AKTUELLESKONTAKTSPENDENNEWSLETTER

Aktuelles

HomeChurch - die wöchentliche Andacht

Wir laden Sie herzlich ein in unsere wöchentliche "HomeChurch" oder besser "Kirche für Zuhause", die Sie hier mit einer Andacht unseres Pastor*innen-Teams jede Woche neu auf unserer Webseite finden oder jeden Sonnabend per E-Mail erhalten können.

Gebete, ein Lied, die Lesung des Sonntags und eine kleine Ansprache erhalten Sie mit unserem wöchentlichen Newsletter "Kirche für Zuhause" frei Haus. Zünden Sie sich für Ihre HomeChurch gerne eine Kerze an und stimmen Sie in Gedanken verbunden mit uns ins Gebet ein. Auf Wunsch erhalten Sie unser Angebot auch per Post. Unser Kirchenmusiker*innen begleiten die Lieder der Andachten an der Orgel oder dem Klavier.



Sie möchten eine Andacht lieber hören? Unsere Telefonandachten erreichen Sie unter 040 52105784 oder direkt hier anhören:

Telefonandacht vom 24.01.

 

Andacht zum 3. Sonntag nach Epiphanias, 24.01.2021

Hier können Sie die Andacht zum 3. Sonntag nach Epiphanias von Pastor Dr. Hendrik Höver auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit dir!
Herzlich willkommen zur Andacht für zu Hause. Schön, dass Sie sich die Zeit dafür nehmen. Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart sind wir miteinander verbunden, wo und wann immer wir feiern.

Wir beten mit Worten aus Psalm 86
Herr, neige deine Ohren und erhöre mich;
denn ich bin elend und arm.

Bewahre meine Seele, denn ich bin dir treu.
Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verlässt auf dich.

Denn du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen.
In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören!

Herr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was du tust.
Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr,
und deinen Namen ehren, dass du so groß bist und Wunder tust und du allein Gott bist.

Weise mir, Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit;
erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.
Im Brief des Paulus an die Römer lesen wir im 1. Kapitel (Verse 13-17):
Ich will euch aber nicht verschweigen, Brüder und Schwestern, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen — wurde aber bisher gehindert —, damit ich auch unter euch Frucht schaffe wie unter andern Heiden. Griechen und Nichtgriechen, Weisen und Nichtweisen bin ich es schuldig; darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen. Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Hab 2,4): „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“

Predigtimpuls
Der biblische Wochenspruch der über dieser Woche steht, beschreibt eine große Sehnsucht, die passender nicht sein könnte in der Zeit der Pandemie: „Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes“ (Lukasevangelium 13,29).

Ja, wie wäre das schön, wenn wir endlich wieder alle zusammenkommen und uns treffen könnten, von Osten und von Westen, von Norden und von Süden. Aber die Zeichen stehen anders: Die Einschränkungen sind stärker und härter als jemals zuvor. Alles getrieben von der Hoffnung, damit die Pandemie einzudämmen. Und gleichzeitig geht so manchen von uns die Puste aus bei diesem Dauerlauf. Wir können nicht mehr! Wir sehnen uns danach wieder uneingeschränkt einander besuchen und sehen zu können. Und mehr noch: Die schönste Form der Gemeinschaft zu haben. Gemeinsam am Tisch sitzen, gut essen und trinken, lachen und sich viel erzählen bis spät in die Nacht. Die Feste feiern, wie sie fallen. Ohne Begrenzung einladen und ohne Corona-Bedenken einander Nahe sein. Die Familie, die Verwandten, die Freunde und Nachbarn endlich wieder in großer Runde sehen zu können, danach sehnen wir uns. Wir sind durch und durch Gemeinschaftswesen und leben von den Beziehungen um uns herum, wie die Luft zum Atmen. Aktueller könnte also die himmlische Vision und biblische Verheißung des Evangelisten Lukas also kaum sein.

Im Lukasevangelium wird eine Verheißung beschrieben, die mit dem bereits angebrochenen, aber noch nicht vollendeten Reich Gottes verbunden ist: Aus allen Völkern werden sie kommen, „von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes". Die frohe Botschaft, von der Jesus erzählt hat und die er gelebt hat, kennt keine Grenzen, hat keine Beschränkungen und stellt keine Bedingungen. Die frohe Botschaft handelt von der grenzenlosen und bedingungslosen Liebe Gottes. Wie es uns der Engel erst vor kurzem in der Weihnachtsgeschichte zugerufen hat: „Siehe ich verkündige Euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Euch ist heute der Heiland geboren“ (Lukas 2,10). Die christliche Botschaft macht vor keiner Volks- und Landesgrenzen Halt. Sie gilt ausnahmslos allen Menschen. Bereits Jesus und seine Jünger haben sich den Nachbarn des Volkes Israel zugewandt, haben Ausländer geheilt und mit Samaritanern debattiert Gottes Liebe kennt keine Grenzen — das bezeugt auch der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer. Diese Liebe ist für ihn „eine Kraft Gottes, die alle selig macht, die daran glauben“ (Römer 1,16).

Nun ist das aber mit dem Glauben nicht immer so einfach. Wie sehr stehen wir uns doch selber manchmal im Weg? Und gerade diese Zeiten in denen wir leben lassen uns hier und da auch zweifeln oder sogar verzweifeln... Glauben heißt nicht wissen oder etwas für wahr halten, was keiner beweisen kann. Glauben, so versteht es die Bibel, heißt im Kern „vertrauen“. Und Vertrauen ist wichtig, gerade jetzt, wo vieles ungewiss und unverfügbar ist. Worauf vertraue ich? Was trägt, hält und birgt mich, auch in den Stürmen des Lebens? Was hält, wenn alles haltlos wird? — Der Evangelist Lukas und der Apostel Paulus rufen uns hier eine trotzig-hoffnungsvolle Botschaft zu: Eine Verheißung, dass auch uns diese grenzenlose und bedingungslose Liebe Gottes gilt, allen Zweifeln zum Trotz. Und dass der liebende Gott selbst uns durch diese Zeit trägt, mit dem Versprechen, dass wir uns gegenseitig unsere Liebesten wieder besuchen werden, dass wir Gemeinschaft haben werden, und dass wir gemeinsam am Tisch sitzen werden und alle kommen werden, von Osten und von Westen, von Norden und von Süden.
Amen


Wir ho?ren/singen das Lied „Sei behütet“ (Zwischen Himmel und Erde 79) mit einem eigens komponierten Vorspiel von Christian Halberstadt:
Refrain: Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht.
Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

1.) Mitten in die graue Alltagswelt, die sang und klanglos mich beengt,
höre ich ein Lied, das mir gefällt und das mir Perspektiven schenkt.

Refrain: Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht.
Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

2.) Immer wenn wir auseinandergeh'n, spür' ich Trauer, fühl' ich mich allein.
Und bis wir uns einmal wiederseh'n, soll'n die Worte dein Begleiter sein.

Refrain: Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht.
Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht.

