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Kirche für Zuhause

Auch wenn gerade unsere Kirchenräume geschlossen sind - Kirche in Niendorf ist nicht abgesagt. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Aktionen


HomeChurch - die wöchentliche Andacht

Gebete, ein Lied, die Lesung des Sonntags und eine kleine Ansprache erhalten Sie per Newsletter, auf Wunsch per Post. Feiern wir gemeinsam Andacht!

Wir laden Sie ein sich sonntags um 9 Uhr eine Kerze anzuzünden, wenn Sie mögen einen kleinen Tisch zu dekorieren und gemeinsam ins Gebet einzustimmen. Um 9.30 Uhr wird unsere HomeChurch mit den Glocken, die an allen Gemeindeorten erklingen beendet und lädt gleichzeitig dazu ein den Fernsehgottesdienst im ZDF mitzufeiern.

Unser Kirchenmusiker*innen begleiten die Lieder der Andachten von der Orgel oder dem Klavier.
 

Andacht zum fünften Sonntag nach Trinitatis, 12.07.20

Hier können Sie die Andacht zum fünften Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Ute Andresen auch als PDF herunterladen.

Herzlich Willkommen! Ihnen und euch einen segensreichen Sonntag mit und in der HomeChurch!

Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen Gottes, dem Schöpfer der Welt und Quelle unseres Lebens, im Namen Jesu Christi, der uns ein Bruder und Begleiter auf dem Lebensweg ist und im Namen des Heiligen Geistes, der uns inspiriert, immer mal wieder etwas Neues auszuprobieren.
Amen.

Nach Psalm 36:
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Hört auf meine Erfahrungen: als ich Gott brauchte, da war er für mich da. Als ich voller Furcht war, holte Gott mich heraus. Ich schäme mich nicht, von meiner Angst zu erzählen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
So vieles in der Welt geht schief, Menschen verletzen und verfolgen einander. Recht und Gerechtigkeit werden mit Füßen getreten. Und manchmal bin auch ich ziemlich unfair zu anderen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Deine Güte und deine Gerechtigkeit mögen sich ausbreiten. Bewahre mich vor denen, die falsch reden und nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Hilf mir, nicht auf Kosten anderer zu leben. Leite mich auf dem Weg deiner Wahrheit.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Heute beschäftigen wir uns mit dem „Fischzug des Petrus“, Lukas 5, 1 - 11. Eine spannende Geschichte, weil sie so vertraut ist und doch noch Einiges zu erzählen bzw. zu hinterfragen hat.

Bei Lukas 5, 1 - 11 lesen wir:
1 Eines Tages stand Jesus am See Genezareth, und eine große Menschenmenge drängte sich um ihn. Alle wollten Gottes Botschaft von ihm hören. 2 Da sah er am Ufer zwei leere Boote liegen. Die Fischer hatten sie verlassen und waren gerade dabei, ihre Netze zu reinigen. 3 Jesus stieg in das Boot, das Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück vom Ufer abzustoßen. Dann setzte Jesus sich und lehrte die Menschen vom Boot aus. 4 Anschließend sagte er zu Simon: „Fahr jetzt weiter hinaus auf den See und werft eure Netze dort aus, wo es tief ist!“ 5 „Herr“, erwiderte Simon, „wir haben die ganze Nacht hart gearbeitet und nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich es tun.“. 6 Sie warfen ihre Netze aus und fingen so viele Fische, dass die Netze zu reißen begannen. 7 Deshalb winkten sie den Fischern im anderen Boot, ihnen zu helfen. Sie kamen, und bald waren beide Boote bis zum Rand beladen, so dass sie beinahe sanken. 8 Als Simon Petrus das sah, warf er sich vor Jesus nieder und rief: „Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch!“ 9 Er und alle anderen Fischer waren erschrocken und erstaunt über diesen Fang, 10 auch Jakobus und Johannes, die Söhne von Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Aber Jesus sagte zu Simon: „Fürchte dich nicht! Du wirst von nun an keine Fische mehr fangen, sondern Menschen für mich gewinnen.“. 11 Sie brachten die Boote an Land, ließen alles zurück und gingen mit Jesus.
(Übersetzung: Hoffnung für alle)

Hier meine Gedanken und Predigt zum „Fischzug des Petrus“
Liebe Netzfischerinnen und Netzfischer,

es ist schon spannend, sich mit einer so bekannten Geschichte, wie der „Fischzug des Petrus“ auseinander zu setzen und nicht gleich zu denken: Kenne ich! Jesus ist halt so überzeugend, dass Petrus und seine Kumpane alles verlassen, ihre Frauen und vielleicht auch Kinder, um in die Welt hinauszuziehen und ihre Aufgabe als Menschenfischer zu tun. Die Berufenen waren ja auch sehr erfolgreich und legten die Basis der Kirche. Petrus wurde zum Felsen, auf dem Jesus seine Kirche bauen wird.

Alles gut! Alles verstanden! Ende der Geschichte! Kann sein, muss aber nicht sein!

Mir schossen viele Fragen beim Lesen durch den Kopf: Hatte Petrus nichts Besseres zu tun als alles stehen und liegen zu lassen, um Menschenfischer zu werden? War es die Predigt Jesu, die diese Bereitschaft in ihnen gewirkt hat? Was ist aus mit seiner Frau geworden?

Schauen wir uns die Geschichte noch einmal genauer an: Eine Volksmenge bedrängt Jesus am See Genezareth. Da er kurz vorher die Schwieger-mutter des Petrus geheilt und in der Synagoge von Kafarnaum gelehrt hat, können wir davon ausgehen, dass es die Bewohner*innen dieses Dorfes waren, die sich hier um Jesus drängten. Die Menschen wollen mehr von der hoffnungsvollen und befreienden Botschaft Jesu hören, wie Verdurstende, die endlich vom Wasser des Lebens trinken können. Jesus spricht und berührt ihre Herzen. Er tröstet sie, gibt ihnen Stärke für den Alltag, Liebe für die angeschlagene Seele, Hoffnung in schweren Situationen.

Ich kenne diesen Durst, wenn ich nicht genug von einer Melodie bekommen kann, die mich berührt, die den richtigen Ton anschlägt und eine Glocke in mir zum Klingen bringt, dann will ich sie immer wieder hören. Oder wenn ich tröstenden Absätzen in einem Buch lese, schlage ich sie wieder und wieder nach.

Als die Rede vorbei ist, kehren die Menschen wieder in ihre Dörfer zurück. Sie gehen fort und tragen die Worte in ihre Herzen. Sie gehen zurück in ihren Alltag. So wie wir, wenn wir eine Zeitlang, auf Gottes Worte hören und uns dann wieder dem Alltag zuwenden.
Spielt die Botschaft, die Zeit, die ich in Gottes Nähe verbracht habe, im Alltag für mich eine Rolle?

Nach seiner Rede fordert Jesus von Simon noch einmal rauszufahren, wo es tief ist, und die Netze auszuwerfen. „Fischen am Tage?“, Simon denkt sich: „was für eine völlig blöde Idee!“ Und er versucht Jesus zaghaft die Stirn zu bieten: „Wir haben doch schon die ganze Nacht gefischt! War nichts zu kriegen! Und wir sind erschöpft und müde.“

Ich frage mich, warum hat Simon seine Meinung doch geändert: War es die Rede Jesu? Oder die Klarheit, mit der Jesus gesagt hat: „Fahr hinaus!“? Denn Simon antwortet: „Auf dein Wort werde ich die Netze auswerfen.“ Und ich höre: Deine Worte haben mich berührt! Ich vertraue dir! Ich lasse es auf einen Versuch ankommen — auch wenn ich mich vielleicht lächerlich mache.

Und wir haben die Geschichte gerade gelesen: Sie werfen am helllichten Tag die Netze aus und sind vom fischreichen Ergebnis überwältigt. Der Beweis für das in Jesus gesetzte Vertrauen haut Petrus wortwörtlich von den Füßen und er sinkt auf die Knie: „Ich bin nicht gut. Geh weg von mir! Lass mich in und mit meinem Leben allein!“

Es gibt diese Momente, in denen wir Schuld auf uns laden, wenn die Gedanken über andere uns Lügen strafen, weil wir von Annahmen ausgehen, die sich später als Irrtum herausstellen: Da ist die sonst so gern verspottete Nachbarin, die in einem Trauerfall als Erste Hilfe anbietet und sensibel reagiert. Da war es eben doch nicht der Freund, der Fahrerflucht begangen hat, auch wenn das zerbeulte Fahrrad die gleiche Marke und Farbe hat, wie das auf dem Fahndungsaufruf. Und da stellt sich der verschrobene „Alte“ von gegenüber, der seinen verrosteten Geländewagen meinetwegen lieber abwracken sollte, statt überall die Wege zu versperren, als Träger des Bundesverdienstkreuzes heraus, weil er mit genau diesem Auto vielen Menschen das Leben gerettet hat. Ich gehe in die Knie und leiste innerlich Abbitte — manchmal auch äußerlich — weil ich mich über jemanden erhoben habe und kleingläubig einem anderen Menschen gegenüber war.

In der Geschichte vom Fischzug denkt Jesus, der sein Netz durch die vom Boot gesprochenen Worte ausgeworfen hat, überhaupt nicht daran, von Petrus wegzugehen! „Fürchte dich nicht! Was zitterst du denn in deiner Schuld herum. Wirf sie über Bord! Ich sehe dich mit liebenden Augen an: Ich sehe deine Stärke, nicht nur deine Schwäche. Ich sehe deine Fürsorge für deine Kollegen und nicht nur deine Angst. Ich brauche dich. Fange keine stummen Fische, sondern bringe Menschen dazu, sich für Gottes Botschaft zu öffnen.“

Menschen begegnen Gottes Worten und Taten unterschiedlich — so war es damals, so ist es heute. Manche kommen, hören und gehen wieder. Andere erleben den Segen, den Gott auf ihre Arbeit legt. Und dann sind da noch diejenigen, die die Begegnung mit Jesus auf ganz neue Lebenswege führt.

Es muss ja nicht gleich ein Berufswechsel sein — kann es aber. Es müssen ja nicht gleich alle Prioritäten verschoben werden — könnten sie aber. Vielleicht sieht plötzlich das Leben ganz anders aus — auszuschließen ist es nicht. Rechnen wir mit der Möglichkeit, dass Gott so in unser Leben tritt und das Leben verändern kann?

Die Worte Jesu machen etwas mit einen: Sie werden angenommen oder aber verworfen. Man muss sich positionieren. Niemand geht ungerührt nach Hause. Die Worte gehen mit. Es gilt: Fürchte dich nicht! Jesus sagt es auch zu denen, die sich selbst nicht genug sind.

