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Aktuelles

Kirche in Zeiten von Corona

Liebe Gemeinde,

ganz allmählich und mit Vorsicht findet das Gemeindeleben wieder in Präsenz statt: Die Arbeit mit Konfirmand*innen, Senior*innen, Sänger*innen der Chöre und vieles mehr. Aber nicht alles ist möglich, weil es Beschränkungen gibt z. B. mit Blick auf die Anzahl der Teilnehmenden oder die Art der Veranstaltung. Bitte informieren Sie sich bei den jeweiligen Ansprechpartner*innen, ob ein Angebot, das Sie interessiert, stattfindet.
Die Gottesdienste finden in Form einer Andacht (ca. 40 Minuten) jeden Sonntag in der Kirche am Markt (10 Uhr) und in der Verheißungskirche (11 Uhr) statt sowie am 1. Sonntag im Monat im Immanuelhaus (10 Uhr).
Auch unserer Gemeindebüros sind wieder geöffnet. Jeweils einen Tag pro Woche für Besucher*innen und darüberhinaus zu den bekannten Zeiten per Telefon oder Mail. Einen Überblick finden Sie hier. Für Amtshandlungen (Taufen, Trauungen und Beerdigungen) nehmen Sie bitte wie gewohnt Kontakt mit den Gemeindebüros oder den zuständigen Pastor*innen auf. Wer noch nicht wieder in Präsenz an Veranstaltungen und Gottesdiensten teilnehmen möchte oder kann, findet bei unseren Tipps der "Kirche für zu Hause" einiges, z. B. unseren wöchtentlichen Newsletter mit einer Andacht. Unsere Pastor*innen stehen Ihnen nach wie vor auch telefonisch gerne für Gespräche zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen besonders in dieser Zeit eine gute Gesundheit und freuen uns auf ein Wiedersehen.

Mit Gottes Segen, Ihre Kirchengemeinde Niendorf

Kirchen-Chronik

Chronik zum 250. Jubiläum der Kirche am Markt. Seit einiger Zeit ist das Buch unter dem Titel „Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte“ erhältlich.

Der Geschichtsverein Forum Kollau e. V. hat in Kooperation mit der Kirchengemeinde Niendorf eine Kirchen-Chronik erarbeitet. Autorin ist die Kirchenhistorikerin Dr. Veronika Janssen. Es ist ein umfangreiches, reich illustriertes Werk entstanden, das die Geschichte der Kirche im Spiegel der Zeitläufe schildert. Auch Pastor Daniel Birkner, der hier auf dem Foto die Chronik vor der Kirche am Markt in Händen hält, war im Chronik-Team aktiv.
 

Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte

Die Niendorfer Kirche wurde 1770 eingeweiht und steht seitdem inmitten so großer Veränderungen. Sorgsam gehegt und gepflegt strahlt sie weit über den Stadtteil hinaus. Für ihren 250. Geburtstag haben viele Menschen, die mit ihr und um sie herum leben, ihre Geschichte aufgeschrieben. Entstanden ist unter dem Titel "Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte" eine lebendige Zeitreise durch die Jahrhunderte des Niendorfer Lebens, versehen mit vielen Hintergründen und Exkursen, reich bebildert und durch historische Dokumente angereichert.

Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte
1770 - 2020 | 250 Jahre Kirche am Markt zu Niendorf
Chronik der Gemeinde und des Stadtteils Niendorf
224 Seiten, gebunden mit über 300 mehrfarbigen Abbildungen
Veronika Janssen, Edition Forum Kollau 2020
ISBN 978-3-00-065523-4
EUR 24,50

Hier ist die Chronik erhältlich
Die Kirchen-Chronik kann in unseren Gemeindebüros und an folgenden Verkaufsstellen erworben werden:

LOKSTEDT
Asmussen & Schäfer Hörakustik, Vogt-Wells-Straße 8
Kleines Hofcafé, Grelckstraße 19

NIENDORF
Buchhandlung Thalia, Tibarg Center, Tibarg 41
Büchereck Niendorf Nord, Nordalbingerweg 15
HASPA Finanz-Center Niendorf, Tibarg 46-48
Haus der Dame, Tibarg 1a

SCHNELSEN
Schnelsener Büchereck Land- und Seekarten, Glißmannweg 7

EIDELSTEDT
Heymann Bücher, Eidelstedter Platz 1
 

Aktionswoche Klimastreik

Ein Jahr nach dem bislang größten weltweiten Klimaprotest geht „Fridays for Future“ am 25. September 2020 wieder - mit Bedacht auf die Corona-Maßnahmen - auf die Straße.

Die ökumenische Initiative „Churches for Future Hamburg“ solidarisiert sich mit den Zielen von „Fridays for Future“ und ruft hiermit Gemeinden und kirchliche Einrichtungen aus Hamburg und ganz Norddeutschland dazu auf, die Demonstration und die vorherige Aktionswoche zum globalen Klimastreik zu unterstützen

Unsere Aufgabe und Motivation als Christ*innen ist es nicht nur, Verantwortung für Lebensräume zu übernehmen, sondern auch uns und die Gesellschaft zu verändern in Solidarität mit unserer Mitwelt und unseren Mitmenschen, jetzt und in Zukunft.

Churches for Future-Hamburg ist eine Initiative kirchlicher Organisationen und Einrichtungen im Hamburger Raum. Mehr unter: https://churchesforfuturehamburg.de

14.9.-1.10.: Besucht die Ausstellung „Klimaflucht — der Klimawandel hat viele Gesichter“ in der Hauptkirche St. Petri. Mitglieder der Initiative Churches for Future Hamburg sind täglich vor Ort für Gespräche und Führungen. Die feierliche Eröffnung findet am 14.9. um 19 Uhr statt.

Sonntag, 20.9., 15 Uhr: Spielt mit dem Bläserchor vor dem Kohlekraftwerk Moorburg Choräle, um für den Wandel von fossiler zu regenerativer Energie zu protestieren. Interessierte Bläser*innen und Posaunenchöre melden sich bei: Friedhelm Nolte unter +49 1573 1901026, .

Sonntag, 20.9., 17 Uhr: Kommt zum Open-Air Jugendgottesdienst vor der Hauptkirche St. Katharinen „Vorsicht, hier wird an Zukunft geglaubt!“. In Kooperation mit der katholischen und evangelischen Jugend Hamburg. Anmeldung ab dem 10.9. unter www.katharinen-hamburg.de.

20. - 25.9.: Gestaltet Plakate für mehr Klimagerechtigkeit und stellt sie vor die Kirche und Einrichtungen! Ein sichtbares Zeichen für die Unterstützung von „Fridays for Future“. Logos von „Churches for Future Hamburg“ und weitere Ideen gibt es unter www.churchesforfuturehamburg.de.

Schickt uns Fotos der Plakate an , wir veröffentlichen sie auf unseren Kanälen! 25.9., ab 11 Uhr: Schließt euch dem Globalen Klimastreik von „Fridays for Future“ an und feiert solidarische Andachten. Details sind noch offen und werden rechtzeitig auf www.churchesforfuturehamburg.de mitgeteilt.

Aufruf zur Aktionswoche zum globalen Klimastreik

Start des Konfirmandenunterrichts

Auch in diesem Jahr beginnen trotz Corona viele Jugendliche mit dem Konfirmandenunterricht. Wir begrüßen alle 76 Konfirmandinnen und Konfirmanden herzlich in unserer Gemeinde!


HomeChurch - die wöchentliche Andacht

Wir laden Sie herzlich ein in unsere wöchentliche "HomeChurch" oder besser "Kirche für Zuhause", die Sie hier mit einer Andacht unseres Pastor*innen-Teams jede Woche neu auf unserer Webseite finden oder jeden Sonnabend per E-Mail erhalten können.

Gebete, ein Lied, die Lesung des Sonntags und eine kleine Ansprache erhalten Sie mit unserem wöchentlichen Newsletter "Kirche für Zuhause" frei Haus. Zünden Sie sich für Ihre HomeChurch gerne eine Kerze an und stimmen Sie in Gedanken verbunden mit uns ins Gebet ein. Auf Wunsch erhalten Sie unser Angebot auch per Post. Unser Kirchenmusiker*innen begleiten die Lieder der Andachten an der Orgel oder dem Klavier.

Sie möchten eine Andacht lieber hören? Unsere Telefonandachten erreichen Sie unter 040 52105784.
 

Andacht zum 16. Sonntag nach Trinitatis, 27.09.20

Hier können Sie die Andacht zum 16. Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Ute Andresen auch als PDF herunterladen.

Herzlich willkommen zur Home-Church!
Wie schön, dass Sie, dass Ihr heute wieder dabei seid; wo und zu welcher Zeit auch immer. Nun ist der Moment, um sich Zeit zu nehmen, zu beten, Gedanken zu teilen, zu singen oder einfach still zu sein. Es ist Zeit sich von Gottes Geist beschenken zu lassen. Heute geht es um den „Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7).

Wir feiern Gottesdienst
im Namen Gottes, der Quelle des Lebens,
im Namen Jesu Christi, der den Geist als Tröster und Beweger versprochen hat
und im Namen des Heiligen Geistes, der Bewegung ins Leben bringt, Schönes zu bewahren und Neues auszuprobieren.
Amen.
Wir beten wieder gemeinsam Psalm 112:
Wohl denen, die ein offenes Herz haben und freimütig aushelfen.
Denn sie werden alle Zeiten überstehen, und sie werden gerecht sein und die Liebe, die sie verschenkt haben, kehrt für alle Zeiten zu ihnen zurück.
Wohl denen, die ein offenes Herz haben und freimütig aushelfen.
Böse Verleumdungen können ihnen nichts anhaben, ihr Herz vertraut auf Gott.
Wohl denen, die ein offenes Herz haben und freimütig aushelfen.
Sie finden Trost und fürchten sich nicht, bis Gott gegen ihre Widersacher und Gegnerinnen gewonnen hat.
Wohl denen, die ein offenes Herz haben und freimütig aushelfen.
Sie aber streuen aus und geben den Armen, ihre Gerechtigkeit gewinnt die Oberhand. Ihr Leben wird vielen Menschen Kraft schenken
Amen
(nach Holger Mingram in: Der Gottesdienst: liturgische Texte in gerechter Sprache, Bd. 3 Die Psalme, hg. V. E. Domay und H Köhler)