3.) Manchmal, wenn ein Tag zu Ende geht, und die Nacht durch alle Ritzen dringt,
spüre ich den Wind, der uns umweht und diese Zeilen mit sich bringt:
Fürbittengebet
Du Gott der Völker,
du bist das Licht und das Leben.
In allen Nationen leiden die Menschen,
suchen Schutz vor Ansteckung,
sehnen sich nach Heilung,
trauern um ihre Toten.
Du bist das Leben.
Du kannst heilen und trösten.

Du Gott des Friedens,
überall hoffen die Menschen deiner Gnade,
sie leben mit den Wunden der Vergangenheit,
reichen die Hände zur Versöhnung,
bauen Brücken.
Du bist das Leben.
Du bist der Friede.

Du Gott grenzloser Liebe,
wir bringen vor Dich in der Stille was uns bewegt...
Wir bitten Dich: Höre uns.
Verwandle uns.
Mache uns zu Menschen Deiner Liebe
durch Jesus Christus.
Er ist das Licht in unserer Dunkelheit
und unsere Hoffnung —
heute und alle Tage.
Amen.
Wir beten das Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Als Sendung in den Tag lesen wir einen Text, der in Verheißungskirche im Eingang hängt:
Gefunden in der Old Saint Pauls Kirche in Baltimore, 1962

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast
und denke daran, welcher Frieden in der Stille sein mag.
Versuche nach Möglichkeit ohne Unterwerfung mit allen Menschen auszukommen.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, selbst den Dummen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.
Vermeide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Plage für den Geist.
Wenn du dich mit anderen vergleichst, dann magst du eitel und bitter werden, denn es gibt immer größere und geringere Menschen als dich.
Erfreue dich an deinen Errungenschaften genauso wie an deinen Plänen.
Behalte das Interesse an deiner beruflichen Entwicklung, jedoch demütig; das ist ein echter Schatz in den wechselnden Fügungen der Zeit.
Praktiziere Behutsamkeit in deinen geschäftlichen Angelegenheiten, der vielen Gaunern dieser Welt wegen.
Doch lass dich dabei nicht blenden und deine Werte vergessen; viele Menschen streben nach hohen Idealen und allenthalben ist das Leben voll von Heldentum.
Sei Du-Selbst; besonders heuchle keine Zuneigung.
Sei auch nicht zynisch über die Liebe,
denn angesichts aller Trockenheit und Entzauberung ist sie wiederkehrend wie Gras.
Nimm gütig den Rat der Jahre an, taktvoll kapitulierend vor den Dingen der Jugend. Nähre die Stärke deiner Seele, dich zu schützen im plötzlichen Unglück.
Jedoch beunruhige dich nicht mit Grübeleien.
Viele Befürchtungen sind geboren aus der Ermüdung und Einsamkeit heraus.
Abgesehen von einer gesunden Disziplin, sei milde mit dir selbst.
Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne: Du hast ein Recht hier zu sein.
Und ob es Dir klar ist oder nicht, zweifellos entfaltet sich das Universum, wie es soll.
Deshalb sei in Frieden mit Gott, wie immer Du ihn geistig erfasst. Und was immer Deine Anstrengungen und Sehnsüchte sein mögen, in der lärmenden Verwirrtheit des Lebens,
halte Frieden mit Deiner Seele.
Mit all ihrem Schwindel, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist es noch immer eine schöne Welt.
Sei herzlich. Strebe danach, glücklich zu sein.


Wir stellen uns unter Gottes Segen
Gott segne uns und behüte uns.
Gottes Wort leuchte uns den Weg.
Gottes Geist sei uns Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue uns freundlich an und gebe uns Frieden.
Amen

Andacht zum 2. Sonntag nach Epiphanias, 17.01.2021

Hier können Sie die Andacht zum 2. Sonntag nach Epiphanias von Pastorin Maren Trautmann auch als PDF herunterladen.

Der Friede Gottes sei mit dir!
Herzlich willkommen zur Andacht für zu Hause. Schön, dass Sie sich die Zeit dafür nehmen. Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart sind wir miteinander verbunden, wo und wann immer wir feiern.

Wir beten mit Worten aus Psalm 43
Sende dein Licht und deine Wahrheit,
dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist,
und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.
Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,
dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Sende dein Licht und deine Wahrheit,
dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung.
Amen.


Wir hören/singen das Lied „Der Morgenstern ist aufgedrungen“ (EG 69)
1) Der Morgenstern ist aufgedrungen,
erleucht't daher zu dieser Stunde
hoch über Berg und tiefe Tal,
vor Freud singt uns der lieben Engel Schar.

2) "Wacht auf", singt uns der Wächter Stimme
vor Freuden auf der hohen Zinne:
"Wacht auf zu dieser Freudenzeit!
Der Bräut'gam kommt, nun machet euch bereit!"

3) Christus im Himmel wohl bedachte,
wie er uns reich und selig machte
und wieder brächt ins Paradies,
darum er Gottes Himmel gar verließ.

4) O heilger Morgenstern, wir preisen
dich heute hoch mit frohen Weisen;
du leuchtest vielen nah und fern,
so leucht auch uns, Herr Christ, du Morgenstern!
Das Evangelium für den 2. Sonntag nach Epiphanias nimmt uns mit zu den Anfängen des öffentlichen Lebens Jesu wie es im Johannesevangelium beschrieben wird. Wir sind Gäste bei einer Hochzeit.

Bei Johannes im 2. Kapitel lesen wir:
1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. 2 Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. 3 Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. 4 Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. 5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. 6 Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. 7 Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. 8 Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. 9 Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam — die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten —, ruft der Speisemeister den Bräutigam 10 und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. 11 Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. 12 Danach zog er hinab nach Kapernaum, er, seine Mutter, seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben nur wenige Tage dort. (Johannes 2,1-12)

Predigtimpuls
Weihnachten liegt gefühlt schon eine halbe Ewigkeit hinter uns — aber im Kirchenjahr ist immer noch Weihnachtszeit. Genauer gesagt Epiphanias, das bedeutet in etwa Zeit des Erscheinens. Oder vielleicht auch besser des Aufscheinens. In den Texten dieser Zeit geht es um Jesus und wie sich in seinem Leben sein Gottsein zeigt. Weihnachten, ganz menschlich, das verletzliche Kin in der Krippe — Epiphanias, der göttliche Jesus, besonders und strahlend. In dieser Welt, aber eben nicht ausschließlich von dieser Welt. Ich mag diese Zeit, diesen Kontrast zum bodenständigen Weihnachten, das alles gehört für mich zusammen.

Am zweiten Sonntag nach Epiphanias steht ein Text aus dem Johannesevangelium im Zentrum. Und zwar das erste Wunder, das Jesus bei Johannes vollbringt. Es ist die Geschichte von der Hochzeit zu Kana, wo Jesus Wasser in Wein wandelt und — so heißt es in der Bibel- seine Herrlichkeit offenbart. Es ist diese Geschichte, in der ich mich normalerweise darüber ärgere, dass Jesus seine Mutter anfährt als sie ihm sagt: Der Wein geht zu Neige und er schroff zu ihr sagt: Was geht es dich an, was ich tue, was habe ich mit dir zu schaffen? Um sich dann, nach diesem Ausbruch, doch um den Wein zu kümmern.