Fürchte dich nicht vor dem, was vor dir liegt. Ich bin mit dir, heute und an jedem Tag deines Lebens.
Amen


Jesus, der zu den Fischern lief (EG: 313)
1 Jesus, der zu den Fischern lief und Simon und Andreas rief,
sich doch ein Herz zu fassen, die Netze zu verlassen —
vielleicht kommt er auch heut vorbei,
ruft mich und dich, zwei oder drei,
doch alles aufzugeben und treu ihm nachzuleben.
2 Jesus, der durch die Straßen kam, den Mann vom Zoll zur Seite nahm
und bei ihm wohnen wollte, dass der sich freuen sollte —
vielleicht kommt er auch heut vorbei,
fragt mich und dich, zwei oder drei:
Wollt ihr mir euer Leben, und was ihr liebhabt, geben?
3 Der durch die Welt geht und die Zeit, ruft nicht, wie man beim Jahrmarkt schreit.
Er spricht das Herz an, heute, und sammelt seine Leute.
Und blieben wir auch lieber stehn —
zu wem denn sollen wir sonst gehn?
Er will uns alles geben, die Wahrheit und das Leben.

Fürbitte
Gott, wir bitten dich, die wir dir schon ins Netz gegangen sind, stärke den Glauben und die Zuversicht, die Dinge, die vor uns liegen, gut zu überstehen.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, wir bitten dich, die wir dir schon ins Netz gegangen sind, segne die tägliche Arbeit — innerhalb und außerhalb des Zuhauses.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, wir bitten dich, die wir dir schon ins Netz gegangen sind, für die Menschen, die es in ihrem Leben nicht so gut getroffen haben, die einsam und untröstlich sind.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, wir bitten dich, die wir dir schon ins Netz gegangen sind, für diejenigen, die glücklich sind, dass sie gesund und munter ihr Leben leben.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, wir bitten dich, hilf uns dabei, wenn wir auch Netze auswerfen, vom Glauben erzählen, dass der eine oder die andere darin hängen bleibt und sich für Gottes Botschaft öffnet.
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Gott, in der Stille bringen wir vor dich, was uns auf dem Herzen liegt, Gutes und Böses, Leichtes und Schweres; dir können wir alles hinlegen:
Stille
Kehrvers: Fürchte dich nicht. Ich sehe dich mit liebenden Augen an.
Im Vertrauen darauf, dass du unsere Gebete hörst und sie dir zu Herzen nimmst, beten wir auch das Vaterunser miteinander:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne uns und behüte uns,
wenn wir unserer Wege ziehen,
wenn wir zurückblicken und auch nach vorn.

Gott segne uns und behüte uns,
wenn wir unsere Netze um Unterstützung, Freund*innen und Neues
mit Liebe auswerfen.

Gott segne uns und behüte uns,
wenn wir wieder in den Alltag zurückkehren,
gestärkt durch Worte, Hoffnung und Lebensmut.

So segne und begleite euch der dreieinige Gott
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
Nachspiel: Finnegan Schulz - Fuge in C-Dur (Johann Sebastian Bach, BWV 547.2)

Andacht zum vierten Sonntag nach Trinitatis, 05.07.20

Hier können Sie die Andacht zum vierten Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Anke Zorn auch als PDF herunterladen.

Wir feiern räumlich voneinander entfernt — und dennoch im Glauben miteinander verbunden:
Im Namen Gottes feiern wir, der uns das Leben schenkt und es bewahrt,
im Namen von Jesus Christus, der uns zu einem neuen, sinnvollen Leben befreit,
im Namen der Heiligen Geistkraft, die in uns die Sehnsucht und die Liebe wachhält.

Um Großes und Grundsätzliches geht es an diesem 4. Sonntag nach Trinitatis: Um das Gute und das Böse. Ähnlich wie Erich Kästners "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" klingen die Sätze des Apostels Paulus, mit denen er zum Gut-Tun und Gut-Sein auffordert: Kann er sich nicht denken, dass man mit diesen Vorgaben in der Welt nur scheitern kann? In diesen Tagen ist ein riesiges Netzwerk von Kinderschändern aufgedeckt worden... Das Böse versteckt sich hinter dem freundlichen Lächeln zigtausender Männer. Wie kann man ein solches Böses mit Gutem überwinden?

Ich lade Sie ein mit mir zu beten mit Worten, die dem 36. Psalm nachempfunden sind:

Nach Psalm 36:
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Hört auf meine Erfahrungen: als ich Gott brauchte, da war er für mich da. Als ich voller Furcht war, holte Gott mich heraus. Ich schäme mich nicht, von meiner Angst zu erzählen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
So vieles in der Welt geht schief, Menschen verletzen und verfolgen einander. Recht und Gerechtigkeit werden mit Füßen getreten. Und manchmal bin auch ich ziemlich unfair zu anderen.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Deine Güte und deine Gerechtigkeit mögen sich ausbreiten. Bewahre mich vor denen, die falsch reden und nur auf ihren Vorteil bedacht sind. Hilf mir, nicht auf Kosten anderer zu leben. Leite mich auf dem Weg deiner Wahrheit.
Gott, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Paulus beschreibt in dem Abschnitt aus dem Brief an die Gemeinde in Rom, dass die christliche Lebensgestaltung und -haltung nicht begrenzt ist auf die Zeit in der besonderen Gemeinschaft im Gottesdienst, vielmehr kann und soll sie das ganze Leben durchdringen.

Der Predigttext für heute steht im Römerbrief Kapitel 12, Vers 17-21: 17 Auch wenn euch jemand Unrecht zugefügt hat, zahlt es nicht durch weiteres Unrecht zurück. Bemüht euch darum, allen Menschen gegenüber aufrichtig zu sein. 18 Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden. 19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem gerechten Gericht Gottes Raum; denn es ist geschrieben: Die Rache liegt in meinen Händen, ich werde alles Unrecht vergelten, spricht die Lebendige.
20 Wenn dein Gegner hungert, gib ihm etwas zu essen. Wenn deine Feindin Durst leidet, gib ihr zu trinken. Ein solches Verhalten häuft glühende Kohlen auf ihrem Kopf auf. 21 Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege Böses mit Gutem.
(Übersetzung: Bibel in gerechter Sprache)

Predigt
Was ist das Böse?
Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Sie reichen vom Teufel über "Du-weißt-schon-wer" (aus Harry Potter) bis zu heutigen Regierungen und ihren Regierungschefs, die Menschen foltern, Kriege anzetteln und aufrechterhalten. „Das Böse“ reicht von einer unheimlichen, unbeschreiblichen Macht bis zum Streit unter Kindergartenfreunden "Der war gemein zu mir!" Das Böse ist nicht nur eine moralische Größe, aber irgendwie auch. Es ist schwer zu benennen, obwohl wir heute genau wie Paulus damals, von Bösem umgeben sind. Wir haben sogar durch die Medien viel mehr Möglichkeiten, uns das Böse vorzustellen. Auch der Mord an George Floyd wurde per Handy festgehalten. Und mit jedem Krimi kommt das Böse in unsere Wohnzimmer...

Das Böse sollen wir besiegen, sagt Paulus. Aber was meint er damit?
Paulus beschreibt das Böse ganz konkret: „Auch wenn Euch jemand Unrecht zugefügt hat, zahlt es nicht mit weiterem Unrecht zurück“ (V.17) Er meint mit dem Bösen hier also eine ganz bestimmte Handlung, von Menschen herbeigeführt oder veranlasst. Unrecht tun, fällt nicht vom Himmel. Menschen tun es, die andere verleumden, übervorteilen, belügen, bestehlen, ihnen die Lebensgrundlagen entziehen und vieles mehr. Das Böse, das da gemeint ist, ist von Menschen gemacht. Es fügt persönlich Leid zu. Freundschaften und auch Familienbande kann es zerstören, Gesellschaften verunsichern und spalten, wenn Verdächtigungen oder Verleumdung oder Verschwörungstheorien gestreut werden. Die Angst, zu kurz zu kommen oder nicht geliebt zu werden, kann viel Unheil und viel Böses anrichten. Aber sie ist keine außerirdische Macht. Es sind die einzelnen Worte, die einzelnen Taten, von Menschen.
Sich umeinander zu bemühen und dem offenen Gespräch nicht auszuweichen, kann wieder zueinander und tieferem Verständnis führen. Das Gute gegen das Böse zu setzen, ist unsere Aufgabe, so Paulus.
Das Gute, so allgemein es zunächst klingt, hat Paulus ebenfalls in konkreten Handlungen beschrieben. Er ruft auf, unser Verhalten danach zu richten in Worten und Taten: „Zahlt Unrecht nicht mit Unrecht zurück — seid allen Menschen gegenüber aufrichtig — lebt mit allen in Gottes Frieden, rächt euch nicht selbst - auch Deinem Gegner, gib zu essen, deiner Feindin zu trinken". Dazu sind wir alle aufgefordert. Niemand von uns ist zu unbedeutend, zu alt oder zu schwach oder kann ja doch nichts ändern. Denn wovon und wie wir uns ernähren und kleiden, wie wir uns fortbewegen oder was wir in Anspruch nehmen, das hat Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen - und auf Gottes Schöpfung.
Deshalb ist es wichtig, auch beim ganz Alltäglichen bewusst zu entscheiden, was wir tun, oder lassen wollen. Ob es uns beispielsweise egal ist, dass Näherinnen in Bangladesch oder Osteuropäer in Deutschland unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen, ob die Urwälder abgeholzt und Völker von ihrem Land vertrieben werden... Raushalten können wir uns nicht! Alles, wofür oder wogegen wir uns entscheiden, was wir verbrauchen oder wofür wir uns einsetzen, soll aber das Gute befördern. Was Paulus meint, ist auch als Verantwortung für die Welt zu verstehen. Und es gibt keinen Bereich unseres Lebens, den wir da ausnehmen können. Paulus ruft zum Widerstand, auch zum Widerstand gegen die eigene Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit auf: Besiegt das Böse — besiegt es mit Gutem.