Im 2. Brief an Timotheus im 1. Kapitel, in den Versen 7 - 10 lesen wir:
7 Denn Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 8 Schäm dich also nicht, dich in aller Öffentlichkeit zu unserem Herrn Jesus Christus zu bekennen. Halte weiter zu mir, obwohl ich jetzt für ihn im Gefängnis bin. Sei auch du bereit, für die rettende Botschaft zu leiden. Gott wird dir die Kraft dazu geben. 9 Er hat uns gerettet und uns dazu berufen, ganz zu ihm zu gehören. Nicht etwa, weil wir das verdient hätten, sondern aus Gnade und freiem Entschluss. Denn schon vor allen Zeiten war es Gottes Plan, uns in seinem Sohn Jesus Christus seine erbarmende Liebe zu schenken. 10 Das ist jetzt Wirklichkeit geworden, denn unser Retter Jesus Christus ist gekommen. Und so lautet die rettende Botschaft: Er hat dem Tod die Macht genommen und das unvergängliche Leben ans Licht gebracht. (Übersetzung aus der Lutherbibel und der „Hoffnung für alle“)

Predigt:
Liebe Geistbeschenkte,
wer die letzten Monate aufmerksam durch die Stadt und auch durch Niendorf gegangen ist, konnte den ersten Vers aus der heutigen Epistel überall lesen:
„Gott gab uns den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit!“
Noch immer hängen große Banner von Kirchtürmen oder stehen aufgespannt an der Straße — leider nicht mehr bei uns, denn irgendjemand wurde durch diesen Vers wohl so angesprochen, dass er/sie das Banner abgeschnitten und mit nach Hause genommen hat.
Die Schriftzüge verheißen Gutes, Segen, Zuspruch und sagen: Gott ist bei dir, wohin du auch gehst, was du auch tust. Gott lässt dich nicht allein. Was auch kommen mag: Fürchte dich nicht!
Das „Fürchte dich nicht“ kommt insgesamt 365mal in der Bibel vor. An jedem Tag des Jahres, jeden Tag unseres Lebens sagt Gott: Fürchte dich nicht. Aber ist damit gesagt, dass Angst im Leben einer Christin, eines Christen kein Platz haben soll? Nein, Angst ist gut, denn sie schafft eine besondere Aufmerksamkeit für unangenehme oder auch bedrohliche Situationen des Lebens: Wenn ich bei grün eine Straße überquere und ein Auto kommt mit gleichbleibender hoher Geschwindigkeit auf mich zu, fürchte ich mich und frage mich, ob die Person am Steuer noch rechtzeitig von seinem/ihrem Smartphone aufblickt, um zu bremsen. Angst macht deutlich, es steht mir etwas Großes bevor: Eine Prüfung, eine Klausur, eine ungewisse Reise oder auch eine unangenehme Begegnung, bei der ich vielleicht meine Schuld eingestehen muss. Angst ist auch ein Indikator für Konstellationen, die ich nicht vollständig kontrollieren kann, deren Ergebnis ich nicht selber in der Hand habe.
Aber, habe ich mein Leben eigentlich ausschließlich selbst in der Hand oder bin ich nicht vielmehr auf andere und auch auf Gott angewiesen?

Wie funktioniert das mit der Angst, mit der Furcht? Kann ich die Angst eines 6-jähriger Junge vor dem nehmen, was sich seinem Bett versteckt? Oder die einer 18.-jährigen, die ein feuchtgeweintes Taschentuch hin- und herdrehen, weil sie sich vor dem Bewerbungsgespräch fürchtet? Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass ich ihnen ihre Ängste wirklich nehmen kann. Klar, ich kann versuchen, sie zu beruhigen, ihnen sagen, dass es keine Monster gibt und das bestimmt alles gut wird. Ich kann versprechen an sie zu denken oder auch für sie zu beten. Aber die Angst wirklich zu nehmen, kann niemand, denn sie muss von innen heraus angegangen und bekämpft werden. Angst kann lähmen und von Dingen abhalten, die uns im Leben weiterbringen: Also, lasst euch nicht durch die Angst vor dem, was vielleicht sein wird, von einem Leben voller Abendteuer und neuer Erfahrung zurückhalten.

Der Geist der Furcht bzw. das „Fürchte dich nicht“ heißt nicht, dass man sich nicht fürchten soll, sondern, dass man sich trotz Angst und Furcht der Herausforderung stellt, dem Gespräch, der Auseinandersetzung oder auch den vermeintlichen Monstern unseres Lebens. In diese Zeit der Angst und der Furcht schickt Gott den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Das griechische Wort „dynamis“ wird hier mit Kraft übersetzt. Es bedeutet aber auch Stärke, heißt Energie, heißt Bewegung, ist Dynamik. Es geht bei dem Geist der Dynamis darum, nicht in der Furcht bzw. der Angst zu verharren und sich festzufahren, sondern, in Bewegung zu kommen, sich in Bewegung zu setzen und die Furcht im Gehirn, wie im Herzen und auch im Körper anzugehen, einen neuen Standpunkt — im wahrsten Sinne des Wortes — einzunehmen, eine frische Perspektive auf die Angst zu bekommen, ein neues Licht auf ein Problem zu werfen. Gottes Geist weitet den Blick für andere und für anderes, für neue Sichtweisen und Horizonte. Ich gehe oft, wenn sich das Denken in meinem Kopf und Herzen festgefahren hat, spazieren. Ich setze mich in Bewegung, da löst sich die Verhakungen und Verknotungen und es hilft mir wieder klarer zu sehen — oder Predigtgedanken besser fassen zu können. Sich in Bewegung setzen, sich vom Geist Gottes in Bewegung, in Stärke, in Kraft bringen lassen. Dieser Geist der Kraft hilft auch Leiden durchzustehen. Timotheus wird von seiner Gemeinde verbal angegriffen und kleingemacht. Paulus ermuntert ihn, sich deshalb nicht von der Nachfolge und dem Engagement für das Evangelium abbringen zu lassen. So wie er sich auch nicht schämt, für die Botschaft Jesu im Gefängnis sitzen zu müssen. Paulus erkennt in diesen Lebensphasen eine Prüfung, ob sie sich von Gottes Wort und den Zusagen Jesu tragen lassen.
Er spricht in anderen Briefen davon, dass alle Menschen ihr Päckchen zu tragen haben, egal wie glamourös sie ihr Leben vermarkten oder wie supertoll sie sich geben: Jede*r hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Niemand geht ganz ohne Blessuren durchs Leben: mehr oder weniger. Sie tragen länger oder kürzer dran. Manche ertragen die körperlichen Leiden lauter — andere wieder stiller, wie die 50 Millionen Menschen weltweit, die an Demenz oder an Alzheimer erkrankt sind und von den meisten nur am Rande wahrgenommen werden.
Um durch das Leiden zu gehen, braucht es Kraft, den Geist der Stärke und manchmal eben auch der Bewegung, der Spaziergänge, um den Kopf wieder frei zu bekommen, um sich dann den täglichen Herausforderungen neu zu stellen.

Gott schenkt den Geist der Liebe — und des Respekts, um dem/der Nächsten achtsam zu begegnen. Man kann wohl nicht alle Menschen gleich lieben und ich sehe auch meine eigenen Grenzen: mit einigen geht es leichter als mit anderen. Manchmal ist es der Klang der Stimme, manchmal sind es die Ansichten, manchmal ...
Auch wenn ich mich darum bemühe: Es herrscht ein Ungleichgewicht in meinem Kopf.
Ein kleines Beispiel: Als ich noch in der Rathauspassage gearbeitet habe, da betreute eine Frau das lange Bücherregal. Und jedes Mal, wenn wir miteinander sprachen, wurde ich richtig aggro. Ich merkte, wie ich immer angespannter wurde, je länger wir uns unterhielten. Ich musste raus, erst einmal Spazierengehen und nach--denken! Bis mir klar wurde: Ich konnte ihre Stimmlage nicht ertragen. Es tat mir in den Ohren weh. Sie konnte nichts dafür. Ich konnte nichts dafür. Ich habe allen Mut zusammengenommen und es ihr gesagt. Sie war zunächst verletzt und verunsichert, weil sie ja nichts dafürkann, wie ihre Stimme klingt. Nach diesem offenen, wenn auch nicht einfachen, Gespräch war es gut. Und das Problem mit ihrer Stimme hatte sich verflüchtigt. Sprechen hilft!
Ich muss nicht alle Menschen gleich lieben, aber ich erwarte von mir, dass ich den/die andere mit Respekt behandele, mit Aufrichtigkeit, mit Achtsamkeit.

Und da hilft mir der Geist der Besonnenheit, der mich zu einem langsameren Denken statt zu Schnellschüssen verführt, der mich zur Bedachtsamkeit und zur Umsicht ermahnt. Der Geist, der mir einen Moment der Auszeit schenkt, mich rauszunehmen und in die Sonne zu blinzeln — das Wort „Sonne“ steckt ja in „Besonnenheit“. Einfach mal innehalten, das Herz befragen, dem Verstand belauschen und das Gesicht in die Sonne drehen und sich von woanders her beschenken lassen und hören: Mach mal halblang — und dann handele.

Achten Sie beim nächsten Mal auf die Banner: „Denn Gott hat uns den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ gegeben und halten Sie inne, lauschen Sie auf ihr Herz und auf den Verstand, halten Sie das Gesicht für einige Momente in die Sonne, lasst euch von der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit beschenken.
Amen


Lied: Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum!
1) Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum!
Lobet ihn in der Feste seiner Macht!
Lobet Ihn für seine Taten, lobet Ihn!
Lobet Ihn in seiner großen Herrlichkeit!

Ref.: Alles was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!
Alles was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!

2) Lobet Ihn mit den Posaunen, lobet Ihn.
Lobet Ihn mit Psaltern und mit Harfen!
Lobet Ihn mit Pauken und mit Reigen!
Lobet Ihn mit Saiten und mit Pfeifen!

3) Lobet Ihn mit hellen Zimbeln, lobet Ihn.
Lobet Ihn mit wohlklingenden Zimbeln!
Lobet Ihn für seine Taten, lobet Ihn!
Lobet Ihn in seiner großen Herrlichkeit!

Fürbitte
Gott, ich bitte dich um deinen Geist der Kraft, dass wir genügend Widerstandskraft haben, wenn wir in brenzlige und schwierige Situationen kommen.
Sei bei uns allen Gott.
Gott, ich bitte dich um deinen Geist der Liebe, dass wir es schaffen, jeden Menschen mit Liebe und Respekt zu begegnen.
Sei bei uns allen Gott.
Gott, ich bitte dich um deinen Geist der Besonnenheit, dass wir rücksichtsvoll miteinander umgehen und erst einmal in uns hineinlauschen, in die Sonne blinzeln, bevor wir handeln oder sprechen.
Sei bei uns allen Gott.
Wir beten gemeinsam das Vater Unser, wie so viele Christinnen und Christen an diesem Tag:
Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Der Segen Gottes begleite Sie und euch durch diesen Tag, durch die neue Woche und alle Tage, die noch kommen werden:
Segen:
Gott, segne und behüte dich,
Gott schenke dir ein weiches Herz und einen klaren Verstand,
Gott gebe dir Kraft und Durchhaltevermögen für Zwischenzeiten
und einen sicheren Weg durchs Niemandsland.
Gott stelle dir allezeit einen sichtbaren oder unsichtbaren Gefährten an deine Seite.
Amen

Andacht zum 15. Sonntag nach Trinitatis, 20.09.20

Hier können Sie die Andacht zum 15. Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Maren Gottsmann auch als PDF herunterladen.

Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart feiern wir diese Andacht.
Im Vertrauen auf Gottes Liebe, die uns begleitet
und die uns Mut macht, dass wir einander gut begleiten können.

„Heute habe ich viel zu tun. Also muss ich viel beten.“ Luther soll diesen Satz gesagt haben. Wenn es heute in dieser Andacht darum geht, einander gut zu begleiten im Leben, in der Welt, da gibt es eine Menge zu tun. Also: beginnen wir mit einem Gebet. Um anzukommen. Und anzufangen. Und frei zu werden für das, was zählt:
Ich bin hier.
In diesem Raum und halte inne.
Ich räume Gott Raum ein - jetzt.
Ich räume dem Raum ein jetzt, was in mir ist.
Ich räume alles weg von meinem Herz und aus meinem Kopf, das mir im Weg steht,
das der Begegnung mit anderen im Weg steht,
das dem Gespräch mit Gott im Weg steht.
Ich bin hier.
Einfach hier.
In Gottes Namen.
Amen
(aus den Materialien des Michaelisklosters Hildesheim)

Der Bibelabschnitt für den 15. Sonntag nach Trinitatis steht im Ersten Testament, im 1. Buch Mose.
In 1. Mose 2, 4b. — 10 + 15 lesen wir:
Es war zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte. Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der Herr ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.

Predigt:
Zählen was zählt. Mit diesem Slogan hat der Naturschutzbund in diesem Jahr erfolgreich für die Zählungen von Vögeln oder Insekten geworben.
Erzählen was zählt. Darum geht es in dem Predigtabschnitt für den 15. Sonntag nach Trinitatis. In diesen Versen hören wir von der Entstehung des Menschen — das ADAM, denn er ist aus ADAMA, aus Erde geschaffen, mit Gottes Atem belebt. Und eigentlich passt der die Bezeichnung „Entstehung des Menschen“ natürlich gar nicht. Denn es geht den Verfassern dieser Schöpfungsgeschichte nicht um eine naturwissenschaftliche Erklärung über die Ursprünge des Menschen und der Welt — sondern sie möchten erinnern an die Anfänge der Beziehung zwischen Gott und Mensch, so wie wir sie glauben dürfen.
Wir hören von Gottes Fürsorge für den Menschen. Gott schafft einen Ort. Einen Garten. — verlockend anzuschauen, zu essen, zu genießen. Etwas für alle Sinne. Das, was den Menschen - uns - an Körper und Seele lebendig hält. Wir hören, dass Gott dem Menschlichen Dasein einen Sinn gibt: Den Garten zu bebauen und zu bewahren. Wir hören also, dass es am Anfang gut war.

In unserem eigenen Leben mag es ganz anders aussehen. Um uns herum entdecken wir vielleicht wenig, was uns Herz und Sinne hebt und vielleicht schon lange keinen Sinn mehr. Es gibt Streit zu Hause oder bei der Arbeit, da sind Sorgen um die Kinder, die Enkel, um die Gesundheit. Wir teilen Zukunftsängste angesichts des Klimawandels. Verzweifeln an der Not in unserer Welt. An Hass und Gewalt. An der Selbstverständlichkeit, zu Lügen. Da klingt diese Geschichte wie aus einer anderen Welt.
Und das ist gut so, schreibt der Theologe Fulbert Steffensky. Erzählungen wie die der biblischen Schöpfungsgeschichte sind eine „List der gefährdeten Identität“. „Wo das Leben nicht selbstverständlich ist, da erzählt man es sich selbstverständlicher als es ist.“ Und er fährt fort: „Vielleicht braucht man da keine Geschichten, weder Märchen noch Bibelerzählungen, wo das Leben völlig einleuchtet. Wo es keine Armen und Lahmen gibt, keine Tyrannen, keine Schuld und keinen Tod.“ Aber, so Steffensky, wo gibt es das schon?

Zu erzählen und sich in Erzählungen hineinzuhören heißt, sich in fremde Geschichten hineinzuerzählen und sich in ihnen neu zu entdecken.

Mein Großvater erzählte uns vor dem Einschlafen die Geschichte von der Drosselmutter, die sich um ihre Kinder sorgte ? „Kinder, wo seid ihr?“ So interpretierte er den Ruf der Amseln, den wir aus dem Garten des Hinterhofes hörten. Und dann die Antwort der Kinder: „Hier!“ Die Melodie seines Sprechens höre ich bis heute, nach bald 50ig Jahren - auch wenn ich mich an seine Stimme nicht mehr erinnern kann. Und ich spüre noch heute das Gefühl der Freude und des Glückes, Abend für Abend, wenn die Vogelfamilie wieder vereint war.
Mein Großvater war im Russlandfeldzug, vielleicht auch in Stalingrad. Uns Kindern hat er nie von seinen Erfahrungen aus dem Krieg erzählt. Aber Abend für Abend diese Geschichte von Verlust und Gefahr und dem guten Ende.

Es war einmal — so beginnen Märchen. Geschichten aus längst versunkenen Orten und Zeiten. Geschichten, die wir uns erzählen, um uns zu erinnern, welche verschlungenen und manches Mal auch schmerzhafte Wege Menschen gehen. Gehen können — gehen müssen — bis sie dann am Ende zu einem happy end gelangen dürfen: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Wenn wir so einander immer wieder erzählten, einander erinnerten, in unserer Familie, im Freundeskreis, in unserer Gesellschaft und Weltgemeinschaft - gerade dann, wenn wir in unserem Leben nicht mehr weiterwissen — wenn alles auseinanderzubrechen droht.

Wie war das, damals, als ich geboren wurde? Und dann werden Fotos angeschaut, Tagebücher vorgelesen. Und das Kind, mit dem am Vormittag ein großer Streit über das unaufgeräumte Zimmer war, kuschelt sich zufrieden ein. Wie gut, davon zu hören. Die Liebe und Freude von damals neu zu spüren.

Wie war das noch, damals, als wir uns kennenlernten? Weißt du noch, das Vertrauen, das wir hatten in uns, in unsere Liebe, in das Leben, das Gott vor uns ausgebreitet hatte? Mag sein, wie gut, einander daran zu erinnern angesichts alltäglicher Aufgaben und Sorgen.

Wenn wir uns das immer wieder erzählten, statt uns unsere Verfehlungen aufzulisten:
Dass die Welt und auch wir einen Anfang hatten voller Hoffnung und Vertrauen. Dass uns allen in dieser Weltgemeinschaft eine Aufgabe und ein Sinn zugesprochen worden ist.

Wenn wir einander so erzählten, was zählt.

Was wäre dann?
Amen


Lied: Gott gab uns Atem (EG 432)
1. Gott gab uns Atem, damit wir leben,
er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben,
dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören.
Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
Gott will nicht diese Erde zerstören.
Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön.

3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln.
Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln.
Wir können neu ins Leben gehen.
Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehen.

Fürbitte
Gott, von Anfang an: Mit Gaben und Aufgaben hast du uns in diese Welt gesetzt.
Und von Anfang an: Dein Segen beschenkt uns mit dem, was wir zum Leben brauchen.
Dafür danken wir dir und wir bitten:

Für alle, die, die nicht mehr gefragt werden nach ihrer Meinung, ihren Gedanken, ihrer Zeit, ihren Gaben, ihren Erfahrungen.
Für alle, die als anders und fremd definiert werden.
Für alle, die ihre eigenen Wünsche, Fragen und Hoffnungen vergessen:
Dass wir ihnen zeigen: Ohne sie ist auch unser Leben ärmer.
STILLE

Für alle , die vor Verzweiflung stumm geworden sind.
Für alle, denen es am lebensnotwendigsten fehlt.
Für alle, deren Weiterleben jeden Tag neu bedroht ist.
Für alle, die auf der Flucht sind.
Dass wir nicht aufgeben, ihr Leid und Unrecht zu beenden.
STILLE

Für die in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik Verantwortlichen- und so auch für uns: Dass wir uns leiten lassen von dem, was dem Leben und der Bewahrung unserer Welt dient.
Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Angesicht leuchte über uns
und sei uns gnädig.
Gott schaue uns freundlich an
und gebe uns Frieden.
Amen
Nachspiel: Traumplantage von Helge Burggrabe. Gespielt von Familie Halberstadt.

Andacht zum 14. Sonntag nach Trinitatis, 13.09.20

Hier können Sie die Andacht zum 14. Sonntag nach Trinitatis von Pastor Daniel Birkner auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit euch allen! Herzlich willkommen zur Andacht! In der vergangenen Woche war ich zu einer mehrtägigen Fortbildung im Ratzeburger Kloster. Jeder Tag begann mit einer Andacht. Und jede Morgenandacht wurde mit diesem Gebet eingeleitet. Ich möchte es mit Euch beten, weil es mich gut in den Tag hineinbringt: Die Nacht ist vergangen, der Tag ist herbeigekommen. Lasst uns wachen und nüchtern sein und ablegen, was uns träge macht. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist. Gott, wir danken dir für die Ruhe der Nacht und das Licht des neuen Tages. Wir danken DIR... (fügt ein, was euch gerade dankbar macht). Hilf uns wach zu sein in unserem Lebens und deine Stimme zu hören.

Wir haben im Gebet vor Gott gebracht, was uns dankbar macht. Dazu lädt auch der Wochenspruch ein: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er Dir Gutes getan hat.“ (Psalm 103,2). Aber manchmal ist es eben auch gar nicht so leicht, den Tag schon vor dem Abend zu loben. Manche Tage stehen uns bevor, wie ein Kampf, für den wir Geduld und Kraft brauchen. So geht es vielleicht auch Zachäus. Wir lernen ihn gleich kennen. Der Tag beginnt mit einem Kampf, aber am Abend wird er diesen Tag, der sein Leben verändert, dankbar in Gottes Hand zurücklegen.