Aber als ich jetzt diese Bibelstelle las, war es etwas anderes, das meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ich blieb an dem Bild der Hochzeit, der Feier hängen und fing an zu träumen wie manchmal in dieser Zeit: Manchmal in diesen Tagen, stelle ich mir vor, wie wohl der Sommer werden wird. Und dann sehe ich mich auf einem Gartenfest bei strahlendem Sonnenschein, mit netten Menschen, gutem Essen, schönem Wein, fröhlicher Musik - vielleicht wird später noch getanzt. Noch ist das ganz weit weg, dieses Bild, noch ist es Träumerei, im Moment ist es vor allem eins: eine ganz große Sehnsucht.

Jesus besucht ein Fest. Er macht dieses Fest schöner. Nicht nur durch sein Dasein, auch durch sein Tun. Ein Fest, bei dem der Wein ausgeht — das wünscht sich kein Gast und kein Gastgeber. Klar kann man auch mit Wasser fröhlich feiern, aber zu einem Fest, gehört dann doch noch ein bisschen mehr. Ein Fest bedeutet immer auch etwas Besonderes. Ich mag das und in diesem Jahr fällt es mir aber eben zum ersten Mal so auf, dass Jesus ein Herz für ein gelingendes Fest hat. Und vielleicht ist es ja so Ein Fest als irdischer Vorgeschmack auf die Herrlichkeit bei Gott. Ein Fest als ein Stück Himmel auf Erden.

Viele Menschen nennen als erstes das Reisen, was sie dringend herbeisehnen — ich träume von großen und kleinen Festen, wo ich Menschen, die ich lange nicht gesehen habe, aufs Herzlichste umarmen kann und im Abstand von maximal 50 Zentimetern mit ihnen rede und Musik uns irgendwann zum Tanzen einlädt. Und da meines Wissens keine Hochzeit in meinem privaten Umfeld ansteht und kein runder Geburtstag wird es ein ganz „normaler“ Geburtstag sein, der dafür herhält oder hoffentlich im Sommer auch einfach die Tatsache, dass Corona für die Massen vorbei ist und wir alle geimpft sind.

Ich weiß, dass das Ausfallen von Feiern nicht unser größtes Problem im Moment ist. Genauso wenig wie Urlaubsreisen oder eine ausgefallene Skisaison. Dramatisch ist sie nur für die Menschen, die davon ihren Lebensunterhat bestreiten, nicht für uns Konsumenten.

Ich weiß auch, dass es am Ende der Pandemie unerlässlich ist, vor allem die Menschen ins Gedenken zu nehmen, die an Corona sterben. Und ich finde auch, dass wir dafür eine öffentliche und nationale Form brauchen und es nicht nur jeder Familie Einzelschicksal ist. Gerade auch weil der überwiegende Teil der Beerdigungen jetzt schon seit geraumer Zeit nicht mehr so gefeiert werden kann wie es angemessen wäre. Gerade weil Trauerfeiern in der Zahl derer, die kommen dürfen reduziert sind und das anschließende Beisammensein, das Feiern des Lebens eines Verstorbenen ganz handfest bei Kaffee und Kuchen und vielleicht auch einem Schnaps oder einem Glas Wein, weil alles das jetzt fehlt — Feste aber wichtig sind!

Und so ist es, an einem Tag Mitte Januar, im Grau in Grau und mit all den Absagen, träume ich eben auch vom Feiern, hoffe ich auf festliche Gottesdienste mit frohem Gesang. Und wenn wir Abschiede nehmen müssen, dann sollen sie nicht überschattet sein von diesem Virus.

Und weiter stelle ich mir warme Sommertage und große und kleine Runden vor, in denen wir zusammen sind. Und weiß, Gott ist mit uns. Aber nicht erst dann, sondern schon jetzt, auf unserem Weg durch diese bedrückende Zeit. Möge das immer wieder aufleuchten in der Epiphaniaszeit, in diesem Winter.
Amen


Wir hören/singen das Lied „In dir ist Freude“(EG 398) gesungen vom Chorprojekt „Schenk uns deine Stimme“, Niendorf 2020:
1) In dir ist Freude in allem Leide,
o du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben,
du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden.
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G'müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben;
nichts kann uns scheiden. Halleluja.

2) Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden
Teufel, Welt, Sünd oder Tod;
du hast's in Händen, kannst alles wenden,
wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren
mit hellem Schalle, freuen uns alle
zu dieser Stunde. Halleluja.
Wir jubilieren und triumphieren,
lieben und loben dein Macht dort droben7
mit Herz und Munde. Halleluja.
Fürbitten
Gott, du bist Licht in unserer Angst
Wir denken an die Menschen, die schwer krank sind, gleichgültig welchen Namen ihre Krankheit trägt.
Sende ihnen dein Licht und deine Wahrheit, sei ihnen nah.

Gott, du bist Licht in unserer Einsamkeit
Wir denken an die Menschen, die immer stiller und trauriger werden, weil sie isoliert werden durch die Umstände und Folgen der Pandemie.
Wir denken besonders an die, die alleine sind und an die Kinder
Sende ihnen dein Licht und deine Wahrheit, sei ihnen nah.

Gott, du bist Licht in unserem Alltag
Wir denken an die Menschen, die von ihrer Arbeit erschöpft sind, vom Homeoffice und Homeschooling. Wir denken an die Menschen, die gerade jetzt den Menschen nahe sein müssen, die nicht zu Hause abreiten können. Behüte sie!
Wir denken an die Menschen, die keine Arbeit haben und die nicht wissen wie es weitergehen kann.
Sende ihnen dein Licht und deine Wahrheit, sei ihnen nah.

Gott, du bist Licht,
dir vertrauen wir an, was unser Herz beschwert. Dir sagen wir Dank für das, was uns erfreut.
Stille
Sende ihnen dein Licht und deine Wahrheit, sei uns nah.
Wir beten das Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Wir stellen uns unter Gottes Segen
Gott segne dich und behüte dich.
Gott lasse das Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig
Gott hebe das Angesicht über dich und gebe dir Frieden
Amen
Nachspiel von Finnegan Schulz: J.S. Bach - II. Adagio

Andacht zum 1. Sonntag nach Epiphanias, 10.01.2021

Hier können Sie die Andacht zum 1. Sonntag nach Epiphanias von Pastorin Ute Andresen auch als PDF herunterladen.

Liebe Homechurch-Feiernde, herzlich willkommen zu dieser Andacht. Schön, dass Sie, dass ihr euch Zeit nehmen bzw. nehmt, eine Ruhezeit, um Gottesdienst zu feiern, um ins Gespräch mit Gott zu kommen und auf Gottes Wort und Anregung zu hören.
Wir feiern Gottesdienst
im Namen Gottes, der uns ins Leben gerufen hat,
im Namen Jesu Christi, der uns durch das Leben begleitet,
und im Namen des Heiligen Geistes, der dabei hilft unsere Gaben und Fähigkeiten einzubringen.
Amen.