„Soweit es auf euch ankommt, lebt mit allen Menschen in Gottes Frieden.“ (V.18) Wenn Menschen so miteinander umgehen, dann machte es damals, vor knapp 2000 Jahren, einen enormen Unterschied: Die so genannte Feindesliebe, die schon immer Gottes Gebot war, war in der Welt um die jüdischen und christlichen Gemeinden herum noch lange nicht an der Tagesordnung. Und sie ist es auch heute nicht. Aber der Unterschied ist doch kleiner geworden, vielleicht kaum mehr zu erkennen. Viele in der Welt würden eine friedensförderliche Haltung für sich beanspruchen, ohne dass sie dabei aus dem Glauben motiviert wären. Konsensbildung, Konfliktmanagement, Friedensdienste, Einsatz für Menschenrechte — dafür muss ich keine Christin sein, kein Christ. Die Haltung, die Paulus der Gemeinde in Rom ans Herz legt, haben auch ganz andere Weltanschauungen längst zu Eigen. Von uns wird es als eher als Standard erwartet.
Der Unterschied liegt darin, dass gläubige Menschen sich an Gott halten und von ihm motiviert und gestärkt werden. Unser Umgang mit dem Bösen, mit Unrecht, mit Durst und Hunger jeglicher Art gründen sich nicht einfach in einer Entscheidung oder einem Willensakt. Sie gründen sich, so formuliert es Paulus, in Gottes Frieden, den wir uns schenken lassen können — am Ende jeder Gottesdienstfeier wird uns Gottes Friede zugesprochen. Von ihm umfangen zu sein, das stelle ich mir etwa so vor: Da ist ein Raum, ein Zustand, der viel größer ist als das, was wir schaffen könnten. In diesem Raum, in diesem Zustand können wir wieder unseren Teil zum Frieden beitragen, mit unserer individuellen Gabe, begrenzt und doch beherzt. Wir müssen ihn jedoch nicht allein schaffen. Das können wir auch gar nicht. Gottes Frieden ist größer. So groß, dass wir uns und unsere Sehnsucht in seine Arme werfen können.
Daher auch die realistische Einschätzung von Paulus: „Soweit es auf Euch ankommt...“ (V.18). Ihr habt nicht alles in der Hand.
Christinnen und Christen lieben nicht alle anderen Menschen aus vollem Herzen. Müssen das nicht tun und können das nicht immer. Es gibt einfach Frauen, Männer und Kinder, mit denen wir nicht zurechtkommen. Es gibt Menschen, die uns sogar zuwider sind. Wir haben manchmal Feinde. Auch das verschweigt Paulus nicht. Doch dem Gebot der Nächstenliebe entsprechend haben auch sie unsere Liebe, das heißt unsere Achtung und unser Ernstnehmen, verdient. Wenn wir uns anders verhalten als erwartet, werden wir nicht die Menschen ändern, vielleicht aber das Zusammenleben.
Auch wenn es nicht immer möglich ist, mit allen Menschen friedlich zusammenzuleben, können wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen, diesen Frieden mit anderen zu halten. Es geht nicht darum, Konflikte einfach unter den Teppich zu kehren. Wenn ein Streit ausgetragen wird, kann das durchaus ein Beitrag sein, das Böse mit Gutem zu besiegen. Nicht mit Anbiederung oder Unterwürfigkeit sollen wir reagieren, meint Paulus, sondern zu dem stehen, was als Gutes erkannt ist, und das auch vertreten ohne die andere Seite zu verachten. Mit Standfestigkeit, ja, aber nicht mit Gegengewalt.
Gottes Frieden ist das Eine. Das Andere: „Gebt Gottes Zorn Raum, lasst der Lebendigen die Rechtsprechung. (V.19) Dieser Gedanke lädt uns ein, unsere möglichen Rachegefühle oder Vergeltungsbedürfnisse im besten Sinne zurück zu stellen und Gott das Feld zu überlassen. Das ist viel leichter gesagt als gefühlt und getan. Gottes Zorn ist ein altes Bild für Gottes Leidenschaft, Gottes Engagement. Zorn gehört zur Vielfalt von Gottes Gefühlen wie die Liebe. Dabei geht es um die lange Beziehungsgeschichte zwischen Gott und uns Menschen. Um einen Bund, in dem alle zu ihrem Recht kommen können. Einen Bund, in dem wir unsere individuellen Bedürfnisse in ein größeres Ganzes stellen und doch satt werden sollen. Das ist die Verheißung. Weil bei Gott ganz andere Lösungen zum Frieden führen als in unserer Vorstellungskraft liegen.
„Soweit es auf Euch ankommt... Bemüht Euch!“ Das, was Paulus den Christinnen und Christen seiner Zeit schreibt, ist eine Lebensaufgabe: Um sie sollen wir uns bemühen solange wir atmen, denken und uns regen können. „Überwinde Böses mit Gutem“: Im Rahmen unserer Möglichkeiten können wir das, weil wir umfangen und getragen sind von Gottes Barmherzigkeit und seinem Frieden.
Amen


Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ (EG 503):
1) Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zier
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben,
sich ausgeschmücket haben.
2) Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide;
Narzissus und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide,
als Salomonis Seide.
3) Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder;
die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder,
Berg, Hügel, Tal und Felder.
4) Die Glucke führt ihr Völklein aus,
der Storch baut und bewohnt sein Haus,
das Schwälblein speist die Jungen,
der schnelle Hirsch, das leichte Reh
ist froh und kommt aus seiner Höh
ins tiefe Gras gesprungen,
ins tiefe Gras gesprungen.

Wir beten
Gott, wir bitten dich um die Kraft, das Böse mit Gutem zu überwinden.

Es könnte so einfach sein: Das Gute tun, das Böse lassen.
Dem Bösen die Stirn bieten.
Dem Guten in der Welt Raum geben.
Phantasievoll dem Bösen begegnen.

Doch, Gott, du weißt, wie es aussieht:
Wenn wir uns umsehen, sind wir vom Bösem in vielerlei Gestalt umgeben.

Darum bitten wir dich: Lass uns nicht zurückgeben, was wir an Bösem empfangen.
Lass uns darauf bedacht sein, das Gute in der Welt zu vermehren, dem Bösen die Stirn zu bieten. Dazu brauchen wir Mut und Entschlossenheit, Bereitschaft, ein offenes Wort zu sagen und Augen, die auch das Verborgene sehen.

Gib uns Kraft und Standfestigkeit, Frieden zu halten. Nicht nur mit denen, die wir mögen, sondern auch mit den Menschen, die wir nicht leiden können. Lass uns dem Streit nicht ausweichen, lass uns nicht einwilligen in einen faulen Frieden. Gib uns Klarheit und Liebe zu allen Menschen.

Und für das, was wir nicht in der Hand haben, bitten wir dich, Gott:
Gib denen, die über andere entscheiden, ein liebevolles Herz und einen freundlichen Blick für die Menschen. Lass sie ihre Verantwortung für andere wahrnehmen.

Mit den vertrauten Worten, die Jesus uns ans Herz gelegt hat, beten wir:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen
Nachspiel: Compass von Thomas Bergersen, gespielt von Familie Halberstadt

Andacht zum dritten Sonntag nach Trinitatis, 28.06.20

Hier können Sie die Andacht zum dritten Sonntag nach Trinitatis von Pastor Daniel Birkner auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit euch allen!

Ich begrüße Sie und Euch sehr herzlich zur Andacht! Die einen werden sie schon am Morgen oder Vormittag feiern, andere wie ich weiß erst nach dem späten Frühstück oder abends. Es ist ein faszienierender Gedanken, dass über den Tag verteilt da immer wieder jemand hier in der Gemeinde das Gotteslob teilt. Wenn wir den Horizont auf die ganze Welt weiten, können wir uns vorstellen, dass zu jeder Minute dieses Tages irgendwo Menschen zu beten, Gott loben, Gott danken, Gott ihre Sorgen anvertrauen. Das Lied 266 im EG bringt diesen Gedanken schön zum Ausdruck: „Denn unermüdlich, wie der Schimmer des Morgens um die Erde geht, ist immer ein Gebet und immer ein Loblied wach, das vor dir steht. Die Sonne, die uns sinkt, bringt drüben den Menschen überm Meer das Licht: Und immer wird ein Mund sich üben, der Dank für deine Taten spricht.“ So beten wir im Chor der Christinnen und Christen, der rund um die Welt Gott lobt. Wir beten mit eigenen Worten oder dieses Gebet:
Gott, öffne meine Lippen, damit mein Mund dein Lob verkünde und gute Worte finde.
Gott, öffne meine Augen, damit ich deine Herrlichkeit bestaune und die Not der Menschen sehe.
Gott, öffne meine Ohren, damit ich dein Wort vernehme und den Schrei der Armen höre.
Gott, öffne mein Gesicht, damit ich dir zugewandt lebe und allen offen begegne.
Gott, öffne mein Herz, damit Raum habe für dich und gute Gefühle für alle Menschen.
Gott, öffne meine Hände, damit ich die Fülle des Lebens fasse und reich bin im Geben.
Amen
Der Predigttext für den heutigen Sonntag und diese Andacht sind die letzten Verse aus dem Prophetenbuch Micha. Mit diesen Gedanken über Gottes Barmherzigkeit schließt er sein Buch. 18 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünden vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade! 19 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße treten und alle unsere Sünden in die Tiefe des Meeres werfen. 20 Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Gnade erweisen, wie du unseren Vätern vorzeiten geschworen hast. - Micha 7, 18-20 - geschrieben von Martina Kaul (Lektorin Kirche am Markt)

Vielleicht hatte Paul Gerhard diese Zeilen im Sinn, als er die 4. und die 5. Strophe seines Liedes „Nun danket all' und bringet Ehr'“ EG 322 dichtete.
1. Nun danket all' und bringet Ehr', ihr Menschen in der Welt; dem dessen Lob der Engels Heer im Himmel stets vermeldt'.
2. Ermuntert euch und singt mit Schall, Gott unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge tut;
3. der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt;
4. der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet guten Muts, die Straf' erlässt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts.
5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin.
Liebe Gemeinde! Ist die Corona-Pandemie eine Strafe Gottes?

Vor wenigen Tagen wurden unsere Bischöfin Frau Fehrs und der katholische Erzbischof von Hamburg Herr Heße vom Hamburger Abendblatt interviewt. Sie sollten Stellung nehmen zur Rolle der Kirche in der Corona Krise. Und dabei wurden ihnen auch diese Frage gestellt: „Ist die Corona-Pandemie eine Strafe Gottes?“

Beide verneinen das entschieden. Diese Deutung wäre ihnen gar nicht in den Sinn gekommen, sagen sie übereinstimmend. Bischöfin Fehrs spricht davon, dass sie die Krise eher als eine Prüfung empfinde. Sie deutet es so, dass unser Leben jetzt auf den Prüfstand gestellt werde: die Art wie wir leben, wie wir Beziehungen gestalten, wie wir wirtschaften. Erzbischof Heße stellt den Gedanken in den Mittelpunkt, dass wir Menschen gerade noch einmal vor Augen geführt bekommen, wie zerbrechlich unser Leben ist, und auch er stellt die Fragen: „Wie gestaltest du dein Leben? Wie gehst du mit deinem Leben um?“

Das Bild vom strafenden Gott hat offenbar ausgedient. Zum Glück.
Mein Bild von Gott ist es auch nicht. - Aber!
Wir können die Augen nicht davor verschließen, dass es in der Bibel vorkommt. Und nicht nur am Rand. Vor allem im Alten Testament wird Gott mehr als zweihundertmal ein zürnender oder strafender Gott genannt. Gerade Krankheiten wurden als Strafe gedeutet. Man kannte ja keine Viren oder Bakterien. Man wusste nichts über die Herkunft von Krankheiten. Also empfand man sie als Strafe. Als Strafe Gottes. Aber auch Kriege und Krisen wurden als Strafe Gottes gedeutet. Das war dann die Stunde der Propheten. Sie guckten auf die Missstände in der Gesellschaft und deuteten das Unglück als Gottes Zorn oder Strafe. Sie sagten also den Menschen: „Ihr seid an eurem Unglück selbst schuld.“ Sie können sich vorstellen, wie beliebt sie waren. So macht es auch der Prophet Micha. Und ganz am Ende seines Buches macht er sich abschließend Gedanken, wie er nun über Gott denkt: Ist Gott ein strafender Gott?

