Zur Freiheit sind wir befreit in den Dingen, die uns rastlos machen — denn uns ist Heimat versprochen. Zur Freiheit sind wir befreit in den Dunkelheiten - die uns gefangen halten können, denn Gott ruft uns ins Licht.

Eine Gefängnisseelsorgerin hat mir erzählt, wie wichtig vielen Insassen der sonntägliche Gottesdienst ist. Diese eine Stunde in der Woche verbringen sie im Namen Gottes.
Den Rest der Woche sitzen sie ein nach einem Urteil, das im Namen des Volkes über sie ergangen ist. Diese eine Stunde in der Woche aber singen sie Loblieder, beten Psalmen. Diese eine Stunde leben sie von dem „zur Freiheit befreit“. Und immer wieder gelingt es, dass diese eine Stunde ihnen Bilder und Klänge schenkt, die sie durch den Rest der Woche tragen.

Singen schenkt Mut, Singen vergrößert meine Kraft, Singen holt Hoffnungsbilder in die Gegenwart und ist im Stande, innere und äußere Ketten zu sprengen.

Die Befreiung von Paulus und Silas steht in einer Spannung aus eigenem Tun und dem Vertrauen auf ein Wunder. Eine alte chassidische Weisheit lautet „Verlasst euch nicht auf Wunder, sondern rezitiert Psalmen“ — Wer sich Psalmworte aneignet, wie es Paulus und Silas getan haben, „...ist in höchstem Maße aktiv und wird zugleich vor falschem Aktivismus bewahrt. An dem, der Psalmen rezitiert, geschieht das Wunder, dass er sich frei dem Gott der Freiheit aussetzt.“ (Erich Zenger in: Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext)

So lassen Sie uns Psalmen rezitieren,
liebe Gemeinde!
Amen


Lied: „Du meine Seele singe“ (EG 302, 1-3):
1. Du meine Seele, singe, / wohlauf und singe schön /
Dem, welchem alle Dinge / zu Dienst und Willen stehn. /
Ich will den Herren droben / hier preisen auf der Erd; /
Ich will ihn herzlich loben, / solang ich leben werd.

2. Wohl dem, der einzig schauet / nach Jakobs Gott und Heil! /
Wer dem sich anvertrauet, / der hat das beste Teil, /
Das höchste Gut erlesen, / den schönsten Schatz geliebt; /
Sein Herz und ganzes Wesen / bleibt ewig unbetrübt.

3. Hier sind die starken Kräfte, / die unerschöpfte Macht; /
Das weisen die Geschäfte, / die seine Hand gemacht: /
Der Himmel und die Erde / mit ihrem ganzen Heer, /
Der Fisch unzähl'ge Herde / im großen wilden Meer.
Fürbitte
Du wunderbarer Gott,
wir singen dir aus Dank für deine Güte,
aus Freude an diesem Tag
und aus Lust, miteinander in Einklang zu kommen.

Wir singen dein Lob in glücklichen Zeiten,
wir klammern uns an den Trost der Lieder,
wenn unser Herz schwer ist:
Wir bitten dich für alle, die schwer krank sind
und für die, dich sich auf das Sterben vorbereiten.
Wir denken an alle, die trauern:
Sei ihnen nah und hilf uns, dass wir einander nah sein können!

Wir protestieren mit dem Lob deiner Barmherzigkeit
gegen die Unbarmherzigkeit in unserer Welt.
Gott, höre unseren Gesang und alles,
was wir mit in die Töne legen
Wir denken vor dir an die Menschen,
die in den Kriegs- und Krisengebieten unserer Erde leben
und an alle, die auf der Flucht sind.
Breite deine Gerechtigkeit aus über unsere Welt,
und lass sie im Licht deiner Wahrheit
zu neuem Glanz kommen.

Sei der Atem unseres Gesanges, Gott,
durch unsere Tränen hindurch
und lass uns nicht verstummen, was uns auch beängstigt
und an die Kehle greift, uns die Stimme verschlägt.
Von Deiner Treue wollen wir unter uns singen
und von ihr wollen wir erzählen im Lobgesang auf das Leben!
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen

Andacht zum 3. Sonntag nach Ostern Jubilate, 25.04.2021

Hier können Sie die Andacht zum 3. Sonntag nach Ostern Jubilate von Pastorin Maren Gottsmann auch als PDF herunterladen.

Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart feiern wir diesen Gottesdienst.
Im Vertrauen auf Gottes Liebe, die uns begleitet.
Und die uns Mut macht, einander zu begleiten.

Wenn ich mich umsehe an dem Platz, an dem ich arbeite und auch diese Andacht schreibe und feiere, dann sind dort viele verschiedene Dinge um mich, die mir etwas bedeuten. Sie verbinden mich mit einem wichtigen Moment, mit einem wichtigen Menschen. Ein Stück Seife aus Aleppo liegt dort neben einem kleinen Kreuz, das mir meine Tochter geschenkt hat. Eine geschmiedete, posaunenspielende Figur, die mein Mann mir vor vielen Jahren aus New York mitbrachte, als ich das Instrument schon fast aufgegeben hatte. Das Segensband vom letzten Weltgebetstag und ein gehäkelter kleiner Engel. Es tut gut, mich von ihnen immer wieder erinnern zu lassen, was da ist in meinem Leben — und wer für mich da ist.

Vielleicht sind Sie auch so gestrickt und um Sie herum, in Ihrer, Eurer Wohnung gibt es etwas, das erzählt von dem, was Ihnen und Euch lieb und wert ist — und wem Sie und Ihr lieb und wert seid.
Vielleicht nehmen Sie sich einen kleinen Moment Zeit, und schauen sich um oder wandern in Gedanken durch Ihre Wohnung. Was sehen Sie, was ist in Reichweite, im Blick und im Herzen?

Wenn ich Sie dann weiterfragen würde, welche dieser ganz persönlichen Kostbarkeiten und Schätze denn etwas mit unserem christlichen Glauben zu tun haben könnten — würden Sie das ein oder andere aussortieren? Oder wäre alles identisch?

Der heutige Sonntag Jubilate lädt uns dazu ein, Ausschau zu halten nach dem, was uns und anderen von Gott erzählt. Und vielleicht werden wir gemeinsam überrascht.

Und so feiern wir diesen Gottesdienst. Mit Abstand — und doch verbunden.

Wir beten gemeinsam nach Psalm 143: (Aus: lieder zwischen himmel und erde)
Ich stehe und strecke meine Hände zu Dir, Gott
Meine Seele hat von Dir geträumt
und dürstet nach dir wie dürres Land.
Erhöre mich und wende deine Augen nicht von mir.
Denn Du bist mein Licht.
Lass mich am Morgen hören Deine Gnade,
denn ich hoffe auf Dich.
Zeige mir heute den Weg, den ich gehen soll
denn ich bin ziellos ohne Dich.
Bewahre mich vor Unheil und Gefahr,
denn Du bist mein Schutz.
Lehre mich tun, was Du segnest,
denn Du bist mein Gott.
Dein Geist leite mich.
Von Gott zu erzählen — dieser Auftrag hat Paulus über viele Grenzen hinweg geführt — in drei großen Missionsreisen trug er den neuen Glauben in viele Regionen jenseits der Synagogen. Ohne ihn gäbe es das Christentum als Weltreligion nicht. Doch seine Reden stießen auch auf Widerspruch und Widerstand. Der Predigtabschnitt für diesen Sonntag ist die sogenannte Areopag Rede in Athen. Sie steht in der Apostelgeschichte 17, 22-43. Wir lesen ihn in der Übersetzung der Basis Bibel.
Paulus trat in die Mitte des Areopags und sagte: »Ihr Bürger von Athen! Nach allem, was ich sehe, seid ihr sehr fromme Leute. Ich bin durch die Stadt gegangen und habe mir eure heiligen Stätten angeschaut. Dabei habe ich auch einen Altar gefunden, auf dem stand: ?Für einen unbekannten Gott?. Das, was ihr da verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.