Psalm 89 — eine Übertragung von Peter Spangenberg
Ich will immer und immer von Gott singen,
von Gottes Freundlichkeit und Herzlichkeit.
Gott hat seine Liebe wie ein Fundament gelegt,
sie ist in Gottes Herzen fest verankert.
Alles, was in Gottes Diensten steht,
wird seine Wunder besingen und
die Gemeinde stimmt in den Dank für die Treue mit ein.
Wer in allen Himmeln der Himmel,
könnte wie unser Gott sein?
Ja, Gott, deine Macht ist unendlich,
und deine Liebe umgibt mich wie ein heller Kranz.
...
Du bietest uns an, dich Vater zu nennen,
du bist sichere Zuflucht und gibst festen Halt.
Du hast uns Menschen zu deiner rechten Hand ernannt,
zu deinen Verwaltern auf Erden.
Du hast uns Nachkommen versprochen und
ganz viel Segen, wenn wir uns nach dir richten.
Aber wir Menschen haben unser Wort gebrochen.
Du hast uns das spüren lassen,
ABER deine Liebe hast du nicht aus der Welt genommen.
Ich denke daran, wie kurz mein Leben ist und
will dir, Gott, treu bleiben und darauf vertrauen,
dass du bei uns bleibst und
deine Liebe fest wie ein Fundament gelegt ist.
Amen.
(aus: Höre meine Stimme, die Psalmen, mit winzigen Änderungen von Ute Andresen)


Einleitungstext:
Der Brief an die Gemeinde in Rom: ein Brief oder ein theologisches Traktat. Paulus kannte die Gemeinde in Rom nicht. Dieser Brief war ein Vorbereitungsschreiben für den Besuch, den er der Gemeinde unbedingt abstatten wollte. So hat er als Gesprächsgrundlage schon einmal alle Themen, die ihm wichtig waren, ausgebreitet: Zunächst stellt er sich kurz vor und erläutert dann, warum die ganze Menschheit schuldig geworden ist (Kapitel 1 - 3). Gleich danach beschreibt er Gottes Weg zur Rettung. Vertrauen rückt in den Mittelpunkt seines Diskurses (Kapitel 3 - 4). In den darauffolgenden Kapiteln (5 - 8) widmet er sich der Frage, wie die Sünde, das Getrennt-sein von Gott und das Gesetz überwunden werden kann: „Neues Leben aus dem Geist“ — z. B. durch die Taufe (Kapitel 6). Die Kapitel 9 - 11 haben „Gottes Weg mit Israel“ zum Thema: Gott bleibt seinem auserwählten Volke treu. Die Christen lösen Israel in ihrer Beziehung zu Gott nicht ab, sondern sie werden dem edlen Ölbaum „als neue Zweige eingepfropft“ (11, 17). Mit Kapitel 12 beginnt Paulus Folgerungen aus den 11 Kapiteln zu ziehen: Was bedeutet das Geschenk der Liebe, der Gnade und Zugewandtheit Gottes für das Leben der Christ*innen (Kapitel 12 - 15).


Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom in Kapitel 12 folgende Zeilen (1-8):
Das ganze Leben — ein Gottesdienst
1 Weil ihr Gottes reiche Barmherzigkeit erfahren habt, fordere ich euch auf, liebe Brüder und Schwestern, euch mit eurem ganzen Leben Gott zur Verfügung zu stellen. Seid ein Opfer, das Gott dargebracht wird, lebendig und ihm gefällt. Ihm auf diese Weise zu dienen ist der wahre Gottesdienst und die angemessene Antwort auf seine Liebe. 2 Passt euch nicht den Maßstäben dieser Welt an, sondern lasst euch von Gott verändern, damit euer ganzes Denken neu ausgerichtet wird. Nur dann könnt ihr beurteilen, was Gottes Wille ist, was gut und vollkommen ist und was ihm gefällt. 3 In der Vollmacht, die mir Gott als Apostel gegeben hat, ermahne ich euch: Überschätzt euch nicht, sondern bleibt ehrlich und bescheiden im Urteil über euch selbst. Keiner von euch soll sich etwas anmaßen, was über die Kraft des Glaubens hinausgeht, die Gott ihm geschenkt hat. 4 Unser Körper besteht aus vielen Teilen, die ganz unterschiedliche Aufgaben haben. 5 Ebenso ist es mit uns Christen. Gemeinsam bilden wir alle den Leib von Christus, und jeder Einzelne ist auf die anderen angewiesen. 6 Gott hat jedem von uns unterschiedliche Gaben geschenkt: Hat jemand die Gabe bekommen, in Gottes Auftrag prophetisch zu reden, dann muss dies mit der Lehre unseres Glaubens übereinstimmen.
7 Wem Gott einen praktischen Dienst übertragen hat, der soll ihn gewissenhaft ausführen. Wer die Gemeinde im Glauben unterweist, soll diesem Auftrag gerecht werden. 8 Wer andere ermahnen und ermutigen kann, der nutze diese Gabe. Wer Bedürftige unterstützt, soll das gerecht und unparteiisch tun. Wer eine Gemeinde zu leiten hat, der setze sich ganz für sie ein. Wer sich um Menschen in Not kümmert, der soll es gern tun.
(Übersetzung: Hoffnung für alle)


Lied: Wie schön leuchtet der Morgenstern
1) Wie schön leuchtet der Morgenstern,
voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn
uns herrlich aufgegangen.
Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm,
mein König und mein Bräutigam,
du hältst mein Herz gefangen.
Lieblich, freundlich, schön und prächtig,
groß und mächtig, reich an Gaben,
hoch und wunderbar erhaben.

2) Du meine Perl, du werte Kron,
wahr Gottes und Marien Sohn,
ein König hochgeboren!
Mein Kleinod du, mein Preis und Ruhm,
dein ewig Evangelium,
das hab ich mir erkoren.
Herr, dich such ich.
Hosianna. Himmlisch Manna,
das wir essen,
deiner kann ich nicht vergessen.

3) Gieß sehr tief in mein Herz hinein,
du leuchtend Kleinod, edler Stein,
die Flamme deiner Liebe
und gib, dass ich an deinem Leib,
dem auserwählten Weinstock, bleib
ein Zweig in frischem Triebe.
Nach dir steht mir mein Gemüte,
ewge Güte, bis es findet
dich, des Liebe mich entzündet.
Predigt
Gottes Friede sei mit euch.
Gott vom Anbeginn der Welt.
Gott heute in unserem Tun.
Gott jeden Tag als Begleitender an unserer Seite.
Amen.

Liebe Gottesdienstfeiernde,
was für ein schöner Text am Anfang eines neuen Jahres, der nach Beibehalten des Bewährten oder einer möglichen Neuorientierung Ausschau hält!

Ja, wie so oft bei Paulus, muss man erst einmal ein bisschen auf den Worten herum kauen, aber dann schmecken sie irgendwann süß und geben ein neues Verstehen frei. Ja, es gibt so einige Worte, die beim ersten Lesen zurückschrecken lassen: „seid ein Opfer, das Gott dargebracht wird“ und auch der „wahre“ oder bei Luther der „vernünftige Gottesdienst“ wirft Fragen auf.