Sein Resumee ist: „Herr, wo sonst gibt es einen Gott wie dich? Du vergibst uns unsere Schuld. Du hältst nicht für immer an deinem Zorn fest; denn Güte und Liebe zu erweisen, macht dir Freude. Du wirst mit uns Erbarmen haben und alle unsere Schuld wegschaffen, du wirst sie ins Meer werfen, dort, wo es am tiefsten ist. Du wirst uns wieder mit Liebe begegnen, wie du es zuvor zugesagt hast.“

Micha lobt Gott. Er dankt Gott. Er meint, Gott hätte allen Grund zornig zu sein und zu strafen. Wir sehen also quasi im Hintergrund, dass Gott drohend die Hand hebt; aber im Vordergrund steht ein Bild von Gott, der voller Gnade und Liebe und Erbarmen ist. Daraus schöpft Micha am Ende Hoffnung. Und wir können es auch tun.

Der strafende Gott hat ausgedient. - Aber!
Aber dass Gott droht, mahnt und warnt sollten wir nicht außer Acht lassen. Im Gegenteil, wir müssen die Zeichen der Zeit ernstnehmen. Mich beeindruckt es, dass die Menschen des Alten Testaments bereit waren, darüber nachzudenken, dass ihre Probleme und Krisen etwas mit ihnen selbst und ihrem Verhalten zu tun haben könnte. Sie waren sich darüber bewusst, dass das, was sie taten, Folgen hat; und dass negative Verhaltensweisen negative Folgen haben würden. Sie übernehmen damit die Verantwortung für ihr Tun. Und sie denken darüber nach, was sie ändern müssten. Das vermisse ich oft in unserer Gesellschaft! Ich habe das Gefühl, wir leben eher nach dem Motto: „Die anderen sind schuld! Ich habe damit nichts zu tun!“ oder mit der Grundhaltung: „Da kann man sowieso nichts machen!“

Die Pandemie ist keine Strafe, aber sie ist in meinen Augen eine Mahnung und eine Warnung. Wir rücken der Natur und allen Geschöpfen mächtig auf den Leib. Und so können Erreger, die ursprünglich bei Tieren beheimatet sind, leichter auf uns überspringen. Die Pandemie lehrt uns etwas über den Umgang mit der Welt, mit der Schöpfung und uns selbst. Um der Natur und unser selbst willen: Achtung und Rücksicht sind angesagt. Wir sind selbst daran schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Wir werden die Konsequenzen unseres Verhaltens tragen müssen.

Ich habe das Gefühl, wir stehen an einem Scheideweg: Der eine Weg wäre, dass wir auch nach der Krise weiter machen wie bisher, dass wir der Sehnsucht erliegen, alles solle schnell wieder so werden wie zuvor. Mit doppelter Kraft sollen wir aufholen, was durch die Krise verloren ging. Augen zu und durch, egal was es kostet. Doch davor warnt uns Gott! Es geht nicht mehr so weiter!

Ich sehe aber auch den anderen Weg: Viele Menschen sind aktuell bereit, zu verzichten - wenn es allen hilft. Wir alle müssen uns einschränken, wir alle müssen gerade sogar auf Grundrechte verzichten, damit nicht zu viele krank werden. Doch wir tun es. Und da liegt Segen drauf. Wir haben die Infektionszahlen erheblich senken können. Es kommt mir manchmal wie ein Probelauf vor, denn ich denke, wir werden, um z.B. das Klima zu retten, auch in Zukunft mit Einschränkungen und Verzicht leben müssen. Aber das ist möglich, wenn wir begreifen, dass es allen - und damit auch uns selbst - zugutekommt.
Wir haben noch eine Chance. Gott gibt uns sein Wort drauf.

„Herr, wo sonst gibt es einen Gott wie dich? Du vergibst uns unsere Schuld. Du hältst nicht für immer an deinem Zorn fest; denn Güte und Liebe zu erweisen, macht dir Freude. Du wirst mit uns Erbarmen haben und alle unsere Schuld wegschaffen, du wirst sie ins Meer werfen, dort, wo es am tiefsten ist. Du wirst uns wieder mit Liebe begegnen, wie du es zuvor zugesagt hast.“

So ist das Prophetenwort ein Mutmacher und ein Trost. Da geht vor meinen Augen eine Tür auf. Es besteht die Möglichkeit der Vergebung, es gibt die berechtigte Hoffnung auf einen Neuanfang.

Für uns als Gesellschaft, aber - und darauf möchte ich zum Schluss sehen - auch für mich ganz persönlich. „Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung“, sagt der Volksmund. Ich bin umso mehr zur Einsicht, zur Reue und zur Umkehr bereit, wenn ich auf Verständnis und Vergebung hoffen darf. Wenn ich weiß, ich werde nicht auf Dauer auf meine Fehler und Verfehlungen festgenagelt, kann ich sie leichter bekennen. Ich kann davon befreit werden. Und dann kann sich was ändern. Gott ist ein liebender und vergebender Gott. Von Gottes Seite gibt es die volle Unterstützung, dass alles wieder gut werden kann. Er hat Freude an der Vergebung, weil dann Wunden heilen und neue Wege gegangen werden können. Alles kann und soll ja nach Gottes Willen gut werden. Ich habe eine sehr berührende Szene aus einem Film mit Robert de Niro vor Augen. Der Film erzählt die Geschichte einer Missionsstation in Südamerika.

Rodrigo Mendoza, gespielt von Robert de Niro, ist ein Sklavenhändler, der in Südamerika Indios jagt. Er schildert einem Pater, dass er im Streit seinen Halbbruder getötet hat. Er bereut die Tat. Er selbst legt sich als Buße eine im wahrsten Sinn schwere Last auf. Er bindet sich einen meterlangen schweren Sack um, in dem seine alte Rüstung steckt. So macht er sich mit dem Pater auf den Weg durch den Urwald zur Missionsstation, die im Gebiet der Indios liegt. Mendoza zieht und schleppt den Sack schwitzend hinter sich her. Die letzte Etappe müssen sie eine Felswand hoch klettern. Das Gewicht des Sacks hängt wie seine Schuld schwer auf seinen Schultern. Meter um Meter kämpft er sich hoch. Gerade als er die erste Hand oben auf den Rand legen kann, drohen ihn seine Kräfte zu verlassen. Als er aufschaut, sieht er in die Gesichter der Indios, die er vor kurzem noch verfolgt hat. Einer von ihnen zückt ein Messer. Er schneidet ihm den Sack von den Schultern. Die Last stürzt in die Tiefe.
So fühlt sich Vergebung an.
Amen

Hören Sie sich die Melodie des nächsten Liedes an, lesen sie den Text und spüren Sie dem nach. Es steht im Liederbuch Zwischen Himmel und Erde Nr. 289.
Wie ein Fest nach langer Trauer,
Wie ein Feuer in der Nacht.
Ein off'nes Tor in einer Mauer,
Für die Sonne auf gemacht.
Wie ein Brief nach langem Schweigen,
Wie ein unverhoffter Gruß.
Wie ein Blatt an toten Zweigen
Ein-ich-mag-dich-trotzdem-Kuss.

Refr. So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. 2x

Wie ein Regen in der Wüste,
Frischer Tau auf dürrem Land.
Heimatklänge für vermisste,
Alte Feinde Hand in Hand.
Wie ein Schlüssel im Gefängnis,
Wie in Seenot - Land in Sicht.
Wie ein Weg aus der Bedrängnis
Wie ein strahlendes Gesicht.

Refr. So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. 2x

Wie ein Wort von toten Worten Lippen,
Wie ein Blick der Hoffung weckt.
Wie ein Licht auf steilen Klippen,
Wie ein Erdteil neu entdeckt.
Wie der Frühling, der Morgen,
Wie ein Lied wie ein Gedicht.
Wie das Leben, wie die Liebe,
Wie Gott selbst das wahre Licht

Refr. So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein.
So ist Versöhnung, so ist vergeben und verzeih'n. 2x
Wir beten
Wie leicht selbst schwere Lasten werden, wenn wir sie nicht allein tragen müssen, Gott.
Die Last der Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen,
die Last des Alleinseins in Stunden, die nicht vorübergehen wollen,
die Last der Sorge um das eigene Leben oder das eines anderen,
die Last des Scheiterns in einer Beziehung oder im Beruf,
die Last der Not, wenn das Geld nicht mehr reicht.
Gott, es gibt so viele Lasten, die Menschen niederdrücken und ihnen das Leben schwer machen. Wir öffnen unser Herz und machen es weit. In der Stille denken wir vor dir an Menschen, die hier in der Nähe oder in der Ferne Not leiden und Lasten tragen.
Stille
Gott, gib uns die Kraft, dass wir unsere Last tragen können,
gib uns Fantasie und Mut, dass wir erkennen, wie wir anderen helfen können, ihre Lasten mitzutragen.
Wir bitten dich, Gott, lass uns aufmerksam mit offenen Augen, wachem Verstand und helfenden Händen auf, die achtgeben und denen beistehen, die auf Hilfe warten — hierzulande, vor unserer Haustür oder in einem fernen Land. Zeige uns, was wir tun können.
Amen

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Und so stellen wir uns unter den Segen Gottes:
So empfange Gottes Segen
Wenn du jetzt in deinen Alltag zurückkehrst
Sei dir Gottes Wort, Rat und Hilfe bei jeder Entscheidung
Sei dir Gottes Verheißung, eine mutmachende Kraft vor jedem Hindernis
Sei dir Gottes Vergebung, Heilung und Neuanfang in jedem Moment
Sei dir Jesu Beispiel Weg und Ziel
Sei dir die Kraft des Heiligen Geistes ein verlässlicher Trost in jedem Leid
Sei dir das Gebet weltweit wie ein Lied der Mutter in schlafloser Nacht
Sei dir der Segen Gottes die Weite, in der du ruhst.
Nachspiel:

Andacht zum zweiten Sonntag nach Trinitatis, 21.06.20

Hier können Sie die Andacht zum zweiten Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Maren Trautmann auch als PDF herunterladen.

Herzlich willkommen zur Andacht - wann und wo immer Sie sie jetzt lesen! In Gedanken und im Geist Gottes sind wir miteinander verbunden.
Wenn Sie mögen, stimmen Sie ein in Worte aus Psalm 118, den wir für diesen Monat in einer modernen Übersetzung für Sie ausgesucht haben.