Als Predigttext lesen wir am heutigen Sonntag: Lk 19, 1-10
1 Jesus ging nach Jericho hinein und zog hindurch. 2 Und siehe, da war ein Mann mit dem Namen Zachäus, der war ein Oberer der Zöllner und war reich. 3 Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er wäre, und konnte es nicht wegen der Menge; denn er war klein von Gestalt. 4 Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn zu sehen; denn dort sollte er durchkommen. 5 Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. 6 Und er stieg eilend herunter und nahm ihn auf mit Freuden. 7 Da sie das sahen, murrten sie alle und sprachen: „Bei einem Sünder ist er eingekehrt.“ 8 Zachäus aber trat herzu und sprach zu dem Herrn: „Siehe, Herr , die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.“ 9 Jesus aber sprach zu ihm: „Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.“
Geschrieben von Martina Kaul (Lektorin Kirche am Markt)

Predigt:
An diesem Morgen ist es voll auf den Gassen von Jericho. Eine große Menschenmenge säumt den Hauptweg, der in die Stadt führt, auf beiden Seiten. Was für ein Gedrängel! Zachäus, ein kleiner Mann in einem bunten Gewand aus edlem Stoff drängt sich durch die Menge. Es ist zum Verzweifeln, er kommt nicht durch bis an den Hauptweg. Aber wie alle anderen, will er Jesus sehen. Andere Bürger könnten vielleicht darum bitten, dass man ihnen etwas Platz macht. Zachäus aber nicht. Er ist unbeliebt. Sehr unbeliebt. In den Augen seiner Mitbürger ist er ein Kollaborateur, ein Günstling der verhassten römischen Besatzungsmacht, ein Zolleinnehmer, der sich die Taschen vollsteckt. Er spürt die Blicke in seinem Rücken manchmal wie Schläge. Jetzt hört er, wie die Menge Jesus begrüßt. Aber er kann ihn nicht sehen. Da sieht er nur wenige Schritte entfernt einen Baum. „Da muss ich rauf!“ flüstert er vor sich hin und läuft los. Er klettert hoch und atmet noch schwer, als er sieht, dass Jesus beinahe direkt unter ihm auf der Straße steht. Und dann hebt Jesus den Kopf und sieht Zachäus an. „Hey, Zachäus. Komm vom Baum runter!“ ruft er. „Ich will heute bei dir zum Essen einkehren. Lädst du mich ein?“ Die Menschenmenge wird ganz still. „Was? Mit diesem Betrüger will Jesus zu Tisch sitzen?“ Zachäus guckt ungläubig. „Was, ausgerechnet bei mir will er einkehren?“ Damit hat er nicht gerechnet. Und es ist, als hätte Jesus diese Frage in seinen Augen gelesen. Und er sagt zu ihm: „Ja, ich will zu dir! In meinen Augen bist du...

An dieser Stelle, halte ich im Konfirmandenunterricht inne. Ich bitte die Konfirmanden, den Satz zu vervollständigen. Was würde Jesus sagen? „In meinen Augen bist du?“ Die Antworten überraschen: „In meinen Augen bist du ein Mensch, der eine zweite Chance verdient hat.“ Sagen sie. Oder: In meinen Augen bist ein einsamer Mensch, der Freunde braucht.“ Oder In meinen Augen bist du zwar reich an Geld, aber arm an Liebe. “Ich frage die Konfirmanden, warum Jesus nach ihrer Meinung, Zachäus so anders sieht und beurteilt als die übrigen Menschen. Sie haben doch guten Grund, böse auf ihn zu sein. Und sie sagen in etwa: „Bei Gott ist das anders. Gott sieht die Menschen mit großer Liebe und Freundlichkeit an. Gott ist bereit zu verzeihen und räumt uns eine neue Chance ein.“

In gewisser Weise zitieren die Konfirmanden damit ein Wort aus dem Alten Testament: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an.“ Gottes Blick bleibt nicht an der Oberfläche hängen. Gott sieht tiefer. Vielleicht sogar tiefer als wir uns selbst ansehen können. Er sieht bis ins Innerste unseres Herzens — —und da leuchtet auf, wer wir sind: ein Geschöpf seiner Liebe. Bis zu diesem Licht dringt sein Blick, jedes Mal, wenn er uns ansieht. Wir haben Ansehen bei Gott. Daraus kann eine neue Selbstwahrnehmung wachsen. So angenommen zu sein, kann uns mit uns selbst versöhnen. So angenommen zu sein, kann dazu führen, dass wir ehrlich auf das sehen können, was wir wirklich falsch machen unserem Leben. So ist es bei Zachäus. Weil er keine Verurteilung fürchten muss, wird er frei, sich seiner Schuld ehrlich zu stellen. Er bereut seinen Betrug. Er verändert sein Leben. Er verspricht: „Die Hälfte von meinem Besitz werde ich den Armen geben. Und wem ich zuviel abgenommen habe, dem werde ich es vierfach zurückzahlen.“ So erzählt es die Bibel.

Wir alle sind den Blicken und Urteilen der anderen Menschen ausgesetzt. Die Fragen: „Was denken die anderen von mir? Wer bin ich in den Augen der anderen? Was wohl die Nachbarn denken?“ Beschäftigen uns alle. Oft mehr als uns lieb ist. Wir können uns kaum ganz frei machen von dem, wie andere über uns urteilen. Dieser Druck ist manchmal riesig. „Bloß keine Fehler machen! Bloß nicht anecken!“ Wo darf ich aber der sein, der ich bin? Wer sieht mich so, wie ich wirklich bin? Wem darf ich mich zeigen mit meinen Fragen, meiner Verletzlichkeit, meinen Ängsten? Wem kann ich die Bruchstücke meines Lebens hinhalten und hoffen, dass er mich voller Liebe ansieht? Zachäus hat an diesem Tag seine Antwort auf diese Fragen gefunden.


Das Lied für den heutigen Sonntag nimmt den Wochenspruch und damit auch das Lob und den Dank auf und bringt sie vor Gott:
Danket dem Herrn! (EG 333)
1. Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich, sie währet ewiglich, sie währet ewiglich.
2. Lobet den Herrn! Ja, lobe den Herrn auch meine Seele; vergiss es nie, was ER dir Guts getan, was ER dir Guts getan, was ER dir Guts getan.
3. Sein ist die Macht! Allmächtig ist Gott; sein Tun ist weise und seine Huld ist jeden Morgen neu, ist jeden Morgen neu, ist jeden Morgen neu.
4. Groß ist der Herr; ja, groß ist der Herr; sein Nam? ist heilig, und alle Welt ist seiner Ehre voll, ist seiner Ehre voll, ist seiner Ehre voll.

Fürbitte
Lasst uns dankbar sein, weil wir in Frieden und Sicherheit leben, weil wir nicht wie Millionen andere Menschen auf der Flucht sein müssen vor Krieg, Hunger und Armut!

Wir bitten Dich für Menschen, die von Armut, Hunger und Krieg betroffen sind. Wir denken besonders heute an die Menschen in dem Lager Moria auf der Insel Lesbos, das in dieser Woche abgebrannt ist. Hilf Du - und lass uns helfen, dass ihr Elend schnell ein Ende hat.

Wir bitten Dich: Herr, erhöre uns.

Lasst uns dankbar sein, dass wir hierzulande und in unserer Stadt die Zahl der Infektionen noch gut unter Kontrolle halten können. Die Lage bleibt angespannt und ist für manche kaum zu ertragen.

Wir bitten dich: Schenke uns die nötige Geduld, dass wir diesen Kampf, der uns auferlegt ist, mit Ruhe und Verstand führen; dass wir immer die im Blick behalten, die gefährdeter sind an Leib und Leben und Existenz als wir selbst.

Wir bitten Dich: Herr, erhöre uns.

Lasst uns dankbar sein für unsere Gemeinschaft und unsere Gemeinde. Auch in der Zeit der Not sind viele Menschen hier engagiert, um Angebote zu machen; sind Menschen hier, die unsere Gottesdienste und Veranstaltungen besuchen; sind Türen offen und Hände ausgestreckt.

Wir bitten Dich, Gott, für die Menschen , die zu uns kommen, die Gemeinschaft, Trost, Hilfe, Unterricht, Musik und Freude hier suchen. Segne und stärke ihren Glauben!

Wir bitten Dich: Herr, Erhöre uns
Amen
Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen
Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Andacht zum 13. Sonntag nach Trinitatis, 06.09.20

Hier können Sie die Andacht zum 13. Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Anke Zorn auch als PDF herunterladen.

Willkommen zur HomeChurch!
Wir halten inne, an verschiedenen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten und zugleich miteinander verbunden im Vertrauen auf Gott, der die Liebe ist, auf Jesus Christus, der uns Gottes Liebe zeigt, und in der Hoffnung auf die heilige Geistkraft, die uns untereinander in Liebe verbindet.
„Gott ist Liebe!“ oder „Gott liebt dich“
Mir wärmen diese Worte die Seele. Wie die Aussage: „Ich liebe dich!“ - Das zum ersten Mal von einem Menschen zu hören ist ein wunderbares Ereignis und eröffnet eine neue Welt. Doch, wenn man den Satz zu oft hört, wenn ein Mensch das Wort „Liebe“ zu oft in den Mund nimmt, dann wird es manchmal schal und verliert an Wert. Deshalb gehe ich mit diesem Wort meist sehr bewusst um und verwende es nicht ständig. Heute aber, liebe Leserin, lieber Leser, liebe Gemeinde, werde ich mit Ihnen ausgiebig über die Liebe nachdenken, denn: In der Epistel für diesen Sonntag kommt das Wort „Liebe“ 15mal vor!

Ich lade Sie ein zu beten mit Worten, die dem 112. Psalm nachempfunden sind:
Wohl denen, die ein offenes Herz haben und freimütig aushelfen.
Denn sie werden alle Zeiten überstehen, und sie werden gerecht sein und die Liebe die sie verschenkt haben, kehrt für alle Zeiten zu ihnen zurück.
Wohl denen, die ein offenes Herz haben und freimütig aushelfen.
Böse Verleumdungen können ihnen nichts anhaben, ihr Herz vertraut auf Gott
Wohl denen, die ein offenes Herz haben und freimütig aushelfen.
Sie finden Trost und fürchten sich nicht, bis Gott ihre Widersacher und Gegnerinnen gewonnen hat.
Wohl denen, die ein offenes Herz haben und freimütig aushelfen.
Sie aber streuen aus und geben den Armen,
ihre Gerechtigkeit gewinnt die Oberhand.
Ihr Leben wird vielen Menschen Kraft schenken.
Amen
(nach Holger Mingram, in: Der Gottesdienst: liturgische Texte in gerechter Sprache , Bd.3 Die Psalmen, hg. V. E. Domay und H. Köhler)
Im 1. Brief des Johannes 4, 7-12 lesen wir
Geliebte, lasst uns einander lieben: Die Liebe ist von Gott. Alle, die lieben, sind von Gott geboren und kennen Gott. Die nicht lieben, kennen Gott nicht, denn: Gott ist Liebe. So wurde die Liebe Gottes bei uns sichtbar: Gott sandte seinen Erwählten, sein einziges Kind, in die Welt, damit wir durch ihn leben. Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass Gott uns geliebt und seinen Erwählten als Überwindung unserer Gottferne gesandt hat. Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, dann sind auch wir verpflichtet, einander zu lieben. Niemand hat Gott je gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, bleibt Gott in uns, und Gottes Liebe ist in uns zum Ziel gekommen.
(Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache)