Aber noch einmal ein Schritt zurück. In den vorangegangenen Kapiteln hat Paulus der Gemeinde in Rom beschrieben, dass Gott die Menschen liebt, egal aus welcher Schicht sie kommen, welche Lebensart sie führen, ob sie zweifeln oder fest im Glauben verankert sind: Gott hat jedem Menschen seine Liebe geschenkt, ohne vorher eine Leistung zu erwarten. Sie sind einfach angenommen, so wie sie sind — ohne Wenn und Aber!

Diese Liebe, dieses Sich-kümmern hat Auswirkungen auf den Menschen. Paulus bittet die Glaubenden in Rom: Lasst euch von diesem Gott, der so viel Herzlichkeit verschenkt, verändern und richtet euer ganzes Denken, das ganze Leben neu aus. Jeder Mensch ist mit Begabungen ausgestattet. Es gilt herauszufinden, mit welcher Gabe ich mich einbringen kann, damit die Gemeinschaft wächst und die Botschaft Jesu sich ausbreiten kann.

Paulus macht ganz deutlich, dass keine Gabe, kein Teil mehr wert ist als eine andere, denn gemeinsam bilden sie den einen Leib Christi, formen die Gemeinde. Es ist wichtig, zu erkennen, wer welche Stärke einfließen lassen kann: Für einige ist es das Stehen im Rampenlicht, für andere ist es das Arbeiten im Hintergrund. Einigen ist es gegeben, mit Menschen schnell in Kontakt zu treten, anderen lange Freundschaften zu pflegen. Einige leiten die Gemeinde und denken in Zukunftsprozessen, andere tragen mit ihrem Fragen zur Weiterentwicklung der Gemeinde bei; wieder andere mit Humor und ihrem Ideenreichtum. Bei einigen hat man den Eindruck, sie sitzen einfach nur still da, bringen nichts ein, aber sie strahlen eine Ruhe aus, die in der Hektik guttut. Manche erfüllen Sehnsüchte, andere grenzen sich ab und geben dem Gegenüber so die Möglichkeit zu wachsen. Gemeinde und Gemein-schaft sind Konstrukte, in dem jede und jeder wichtig ist. Wie in einem Uhrwerk greifen die Zahnräder, egal ob groß oder klein, sichtbar oder verborgen, in einander und machen aus dem Einzelnen ein großes Ganzes. Paulus weist daraufhin, dass niemand sich auf seine/ihre Gabe etwas einbilden darf und sich größer denken oder sich anmaßen kann, über anderen zu stehen. Keine*r soll unter ihrer/seiner Aufgabe leiden oder durch Machtfülle Druck ausüben — es muss ein gutes und zugleich offenes Miteinander sein; gegebenenfalls wäre eine Neuverteilung der Arbeit notwendig, denn auch ein kleines Rädchen kann das Uhrwerk ins Stocken bringen. Wenn eine*r mit der Aufgabe in der Gemeinde nicht mehr zufrieden ist, sich nicht ausgelastet oder auch überlastet fühlt... Wenn der Elan nachlässt, sich um Bedürftige zu sorgen oder die Gemeinde zu leiten... Was dann? Es ist überhaupt nicht schlimm, denn alles hat seine Zeit. Es ist dann wichtig, sich selbst zu fragen, wo fortan die richtige Aufgabe ist? Paulus rät dazu, sich auf Gott zu verlassen und um Rat zu fragen: Was ist der nächste Schritt? Wo ist der neue Platz? Jeder Mensch hat ja nicht nur eine Begabung! Vielleicht ist es an der Zeit auch die anderen Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Wozu bin ich noch berufen? Wohin führt mich mein Weg? Das Leben mit Gott ist nicht statisch, sondern ein Prozess: Jede*r darf wachsen, darf reifer werden und sich immer wieder neu verwandeln — sich fragen: Was ist Gottes Wille? Es ist nicht leicht sich diese Veränderung einzugestehen. Ich weiß wovon ich rede, denn es war ein großer Schritt die Gemeinschaft Brot & Rosen zu verlassen. Aber es war für mich der richtige, um mich weiterzu-entwickeln und neue Aufgaben zu übernehmen.

Sich in den Dienst Gottes stellen, die Gaben und damit die Aufgaben auch im Alltag annehmen, Gott ins Spiel bringen, das ist für Paulus ein vernünftiger, wahrer und angemessener Gottesdienst. Er geht über die sonntäglichen Gebete, Lieder und Predigten hinaus. Paulus will keine „Sonntags-Christen?, sondern Menschen, die alle Tage ihren Glauben leben, und zwar mit ihrem ganzen Sein. Das ist nicht mit einer einmaligen Entscheidung für den Glauben getan, auch nicht mit anderthalb Jahren Konfirmand*-innenzeit und dem richtigen Kreuzchen auf der Lohnsteuerkarte. Es betrifft jeden Tag neu, jede Entscheidung, jedes Handeln, jedes Wort.

Dieser Gottesdienst wird fruchtbar innerhalb der Gemeinde und sichtbar in der Welt. Wir sind nicht von der Welt getrennt: Wir leben, denken, handeln, glauben in der Welt — aber nicht wie die Welt. Paulus ruft dazu auf, erkennbar Gutes zu tun: ein Schiff ins Mittelmeer zu schicken (EKD), Geflüchtete zu aufnehmen (Brot & Rosen) und Heimat zu bieten (Wir für Niendorf), Kollekten für Projekte zu sammeln, einen Gebetsteppich für Kranke aufzuspannen, ... Bei aller Ausweitung des Gottesdienstes auf das tägliche Handeln wird der gemeinsame Gottesdienst mit Liedern, Gebet und Schriftauslegung nicht nebensächlich. Denn im Hören auf Gottes Wort, im Beten und Singen wird eine neue innere Ausrichtung, ein Sinneswandel angestoßen. Das könnte man auch jenen sagen, die meinen „Ich habe meinen Gottesdienst in der Natur und muss dafür nicht in die Kirche gehen“. Allerdings, um sich von Gott verändern zu lassen und das eigene Denken auszurichten, braucht es ein Hören auf Gottes Wort, braucht es Gemeinschaft, eine gegenseitige Vergewisserung und Kontaktpflege, braucht es den sonntäglichen Gottesdienst, den wir hoffentlich bald wieder gemeinsam feiern können.
Amen


Vertraut den neuen Wegen, Evangelisches Gesangbuch 395
1 Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.

2 Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.