Nach Psalm 118
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich
Hilf mir, Gott. Lass diesen Tag gelingen.
Fülle mein Herz mit Freude.
Fülle mein Herz mit Dank.
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich
Ich lag am Boden, aber du, Gott, hast mich aufgehoben.
Um mich war alles dunkel, aber in mir wurde es hell.
Mir fehlten die Worte. Aber du, Gott, hast in mir gesungen.
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich
Auch heute ist ein Tag, an dem du. Gott in unserer Mitte bist
Denn Du, Gott, bist mein Gott.
Meine Gedanken preisen Dich. Ja ich will dich loben und alle sollen es hören.
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich
Das Evangelium für den 2. Sonntag nach Trinitatis steht bei Lukas 14, 15-24
15 Einer von den Gästen griff dieses Wort auf und sagte zu Jesus: „Ja, freuen dürfen sich alle, die mit zu Tisch sitzen werden in Gottes neuer Welt!“ 16 Doch Jesus antwortete ihm mit einem Gleichnis; er sagte: „Ein Mann hatte viele Leute zu einem großen Essen eingeladen. 17 Als die Stunde für das Mahl da war, schickte er seinen Diener, um die Gäste zu bitten: ?Kommt! Alles ist hergerichtet!? 18 Aber einer nach dem andern begann, sich zu entschuldigen. Der erste erklärte: ?Ich habe ein Stück Land gekauft, das muss ich mir jetzt unbedingt ansehen; bitte, entschuldige mich.? 19 Ein anderer sagte: ?Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und will gerade sehen, ob sie etwas taugen; bitte, entschuldige mich.? 20 Ein dritter sagte: ?Ich habe eben erst geheiratet, darum kann ich nicht kommen.? 21 Der Diener kam zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der Herr zornig und befahl ihm: ?Lauf schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Gelähmten her!? 22 Der Diener kam zurück und meldete: ?Herr, ich habe deinen Befehl ausgeführt, aber es ist immer noch Platz da.? 23 Der Herr sagte zu ihm: ?Dann geh auf die Landstraßen und an die Zäune draußen vor der Stadt, wo die Landstreicher sich treffen, und dränge die Leute hereinzukommen, damit mein Haus voll wird!?“ 24 Jesus schloss: „Das sollt ihr wissen: Von den zuerst geladenen Gästen kommt mir niemand an meinen Tisch! (Übersetzung : Gute Nachricht)

Kennen Sie den Satz: „Die, die hier sind, sind die richtigen!“ Ich habe ihn schon manchmal gehört, wenn bei einer hochkarätig besetzten Veranstaltung die Besucherzahlen deutlich unter den Erwartungen geblieben sind. Dieser Satz ist ein Stück Selbsttröstung der Einladenden, und es wertet die auf, die da sind und sich vielleicht unsicher fühlen, weil sie sich nicht in der Menge verstecken können. „Die, die hier sind, sind die richtigen.“ Vielleicht ist ja sogar das Gleichnis vom großen Gastmahl, um das es heute geht, Ideengeber für diesen Gedanken. Passen würde es.

Da hat jemand eingeladen - frei nach dem Motto „save the date“ und als er die Gäste an das Fest erinnert, hat jeder etwas Besseres vor. Keine Zeit, keine Lust, nachvollziehbare und weniger nachvollziehbare Gründe werden als Begründung ins Spiel gebracht: Der Kauf eines Ackers, Der Kauf von Ochsen, eine Hochzeit. Der Gastgeber fühlt sich brüskiert und irgendwie kann man ihn auch verstehen. Aber es soll gefeiert werden, ein großes Festmahl und so schickt er seinen Diener erneut und lässt ihn einfach andere Menschen einladen: Und zwar die, die er normalerweise nicht dabei hätte haben wollen. Und die kommen: Die Gebrechlichen, die Blinden, die Armen. Wir wissen nicht, ob es ein gelungenes Fest war am Ende. Wir wissen nicht, ob der Gastgeber fröhlich war und seine Gäste ausgelassen - aber warum eigentlich nicht? Auf jeden Fall war da viel Platz und das Haus war voll. Ziel erreicht.

Wer sind wir in dieser Geschichte? Das Gefühl versetzt zu werden oder aber auch, nicht eingeladen zu sein, nicht dazuzugehören - das hat wohl jeder schon einmal erlebt. Aber vielleicht kennen Sie auch das Gefühl, müde zu sein und nicht jeder Einladung folgen zu können oder zu wollen. Im Moment ist das vielleicht nicht so das Problem, denn gegenwärtig ist das Thema Feste feiern ja eh ein ganz schwieriges Kapitel und es kann höchstens das Motto gelten: Klein, aber fein.

Gott lädt uns ein und wir haben die Freiheit, der Einladung zu folgen oder auch nicht. Und möglicherweise wechselt es ja auch im Laufe unseres Lebens, ob wir uns die Zeit nehmen und Gott unser Vertrauen schenken. Möglicherweise stecken in uns beide Gruppen der Eingeladenen: Manchmal haben wir vermeintlich Besseres zu tun und dann sind wir wieder bedürftig. Manchmal ist uns Gott fern, manchmal fühlen wir uns Gott nah.

Mit Blick auf die Kirche frage ich mich: Wen laden wir ein? Wer kommt? Und wie gehen wir damit um? Auch wir kennen ja durchaus die Enttäuschung - da macht man und tut man und es kommen viel weniger als eigentlich möglich wäre. Und andere verlassen uns sogar ganz Aber es ist an uns dranzubleiben. Hartnäckig zu bleiben wie der Gastgeber. Weiter rauszugehen, unsere Türen weiter zu öffnen und vielleicht auch einmal mehr draußen zu feiern. So dass andere unverbindlicher schauen und mitmachen können. Aber bitte alles nach Corona! Bis dahin versuchen wir Sie anders zu erreichen: Mit dem Newsletter, mit unseren Telefonandachten, mit Aktionen am Wegesrand und möchten damit alle einladen. Vielleicht kennen Sie ja jemanden, der von all dem noch nichts weiß? Erzählen Sie es gern weiter.

Und bei all diesen Bemühungen halten wir uns den Satz vor Augen: Die, die hier sind, ob zu Hause am Telefon oder Tablet oder im Kirchraum - Die, die hier sind, sind die richtigen. Schön, dass Sie da sind! Amen.

Wenn Sie mögen, hören Sie jetzt das Lied „Komm, sag es allen weiter“ nach dem Spiritual „Go, tell it on the mountains“.
Kehrvers:
Komm sag es allen weiter
Ruf es in jedes Haus hinein
Komm sag es allen weiter
Gott selber lädt uns ein


1. Sein Haus hat offene Türen
Er ruft uns in Geduld
Will alle zu sich führen
Auch die mit Not und Schuld

Kehrvers:

2. Wir haben sein Versprechen
Er nimmt sich für uns Zeit
Wird selbst das Brot uns brechen
Kommt alles ist bereit

Kehrvers:

3. Zu jedem will er kommen
Der Herr in Brot und Wein
Und wer ihn aufgenommen
Wird selber Bote sein.

Kehrvers:
Gemeinsam beten wir...
... für Einsamen, dass sie neue Wege zu anderen finden.
... für die Hoffnungslosen, dass sie wieder Mut bekommen
... für die Erschöpften, dass ihnen Kraft zuwächst.
... für die, die uns persönlich am Herzen liegen, beten wir in der Stille.


Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Und so stellen wir uns unter den Segen Gottes:
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes lass das Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Gott hebe das Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Amen.
Nachspiel:

Andacht zum ersten Sonntag nach Trinitatis, 14.06.20

Hier können Sie die Andacht zum ersten Sonntag nach Trinitatis von Pastorin Maren Gottsmann auch als PDF herunterladen.

Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart feiern wir diesen Gottesdienst.
Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart, die uns begleitet.
Und die uns ermutigt, dass wir einander gut begleiten können.
Amen Schön, dass wir diesen Gottesdienst gemeinsam feiern. An verschiedenen Orten, zu verschiedenen Zeiten. Auch wenn wir uns zur Zeit trotz Lockerungen immer noch nicht so treffen können wie früher. Wir können uns im Blick behalten. Und im Herzen. Ob und wie wir sogar ein Herz und eine Seele sein können, darum geht es heute in dieser Andacht. Ich möchte Sie nun einladen, den Monatspsalm zu beten
Eine moderne Umsetzung des Psalm 118.
Nach Psalm 118
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich
Hilf mir , Gott. Lass diesen Tag gelingen.
Fülle mein Herz mit Freude.
Fülle mein Herz mit Dank.
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich
Ich lag am Boden, aber Gott hob mich auf.
Um mich war alles dunkel, aber in mir wurde es hell.
Mir fehlten die Worte. Aber Gott sang in mir.
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich
Auch heute ist ein Tag, an dem Gott in unserer Mitte ist
Denn Du, Gott, bist mein Gott.
Meine Gedanken preisen Dich. Ja ich will dich loben und alle sollen es hören
Danket Gott, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich
Impuls zum Predigtabschnitt aus der Apostelgeschichte, 4, 32 - 37
Die ganze Gemeinde war ein Herz und eine Seele. Keiner betrachtete etwas von seinem Besitz als sein persönliches Eigentum. Sondern alles, was sie hatten, gehörte ihnen gemeinsam. Mit großer Krafttraten die Apostel als Zeugen dafür auf, dass Jesus, der Herr, auferstanden war. Die ganze Gnade Gottes ruhte auf der Gemeinde. Keiner von ihnen musste Not leiden. Wer Grundstücke oder Gebäude besaß, verkaufte diese und stellte den Erlös zur Verfügung. Er legte das Geld den Aposteln zu Füßen. Davon erhielt jeder Bedürftige so viel, wie er brauchte. So machte es auch Josef, ein Levit, der aus Zypern stammte. Die Apostel nannten ihn Barnabas, das bedeutet „der Tröster“. Josef verkaufte einen Acker, der ihm gehörte. Den Erlös stellte er der Gemeinde zur Verfügung und legte ihn den Aposteln zu Füßen.

Ein Herz und eine Seele. Manchmal erlebt man das. Dass man selber mit einem Menschen so verbunden ist. Dass man auf Menschen trifft, die das ausstrahlen und leben: Ein Herz und eine Seele sein. Das tut gut. Das klingt gut. Jedenfalls solange wir es nicht mit der gleichnamigen Sitcom aus den 70igern verbinden... und mit Alfred, dem Ekel. Doch nicht aus dieser Fernsehserie stammt die Redewendung, sondern aus der Bibel. "Die ganze Gemeinde war ein Herz und eine Seele" - mit diesem Satz beginnt die Lesung aus der Apostelgeschichte. Und mit ihm beginnt die Geschichte der noch jungen Christlichen Gemeinde. Gleichsam wie ein erstes Bild im Familien Fotoalbum - wie eine Art Motto - so stellt Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, diesen Vers an den Anfang der Christlichen Gemeinde.
In seinem Evangelium hatte er die Geschichten über Jesus zusammengetragen. Jesus, der sich mit den Armen und Ausgestoßenen an einen Tisch setzte und daran erinnerte, dass da, wo Gott im Spiel ist, nichts mehr beim Alten bleiben kann. Und nun, in der Apostelgeschichte erzählt Lukas von denen, die Jesus Weg gefolgt waren. Frauen und Männer aus ganz unterschiedlichen Lebenskontexten und mit völlig verschiedenen Biografien, die das eine verbindet: Für sie war durch Jesus etwas so grundlegend Neues in ihr Leben gekommen. Das wollten sie leben.