Es ist der Gott, der die Welt geschaffen hat und alles, was in ihr ist. Er ist der Herr über Himmel und Erde. Er wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand errichtet wurden. Er ist auch nicht darauf angewiesen, von Menschen versorgt zu werden. Er ist es doch, der uns allen das Leben, den Atem und alles andere schenkt. Er hat aus einem einzigen Menschen die ganze Menschheit hervorgehen lassen, damit sie die Erde bewohnt. Für jedes Volk hat er festgesetzt, wie lange es bestehen und in welchen Grenzen es leben soll. Er wollte, dass die Menschen nach ihm suchen — ob sie ihn vielleicht spüren oder entdecken können. Denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben, weben und sind wir. Oder wie es einige eurer Dichter gesagt haben: ?Wir sind sogar von seiner Art.? Weil wir Menschen also von Gottes Art sind, dürfen wir uns nicht täuschen: Die Gottheit gleicht keineswegs irgendwelchen Bildern aus Gold, Silber oder Stein. Die sind nur das Ergebnis menschlichen Könnens und menschlicher Vorstellungskraft. Nun — Gott sieht nachsichtig über die Zeiten hinweg, in denen die Menschen ihn nicht gekannt haben. Aber jetzt fordert er alle Menschen an allen Orten auf, ihr Leben zu ändern. Denn Gott hat einen Tag festgesetzt, um über die ganze Welt zu richten. Dann wird er Gerechtigkeit walten lassen — durch den Mann, den er dazu bestimmt hat. Dass dieser Mann wirklich dafür bestimmt ist, hat Gott allen Menschen durch dessen Auferstehung von den Toten bewiesen.«

Als Paulus von der Auferstehung der Toten sprach, lachten ihn einige seiner Zuhörer aus. Aber andere sagten: »Darüber wollen wir ein andermal mehr von dir hören!« So verließ Paulus die Versammlung. Einige Leute schlossen sich ihm an und kamen zum Glauben. Unter ihnen war Dionysius, der dem Areopag angehörte, eine Frau namens Damaris und noch einige andere.


Predigt
Können Sie beweisen, dass Sie christlich glauben? Wollen Sie das überhaupt? Davood, Mohamed, Massud, Kalvin und Mehdi müssen das. Sie flohen aufgrund Ihres christlichen Glaubens aus ihrer Heimat. Seit etwa einem Jahr kommen sie in unsere Gemeinde um ihren Glauben zu vertiefen. Vor allem geht es jedoch um die Vorbereitung auf die Anhörung vor dem Verwaltungsgericht. Denn dort müssen sie ihren Glauben glaubhaft machen. Dafür hat uns Davoods Rechtsanwältin eine dreiseitige Sammlung typischer Fragen zu Verfügung gestellt. Eine von ihnen: Können Sie das Glaubensbekenntnis? Also haben wir es besprochen. Satz für Satz. Auf Farsi, Deutsch, auch mal Englisch. Am Ende habe ich sie gefragt: Welche Sätze, welche Worte aus dem Glaubensbekenntnis tun Euch gut? Was stärkt Euch in Eurem christlichen Glauben?
Was hätten Sie geantwortet?

Die jungen Männer entschieden sich jeweils für ein einziges Wort — entweder: Vergebung der Sünden — oder: Ewiges Leben. Das wird das Gericht nicht überzeugen. Doch für sie, die früher mit Religion Angst vor Fehlern, vor Bestrafung und ewiger Verdammnis verbanden, ist die Vorstellung überwältigend, dass ihnen einer alles abnimmt, alles, was nicht gut war und nicht guttut. Das sie einer liebt — einfach so.

Ob die Rede des Paulus auf dem Areopag in Athen sie mehr berührt hätte? Vielleicht der Gedanke, dass Gott keinem von uns fern ist. Aber vieles andere hätte sie vermutlich nicht erreicht und Paulus Drohungen gegen Ende der Rede sie eher abgeschreckt. Drohungen haben sie genug gehört.

In Athen stieß Paulus auf wenig Zustimmung, er wurde verspottet, so heißt es in der Apostelgeschichte. Und ich kann es den Menschen damals nicht verdenken. Sicher. Sie hörten eine logische, theologisch korrekte Rede — aber eben mehr auch nicht. Was ist Ihnen denn hängen geblieben nach einem ersten Lesen?
Vielleicht Grundwahrheiten über Gott den Schöpfer — den Bestimmer und Richter. Am Ende ein Viertelvers über die Auferstehung Jesu — mit einer etwas eigenartigen Begründung, dadurch würde jedermann der Glaube angeboten.
Doch Paulus lässt nichts davon durchscheinen, was für ihn durch den christlichen Glauben verwandelt worden ist. Wo ist er gepackt und angerührt worden? Wo sind Gottes Spuren in seinem Leben?
Der kürzlich verstorbene Theologe Hans Küng betonte, das Glauben nicht das Für-Wahr-Halten von Glaubenssätzen ist, sondern das Vertrauen darauf.
Paulus argumentiert, will mich logisch von Gottes Gegenwart überzeugen. Aber ich bin geneigt, den Athenern zuzustimmen: Paulus — red` lieber ein anderes Mal weiter.