3 Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.
Fürbitte
Gott, wir bitten dich
für alle Pflegenden, die sich um diejenigen kümmern, die sich nicht allein versorgen können.
Stille

für alle Ehrenamtlichen, die sich um die sorgen, die kein Obdach haben.
Stille

für alle Regierenden, die den Krieg planen, dass sie Frieden denken.
Stille

für alle Geflüchteten, die zwar hier, aber noch nicht angekommen, sind und für diejenigen, die noch einen Weg vor sich haben.
Stille

für jede und jeden, dessen Herz von dem Leid der anderen angerührt wird.
Stille

für alle, die sich in diesen Lockdown einsam, verlassen und vergessen fühlen.
Stille

für uns selbst in unserer Zerrissenheit, unserer Sehnsucht nach Liebe — und in unserem Glück.
Stille

Alles legen wir dir, Gott, hin und beten mit allen Christ*innen weltweit:
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Gottes Hand segne dich.
Gottes Liebe umfange dich.
Gottes Geist begleite dich —
heute und jeden Tag deines Lebens.
Amen.
Nachspiel von Finnegan Schulz: J.S. Bach - I. Toccata

Andacht zur Jahreslosung, 03.01.2021

Hier können Sie die Andacht zur Jahreslosung von Pastorin Maren Gottsmann auch als PDF herunterladen.

Im Vertrauen auf Gottes Gegenwart feiern wir diesen Gottesdienst.
Wir sind am Anfang eines Neuen Jahres, auf dem so viele Hoffnungen ruhen.
Ja, natürlich, endlich ein Ende der Pandemie, der neue Impfstoff...
Aber dieses Jahr kann mehr werden und uns mehr eröffnen als das Jahr Zwei der Pandemie zu werden.
Denn wir sind es, die am Anfang sind und haben diesen heutigen Tag, die kommende Woche und all das, was uns gegeben ist an Augenblicken und Momenten als Geschenk in unseren Händen.
Wir dürfen es auspacken, dürfen staunen und uns freuen, dürfen etwas erwarten und selber loslegen. Denn auch von uns dürfen wir etwas erwarten.
Von Ödön Horvath gibt es den Gedanken: „Ich habe Gott gefragt, was er mit mir vorhat. Er hat es mir aber nicht gesagt. Er hat mich überraschen wollen.“
Dann lassen wir uns doch überraschen — von diesem Jahr, und vielleicht ja auch von uns und voneinander!
Mit Abstand — und doch verbunden.

Gebet
Ich nenne mich glücklich, denn ich bin Teil einer neuen Zeit.
Denn ich habe erkannt wie wichtig es ist, dass ich lebe,
dass Du lebst, dass wie alle leben.
Dass meine Hand sich mit anderen Händen verschränkt,
mein Lied sich vereint mit anderen Liedern.
Denn meine Aufgabe hab ich erkannt, Schöpfer zu sein,
Gestalterin meiner Zeit, die unsere Zeit ist,
ich will auf die Straßen gehen, aufs Land, in die Villen und in die Hütten,
will die Trägen aufrütteln und die Tagediebe
und die, die das Leben verfluchen und die schlechten Geschäfte,
und die , die vor Zahlenreihen die Sonne nicht mehr erblicken,
die Ungläubigen, die Verzweifelten, solche, die die Hoffnung verloren haben,
solche, die lachen und singen und mit Zuversicht sprechen,
ich will sie alle ins Morgenlicht tragen,
damit sie das leben erkennen, wie es dahinzieht
schmerzhaft, herausfordernd, schön,
das Leben, das uns erwartet nach jedem Sonnenuntergang.
(Giaconda Belli, „Die neue Zeit“ aus: Wenn du mich lieben willst.)


Die Jahreslosung 2021
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Lukas 6, 36

Predigt
„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen. Denn Zukunft kann man bauen.“ Antoine de Saint Exupery hat diesen Satz geschrieben, mit dem ich in das Jahr 2021 gehen möchte. Am Anfang des neuen Jahres, da ahnen wir zwar manches von dem, was auf uns zukommen wird: es wird weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung und die Folgen der Pandemie geben müssen. Auch Maßnahmen gegen den fortschreitenden Klimawandel gilt es zu ergreifen. Die Initiative „Kein Weihnachten in Moria“ wird sich auch nach Weihnachten, für die Menschen einsetzen, die in ihrer Verzweiflung ihr ganzes Leben zurückließen, um es zu behalten. Aber wie wird sich das dann alles weiterentwickeln? Und was wird sonst noch alles geschehen?

Nein, wir können nicht in die Zukunft schauen, und ehrlich gesagt, ich weiß auch nicht, ob ich das möchte. Was ich jedoch möchte, das ist: Das Bild von einer Zukunft zu entwickeln und mit anderen darauf hin zu wirken. Auch in den letzten Monaten habe ich daraus immer wieder Energie und Mut schöpfen können, neues entstehen zu lassen, da wo bisheriges durch die Pandemie nicht möglich war — und vielleicht ist es Ihnen ähnlich ergangen. Gemeinsame Zoom-Kaffeetrinken zum 80igsten, die Erkundung des grünen Gürtel Hamburgs statt der geplanten Urlaubsreise. Und eine erzählte mir, noch nie hätte sie so viele persönliche und berührende Weihnachtspost erhalten.

„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen. Denn Zukunft kann man bauen.“
Die Jahreslosung für 2021 gibt uns für dieses Bauen eine Art Bauplan an die Hand: Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36).

Eine Jahreslosung wird dabei, anders, als der Name vermuten lässt, nicht ausgelost, sondern von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen aus vielen Vorschlägen der Mitgliedsverbände drei Jahre im Voraus ausgewählt. Von heute aus gesehen wirkt es so, als sei die Losung genau für dieses zweite Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie bestimmt, um uns vor Augen zu halten, worum es jetzt geht: Es geht um weit mehr, als das Leben und die Gesundheit zehntausender Menschen alleine in unserem Land zu schützen. Darum geht es auch. Aber darüber hinaus geht es darum, wie wir als Gesellschaft und als Weltgemeinschaft zusammenleben wollen. Setzen wir auf die Auslese der reichen, starken und durchsetzungsfähigen — oder begreifen wir, dass alle für alle verantwortlich und mit allen verbunden sind?

Das Auswahlgremium sah deswegen in der Barmherzigkeit eine der Notwendigkeiten für unsere Zeit und entschied sich für diesen Vers aus der sogenannten Feldrede des Lukasevangeliums, die Entsprechung zur Bergpredigt bei Matthäus (Kapitel 5 — 7). Es lohnt sich, beide Reden einmal zu lesen. Für mich wirkt Lukas lebensnaher. Und das wird auch in der Jahreslosung deutlich, dem einzigen Vers, bei dem Gott ins Spiel kommt. Gott wird zum Maßstab. So wie Gott handelt, so sollt auch ihr handeln. An der gleichen Stelle heißt es bei Matthäus: Ihr sollt vollkommen sein wie der Vater im Himmel vollkommen ist. Auch hier geht es um Gott als Maßstab. Doch das Wort Vollkommenheit strahlt auch etwas unterreichbares aus. Lukas hat mit seiner Formulierung Gott in gewisser Weise geerdet. Hat den Maßstab „Gott“ für mich anschaulich und anwendbar werden lassen. Barmherzig sein wird zum Grundwert im menschlichen Miteinander, ohne den alles auseinanderbrechen würde. „Sei barmherzig mit Dir, sei barmherzig mit anderen, Du verlierst nichts dabei. Du gewinnst. Wer barmherzig ist, schließt verfahrene Situationen auf, der erreicht Herzen“, so beschreibt der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, was Barmherzigkeit für ihn bedeutet. Das kann uns allen gelingen — und das ist uns in den letzten Monaten auch gelungen, darauf verwies Frank-Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache: „Die Pandemie hat uns erinnert, wie verletzlich wir sind und wie zerbrechlich das ist, das wir unser normales Leben nennen aber wie stark wir sind, wenn wir aufeinander achtgeben und füreinander da sind.“ so der Bundespräsident.