Und wenn Sie sich jetzt fragen: na, ob das wirklich alles so idyllisch gewesen ist damals in den ersten Gemeinden? Dann setzt die Bibel noch eins drauf: Denn nun folgt noch im gleichen Vers die Begründung. Es heißt dort: ...auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. Eine totale Gütergemeinschaft steht also am Beginn - da, wo sich sonst die Geister scheiden und Freundschaften enden, wenn es ums Geld geht, da verbinden sich in der frühen Christenheit Herzen und Seelen.
Eine Herzens Idylle gegründet auf Sozialismus pur.
Was für ein Anfang!
Was für ein Bild von einem Anfang.
Denn natürlich, so wird es nicht gewesen sein. Vielleicht hier und da und manchmal. Aber nicht immer. Damals nicht - und auch heute nicht. Wir kennen Konflikte aus allen Zeiten unserer Kirche. Allein, dass es uns als lutherische Kirche gibt, zeugt davon. Das Christentum hat furchtbarstes Leid über Einzelne, ganze Generationen, Völker und Religionen gebracht. Lukas schenkt uns ein Bild. Vielleicht gerade, weil es auch damals schon nicht so war, wie es sein sollte. Vielleicht ermahnt er uns - aber vor allem lädt er uns ein. So könnte es sein, schreibt er uns ins christliche Familienbuch - und - so sollte es sein. Und wo wir als Gemeinschaft heute, auch spirituell nicht zusammenfinden, da hat es für Lukas einen handfesten Grund: Weil wir uns im Bekommen und im Nehmen immer mehr voneinander entfernen. Als Gesellschaft, als Weltgemeinschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Und, so ist Lukas überzeugt: das schadet allen. Denn vom Teilen profitieren alle. Die die nehmen - und die, die geben.

Die Friedensnobelpreisträgerin Mutter Theresa hat im letzten Jahrhundert einmal gesagt: Die Krankheit dieser Welt ist es, das wir vergessen haben, dass wir alle zueinander gehören. We belong to each other. Das bedeutet auch, das alles, was wir tun, Folgen und Auswirkungen hat nicht nur für andere, sondern eben auch für uns selbst. In den USA konnten alle Covid 19 Infektionen auf eine einzelne Person zurückgeführt werden, die infiziert von einer Kreuzfahrt einreiste. Für mich ein eindrückliches und auch furchtbares Bild für unser Verbunden sein und auch Aneinandergebunden sein. Als Menschen sind wir Teil der Weltgemeinschaft. Als Christinnen und Christen haben wir eine Mission für diese Weltgemeinschaft. Denn, so formulierte es der Franziskaner Richard Rohr: An die Auferstehung zu glauben bedeutet, auf eine andere Zukunft hoffen zu können und auf die Veränderung der Gesellschaft hin zu mehr Frieden und Gerechtigkeit und Heil. Diese Hoffnung zu leben, bedeutet, Kirche zu sein.
Und vielleicht bin ich deswegen immer noch Pastorin, weil ich auf diese Hoffnung setze. Auch in dieser Zeit, in der ich die Ausmaße der Pandemie noch gar nicht begreifen kann. Aber auch da vertraue: Wir können daraus lernen, wir können daraus gutes werden lassen. Trotzdem. Und es gibt so wunderbare Beispiele - in Istanbul etwa zahlen Menschen die Schulden derer, die durch die Corona Krise ihre Gas- und Wasserrechnungen nicht mehr begleichen können. Innerhalb von zwei Tagen waren das 80 000 Rechnungen in Höhe von 1.3 Millionen Euro. Auch offene Rechnungen in den kleinen Läden im Stadtviertel wurden von Bürgerinnen und Bürgern übernommen. Bei Schalke und Bayern München verzichten Fußballprofis auf Gehaltsauszahlungen. Andere engagieren sich in dieser Zeit bewusst bei der Tafel. Und andere verschenken das Aufmalen von Segenssprüchen.

Ein Herz und eine Seele. Manchmal erlebt man das. Das bedeutet nicht, dass alles konfliktfrei wäre. Und dass das so locker aus dem Ärmel geschüttelt werden könnte. Ein Herz und eine Seele sein. Das tut gut. Das klingt gut. Wir könnten ja einfach mal anfangen. Ob es dann überhaupt reicht? Ob es sich lohnt? Na klar. Schließlich folgen wir dem, von dem Lukas in seinem Evangelium schreibt, dass er mit fünf Broten und zwei Fischen eine ganze Menge bewegen konnte.
Amen

Wir singen jetzt das Lied: „Wenn das Brot, dass wir teilen...“ aus: Liederbuch zwischen Himmel und Erde, Nummer 290.
Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
Und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt,
Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
Dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
In der Liebe, die alles umfängt,
In der Liebe, die alles umfängt

Wenn das Leid jedes Armen uns Christus zeigt,
Und die Not, die wir lindern, zur Freude wird,
Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
Dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
In der Liebe, die alles umfängt,
In der Liebe, die alles umfängt.

Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält
Und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt,
Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
Dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
In der Liebe, die alles umfängt,
In der Liebe, die alles umfängt.

Wenn der Trost, den wir geben, uns weiter trägt,
Und der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird,
Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
Dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
In der Liebe, die alles umfängt,
In der Liebe, die alles umfängt.

Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist
Und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt,
Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut,
Dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
In der Liebe, die alles umfängt,
In der Liebe, die alles umfängt.
Wir halten gemeinsam Fürbitte:
Gott.
Wir sind verbunden.
Als Menschen mit Menschen.
Als Glaubende untereinander.
Als Glaubende und Menschen mit dir.
Wir bringen dir unsere Gedanken.
Unseren Dank. Und unsere Sorgen.
Stille


Wir denken an alle, die wir lieben. Was tun sie gerade?
Stille


Wir denken an alle, die erschöpft sind - von der Ungewissheit, dem Arbeiten, vom Liebhaben und sich Kümmern, von der Sorge um diese Welt.
Stille


Wir denken an die Sterbenden. An die Trauernden. In Krankenhäusern, Lagern, auf dem Meer.
Stille


Wir denken an die, die versuchen, für sie zu sorgen.
Stille


Und wir denken an die Liebe, das Leuchten. Wie könnten wir heute etwas davon spürbar werden lassen - für uns und für andere?
Stille


Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Wir vertrauen auf Gottes Segen. Hände öffnen und laut sprechen:
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Angesicht leuchte über uns und sei uns gnädig.
Gottes schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen.
Und/Oder:

Fenster öffnen.
Einatmen. Ausatmen.
Spüren, dass du da bist. Spüren, dass andere da sind. Genau jetzt. Genau so. Verbunden miteinander. Verbunden mit Gott.
Einatmen. Ausatmen.
Leise sagen: „Gott spricht: Ich will dich segnen. Und du sollst ein Segen sein.“

Mehrmals wiederholen und dabei vielleicht lauter werden. Stille. Einatmen. Ausatmen. Fenster schließen.

Nachspiel: Romance sans paroles op. 85 von Alexandre Guilmant gespielt von Julia Wetzel-Kagelmann, Querflöte und Britta Irler, Flügel (Verheißungskirche)

Musikalische Sommergottesdienste

Wir freuen uns, dass wir wieder Gottesdienste feiern dürfen. Leider müssen wir auf das Gemeindesingen aus Infektionsschutzgründen weiterhin verzichten. Dafür laden wir abwechselnd Instumentalisten*innen in unsere Gottesdienste ein, um einer musikalischen Vielfalt zu lauschen!

Die Musik ist elementarer Bestandteil des Gottesdienstes ist und daher laden wir Sie ab dem 05. Juli zu einer neuen Reihe ein: Die musikalischen Sommergottesdienste in Niendorf. Jeden Sonntag, immer abwechselnd in der Kirche am Markt (10.00 Uhr) und in der Verheißungskirche (11.00 Uhr), wird ein/e Instrumentalist*in den Gottesdienst musikalisch bereichern. Wir wollen damit auch die finanzielle Notlage der freien Musiker und Musikerinnen unterstützen.

Sommerprogramm für Jugendliche

Unsere Teamer*innen bieten gemeinsam mit Diakonin Maike von Appen verschiedene Jugendaktionen vom 16.07 bis 28.07 in unserer Gemeinde an. Melde dich sofort an!

Start mit Abendandacht am 16.7., Ende mit Abschlussandacht am 28.7. Wir wollen Stand up paddling auf der Alster machen, Schnitzeljagd im Gehege, ein Escape Room Outdoor (dafür haben wir Experten in Erlebnispädagogik eingeladen) und vieles mehr. Es verspricht ein buntes Programm zu werden. Einige Aktionen können wir nur mit einem Teilnehmer*innenbetrag durchführen. Nach den Bestimmungen können pro Angebot immer 15 Personen zusammen sein. Bitte melde dich daher bei unser Diakonin Maike von Appen an. Eine Übersicht aller Angebote findest du in unserem Anmeldebogen.

Anmeldebogen Jugendangebote Sommer 2020

Anmeldung zur Teamer*innen-Ausbildung 14+ gestartet

14plus ist eine einjährige Teamer*innenausbildung für Jugendliche im Anschluss an die Konfirmation. Diese Fortbildung hat das Jugendpfarramt Hamburg-West/Südholstein in Kooperation mit den Gemeinden im Kirchenkreis entwickelt und verantwortet diese. Lokstedt, Niendorf, Schnelsen, Eidelstedt und Stellingen haben sich für diese Fortbildung zusammengetan, um jeweils circa 30 bis 40 Teamer*innen auszubilden. Nach einem gemeinsamen Starttag im September, kannst Du in vier Workshops und an einem Abschlusswochenende im Juni einen guten Ein- und Überblick in die Teamerarbeit gewinnen. Anmeldung und weitere Informationen bei unserer Diakonin Maike von Appen.

Anmeldeflyer 14+

Bachkantate

Am Pfingstsonntag feiert die Christenheit die Ausgießung des Heiligen Geistes. Unser Kirchenmusiker Finnegan Schulz feiert dieses christliche Fest mit einer Kantate von Johann Sebastian Bach

Gelegentlich wird Pfingsten auch als „Geburtstag der Kirche“ bezeichnet und unsere Gemeinde wollte dieses Fest nutzen, um das 250-jährige Jubiläum unserer Kirche am Markt zu feiern. Im großen zentralen Festgottesdienst sollte die Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51 von Johann Sebastian Bach erklingen. Doch große Gottesdienste - das geht coronabedingt zur Zeit leider nicht. Was aber geht: Musizieren! Deswegen haben wir die Kantate einfach aufgezeichnet (selbstverständlich unter Einhaltung der Abstandsregeln). Diese Kantate für Solosopran ist neben Streichern und Basso Continuo noch mit einer Trompete besetzt. Insbesondere der Sopran- und Trompetenpart dieser festlich jubilierenden Kantate verlangt den MusikerInnen ein hohes Maß an Virtuosität ab. Zusätzlich zur Kantate erklingt passend zu Pfingsten die Fantasie für Orgel über den Choral „Komm Heiliger Geist, Herre Gott“ BWV 651. Der Cantus firmus findet sich hier stark vergrößert im Pedal der Orgel, darüber lassen im Manual virtuose 16tel-Figuren den „Feuertanz“ des Heiligen Geistes erahnen.