Predigt:
Wie kann Gott so umfassend die Liebe sein, wenn doch gar nicht alles im Leben voller Liebe ist? Und: die Liebe selbst kann durchaus lieblos sein: Eifersüchtig, bedrückend oder zerstörend. Wie oft werden Menschen schuldig aneinander - aus Liebe.
Gottes Liebe muss wohl etwas anderes sein als das, was wir mit romantischen Gefühlen meinen.
Aber auch tätige Nächstenliebe ist nicht immer frei von Egoismus und Gewalt: Ich denke an eine Diakonie-Schwester, die ihr Leben lang anderen diente, und dabei doch nur verzweifelt nach der Liebe suchte, die sie als Kind nie erfahren hatte. Die ihre unerfüllte Sehnsucht nach Liebe schließlich hart gemacht hat, hart gegen sich selbst und andere.
Gottes Liebe zu uns stelle ich mir vor wie die Luft, die uns zum Atmen umgibt: Sie ist einfach da, verlässlich, treu, Leben spendend. Und in ihr geschieht alles: das Schöne, das Liebevolle, aber auch das Hässliche und die Not. Und irgendwie trägt sie durch, und manchmal weiß man gar nicht, wie. Die Liebe ist nicht eine Eigenschaft unter vielen, ein Teil des Lebens neben anderen. Sie ist wie die Luft der Raum, in dem sich unser ganzes Leben abspielt. Eben auch das andere, das Liebelose, Ungetröstete. Aber weil sie der Raum ist, der alles umgibt, ist sie immer größer. Größer als der Streit, größer als die Fehler. Aus ihr können wir nicht herausfallen.
Eine Liebeserklärung an uns alle hat der Verfasser des 1. Johannesbriefes geschrieben: „So wurde die Liebe Gottes bei uns sichtbar: Gott sandte seinen Erwählten, sein einziges Kind, in die Welt, damit wir durch ihn leben. Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass Gott uns geliebt und seinen Erwählten als Überwindung unserer Gottferne gesandt hat.“ (V.9f)
Für jede und jeden von uns gilt: So wie ich geschaffen bin, mit meinen Schwächen und Stärken, so hat Gott mich angenommen. Ich bin wert-geachtet, bin geliebt. Um mir das zu zeigen, hat Gott sein Bestes gegeben: Er hat seinen Sohn in die lieblose Welt gesandt. Damit ich weiß: Inmitten aller Kälte, aller Einsamkeit, allem Frust und Aussichtlosigkeit steht Gott an meiner Seite. Seine Liebe wird immer größer sein als alles andere. In ihr werden wir alle leben, lachen, weinen, getröstet werden. Und Gott fragt dabei nicht: Was habe ich davon? Sondern er liebt bedingungslos, ohne dass sich je ein Mensch dafür entschieden oder gar etwas dafür getan hätte.
Gottes Zuwendung ist spürbar. An vielen Orten, auch dort, wo sie nicht vermutet wird. An die Geschichten von zwei Frauen erinnere ich mich, die hier in Niendorf leben und beide einen geliebten Menschen haben begraben müssen. Die Verstorbenen waren jeweils weit über 90 Jahre alt und seit langem pflegebedürftig. Beide Frauen haben gepflegt. Die eine ihren Mann, der 20 Jahre älter war als sie. Sie musste ihn rund um die Uhr versorgen. Ihre Liebe hat sich verändert aber sie ist geblieben. Sie haben sich die zärtliche, vertrauensvolle Verbindung und die Achtung voreinander bewahrt. Was für eine Liebe!
Die andere Frau hat ihre Mutter beerdigt - und zuvor viele Jahre lang zu Hause gepflegt. Die Mutter hatte Parkinson, eine Art dieser Krankheit, die zur völligen Lähmung des Körpers führt. Sie konnte schließlich nur noch — und mit Anstrengung — ihre Augen aufschlagen und durch ihren Blick kommunizieren. Und doch war Beziehung zwischen ihr und ihrer Tochter möglich. Die Tochter hat erzählt, dass sie neue Ebenen der Beziehung erlebte, die man mit dem Verstand nicht fassen kann. Was für eine Liebe! Viele aus ihrer Umgebung haben das nicht verstanden und meinten die Mutter sei ihr nur eine Last. Solche Liebe ist eben kaum zu fassen. Erich Fried hat in einem berühmten Gedicht versucht, diese Erfahrung in Worte zu fassen.
„Was es ist“ heißt das Gedicht:
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Die Liebe ist nicht ein Teil des Lebens neben anderen. Sie ist wie die Luft der Raum, in dem sich unser ganzes Leben abspielt. Sie ist die große Liebe eines Lebens, oder wenn sich jemand aufopfert. Sie ist auch die zarten Liebeszeichen, all die kleinen Aufmerksamkeiten, die wir einander schenken:
„Gott ist Liebe“ — dieser kurze Satz ist mir im Laufe meines Berufslebens schon oft, begegnet: Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich diesen Satz als Konfirmationsspruch ausgesucht, der sie ein ganzes Leben lang — über alle Höhen hinweg und durch alle Tiefen hindurch — begleiten soll. Auch Brautpaare oder junge Eltern, die ihr Kind taufen lassen, entscheiden sich häufig für diesen Satz: „Gott ist Liebe.“ Ich glaube, dass in diesen drei Worten Gott für sie alle ein Gesicht bekommen hat: Ein Gesicht, das Freundlichkeit ausstrahlt, das Vertrauen weckt, das Liebe zeigt.
„Gott ist Liebe... Niemand hat Gott je gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, bleibt Gott in uns, und Gottes Liebe ist in uns zum Ziel gekommen.“ In einem liebevollen Umgang miteinander, in einem freundlichen Lächeln, in einem tröstenden und aufmunternden Wort, in einer herzlichen Umarmung, in jedem Zeichen und jeder Geste gegenseitigen Vertrauens lässt sich etwas ahnen von dem Gott, der die Liebe über alles andere gestellt hat, der selbst die Liebe ist.
Das ist unterm Strich wichtiger als alle Vernunft. Denn: Mit dem Kopf können wir Gott suchen. Mit dem Herzen aber können wir ihn finden: Im Gesicht unseres Nächsten. Wenn uns das gelingt, dann hat Gottes Liebe bei uns ihr Ziel erreicht. Dann hat Gott uns erreicht. Und wir ihn.
Amen


Lied: „Wenn das Brot, das wir teilen“ (Lieder zwischen Himmel und Erde, 290):
Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
Und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt
Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut
Dann wohnt er schon in unserer Welt

Ref.: Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
In der Liebe die alles umfängt
In der Liebe die alles umfängt

Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält
Und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt
Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut
Dann wohnt er schon in unserer Welt

Ref.: Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
In der Liebe die alles umfängt
In der Liebe die alles umfängt

Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist
Und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt
Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut
Dann wohnt er schon in unserer Welt

Ref.: Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
In der Liebe die alles umfängt
In der Liebe die alles umfängt

Fürbitte
Gott, du Quelle des Lebens,
deiner Liebe verdanken wir unser Leben.
Sie ist um uns herum wie die Luft, die wir atmen.
Sie wärmt uns wie die Sonnenstrahlen.
Auch wenn Schatten des Leides und des Todes das Leben verdunkeln — wie die Sonne hinter den Wolken bleibt deine Liebe da.

Gott, du Liebe, wir bitten dich:
Wo wir mit unserer Liebesfähigkeit an Grenzen kommen, stärke du unsere Liebe, lass sie wachsen und aufblühen und Frucht tragen!
Ermutige uns in der Gemeinde, gerade da aufeinander zu zugehen, wo wir verschieden sind, und einander auch dann anzunehmen, wenn unsere Vorstellungen sich unterscheiden!

Wir bitten dich, Gott,
für Menschen, die so oft enttäuscht wurden, dass sie Angst haben anderen zu vertrauen.
Und wir denken an die Menschen, die jeder und jedem einzelnen von uns wichtig sind ...
STILLE
Öffne unsere Augen und Herzen, Gott, für die Menschen, die liebevolle Unterstützung und Hilfe brauchen:

Gott,
du willst uns trösten, wie eine Mutter,
für uns sorgen wie ein Vater.
Dir vertrauen wir uns an.
All unsere Bitten und Gedanken fassen wir zusammen in dem einen Gebet, das uns Jesus Christus gelehrt hat:

Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden. Amen
Nachspiel: Finnegan Schulz mit Fuge C-Dur BWV 547 von Johann Sebastian Bach

Andacht zum zwölften Sonntag nach Trinitatis, 30.08.20

Hier können Sie die Andacht zum zwölften Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Ute Andresen auch als PDF herunterladen.

Herzlich willkommen zu der heutigen Home-Church. Wie schön, dass Sie sich, dass Ihr euch Zeit für Gott nehmt; eine Zeit, um zur Ruhe zu kommen und sich anregen zu lassen.

Wir feiern Gottesdienst im Namen Gottes, der das Leben schenkt,
im Namen Jesu Christi, der das Fundament unseres Glaubens ist
und im Namen des Heiligen Geistes, der uns hilft unser Lebenshaus und Gemeinde zu bauen.

Psalm 139:
Auch für den letzten Sonntag im August beten wir noch einmal den Psalm 139 in einer modernen Übersetzung. Der fettgedruckte Text ist wie immer als Kehrvers zu sprechen. Wir beten miteinander:

Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Gott, du kennst mich, du achtest auf mich, nie gibst du mich verloren. Ob ich sitze oder stehe, ich liege oder gehe. Alle meine Wege sind dir bekannt, alles, was ich denke und sage — du kennst es. Mein ganzes Leben liegt offen vor Dir.
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Wenn ich in Schwierigkeiten oder krank bin, wirst du mich begleiten. Dafür danke ich dir. Meine Dunkelheiten werden hell durch Dich. Die Nacht leuchtet - wie der Tag!
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Nächtelang denke ich über dich nach und ich komme an kein Ende. Erforsche mich, Gott, sieh mir ins Herz, sieh meine Wünsche und Gedanken. Und wenn ich nicht weiterweiß, wenn ich irre gehe, dann hilf mir heraus.
Von allen Seiten umgibst du mich, Gott,
und hältst Deine Hand über mir.
Heute ist der Predigttext des Paulus an die Gemeinde in Korinth.
Paulus setzt sich mit seinen beiden Briefen an die Gemeinde in Korinth mit unterschiedlichen theologischen Themen auseinander. Diese Gemeinde hat sich viele Gedanken gemacht und sich immer wieder mit neuen Fragen beschäftigt. Paulus unterstützt sie mit seiner Korrespondenz und versucht ihr dadurch ein festes Fundament zu geben, so dass sie sich entwickeln und stark werden kann.