Wenn Paulus heute über den Tibarg gehen würde und jemanden fragen würde, welche Kirche das da vorne an der Kreuzung sei -vielleicht würden die Angesprochenen antworten: Das ist doch die Niendorfer Kirche. Sonntagnachmittag ist sie oft geöffnet — manchmal wird auch Orgel gespielt. Das ist ganz schön, dort zu sitzen. Vorne kann man Kerzen anzünden. So wie im Urlaub in den Bergen. Es tut mit gut.

Vielleicht würde Paulus in der Kirche jemanden antreffen, der die Bankreihen zählt. Voller Freude würde er ihn ansprechen: Ach, sie gehören hier zur Gemeinde? Und der Mann würde etwas verlegen antworten: Ach wissen Sie, unsere Tochter heiratet hier nächsten Samstag und ich soll noch mal genau die Reihen zählen für den Blumenschmuck. Ich und meine Frau — wir haben hier auch geheiratet — naja ich bin dann ausgetreten, wegen der Kirchensteuer wissen Sie, aber irgendwie ist es schon ein gutes Gefühl, dass unsere Tochter hier heiraten wird. Vielleicht würde er noch verlegener, als er Paulus fragenden Blick sieht. Sehen Sie, wir führen eine gute Ehe, und das wünschen wir den Kindern auch. Mit Gottes Segen, das ist doch irgendwie wichtig.

Keiner dieser Menschen würde Paulus theologische Wahrheiten über den christlichen Glauben erzählen. Dennoch haben sie Erfahrungen mit diesem Glauben gemacht, mit seinen Traditionen, die sie berühren, stärken, ermutigen.

Und vielleicht geht es vor allem darum, dass wir letztlich nichts weiter zu tun haben als unsere Geschichten mit Gott zu erzählen, unserer Erfahrungen mit unserem Glaube.
Vor einiger Zeit habe ich einen Cartoon gesehen, Partygespräch. Ein Gast frag den Anderen: Ach, Sie sind Christ, was glaubt man denn da so? Was vielleicht als Witz gedacht ist, ist ja heute vor allem Realität. Wir können uns darüber aufregen Oder: Wir können solche Fragen und auch solche Irritation über unseren christlichen Glauben als Chance nehmen, Glauben so zur Sprache zu bringen, dass uns andere verstehen. Und umgekehrt sind wir ermutigt, offen zu bleiben für die Sprache und Bilder derer, die nicht mehr mit der christliche Tradition vertraut sind.
Ich habe auf dem Tibarg übrigens Gott getroffen, sie sah ganz anders aus, als erwartet, vielleicht 6 Jahre alt. Mit langen offenen Haaren. Sie kam mit ihren Eltern vorbei und entdeckte die bunte, schon etwas ausgewaschene Spirale, neben der wir unseren Kirchenstand vor Ostern aufgebaut hatten. Und sie rannte mit ausgebreiteten Armen in die Mitte der Spirale und auf dem Blütenweg wieder hinaus. Und Ihre Schwester folgte ihr und dann liefen sie zu zweit, hinein und hinaus, voller Freude über Farben und Blüten und die Frühlingssonne. Und steckten mich mit alldem an.

Was wäre Ihre Geschichte? Erzählen Sie.
Amen


Wir singen gemeinsam das Lied: „Er ist erstanden, Halleluja...“, EG 116
Finnegan Schulz begleitet uns dabei wie auch beim Abschlusslied auf der Orgel.
1. Er ist erstanden, Halleluja!
Freut euch und singet, Halleluja!
Denn unser Heiland hat triumphiert,
all' seine Feind' gefangen er führt.

Refrain:

Lasst uns lobsingen vor unserem Gott,
der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd' ist vergeben, Halleluja!
Jesus bringt Leben. Halleluja!

3. Der Engel sagte: "Fürchtet euch nicht!
Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht.
Sehet, das Grab ist leer, wo er lag:
er ist erstanden, wie er gesagt."

Refrain:

4. Geht und verkündigt, dass Jesus lebt,
darüber freu' sich alles, was lebt.
Was Gott geboten, ist nun vollbracht:
Christ hat das Leben wiedergebracht."