Ausführende:
Sonja Bühler, Sopran
Oliver Christian, Trompete

Gustav Frielinghaus, Violine I
Theresa Reustle, Violine II
Carlota Guijarro Alonso, Viola
Simon Schachtner, Cello
Paula Capracci, Kontrabass

Finnegan Schulz, Leitung und Orgel
Bachkantate

Fantasia super

Unsere Kirchen sind offen

Jeden Tag von 12 bis 13 Uhr haben die Kirche am Markt und die Verheißungskirche mit Beginn des Mittagsläuten für Stille und persönliches Gebet geöffnet.

Ein Pastor, eine Pastorin des Pfarrteams ist anwesend und steht auf Wunsch für Gespräch und Gebet zur Verfügung. Die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen wie eine Alltagsmaske und der Mindestabstand sind natürlich auch in der Kirche einzuhalten.

Alltagshelden gesucht

Wir organisieren eine Niendorfer Nachbarschaftshilfe!

In diesen Tagen kommt es darauf an sich trotz Kontaktverboten nah zu sein, einander zu helfen und für einander Da zu sein. Wir möchten als Gemeinde ein Netzwerk gemeinsam mit anderen Organisationen im Stadtteil und sozialen Medien bilden, in dem man sowohl Unterstützung bekommen, als auch Hilfe anbieten kann. Viele Vereine und Initiativen bieten diese Alltagshilfe bereits an und auch wir möchten bei der Vermittlung unterstützen. Die Organisation übernehmen Pastorin Maren Trautmann und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates Florian Weißler. Für Sie gibt es also zwei Möglichkeiten:
 
1. Sie brauchen Unterstützung beim Einkaufen, der Medikamentenbesorgung oder der täglichen Runde mit dem Hund. Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, das heißt über 60 Jahre alt sind oder eine Vorerkrankung haben und deshalb die Wohnung nicht verlassen sollten, dann melden Sie sich bei uns. Bitte bedenken Sie, dass ihr Einkauf maximal 30 € kosten sollte, da die Helfenden in Vorkasse treten. Vor der ersten Lieferung werden wir telefonisch mit Ihnen Kontakt aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen. Sie bekommen bei der ersten Lieferung auch einen Zettel mitgeliefert mit allen wichtigen Informationen in schriftlicher Form.

2. Sie bieten Ihre Hilfe an. Darüber freuen wir uns sehr. Zum Schutz aller Beteiligten bitten wir Sie auf Körperkontakt jeglicher Art zu verzichten, die allgemeinen Hygieneregeln selbstverständlich einzuhalten und auch die Wohnung der älteren Menschen nicht zu betreten. Wir bitten Sie außerdem einen Einkaufswert bis zu 30 € auszulegen. In der Regel erhalten Sie das Geld bei der Lieferung, alternative Regelungen würden wir vorher telefonisch mit Ihnen besprechen.

Gerade in diesen Zeiten wollen wir dieses Angebot so unbürokratisch wie möglich gestalten und bitten alle Beteiligten zur gegenseitigen Rücksichtnahme!

Der direkte Weg zu uns!
Telefon: 521 05 622 oder 180 73 821 
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Bringt den Stein ins Rollen!

Hoffnungszeichen Ostersteine - in Niendorf

Malen - suchen - finden - weitergeben
Am Ostermorgen ist der Stein weggerollt und das Grab Jesu leer. Der Stein wird zum Hoffnungszeichen: Liebe ist stärker als der Tod.

Wie geht's? Stein (mit)nehmen, bemalen & im Stadtteil auslegen: Tibarg, Gehege, Fensterbrettern, Bänken...

Und was soll drauf?
Malt auf die Vorderseite des Steines Eure/Ihre persönliche Antwort auf die Frage: Was ist stärker als der Tod: Herzen, blühende Zweige, bunte Farben, Worte? wir sind gespannt! Auf der Rückseite #stärkeralsdertod & facebookgruppe Ostersteine. Wenn Platz ist: „suchen, finden & weitergeben“. Farben: Fast alles geht: Acryllack, Tusche Eddings, Nagellack, Filzstifte, Kreide?.. Wasserlösliche Farben mit Klarlack fixieren.

Und dann...?
Wird Euer Stein vielleicht gefunden und mitgenommen. Und Ihr findet vielleicht auch selber einen Stein zum Mitnehmen.

Fotos Eurer Steine unter #kircheimdialog oder #stärkeralsdertod bei Instagram oder Facebook posten oder an uns unter als E-Mail versenden!

Steine liegen auch vor unseren Gemeindehäusern. Sonst melden Sie sich bitte bei uns!

Gottesdienste in Corona-Zeiten

Die Stadt Hamburg hat im Rahmen der Corona-Lockerungen gottesdienstliche Angebote wieder erlaubt. Was das für uns in Niendorf bedeutet, erfahren Sie hier.

Den Rahmen für gottesdienstliche Angebote geben Hygienerichtlinien vor, von denen uns viele aus dem Alltag bereits vertraut sind. Ein eigens eingesetzter Ausschuss organisiert bereits, wie sie an unseren Niendorfer Standorten umgesetzt werden können. Zwischen „Lockdown oder lockern?“ verlief auch die Diskussion im Kirchengemeinderat (KGR). Wann können wir starten und wie wollen wir künftig feiern so ohne Gesang und mit Abstand? Was machen wir, wenn Pfingsten mehr Menschen kommen, als in den Kirchen erlaubt sind? An das traditionelle Open-Air-Event ist aufgrund des großen Zulaufs selbst Freiluft nicht zu denken. Schließlich fielen mehrheitlich folgende Entscheidungen: Dabei gilt auch für uns - wir fahren auf Sicht und müssen Entscheidungen gegebenenfalls anpassen. Interessant auch die „Handlungsempfehlungen der Nordkirche zum kirchlichen Leben und weiteren Verlauf der Corona-Pandemie“.

Singverbot in Corona-Zeiten

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen bis auf Weiteres alle Chorproben und der Posaunenchor aufallen. Auch in den Andachten darf nicht gesungen werden. Unser Kantor und Organist Finnegan Schulz erklärt, warum.

Vieles ist noch unklar und nicht ausreichend erforscht beim neuen Virus Sars-CoV-2. Klar ist aber: Das Corona-Virus befällt hauptsächlich die Atemwege. Daher ist dies ist auch der Hauptübertragungsweg, über Atemluft, Speichel und Atemwegssekrete. Die Verbreitung erfolgt durch Aersole, die die Viren durch die Luft tragen. Forscher haben herausgefunden, dass diese Aerosole in geschlossenen Räumen deutlich länger in der Luft bleiben.

Singen ist eine atemintensive Tätigkeit. Wir holen tief Luft, um eine Phrase zu singen. Während wir singen, bildet der Ausatemstrom an unseren Lippen den Ton und wir atmen deutlich länger aus. Dadurch ist es gut möglich, dass wir auch mehr Aerosol in die Luft geben. Außerdem kann es beim Singen in unserem Körper zu einer erhöhten Produktion von Schleim kommen, den wir dann unfreiwillig durch Husten oder Räuspern im Raum verteilen. Und: Wenn wir Konsonanten beim Singen besonders deutlich sprechen wollen (worüber ich mich als Chorleiter normalerweise immer sehr freue!), werden Spuckepartikel in Form von Tröpfchen ausgestoßen, die sich wiederum auch im Raum verteilen.

All diese Faktoren lassen vermuten, dass Singen zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen kann, besonders in geschlossenen Räumen. Deswegen müssen wir, so schmerzhaft das für viele von uns ist, für das erste auf Singen im Gottesdienst und in den Chören unserer Gemeinde verzichten.

Wer sich weiter in diese Thematik einlesen möchte, kann das mit folgender Studie tun.

Jugendgottesdienst-Andacht

Moin Moin,
statt eines Jugendgottesdienstes kommen auch wir im Corona-April 2020 in die digitale Form einer Andacht zu Dir. JuGo ausfallen lassen? Das stand für uns nie zur Debatte.

Wie auch bei einem "live"-JuGo gibt es auch in dieser Andacht Lieder zum Mitsingen. Unser Kirchenmusiker hat uns netterweise bekannte Lieder aufgenommen.

Lass dich auf die kommende Texte ein und sei ganz bei Dir.
 

Jugendgottesdienst-Andacht

In folgenden Liedern & Texten sind wir im Glauben an den dreieinigen Gott, Gott, Jesus und Heiligen Geist miteinander verbunden.

Gebet zum Einstimmen:
Sprich gern ein Gebet, um mit Gott in Verbindung zu treten und um dich auf Folgendes bewusst einzulassen:
Guter Gott, so wie es mir gerade geht, bin ich hier, kommen ich zu Dir. Schau mich an und sei bei mir jetzt in dieser Zeit in der ich diese JuGo Andacht lese und erlebe.
Amen

Wir wollen das erste Lied singen: Weite Räume meinen Füßen
  • 1.Weite Räume meinen Füßen, Horizonte tun sich auf, zwischen Wagemut und Ängsten nimmt das Schicksal seinen Lauf, zwischen Wagemut und Ängsten, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 2. Schritt ins Offne, Ort zum Atmen, hinter uns die Sklaverei, mit dem Risiko des Irrtums machst Du Gott, uns Menschen frei, mit dem Risiko des Irrtums machst du, Gott uns Menschen frei
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 3. Da sind Quellen sind Ressourcen, da ist Platz für Fantasie; zwischen Chancen und Gefahren Perspektiven wie noch nie, zwischen Chancen und Gefahren, Perspektiven wie noch nie
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.
  • 4. Doch bleib Kompass, bleibe Richtschnur, das wir nicht verloren gehen, zu der Weite unsrer Räume lass uns auch die Grenzen sehn, zu der Weite unsrer Räume, lass uns auch die Grenzen sehn
    Refrain: Du stellst meine Füße, auf weiten Raum, auf weiten Raum, Du stellst meine Füße auf weiten Raum, auf weiten Raum, auf weiten Raum.

Wort Gedanken



Ungewissheit
In der Zeit, die im Moment herrscht, da stellt man sich häufig solche Fragen:
Wann ist das vorbei?
Kann ich im Sommer wie geplant in den Urlaub fahren?
Wird endlich eine Lösung gefunden?
Kann ich irgendwas tun, um die Situation zu verbessern?

Und so weiter...Aber das Problem ist, dass es nun einmal Fragen gibt, die man nicht beantworten kann und das wird einem eben in so einer Situation erst richtig bewusst, doch diese Fragen gibt es immer. Gerade, wenn man älter wird, da ist es eben nicht mehr gewiss, was Morgen, nächsten Montag oder nächstes Jahr passiert. Man kann nicht über alles Bescheid wissen und auch nicht über alles bestimmen. Es ist nicht möglich sein Leben vorzuplanen, da immer etwas Unerwartetes passieren kann. Niemand hat vor einem Jahr oder sogar am Anfang dieses Jahres erwartet, dass der Alltag und die Situation aller Länder sich so verändern kann. Doch das Schicksal hat uns eingeholt und uns etwas Unerwartetes gebracht. Das einzige, was jetzt hilft ist Vertrauen und Solidarität.