Paulus schreibt im 1. Brief an die Gemeinde in Korinth, im 3. Kapitel, in den Versen 9-15:
Jede*r Mitarbeiter*in ist Gott verantwortlich
9 „Paulus sagt von sich und seinen Mitarbeitern: Wir sind Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerland und sein Bauwerk. 10 Gott hat mir in seiner Gnade den Auftrag und die Fähigkeit gegeben, wie ein geschickter Bauleiter das Fundament zu legen. Doch andere bauen nun weiter. Und jede*/sie diese Arbeit fortführt. 11 Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus. Niemand kann ein anderes legen. 12 Allerdings kann man mit den unterschiedlichsten Materialien weiterbauen. Manche verwenden Gold, Silber, kostbare Steine, andere nehmen Holz, Schilf oder Stroh. 13 Doch an dem Tag, an dem Christus sein Urteil spricht, wird sich zeigen, womit jeder gebaut hat. Dann nämlich wird alles im Feuer auf seinen Wert geprüft, und es wird sichtbar, wessen Arbeit den Flammen standhält. 14 Hat jemand fest und dauerhaft auf dem Fundament Christus weitergebaut, wird Gott ihn belohnen. 15 Geht aber sein Werk in Flammen auf, wird er seinen Lohn verlieren. Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur mit knapper Not, so wie man jemanden aus dem Feuer reißt.“
(Übersetzung: Hoffnung aus alle.)

Predigt:
Liebe Gemeinde,

mich würde interessieren, welches Wort oder welcher Satz Ihnen bzw. euch aus dem Brief an die Korinther im Kopf hängen geblieben ist. Nehmen Sie sich bzw. nehmt euch kurz Zeit, einen Gedanken, ein Wort daraus zu erinnern? Mir ist die Aussage über das Fundament hängen geblieben. Denn in meinem Kopf entsteht sofort das Bild, das da eine Grundlage geschaffen, ein Estrich gegossen wurde, also eine freie Fläche auf dem etwas Neues entstehen kann. Im Text heißt es: „Andere bauen nun weiter. Und jede*r achtet darauf, wie er bzw. sie diese Arbeit fortführt.“ Wir finden ein Fundament vor, das in Jesus Christus gelegt ist. Paulus spricht mit diesem Bild, in meinem Verständnis, zwei Möglichkeiten an, dieses Fundament zu nutzen: Zum einen geht es um das eigene Leben und zum anderen um den Aufbau der Gemeinde.

Mit der Taufe wird dieses Fundament in unser Leben hineingegossen: Du gehörst zu Christus. Es ist das Versprechen, bei uns zu sein, in glücklichen wie in schwierigen Tagen, im Leiden wie in Hochzeiten, im Sterben wie auch im Auferstehen. Diese Zusage Gottes ist ein gutes Fundament, auf dem ich mein Lebenshaus aufbauen kann. Unser eigenes Leben können wir mit den Sehnsüchten und Wünschen, Begabungen und Fähigkeiten, die uns mitgegeben sind, gestalten. Anderes können wir erlernen. Einige Fertigkeiten werden wir nie wirklich gut können — auch das gehört zum Leben dazu, anzuerkennen, dass man nicht alles kann und muss. Worauf konzentrieren wir uns? Auf das was wir können oder auf das, was wir nicht können? Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Entscheidend ist, dass das Fundament stimmt: dass es tragfähig ist, dass es die Konstruktion unseres Lebens aushält. Paulus ist davon überzeugt, dass Christus das tragende Fundament des Lebens ist.
Zum anderen spricht Paulus vom Aufbau der Gemeinde, von der Gemeinschaft innerhalb der Kirche. Gemeinden sind wie Häuser. Das Fundament wurde gelegt. Nun braucht es jede Hand. Jede Gabe: Pflastern und Streichen. Chorsingen und Lagerfeuer. Zimmern und Montieren. Kuchenbacken und Sehnsucht wecken. Sägen und Fräsen. Glauben stärken und Tränen trocknen. Alles ist nötig. Es gelingt gemeinsam, Hand in Hand, mit Herz und Verstand.
Sind wir ein gutes Team? Oft, — aber nicht immer. Da gibt es schon Konkurrenz im Haus: Wer ist hier die tragende Säule? Wer erlebt sich als Fußabtreter? Wer hat das Sagen auf der Baustelle? Wer schleppt die Steine? Investieren wir ins Jugendcamp oder in die Familienfreizeit? Welche Akzente wollen wir setzen? Dann tauschen wir Meinungen aus und streiten auch miteinander. Das ist beim Gemeindeaufbau nicht anders als in den Familien. Paulus sagt, egal wofür wir uns entscheiden, Hauptsache das Fundament stimmt: „Christus“. Jesu Lehre soll die Richtschnur unseres Handelns sein: Gottes Liebe strahlt auch auf uns zurück, wenn wir gut und nachsichtig miteinander umgehen. Es ist die Achtsamkeit mit der Eltern auf ihre Kinder blicken, mit der sie ihnen die Tür aufhalten — da und ansprechbar bleiben — egal, was sie vielleicht gerade ausgefressen haben. Das ist das Fundament, dass wir unseren Kindern und Enkeln mitgeben: Ich kann nach Hause kommen und die Tür wird für mich offen sein.
Das wünschen wir uns doch alle — oder? Dass wir angenommen sind, egal, was wir getan haben; dass man uns verzeiht, auch wenn wir jemanden verletzt haben; dass wir geliebt werden, trotz unserer Fehler; dass wir nicht auf unser Versagen oder Unvermögen reduziert werden, sondern dass jemand sieht, was für Fähigkeiten in uns stecken. Das (halb-)volle Glas sollte die Perspektive unseres Lebens sein.

Ich nehme das Stichwort von der Konkurrenz (vom Hausbau) noch einmal auf, denn Paulus bemerkt eine Unruhe in der Gemeinde in Korinth: der neue Prediger Apollo findet mehr und mehr Anhänger. „Was ist denn jetzt die richtige Christuslehre? Wer hat recht, Du Paulus, oder Apollo?“ fragt sich die Gemeinde: „Apollo ist ein guter Redner und wir verstehen ihn. Seine Weisungen sind einfach. Doch deinen langen Gedankengängen, Paulus, können wir nicht so schnell folgen“. Paulus bleibt ruhig. Er steigt nicht in diese Auseinandersetzung ein, sondern fragt zurück: Wen oder was predigt Apollo? Sich selbst oder Christus? Ihr müsst entscheiden, welchen Worten ihr Vertrauen schenkt. Ob der Bau des Apollo, den Stürmen und Wettern, den Hochs und Tiefs des Lebens standhält, wird sich zeigen. Welche Worte werden tragen, wenn es im Leben eng wird, wenn „die Hütte brennt“ oder Krankheiten den Lebensrhythmus beeinträchtigen?
Paulus „baut“ sein Gemeindehaus mit den Worten Jesu, mit Liebe und Annahme: Jeder Mensch ist Gott willkommen und wird mit offenen Armen empfangen. Paulus hat eine große Hoffnung: Es war ihm wichtig, die Lehre Jesu, die Worte und Geschichten den Menschen näher zu bringen, um ihnen Hoffnung und Lebensmut zu geben — ein wahrhaft großer Traum, eine Vision. Dazu eine Geschichte: Vor langer Zeit, es war wohl im Mittelalter, suchte ein Mann eine Antwort auf seine Frage: Was macht die Arbeit sinnvoll? Dafür legte er einen sehr langen Weg zurück: Tagein, tagaus war er auf staubigen Straßen unterwegs. Eines Tages kam er an einer riesigen Baustelle vorbei. Dort saß ein Mann, gebückt und schlug mit einem Hammer auf einen quadratischen Stein ein. Der Wanderer blieb stehen, schaute ihm zu und fragte ihn: "Freund, was machst du da?" Ohne mit seiner Arbeit aufzuhören, murmelte der Mann missmutig: "Ich behaue einen Stein." Dann sprach er einen weiteren Mann an, der auch an einem Stein arbeitete: Was machst du? Der Mann, etwas erschrocken von der unerwarteten Frage, antwortete zögerlich: "Ich baue ein Spitzbogen für ein Fenster“. Als er auf einen dritten Mann traf, der auch mit einem Hammer auf einen Stein einschlugt, stellte er wieder die gleiche Frage: Was machst du? Dieser wischte sich den Schweiß von der Stirn und sagte mit leuchtenden Augen: “Ich, ich baue eine Kathedrale!"

Eine Vision, Großdenken, Hoffnung haben ist Antriebsfeder, um eine „Kathedrale zu bauen“, auch wenn man selbst „nur“ einen Stein bearbeitet. Paulus sagt: Jede*r kann Großes bewirken; ein Haus erbauen, das allen Gefahren und Feuern trotzt, wenn das Fundament, auf dem alles steht, Jesus Christus ist.
Amen


Lied: Du meine Seele, singe, (EG 302, 1-3) gespielt von Finnegan Schulz.
1. Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön
Dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd;
Ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.

2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil!
Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil,
Das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt;
Sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.

3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht;
Das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht:
Der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer,
Der Fisch unzähl'ge Herde im großen wilden Meer.

Fürbitte
Gott, wir bitten dich für die Menschen, die uns wichtig sind, begleite sie an jedem Tag und halte sie, wenn sie zu fallen drohen.

Gott, wir bitten dich für die Menschen, die uns nerven
und uns das Leben manchmal schwer machen,
lass sie uns zur Übung werde, Neues zu lernen, Ansichten zu überdenken und andere Lebensentwürfe zu akzeptieren.

Gott, wir bitten dich für die Menschen, die uns fremd sind,
weil sie anders aussehen, anders riechen, anders sprechen,
dass sie uns den Horizont weiten und wir sie als Teil deiner Schöpfung erkennen.

Gott, wir bitten dich für die Menschen, die niemand an ihrer Seite wissen,
schenke ihnen Begegnungen mit anderen, die ihnen zur Hilfe werden.

Gott, wir bitten dich für die Menschen, die in Not und Elend leben
— hier am Wohnort oder in anderen Teilen dieser Erde —
in der Stille bringen wir sie vor dich:
STILLE
Gott, wir vertrauen darauf, dass unsere Bitten dein Herz rühren und
sie gut bei dir aufgehoben sind.
Gemeinsam mit allen Christinnen und Christen beten wir das:
Vater unser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gott begleite uns auf unserem Lebensweg.
Gott schenke uns ein festes Fundament
und gebe uns Frieden — heute und alle Tage unseres Lebens.
Amen.
Nachspiel: Finnegan Schulz mit Fuge C-Dur BWV 547 von Johann Sebastian Bach

Projekt: Schenk uns deine Stimme

Hören Sie hier die Ergebnisse unseres digitalen Chors!

Die Schutzmaßnahmen in Bezug auf das Coronavirus haben unter anderem dazu geführt, dass die Chöre unserer Gemeinde monatelang nicht proben konnten. Um zumindest ein bisschen Chorgefühl daheim zu haben, haben unsere Kirchenmusiker*innen Britta Irler und Finnegan Schulz den digitalen Chor Niendorf ins Leben gerufen. Die Sängerinnen und Sänger unserer Chöre haben ihre Stimme zuhause aufgenommen, wir haben es zu einem Chor zusammengeschnitten. Viel Freude beim Hören!