In einigen Bibelübersetzungen wird manchmal auch das Wort Mitleid verwendet. Doch Mitleid hat immer auch immer etwas von oben herab. Barmherzigkeit geschieht, wo sich Menschen auf Augenhöhe begegnen.

Darum also soll es gehen im neuen Jahr: Mit Barmherzigkeit Zukunft zu bauen. Unsere Zukunft und die Zukunft anderer, weil beides immer zusammengehört. So, wie es die Väter von Lola und Samy erlebt haben.

Ihre Kinder starben im Konzertsaal Bataclan im November 2015. Lola wurde von den Terroristen ermordet, Samy war einer der Täter. Auch er kam um. Die Väter Georges Salines und Azdyne Amimour sind trotzdem aufeinander zu gegangen. Beide sagen inzwischen voneinander: Wir sind Freunde. Beide trauern um ihre Kinder. Und sie wissen um den Schmerz das jeweils anderen. Lolas Vater sagt: "Es gibt Menschen, die stören sich daran, dass ich mich als Angehöriger eines Opfers nicht räche. Wie in Bruce Willis-Filmen: der Typ hat meine Tochter getötet, also töte ich den Typen."

Doch Georges Salines und Azdyne Amimour wollen eine Zukunft ohne Terror und Hass. Und sie bauen sie mit ihren Gesprächen, mit ihrer Freundschaft und mit einem Buch, dass daraus entstand.

„Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen. Denn Zukunft kann man bauen.“

Heute für uns etwas wie ein Bauplan, der über das Neue Jahr weit hinausweist. Barmherzigkeit ist angesagt.

Ich weiß nicht, wann mich eine Jahreslosung jemals so berührt hat wie in diesem Jahr.
Amen


Wir singen gemeinsam, begleitet von Christian Halberstadt: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, ...“
Melodie: Siegfried Fietz, Text: Dietrich Bonhoeffer
1. Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

2. Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

5. Lass warm und hell die Kerzen heute flammen
Die du in unsre Dunkelheit gebracht
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Refrain:
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Heiligabend haben wir in unserer Gemeinde das Friedenslicht aus Bethlehem verteilt, vielleicht brennt es ja auch noch bei Ihnen zu Hause. Tausende Kilometer ist es gereist mit der diesjährigen Botschaft: „Grenzen überwinden“. So möchte ich Sie heute bei der folgenden Fürbitte einladen, bei jeder Bitte eine Kerze anzuzünden. Wenn Sie mögen: Stellen Sie doch nach dem Gottesdienst eine der Kerzen, die Sie besonders bewegt hat, in einer Laterne in Ihr Fenster oder nach draußen vor die Tür.

Fürbitte
Gott, das Licht aus Bethlehem möchte Hoffnung und Mut schenken. Deshalb zünde ich eine Kerze an für alle, die nach Weihnachten wieder im Alltag gelandet sind und für die alles ist wie zuvor. Schenk uns Augen für das Wunder, zu leben. Eine Kerze für alle, die keine Kraft und keine Hoffnung verspüren. Dass sie nicht alleine bleiben.

Eine Kerze für alle, die trauern. Dass sie das Leben neu lernen.

Eine Kerze für alle, die sich kümmern um andere, beruflich oder privat, zu Hause, in Einrichtungen, Pflegeheimen oder Krankenhäuser, dass ihre Kraft reicht und sie die Unterstützung erfahren, die sie benötigen.

Eine Kerze für die, die von Gewalt und Unrecht bedroht sind. Besonders denken wir an die Kinder, Männer und Frauen, die auf der Flucht sind. Das es für sie eine Zukunft gibt.

Eine Kerze für alle, die sich einsetzen für Frieden und Gerechtigkeit, durch Spenden oder im persönlichen Einsatz, lokal vor Ort oder weltweit. Dass sie andere anstecken, mitzumachen.

Eine Kerze für das, was mir jetzt besonders am Herzen liegt. Meine Hoffnungen und Sehnsüchte, meine Ängste und Zweifel, ein Mensch, dessen Namen ich vor dich, Gott, bringe. Amen
Vaterunser
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Gott segne Dich und Gott behüte Dich
Gottes Angesicht leuchte über Dir und sei Dir gnädig.
Gott schaue Dich freundlich an und schenke Dir Frieden.
Amen
Nachspiel von Familie Halberstadt: Childrens Delight

Andacht zu Silvester, 31.12.20

Hier können Sie die Andacht zu Silvester von Pastor Dr. Hendrik Höver auch als PDF herunterladen.

Ein verrücktes und bedrückendes Jahr geht zu Ende. Gegenwärtig bleibt noch viel Unsicherheit in der Bekämpfung der Corona-Pandemie bei uns hier in Deutschland und weltweit. Aber es zeigt sich auch Licht am Ende des Tunnels und die ersten Impfungen machen Hoffnung, dass wir diesen Virus bald besiegt haben werden. So schwingen ambivalente Gefühle mit an diesem Silvesterabend. Diese Andacht für zuhause bietet die Möglichkeit, ganz persönlich zurück zu schauen und Abschied zu nehmen von diesem Jahr und den Blick auf das neue Jahr zu werfen. Über all unseren persönlichen Gedanken steht die Verheißung Gottes, die uns an der Schwelle des Jahreswechsels begleitet: In allem Wandel ist Gott beständig. Oder mit den Worten Dietrich Bonhoeffers: „Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag“. Im Vertrauen auf diese beständige und liebevolle Begleitung Gottes feiern wir diese Homechurch-Andacht im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Psalm 121
Ich schaue hoch zu den Bergen.
Woher kommt Hilfe für mich?
Hilfe für mich, die kommt vom HERRN!
Er hat Himmel und Erde gemacht.
Er lässt deinen Fuß nicht straucheln.
Der über dich wacht, schläft nicht.
Sieh doch, der über Israel wacht:
Der schläft und schlummert nicht.
Der HERR wacht über dich.
Der HERR ist dein Schutz,
er spendet Schatten an deiner Seite.
Am Tag wird dir die Sonne nicht schaden
und der Mond nicht in der Nacht.
Der HERR behütet dich vor allem Bösen.
Er wacht gewiss über dein Leben.
Der HERR behütet dein Gehen und Kommen
von heute an bis in alle Zukunft.