Vertrauen, weil wir eben nicht wissen, was passiert und jetzt auf Wissenschaftler, Politiker und Gott vertrauen müssen, dass es besser wird und wir mal die Zähne zusammenbeißen müssen, ohne wirklich selbst etwas ändern zu können. Es ist nicht einfach die Zukunft dem Zufall zu überlassen und es tut immer gut Bescheid zu wissen.

Solidarität, weil wir zusammenhalten müssen und gemeinsam durch die Zeit müssen in welcher der normale Alltag auf Eis gelegt und ein neuer entstanden ist. Wir können nicht vieles tun, doch das, was vielleicht helfen kann, dass ist es wert gemeinsam zu versuchen. Es gilt also: #StayHome oder auch #WirbleibenZuhause

Eine Aktion:
Mach mit:
Damit du/ Sie einen Teil in dieser Andacht mitgestalten kannst/ können, bitten wir Dich/Sie auf www.menti.com zu gehen und gib den Code: 615083 für unsere Umfrage ein. Gib deine Antwort(en) ein und dann kannst Du sogar Direkt unser gemeinsames Meinungsbild zu den dort gestellten Fragen ansehen



Hier findest du vollständigen Ergebnisse der Aktion.

Lass uns Fürbitte halten
Guter Gott,
wir bitten dich lass die Wissenschaftler schnell ein Gegenmittel, wie auch einen Impfstoff gegen das Coronavirus finden, damit nicht mehr so viele Menschen an dem Virus leiden müssen.

Guter Gott,
bei all der Ungewissheit und Angst, die wir gerade haben, wegen der Schule, dem Job oder einem Hobby, schenke uns Hoffnung, dass diese schwierige Situation bald vorüber ist.

Guter Gott,
schenke uns in dieser einsamen Zeit besonders viele Momente, wo wir mit unseren Freunden, Familie und Bekannten im Austausch sind, damit das Gefühl der Einsamkeit in keinem siegt und keiner in seinen eigenen Sorgen alleine ertrinkt.

Guter Gott,
sei bei all den Familien, die psychisch mit dieser Situation durch Einsamkeit nicht zurechtkommen oder durch diese Krankheit einen lieben Menschen verloren haben. Sei bei allen, die einfach mal wieder eine Umarmung brauchen. Halte uns alle in deiner geschützten Hand!

Guter Gott,
wir danke allen, die gerade jetzt mit vollem Eifer bei der Arbeit sind, damit wir etwas zu Essen, eine ärztliche Versorgung haben und damit die Politiker stressfrei arbeiten können.

Guter Gott,
sei bei uns und lenke uns ohne großen Schaden durch diese katastrophale Zeit kommen!

weltweit in Verbundenheit mit diesem uns allen einem Gebet, beten wir/ betest du:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen

Wir singen Möge die Straße uns zusammenführen
  • 1. Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein, sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 2. Führe die Straße, die gehst, immer nur zu deinem Ziel bergab; hab´ wenn es kühl wird, warme Gedanken und den vollen Mond in dunkler Nacht.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 3. Hab´ unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot; sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt du bist schon tot.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
  • 4. Bis wir uns mal wiedersehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt; er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest.
    Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, Friede über dich und unser Land.
Sei gesegnet:
Gott segne und behüte dich,
Gott lasse leuchten sein Angesicht auf Dich und sei Dir gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf dich und gebe Dir Frieden.
Amen

Unser Newsletter: GlaubeLiebeHoffnung

Mut machende Gedanken, eine Andacht zum jeweiligen Sonntag und verschiedene Inspirationen zum Mitmachen können Sie - so lange unsere Gemeindehäuser geschlossen sind - jeden Samstagmittag in Ihre E-Mail-Postfächer bekommen.

Wenn Sie Wünsche haben oder mit anderen etwas teilen möchten, schreiben Sie uns gerne eine Mail an
Wenn Sie unseren Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das unten gerne tun. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Andacht im Newsletter auch per Post zu, bitten wenden Sie sich bei Bedarf an das Büro der Verheißungskirche unter 040 / 57 14 830.
 
Ausgaben unseres Newsletters GlaubeLiebeHoffnung

Wir sind für Sie da!

Trotz geschlossener Gemeindehäuser halten wir folgende Angebote für Sie bereit.

Stille + Segen to go

Den Tag beginnen mit einer halben Stunde schweigen: montags-freitags um 7.30 Uhr. In der Küche, dem Wohnzimmer, auf dem Balkon, bei einem Spaziergang im Gehege oder dem eigenen Garten. Gemeinsam geht auch so! Wir laden Sie herzlich ein, wenn Sie und Ihr auf die ganz eigene Art und Weise dabei seid.

An unseren Gemeindehäusern finden Sie außerdem Segens- und Psalmsprüche to go. Unter dem Motto "Nimm dir das, was du brauchst" (frei nach 2. Mose 16, 18) reißen Sie sich das ab, was Sie in dieser Zeit benötigen. Und seien Sie gewiss:
Wenn Sie das nächste Mal vor unseren Türen stehen, werden Sie wieder von Sprüchen to go empfangen werden.

Einfach mal schnacken

Wenn Sie Sorgen haben oder einfach mal reden möchten: Unsere Pastorinnen und Pastoren sind für Sie da.
  • Ute Andresen: 040 52630108
  • Daniel Birkner: 040 58915155
  • Maren Gottsmann: 040 320918 68
  • Dr. Hendrik Höver 040 57148312
  • Maren Trautmann: 040 18073821
  • Anke Zorn: 040 5511233

Ein Blick über den Tellerrand

Auch über unsere Gemeinde hinaus gibt es zahlreiche tolle Angebote. Wir möchten Sie ermutigen: Fühlen Sie sich eingeladen neue Wege zu gehen, Unbekanntes auszuprobieren und neue Erfahrungen zu machen. Gerade jetzt wo fast alle kulturellen Angebote ausfallen müssen, ist genau die richtige Zeit seinen eigenen Horizont zu erweitern.
Ein besonderes Projekt ist das Balkonsingen der Evangelischen Kirche Deutschland. Die EKD ruft dazu auf, täglich um 19 Uhr am offenen Fenster, auf dem Balkon oder im Garten "Der Mond ist aufgegangen" zu singen oder zu musizieren. Jeder und jede kann mitmachen, denn singen verbindet und tut gut. Machen Sie mit! Den Liedtext finden Sie hier.

Liedtext

Hoffnungsläuten - Glocken mittags um 12 als Zeichen der Hoffnung

Denk an das, was dich tröstet und stärkt.
Bitte für die Menschen, die Kraft brauchen!


Die Bischöfinnen und Bischöfe der Nordkirche rufen auf: In ganz Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen mittags um 12 Uhr die Glocken läuten, als Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit. Die Glocken erinnern: Es ist an der Zeit, sich zu besinnen auf das, was tröstet und stärkt und uns weiterträgt angesichts dieser globalen Krise.
Sie erinnern: Wir gehören zusammen!
Sie fragen uns: Was ist jetzt wichtig?

Glocken erreichen unsere Ohren und Herzen auch bei Ausgangsbeschränkungen in unseren Wohnungen, in Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Orgelmusik zur Sterbestunde Christi

Am Karfreitag um 15:00 können Sie hier Orgelmusik gespielt von unserem Kirchenmusiker Finnegan Schulz zur Sterbestunde Christi hören.

Liebe Gemeinde,
am Karfreitag gedenken Christinnen und Christen in der ganzen Welt der Kreuzigung und dem Tod Jesu Christi. Für viele ist er ein Tag der Besinnlichkeit und der inneren Einkehr. In der Kirche am Markt gab es in der Vergangenheit am Karfreitag um 15.00 Uhr Musik zur Sterbestunde. Auch dieses Jahr sollte diese Musik stattfinden, mit der Dresdener Mezzosopranistin Marie-Louisa Reh und Kantor Finnegan Schulz an der Orgel. Aufgrund der aktuellen Situation kann diese Musik so nicht stattfinden. Damit Sie aber nicht ganz auf Musik zur Sterbestunde verzichten müssen, wird an dieser Stelle am Karfreitag um 15.00 Uhr eine etwa halbstündige Orgelandacht mit Finnegan Schulz als Video abrufbar sein. Die Pastoren Ute Andresen und Daniel Birkner werden Texte beisteuern. So haben Sie die Gelegenheit, in dieser aufgewühlten Zeit eine halbe Stunde zur Ruhe zu kommen und ganz persönlich dem Leiden und Sterben Jesu zu gedenken.

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Choralbearbeitung „O Mensch, bewein dein Sünde groß “ BWV 622

Hermann Schroeder (1904-1984)
Intermezzo op.9 Nr. 2

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
Orgelsonate d-Moll op. 65 Nr. 6 über den Choral „Vater unser im Himmelreich“

Kreuzweg der Jugend

Wir, das Vorbereitungsteam der Aktion Wach nach 8, wollen dich ganz herzlich einladen, dich gemeinsam mit uns auf den Jugendkreuzweg zu begeben. Wir wollten diesen Kreuzweg in der Nacht zum Ostersonntag mit einigen Jugendlichen der Gemeinde begehen. Da dies und auch alle anderen Live-Veranstaltungen zu Ostern aufgrund der gegebenen Situation ausfallen müssen, dachten wir uns, wir teilen diese Aktion mit der ganzen Gemeinde. Denn nur weil wir unsere Gotteshäuser nicht besuchen können, heißt das ja nicht, dass wir unseren Glauben nicht leben und feiern können. Und nur weil irgendwo Jugend davorsteht, heißt das nicht, dass Erwachsene das nicht auch machen und davon profitieren können. Also, was erwartet dich auf diesem Jugendkreuzweg? Dich erwarten 6 Stationen des Kreuzweges Jesu. Jede Station besteht aus einer Ikone (Kult- und Heiligenbild), Text(en) zu der jeweiligen Ikone, Impulsfragen zum Thema und einem kleinen Gebet. Nimm dir, wenn du Lust hast eine Stunde Zeit und begebe dich auf den Weg.

Wir wünschen dir eine gute Zeit und ein gesegnetes Osterfest.

Die 7 Stationen des Kreuzweges als PDF-Download:

Station 1: (Ver-)Urteilen

Station 2: Schweres

Station 3: Kreuz

Station 4: Erkenntnis

Station 5: Endgültig

Station 6: Bedeutsam

Station 7: Segensreich

Ostern mit Kindern zu Hause

Ein Angebot für Familien zu Ostern

Alle Familien, die sich zu Ostern mit der Ostergeschichte beschäftigen möchten, werden hier auf unserer Homepage fündig.

Es gibt eine kurze Anleitung für euren Kindergottesdienst@Home und dann findet ihr die Geschichtsabschnitte zu den verschiedenen Stationen Jesu: Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag. So kann jede Familie Familiengottesdienst zu Hause feiern.

KiGo@Home Ablauf

Geschichte 1: Einzug in Jerusalem

Geschichte 2: Das Abendmahl

Geschichte 3: Abends in Jerusalem - Jesus geht zum Ölberg

Geschichte 4: Petrus verleugnet Jesus

Geschichte 5: Jesus lebt

Bastelidee zu Ostern: Hasen-Karte
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