Ich sing dir mein Lied

Nun laßt uns Gott dem Herren

Singen macht Spaß

In dir ist Freude

Hine Mah Tov


Anmeldung zur Teamer*innen-Ausbildung 14+ gestartet

14plus ist eine einjährige Teamer*innenausbildung für Jugendliche im Anschluss an die Konfirmation. Diese Fortbildung hat das Jugendpfarramt Hamburg-West/Südholstein in Kooperation mit den Gemeinden im Kirchenkreis entwickelt und verantwortet diese. Lokstedt, Niendorf, Schnelsen, Eidelstedt und Stellingen haben sich für diese Fortbildung zusammengetan, um jeweils circa 30 bis 40 Teamer*innen auszubilden. Nach einem gemeinsamen Starttag im September, kannst Du in vier Workshops und an einem Abschlusswochenende im Juni einen guten Ein- und Überblick in die Teamerarbeit gewinnen. Anmeldung und weitere Informationen bei unserer Diakonin Maike von Appen.

Anmeldeflyer 14+

Bachkantate

Am Pfingstsonntag feiert die Christenheit die Ausgießung des Heiligen Geistes. Unser Kirchenmusiker Finnegan Schulz feiert dieses christliche Fest mit einer Kantate von Johann Sebastian Bach

Gelegentlich wird Pfingsten auch als „Geburtstag der Kirche“ bezeichnet und unsere Gemeinde wollte dieses Fest nutzen, um das 250-jährige Jubiläum unserer Kirche am Markt zu feiern. Im großen zentralen Festgottesdienst sollte die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51 von Johann Sebastian Bach erklingen. Doch große Gottesdienste - das geht coronabedingt zur Zeit leider nicht. Was aber geht: Musizieren! Deswegen haben wir die Kantate einfach aufgezeichnet (selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregeln). Diese Kantate für Solosopran ist neben Streichern und Basso Continuo noch mit einer Trompete besetzt. Insbesondere der Sopran- und Trompetenpart dieser festlich jubilierenden Kantate verlangt den MusikerInnen ein hohes Maß an Virtuosität ab. Zusätzlich zur Kantate erklingt passend zu Pfingsten die Fantasie für Orgel über den Choral „Komm Heiliger Geist, Herre Gott“ BWV 651. Der Cantus firmus findet sich hier stark vergrößert im Pedal der Orgel, darüber lassen im Manual virtuose 16tel-Figuren den „Feuertanz“ des Heiligen Geistes erahnen.

Ausführende:
Sonja Bühler, Sopran
Oliver Christian, Trompete

Gustav Frielinghaus, Violine I
Theresa Reustle, Violine II
Carlota Guijarro Alonso, Viola
Simon Schachtner, Cello
Paula Capracci, Kontrabass

Finnegan Schulz, Leitung und Orgel
Bachkantate

Fantasia super

Bringt den Stein ins Rollen!

Hoffnungszeichen Ostersteine - in Niendorf

Malen - suchen - finden - weitergeben
Am Ostermorgen ist der Stein weggerollt und das Grab Jesu leer. Der Stein wird zum Hoffnungszeichen: Liebe ist stärker als der Tod.

Wie geht's? Stein (mit)nehmen, bemalen & im Stadtteil auslegen: Tibarg, Gehege, Fensterbrettern, Bänken...

Und was soll drauf?
Malt auf die Vorderseite des Steines Eure/Ihre persönliche Antwort auf die Frage: Was ist stärker als der Tod: Herzen, blühende Zweige, bunte Farben, Worte? wir sind gespannt! Auf der Rückseite #stärkeralsdertod & facebookgruppe Ostersteine. Wenn Platz ist: „suchen, finden & weitergeben“. Farben: Fast alles geht: Acryllack, Tusche Eddings, Nagellack, Filzstifte, Kreide?.. Wasserlösliche Farben mit Klarlack fixieren.

Und dann...?
Wird Euer Stein vielleicht gefunden und mitgenommen. Und Ihr findet vielleicht auch selber einen Stein zum Mitnehmen.

Fotos Eurer Steine unter #kircheimdialog oder #stärkeralsdertod bei Instagram oder Facebook posten oder an uns unter als E-Mail versenden!

Steine liegen auch vor unseren Gemeindehäusern. Sonst melden Sie sich bitte bei uns!

Gottesdienste in Corona-Zeiten

Die Stadt Hamburg hat im Rahmen der Corona-Lockerungen gottesdienstliche Angebote wieder erlaubt. Was das für uns in Niendorf bedeutet, erfahren Sie hier.

Den Rahmen für gottesdienstliche Angebote geben Hygienerichtlinien vor, von denen uns viele aus dem Alltag bereits vertraut sind. Ein eigens eingesetzter Ausschuss organisiert bereits, wie sie an unseren Niendorfer Standorten umgesetzt werden können. Zwischen „Lockdown oder lockern?“ verlief auch die Diskussion im Kirchengemeinderat (KGR). Wann können wir starten und wie wollen wir künftig feiern so ohne Gesang und mit Abstand? Was machen wir, wenn Pfingsten mehr Menschen kommen, als in den Kirchen erlaubt sind? An das traditionelle Open-Air-Event ist aufgrund des großen Zulaufs selbst Freiluft nicht zu denken. Schließlich fielen mehrheitlich folgende Entscheidungen: Dabei gilt auch für uns - wir fahren auf Sicht und müssen Entscheidungen gegebenenfalls anpassen. Interessant auch die „Handlungsempfehlungen der Nordkirche zum kirchlichen Leben und weiteren Verlauf der Corona-Pandemie“.

Singverbot in Corona-Zeiten

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen bis auf Weiteres alle Chorproben und der Posaunenchor aufallen. Auch in den Andachten darf nicht gesungen werden. Unser Kantor und Organist Finnegan Schulz erklärt, warum.

Vieles ist noch unklar und nicht ausreichend erforscht beim neuen Virus Sars-CoV-2. Klar ist aber: Das Corona-Virus befällt hauptsächlich die Atemwege. Daher ist dies ist auch der Hauptübertragungsweg, über Atemluft, Speichel und Atemwegssekrete. Die Verbreitung erfolgt durch Aersole, die die Viren durch die Luft tragen. Forscher haben herausgefunden, dass diese Aerosole in geschlossenen Räumen deutlich länger in der Luft bleiben.

Singen ist eine atemintensive Tätigkeit. Wir holen tief Luft, um eine Phrase zu singen. Während wir singen, bildet der Ausatemstrom an unseren Lippen den Ton und wir atmen deutlich länger aus. Dadurch ist es gut möglich, dass wir auch mehr Aerosol in die Luft geben. Außerdem kann es beim Singen in unserem Körper zu einer erhöhten Produktion von Schleim kommen, den wir dann unfreiwillig durch Husten oder Räuspern im Raum verteilen. Und: Wenn wir Konsonanten beim Singen besonders deutlich sprechen wollen (worüber ich mich als Chorleiter normalerweise immer sehr freue!), werden Spuckepartikel in Form von Tröpfchen ausgestoßen, die sich wiederum auch im Raum verteilen.

All diese Faktoren lassen vermuten, dass Singen zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann, besonders in geschlossenen Räumen. Deswegen müssen wir, so schmerzhaft das für viele von uns ist, für das erste auf Singen im Gottesdienst und in den Chören unserer Gemeinde verzichten.

Wer sich weiter in diese Thematik einlesen möchte, kann das mit folgender Studie tun.

Jugendgottesdienst-Andacht

Moin Moin,
statt eines Jugendgottesdienstes kommen auch wir im Corona-April 2020 in die digitale Form einer Andacht zu Dir. JuGo ausfallen lassen? Das stand für uns nie zur Debatte.

Wie auch bei einem "live"-JuGo gibt es auch in dieser Andacht Lieder zum Mitsingen. Unser Kirchenmusiker hat uns netterweise bekannte Lieder aufgenommen.

Lass dich auf die kommende Texte ein und sei ganz bei Dir.
 

Jugendgottesdienst-Andacht

In folgenden Liedern & Texten sind wir im Glauben an den dreieinigen Gott, Gott, Jesus und Heiligen Geist miteinander verbunden.

Gebet zum Einstimmen:
Sprich gern ein Gebet, um mit Gott in Verbindung zu treten und um dich auf Folgendes bewusst einzulassen:
Guter Gott, so wie es mir gerade geht, bin ich hier, kommen ich zu Dir. Schau mich an und sei bei mir jetzt in dieser Zeit in der ich diese JuGo Andacht lese und erlebe.
Amen

Wir wollen das erste Lied singen: Weite Räume meinen Füßen
  • 1.Weite Räume meinen Füßen, Horizonte tun sich auf, zwischen Wagemut und Ängsten nimmt das Schicksal seinen Lauf, zwischen Wagemut und Ängsten, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 2. Schritt ins Offne, Ort zum Atmen, hinter uns die Sklaverei, mit dem Risiko des Irrtums machst Du Gott, uns Menschen frei, mit dem Risiko des Irrtums machst du, Gott uns Menschen frei
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 3. Da sind Quellen sind Ressourcen, da ist Platz für Fantasie; zwischen Chancen und Gefahren Perspektiven wie noch nie, zwischen Chancen und Gefahren, Perspektiven wie noch nie
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 4. Doch bleib Kompass, bleibe Richtschnur, das wir nicht verloren gehen, zu der Weite unsrer Räume lass uns auch die Grenzen sehn, zu der Weite unsrer Räume, lass uns auch die Grenzen sehn
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.

Wort Gedanken



Ungewissheit
In der Zeit, die im Moment herrscht, da stellt man sich häufig solche Fragen:
Wann ist das vorbei?
Kann ich im Sommer wie geplant in den Urlaub fahren?
Wird endlich eine Lösung gefunden?
Kann ich irgendwas tun, um die Situation zu verbessern?

Und so weiter...Aber das Problem ist, dass es nun einmal Fragen gibt, die man nicht beantworten kann und das wird einem eben in so einer Situation erst richtig bewusst, doch diese Fragen gibt es immer. Gerade, wenn man älter wird, da ist es eben nicht mehr gewiss, was Morgen, nächsten Montag oder nächstes Jahr passiert. Man kann nicht über alles Bescheid wissen und auch nicht über alles bestimmen. Es ist nicht möglich sein Leben vorzuplanen, da immer etwas Unerwartetes passieren kann. Niemand hat vor einem Jahr oder sogar am Anfang dieses Jahres erwartet, dass der Alltag und die Situation aller Länder sich so verändern kann. Doch das Schicksal hat uns eingeholt und uns etwas Unerwartetes gebracht. Das einzige, was jetzt hilft ist Vertrauen und Solidarität.