Refrain:
Fürbitte
Gott, das was wir glauben, auch zu zeigen,
Das was wir glauben, auch zu leben — das gelingt nicht immer.
Lass unser Reden und unser Handeln von Dir erfüllt sein.
Stille


So bitten wir für die Menschen,
die keine Hoffnung mehr haben
in Krankenhäusern oder auf der Straße,
in den Flüchtlingslagern weltweit,
in den Kriegsregionen
und überall, wo Menschen der Pandemie schutzlos ausgeliefert sind.
Besonders denken wir and an die Menschen in Indien und Brasilien.
Wir bitten um Hoffnung und Trost und jemand, der sie in die Arme nimmt.
Stille


So bitten wir für die, die sich kümmern,
in Schulen und Kitas,
in Ämtern und Behörden,
in Einrichtungen und Heimen.
Wir bitten um Zeiten der Ruhe und Stille
Und um viele, die sie unterstützen.
Stille


So bitten wir für die, die nicht aufgeben
Die ihre Angst überwinden und auf Demokratie, auf Freiheit
und Gerechtigkeit setzen.
In Myanmar und im Belarus, in Afghanistan, in Russland, in Honkong.
Wir bitten um Bewahrung und Schutz
Und dass sie erleben, sie sind nicht alleine.
Stille


Und gemeinsam beten wir mit den Worten Jesu:
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne Dich und Gott behüte Dich
Gottes Angesicht leuchte über Dir und sei Dir gnädig.
Gott schaue Dich freundlich an und schenke Dir Frieden.
Amen
Wir singen zum Abschluss gemeinsam das Lied: „Gott gab uns Atem...“
1. Gott gab uns Atem, damit wir leben,
er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören.
Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
Gott will nicht diese Erde zerstören.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
Gott will nicht diese Erde zerstören.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.

3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln.
Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln.
Wir können neu ins Leben gehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln.
Wir können neu ins Leben gehn.

Andacht zum 2. Sonntag nach Ostern Misericordias Domini, 18.04.2021

Hier können Sie die Andacht zum 2. Sonntag nach Ostern Misericordias Domini von Pastor Daniel Birkner auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit Euch allen!

Ich begrüße Sie und Euch sehr herzlich zum Gottesdienst am Sonntag der Barmherzigkeit Gottes (Misericodias Domini). Er hat mittlerweile auch den Namen „Hirtensonntag“ bekommen, denn das Bild mit dem von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes gesprochen wird, ist das das Bild des Hirten. So werden wir heute den 23. Psalm miteinander beten und hören im Wochenspruch, was im Evangelium ausgeführt wird, nämlich das Jesus von sich selbst sagt:
„Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen des ewige Leben.“ (Joh.10).

Und so feiern wir diesen Gottesdienst
im Namen Gottes, der sagt: Ich bin Barmherzigkeit.
im Namen Jesu, der sagt: Ich bin der gute Hirte.
im Namen des Heiligen Geistes, der sagt: Ich bin das ewige Leben.

Wir beten den 23. Psalm:
Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Gott ist wie ein guter Hirte, der unseren Lebensweg begleitet. Jesus greift dieses Bild auf und sagt nun von sich selbst (Joh. 10, 11-15, 27-30)
11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte setzt sein Leben ein für die Schafe.12 Anders ist das bei einem, der die Schafe nur für Geld hütet. Er ist kein Hirte, und sie gehören ihm nicht: Wenn er den Wolf kommen sieht, lässt er sie im Stich und läuft weg. Und der Wolf reißt die Schafe und jagt die Herde auseinander. 13 Denn so ein Mensch hütet die Schafe nur für Geld und ihm liegt nichts an den Schafen. 14 Ich bin der gute Hirte. Ich kenne die, die zu mir gehören, und die zu mir gehören, kennen mich. 15 Genauso kennt mich der Vater, und ich kenne ihn. Ich bin bereit, meine Leben für die Schafe einzusetzen. 27 Meine Schafe hören auf meine Stimme. Ich kenn sie, und sie folgen mir. 28 Ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werde in Ewigkeit nicht ins Verderben stürzen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir anvertraut hat, ist mächtiger als alle. Niemand kann sie aus seiner Hand reißen. 30 Ich und der Vater sind eins.
(Herzlichen Dank an Martina Kaul für die Abschrift des Evangeliums).