Vertrauen, weil wir eben nicht wissen, was passiert und jetzt auf Wissenschaftler, Politiker und Gott vertrauen müssen, dass es besser wird und wir mal die Zähne zusammenbeißen müssen, ohne wirklich selbst etwas ändern zu können. Es ist nicht einfach die Zukunft dem Zufall zu überlassen und es tut immer gut Bescheid zu wissen.

Solidarität, weil wir zusammenhalten müssen und gemeinsam durch die Zeit müssen in welcher der normale Alltag auf Eis gelegt und ein neuer entstanden ist. Wir können nicht vieles tun, doch das, was vielleicht helfen kann, dass ist es wert gemeinsam zu versuchen. Es gilt also: #StayHome oder auch #WirbleibenZuhause

Eine Aktion:
Mach mit:
Damit du/ Sie einen Teil in dieser Andacht mitgestalten kannst/ können, bitten wir Dich/Sie auf www.menti.com zu gehen und gib den Code: 615083 für unsere Umfrage ein. Gib deine Antwort(en) ein und dann kannst Du sogar Direkt unser gemeinsames Meinungsbild zu den dort gestellten Fragen ansehen



Hier findest du vollständigen Ergebnisse der Aktion.

Lass uns Fürbitte halten
Guter Gott,
wir bitten dich lass die Wissenschaftler schnell ein Gegenmittel, wie auch einen Impfstoff gegen das Coronavirus finden, damit nicht mehr so viele Menschen an dem Virus leiden müssen.

Guter Gott,
bei all der Ungewissheit und Angst, die wir gerade haben, wegen der Schule, dem Job oder einem Hobby, schenke uns Hoffnung, dass diese schwierige Situation bald vorüber ist.

Guter Gott,
schenke uns in dieser einsamen Zeit besonders viele Momente, wo wir mit unseren Freunden, Familie und Bekannten im Austausch sind, damit das Gefühl der Einsamkeit in keinem siegt und keiner in seinen eigenen Sorgen alleine ertrinkt.

Guter Gott,
sei bei all den Familien, die psychisch mit dieser Situation durch Einsamkeit nicht zurechtkommen oder durch diese Krankheit einen lieben Menschen verloren haben. Sei bei allen, die einfach mal wieder eine Umarmung brauchen. Halte uns alle in deiner geschützten Hand!

Guter Gott,
wir danke allen, die gerade jetzt mit vollem Eifer bei der Arbeit sind, damit wir etwas zu Essen, eine ärztliche Versorgung haben und damit die Politiker stressfrei arbeiten können.

Guter Gott,
sei bei uns und lenke uns ohne großen Schaden durch diese katastrophale Zeit kommen!

weltweit in Verbundenheit mit diesem uns allen einem Gebet, beten wir/ betest du:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen

Wir singen Möge die Straße uns zusammenführen
  • 1. Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein, sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 2. Führe die Straße, die gehst, immer nur zu deinem Ziel bergab; hab´ wenn es kühl wird, warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Nacht.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 3. Hab´ unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot; sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt du bist schon tot.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 4. Bis wir uns mal wiedersehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt; er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
Sei gesegnet:
Gott segne und behüte dich,
Gott lasse leuchten sein Angesicht auf Dich und sei Dir gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe Dir Frieden.
Amen

Unser Newsletter: GlaubeLiebeHoffnung

Mut machende Gedanken, eine Andacht zum jeweiligen Sonntag und verschiedene Inspirationen zum Mitmachen können Sie - so lange unsere Gemeindehäuser geschlossen sind - jeden Samstagmittag in Ihre E-Mail-Postfächer bekommen.

Wenn Sie Wünsche haben oder mit anderen etwas teilen möchten, schreiben Sie uns gerne eine Mail an
Wenn Sie unseren Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das unten gerne tun. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Andacht im Newsletter auch per Post zu, bitten wenden Sie sich bei Bedarf an das Büro der Verheißungskirche unter 040 / 57 14 830.


Wir sind für Sie da!

Trotz geschlossener Gemeindehäuser halten wir folgende Angebote für Sie bereit.

Stille + Segen to go

Den Tag beginnen mit einer halben Stunde schweigen: montags-freitags um 7.30 Uhr. In der Küche, dem Wohnzimmer, auf dem Balkon, bei einem Spaziergang im Gehege oder dem eigenen Garten. Gemeinsam geht auch so! Wir laden Sie herzlich ein, wenn Sie und Ihr auf die ganz eigene Art und Weise dabei seid.

An unseren Gemeindehäusern finden Sie außerdem Segens- und Psalmsprüche to go. Unter dem Motto "Nimm dir das, was du brauchst" (frei nach 2. Mose 16, 18) reißen Sie sich das ab, was Sie in dieser Zeit benötigen. Und seien Sie gewiss:
Wenn Sie das nächste Mal vor unseren Türen stehen, werden Sie wieder von Sprüchen to go empfangen werden.

Einfach mal schnacken

Wenn Sie Sorgen haben oder einfach mal reden möchten: Unsere Pastorinnen und Pastoren sind für Sie da.
  • Ute Andresen: 040 52630108
  • Daniel Birkner: 040 58915155
  • Maren Gottsmann: 040 320918 68
  • Dr. Hendrik Höver 040 57148312
  • Maren Trautmann: 040 18073821
  • Anke Zorn: 040 5511233

Ein Blick über den Tellerrand

Auch über unsere Gemeinde hinaus gibt es zahlreiche tolle Angebote. Wir möchten Sie ermutigen: Fühlen Sie sich eingeladen neue Wege zu gehen, Unbekanntes auszuprobieren und neue Erfahrungen zu machen. Gerade jetzt wo fast alle kulturellen Angebote ausfallen müssen, ist genau die richtige Zeit seinen eigenen Horizont zu erweitern.
Ein besonderes Projekt ist das Balkonsingen der Evangelischen Kirche Deutschland. Die EKD ruft dazu auf, täglich um 19 Uhr am offenen Fenster, auf dem Balkon oder im Garten "Der Mond ist aufgegangen" zu singen oder zu musizieren. Jeder und jede kann mitmachen, denn singen verbindet und tut gut. Machen Sie mit! Den Liedtext finden Sie hier.

Liedtext

Hoffnungsläuten - Glocken mittags um 12 als Zeichen der Hoffnung

Denk an das, was dich tröstet und stärkt.
Bitte für die Menschen, die Kraft brauchen!


Die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche rufen auf: In ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen mittags um 12 Uhr die Glocken läuten, als Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit. Die Glocken erinnern: Es ist an der Zeit, sich zu besinnen auf das, was tröstet und stärkt und uns weiterträgt angesichts dieser globalen Krise.
Sie erinnern: Wir gehören zusammen!
Sie fragen uns: Was ist jetzt wichtig?

Glocken erreichen unsere Ohren und Herzen auch bei Ausgangsbeschränkungen in unseren Wohnungen, in Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Orgelmusik zur Sterbestunde Christi

Am Karfreitag um 15:00 können Sie hier Orgelmusik gespielt von unserem Kirchenmusiker Finnegan Schulz zur Sterbestunde Christi hören.

Liebe Gemeinde,
am Karfreitag gedenken Christinnen und Christen in der ganzen Welt der Kreuzigung und dem Tod Jesu Christi. Für viele ist er ein Tag der Besinnlichkeit und der inneren Einkehr. In der Kirche am Markt gab es in der Vergangenheit am Karfreitag um 15.00 Uhr Musik zur Sterbestunde. Auch dieses Jahr sollte diese Musik stattfinden, mit der Dresdener Mezzosopranistin Marie-Louisa Reh und Kantor Finnegan Schulz an der Orgel. Aufgrund der aktuellen Situation kann diese Musik so nicht stattfinden. Damit Sie aber nicht ganz auf Musik zur Sterbestunde verzichten müssen, wird an dieser Stelle am Karfreitag um 15.00 Uhr eine etwa halbstündige Orgelandacht mit Finnegan Schulz als Video abrufbar sein. Die Pastoren Ute Andresen und Daniel Birkner werden Texte beisteuern. So haben Sie die Gelegenheit, in dieser aufgewühlten Zeit eine halbe Stunde zur Ruhe zu kommen und ganz persönlich dem Leiden und Sterben Jesu zu gedenken.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Choralbearbeitung „O Mensch, bewein dein Sünde groß “ BWV 622

Hermann Schroeder (1904-1984)
Intermezzo op.9 Nr. 2

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Orgelsonate d-Moll op. 65 Nr. 6 über den Choral „Vater unser im Himmelreich“

Kreuzweg der Jugend

Wir, das Vorbereitungsteam der Aktion Wach nach 8, wollen dich ganz herzlich einladen, dich gemeinsam mit uns auf den Jugendkreuzweg zu begeben. Wir wollten diesen Kreuzweg in der Nacht zum Ostersonntag mit einigen Jugendlichen der Gemeinde begehen. Da dies und auch alle anderen Live-Veranstaltungen zu Ostern aufgrund der gegebenen Situation ausfallen müssen, dachten wir uns, wir teilen diese Aktion mit der ganzen Gemeinde. Denn nur weil wir unsere Gotteshäuser nicht besuchen können, heißt das ja nicht, dass wir unseren Glauben nicht leben und feiern können. Und nur weil irgendwo Jugend davorsteht, heißt das nicht, dass Erwachsene das nicht auch machen und davon profitieren können. Also, was erwartet dich auf diesem Jugendkreuzweg? Dich erwarten 6 Stationen des Kreuzweges Jesu. Jede Station besteht aus einer Ikone (Kult- und Heiligenbild), Text(en) zu der jeweiligen Ikone, Impulsfragen zum Thema und einem kleinen Gebet. Nimm dir, wenn du Lust hast eine Stunde Zeit und begebe dich auf den Weg.

Wir wünschen dir eine gute Zeit und ein gesegnetes Osterfest.

Die 7 Stationen des Kreuzweges als PDF-Download:

Station 1: (Ver-)Urteilen

Station 2: Schweres

Station 3: Kreuz

Station 4: Erkenntnis

Station 5: Endgültig

Station 6: Bedeutsam

Station 7: Segensreich

Ostern mit Kindern zu Hause

Ein Angebot für Familien zu Ostern

Alle Familien, die sich zu Ostern mit der Ostergeschichte beschäftigen möchten, werden hier auf unserer Homepage fündig.

Es gibt eine kurze Anleitung für euren Kindergottesdienst@Home und dann findet ihr die Geschichtsabschnitte zu den verschiedenen Stationen Jesu: Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. So kann jede Familie Familiengottesdienst zu Hause feiern.

KiGo@Home Ablauf

Geschichte 1: Einzug in Jerusalem

Geschichte 2: Das Abendmahl

Geschichte 3: Abends in Jerusalem - Jesus geht zum Ölberg

Geschichte 4: Petrus verleugnet Jesus

Geschichte 5: Jesus lebt

Bastelidee zu Ostern: Hasen-Karte
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