Wir antworten auf die Worte des Evangeliums mit dem Bekenntnis unseres Glaubens:
Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.
Predigt
„Überleg mal“, fragt Jesus, „Wer ist deiner Meinung nach ein guter Hirte?“ Oder um es anders zu formulieren: „Wem kann man vertrauen?“

Viele Menschen oder Unternehmen werben heutzutage um unser Vertrauen. Aber fast genauso viele wollen eigentlich nur ihre Macht ausbauen oder ihren Profit. Sie benutzen uns nur. „Wenn's hart auf hart kommt“, sagt Jesus, werden sie — diese falschen Hirten - sich nicht um dich kümmern. Sie werden dich im Stich lassen, um ihre eigene Haut oder ihren Profit zu retten.

Jesus sagt, den guten Hirten kannst du daran erkennen, dass er bereit wäre, sein Leben für seine Schafe zu lassen. Er sagt von sich selbst: „Ich bin der gute Hirte!“ Er kann das von sich sagen, denn sein Antrieb ist nicht die Gier nach Macht oder Profit; sein Antrieb ist die Liebe. Und weil er mit ganzem Herzen liebte, war er bereit sich ganz hinzugeben. Am Karfreitag bewies er, dass er das nicht nur so gesagt hatte. Für das, was er lehrte, lebte er, und er war bereit, dafür zu sterben. Wofür gibt Jesus also sein Leben am Kreuz?

Ich versuche es mir so zu erklären:
Die Botschaft, mit der Jesus in die Öffentlichkeit ging, die er überall predigte, war die Botschaft einer grenzenlosen und bedingungslosen Liebe Gottes. Diese Botschaft stieß damals aber an scharfe Grenzen. Zu Jesu Zeiten regelten die Priester im Tempel, wer Zutritt zum Tempel bekam und was man tun musste, um Vergebung zu erlangen. Die Liebe und die Vergebung standen nicht jedem bedingungslos offen. Es gab nämlich viele Menschen, die den Tempel gar nicht betreten durften.

Und nun tritt Jesus auf und bietet — quasi am Tempel vorbei — allen Menschen Gottes Liebe an und er spricht ihnen Vergebung ihrer Sünden zu. Deshalb ließen sie ihn festnehmen, deshalb klagten sie ihn an. Und natürlich wollten sie ihn zwingen in der Öffentlichkeit seinen Hochmut zu widerrufen. Doch das kam für Jesus gar nicht in Frage. Er würde damit seine Botschaft verraten und damit sich selbst und damit auch Gott. Er blieb dabei: Gott bietet jedem Menschen seine grenzenlose und bedingungslose Liebe an. Gott ist bereit, dir deine Sünde zu vergeben.

Lassen sie uns kurz darüber nachdenken, was das bedeuten kann: Sünde vergeben.

Es geht um mehr als darum, dass ich darüber nachdenke, wo ich mal einen Fehler gemacht habe, der mir verziehen werden möge.

Die Vergebung, die uns Gott anbietet, geht viel tiefer. Gott will etwas auflösen, das uns von ihm trennt. Was uns am tiefsten von ihm trennt, ist das Gefühl, dass wir von ihm nicht geliebt werden könnten, weil wir nicht perfekt sind.

Viele von uns, vielleicht sogar die meisten von uns, laufen mit einer schweren Last aus ihrer Vergangenheit herum. Wir schleppen viele alte Stimmen mit uns herum. Es sind Stimmen, die zum Teil noch aus der frühen Kindheit stammen. Wir alle wollten geliebt werden und haben damals bewusst oder unbewusst ein Bild gewonnen, wie wir zu sein haben, damit die Eltern, die Familie oder die Welt uns lieb haben. Und so fragen wir uns noch immer: „Was muss ich tun, wie muss ich sein, dass ich gut genug bin, um geliebt zu werden?“ Und diese Stimme ist beides für uns geworden: unser dauernder Antrieb und unser dauerndes Gefühl noch nicht zu genügen. Wir haben da ein Bild, das wir erfüllen möchten und haben gleichzeitig die Angst: „Ich werde das nie schaffen. Ich genüge nicht. Es reicht nicht. Ich bin ein Versager.“ Es sind alte Stimmen, die uns sagen: „Du musst immer stark sein!“ Oder: „Fall bloß niemandem zur Last!“ Sie flüstern heute noch: „Das war zwar gut, aber du hättest besser sein können!“ Sie raunen: „Nimm dich bloß nicht so wichtig!“ Oder: „Das schaffst du nie!“ Kennen Sie solche Stimmen? Sie hindern uns daran, dass wir uns wirklich selbst annehmen und lieben können. Und jetzt kommt Jesus und sagt: Du musst diese Bilder gar nicht erfüllen! Wisch sie weg, denn Gott hat ein anderes Bild von dir! Er sieht dich mit Augen der grenzenlosen Liebe an. Du bist längst am Ziel: Du genügst! Du bist geliebt! Verabschiede dich von den alten Bildern. Schick die Stimmen weg! Wende dich von der Vergangenheit ab. Vertraue dem Bild, das nun vor dir steht zu. Du siehst: du bist vollkommen. Du schöpfst deine Vollkommenheit vielleicht noch nicht aus, aber du bist in Vollkommenheit geschaffen. Wer in Christus ist, ist eine neue Kreatur, heißt es bei Paulus. Ein solcher Glaube macht dich neu und löst die alten Bilder auf! Wir brauchen uns nicht mehr von den alten Bildern bestimmen zu lassen, sondern von dem neuen Bild, das Gott von uns schon hat. Er stellt es uns vor Augen, damit wir aus diesem neuen Selbstbewusstsein heraus leben können. Du bist nicht perfekt, aber du bist vollkommen — vollkommen geliebt. Das ist Jesu Botschaft. Er hat sie nicht widerrufen. Er war bereit, sein Leben dafür zu lassen. Deshalb kann ich ihm vertrauen. Er ist wirklich der gute Hirte.
Amen


Lied: Ich möcht', dass einer mit mir geht, EG 209
1. Ich möcht', dass einer mit mir geht,
der's Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten
kann geleiten.

Ich möcht', dass einer mit mir geht.
2. Ich wart', dass einer mit mir geht,
der auch im Schweren zu mir steht,
der in den dunklen Stunden
mir verbunden.

Ich wart', dass einer mit mir geht.
3. Es heißt, dass einer mit mir geht,
der's Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten
kann geleiten.
Es heißt, dass einer mit mir geht.

4. Sie nennen ihn den Herren Christ,
der durch den Tod gegangen ist,
er will durch Leid und Freuden
mich geleiten.
Ich möcht', dass er auch mit mir geht.
Text und Musik Hanns Köbler, 1964
Fürbitte
Gott, du Hirte unseres Lebens
Du gibst unserem Lebensweg Begleitung, Richtung und Ziel.
In dem, was wir sagen und tun, sollst Du zu erkennen sein als der,
der unserem Leben Inhalt und Sinn gibt.

Wir bitten dich, Gott,
Hilf uns,
Vertrauen zu wecken bei Menschen,
die Dich nicht kennen oder sich schwertun,
deiner Liebe zu trauen und sich auf deinen Weg mit ihnen einzulassen.
Hilf uns,
Hoffnung zu geben,
wo Trauer eingekehrt ist oder Mutlosigkeit alle Kraft nimmt,
um aufzurichten und Geduld zu schenken.
Hilf uns,
Frieden zu stiften,
Gewalt herrscht in Worten und Taten
und die Würde von Menschen
und der Wert des Lebens nicht mehr geachtet werden.
Hilf uns,
für die Freiheit einzutreten,
wenn wir sehen,
wo Menschen ihre Recht genommen wird,
zu denken, zu sagen, zu glauben,
was ihnen wichtig ist.

Vertrauen wecken, Hoffnung geben, Frieden stiften, Freiheit verteidigen
so, Gott,
führst du uns auf rechter Straße um deines Namens willen
auf dass wir Stecken und Stab haben, um selbst Trost zu bekommen
und dass wir bleiben in deinem Haus heute und immerdar.
Amen
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Wenn wir jetzt auseinander gehen,
sei dir Gottes Wort
Orientierung
an jeder Weggabelung

Sei dir Gottes Liebe
genügend Kraft
vor jedem Hindernis

Sei dir Jesu Kreuz
eine sichere Brücke
über jeden Abgrund

Sei dir Gottes Engel
Stecken und Stab, Hilfe und Trost
wo immer dein Weg dich hinführt

Sei dir die Kraft des Heiligen Geistes
ein verlässlicher Trost
in jedem Leid

Sei dir das Gebet
wie ein Lied der Mutter
in schlafloser Nacht

Sei dir der Segen Gottes
das Licht,
das dich umhüllt und erfüllt.

So segne dich Gott,
Vater-Mutter, Sohn und Heiliger Geist

Amen
Zum Abschluss hören wir „Christ ist erstanden“ in einer Swing-Fassung, gespielt von Finnegan Schulz

Kirchen-Chronik

Chronik zum 250. Jubiläum der Kirche am Markt. Seit einiger Zeit ist das Buch unter dem Titel „Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte“ erhältlich.

Der Geschichtsverein Forum Kollau e. V. hat in Kooperation mit der Kirchengemeinde Niendorf eine Kirchen-Chronik erarbeitet. Autorin ist die Kirchenhistorikerin Dr. Veronika Janssen. Es ist ein umfangreiches, reich illustriertes Werk entstanden, das die Geschichte der Kirche im Spiegel der Zeitläufe schildert. Auch Pastor Daniel Birkner, der hier auf dem Foto die Chronik vor der Kirche am Markt in Händen hält, war im Chronik-Team aktiv.
 

Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte

Die Niendorfer Kirche wurde 1770 eingeweiht und steht seitdem inmitten so großer Veränderungen. Sorgsam gehegt und gepflegt strahlt sie weit über den Stadtteil hinaus. Für ihren 250. Geburtstag haben viele Menschen, die mit ihr und um sie herum leben, ihre Geschichte aufgeschrieben. Entstanden ist unter dem Titel "Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte" eine lebendige Zeitreise durch die Jahrhunderte des Niendorfer Lebens, versehen mit vielen Hintergründen und Exkursen, reich bebildert und durch historische Dokumente angereichert.

Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte
1770 - 2020 | 250 Jahre Kirche am Markt zu Niendorf
Chronik der Gemeinde und des Stadtteils Niendorf
224 Seiten, gebunden mit über 300 mehrfarbigen Abbildungen
Veronika Janssen, Edition Forum Kollau 2020
ISBN 978-3-00-065523-4
EUR 24,50

Hier ist die Chronik erhältlich
Die Kirchen-Chronik kann in unseren Gemeindebüros und an folgenden Verkaufsstellen erworben werden:

LOKSTEDT
Asmussen & Schäfer Hörakustik, Vogt-Wells-Straße 8
Kleines Hofcafé, Grelckstraße 19

NIENDORF
Buchhandlung Thalia, Tibarg Center, Tibarg 41
Büchereck Niendorf Nord, Nordalbingerweg 15
HASPA Finanz-Center Niendorf, Tibarg 46-48
Haus der Dame, Tibarg 1a

SCHNELSEN
Schnelsener Büchereck Land- und Seekarten, Glißmannweg 7

EIDELSTEDT
Heymann Bücher, Eidelstedter Platz 1
 

Unser Newsletter: GlaubeLiebeHoffnung

Mut machende Gedanken, eine Andacht zum jeweiligen Sonntag und verschiedene Inspirationen zum Mitmachen können Sie - so lange unsere Gemeindehäuser geschlossen sind - jeden Samstagmittag in Ihre E-Mail-Postfächer bekommen.

Wenn Sie Wünsche haben oder mit anderen etwas teilen möchten, schreiben Sie uns gerne eine Mail an
Wenn Sie unseren Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das unten gerne tun. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Andacht im Newsletter auch per Post zu, bitten wenden Sie sich bei Bedarf an das Büro der Verheißungskirche unter 040 / 57 14 830.

Der KGR berichtet

Ein besonderes Jahr für die Kirchengemeinde Niendorf

Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Gemeindeversammlung hätte Ihnen der Kirchengemeinderat gerne von den Gemeindeaktivitäten im vergangenen Jahr berichtet. Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir uns dazu entschieden, die Gemeindeversammlung in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen und dennoch möchte sich der Kirchengemeinderat an Sie, liebe Gemeinde, wenden.
In Form eines Videos haben die Mitglieder*innen Ihren Bericht aufgezeichnet. Wir wünschen viel Freude beim Anschauen!
 

Frisch konfirmiert — und nun?

Du bist frisch konfirmiert und was kommt jetzt? Wenn du dich nicht für eine „Pause“ von der Gemeinde entscheidest, haben wir ein interessantes Angebot für dich, wie du weiter dabeibleiben kannst: „Ein 14-plus Kurs!“

Weitere Informationen zur Veranstaltung findest du hier.

Anmeldeflyer 14-plus (2021)
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