Lied: Nun lasst uns gehen und treten (EG 58 1, 13-15)
1. Nun lasst uns gehn und treten mit Singen und mit Beten
zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben.
13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken
den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen.
14. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste,
der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe.
15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben,
mir und der Christen Schare zum sel'gen neuen Jahre.
Der vorgeschlagene Bibeltext steht im 2. Buch Mose Kap. 13 (Verse 20-22):
Unser Bibeltext aus dem Alten Testament erzählt von einer Erfahrung, die das Volk Israel gemacht hat: Nachdem Gott sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat (2. Mose 1-12), zog das Volk Israel aus Ägypten heraus entlang der Wüste zum Schilfmeer und erlebt, wie Gott ihnen am Tage und in der Nacht zeigt, dass er bei ihnen ist, ja sogar vor ihnen herzieht und ihnen den Weg weist. Gott führte sie aber nicht den direkten Weg ins „gelobte Land“ an der Mittelmeerküste entlang, weil dort das Gebiet der Philister war und „Gott dachte, es könnte das Volk gereuen, wenn sie Kämpfe vor sich sähen, und sie könnten wieder nach Ägypten umkehren“ (Vers 17). Deshalb führt er sie über einen Umweg.

„So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste. Und der Herr zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten. Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.“

Andacht
Liebe Leserin, lieber Leser,
letztes Jahr Silvester hatten wir allen so viele Hoffnungen, so viele Wünsche, so viele Pläne auf dem Herzen. Und heute stehen stellen wir fest: Vieles ist ganz und gar anders gekommen als gedacht! Ein Jahresrückblick, den ich gerade im Fernsehen sah, begann mit dem Worten: „2020 — Vielen Dank für Nichts!“

Und es stimmt: Wir haben alle etwas verloren. Uns fehlt die Begegnung, die Gemeinschaft und der Kontakt mit vielen lieben Menschen. Vieles durften wir nicht ausleben. Viele unserer Pläne wurden vereitelt. Und für viele von uns war es eine stressige Zeit. Zwar war manches zwangsentschleunigt, wie die Weihnachtsfeierstage, aber für viele auch sehr viel einsamer, anstrengender und belastender als sonst. Die Sorgen und Ängste sind gestiegen, nicht nur persönlich, sondern auch gesellschaftlich. Spaltung und Polarisierung haben zugenommen in unserem Land.

Doch manche von uns haben sehr viel mehr verloren als andere. Einige sind in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Sie erleben Kurzarbeit, sind von Arbeitslosigkeit bedroht oder müssen ihr Geschäft aufgeben. Das sind harte Zumutungen, die wir als Gesellschaft von ihnen abverlangen. Sie brauchen nun unsere Solidarität, um wieder auf die Füße zu kommen.

Aber der größte Verlust ist der Verlust des Lebens. Ein Bestatter berichtete mir neulich, dass bei ihm gegenwärtig jede zweite Beerdigung einem Menschen gilt, der an oder mit Corona verstorben sei. Die Trauer um jeden dieser Verstorbenen ist in den Medien mitunter kaum hörbar, wenn dort nur die nüchterne Sprache der Zahlen und Statistiken gesprochen wird. Aber hinter jeder Zahl verbirgt sich ein Mensch, ein Schicksal, ein gelebtes Leben.

So haben wir alle etwas verloren in diesem Jahr. Als Gemeinschaft fehlen uns noch die richtigen Orte und Rituale zusammen so zu trauern, dass wir all den Verstorbenen würdig gedenken und diesen kollektiven Schicksalsschlag verarbeiten können.

Und doch ist haben wir dieses Jahr nicht nur verloren, sondern auch gewonnen. Sicherlich wird jede und jeder von uns auch Erfahrungen und Erlebnisse benennen können, die wir 2020 gewonnen haben und die wir nicht missen wollen. In der persönlichen Bilanz und im eigenen Jahresrückblick zeigen sich bestimmt auch Dinge, für die wir dankbar sein können. Das ist bei jedem unterschiedlich. Vielleicht Dankbarkeit... für Freundschaft, Familie, Partnerschaft? Für Gesundheit und wirtschaftliches Wohlergehen, wo wir das erleben durften? Für gewonnene Zeit? Für einen neuen Blick auf das eigene Leben? Für den Fokus auf das, was wesentlich ist? Für Besinnung auf das, was gut tut? Für Gottvertrauen und Zukunftshoffnung allem zum Trotz?

Nun liegen uns an diesem Silvesterabend wieder Hoffnungen, Wünsche und Pläne für das neue Jahr auf dem Herzen. Wie sollte es auch anders sein! Doch vielleicht ist das Herz auch etwas zaghafter, ängstlicher und sorgenvoller beim Blick in die Zukunft als noch letztes Jahr? Bei mir ist es zumindest so. Pläne für das neue Jahr traue ich mich kaum zu machen und erinnere mich an John Lennons berühmten Ausspruch: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen“.

Doch ich merke auch: Gerade weil ich die prinzipielle Unplanbarkeit der Zukunft erlebe, brauche ich eine große Portion Hoffnung, aus der ich Kraft schöpfen und Perspektiven entwickeln kann. Ich brauche Verheißungen, die meine Wünsche und Sehsüchte aufnehmen und meinen Horizont öffnen und meinem Leben Weite geben. Die Bibel ist voller Verheißungen für mein Leben. Eine dieser Verheißung findet sich in dem alttestamentlichen Bild, dass Gott uns durch das Leben begleitet, gerade dann wenn wir eine Wüstenzeit erleben. Ja, dass er sogar voran geht! Genau so hat es das Volk Israel erlebt, als Gott am Tagen in der Wolkensäule und in der Nacht in der Feuersäule mit ihnen ging. Und manchmal stellt sich ein vermeintlicher Umweg im Rückblick als der beste Weg heraus, der neue Möglichkeiten zeigt und vielleicht sogar Wunder eröffnet, die wir sonst nicht erlebt hätten. Dem Volk Israel ging es zumindest so: Der vermeintliche Umweg über die Wüste zum Schilfmeer war nur auf den ersten Blick eine Sackgasse angesichts der sie verfolgenden Ägypter. Denn hier zeigte Gott durch die Teilung des Meeres (2. Mose 14), dass sie sich in jeder Situation auf ihn verlassen können.

Nun werden wir Gottes Gegenwart und Begleitung selten so deutlich erkennen können, wie das Volk Israel. Im Gegenteil: Manchmal haben wir sogar den Eindruck, er ist gar nicht da! Und doch heißt es im bekannten Abendlied „Abend ward bald kommt die Nacht“, dass da einer über uns wacht, der uns trägt mit allem was uns belastet. Er lässt keinen von uns einsam sein, weder Tag noch Nacht. Das Lied findet sich online und hier abgedruckt zum mitsingen. Gerade an diesem Altjahrsabend und in dieser Silvesternacht tut es gut, das zu lesen und zu hören. Und auch in all den Nächten, in denen die Sorgen und Zweifel in uns größer und lauter werden, dürfen wir uns erinnern lassen an die Verheißung Gottes: Er geht uns voran und ebnet uns den Weg in die Zukunft, insbesondere in den Momenten, in denen wir es am wenigsten vermuten. Vielleicht wird uns Gottes Begleitung erst im Rückblick deutlich, wie in dem bekannten und immer wieder schönen Gedicht „Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers. Vielleicht kann uns das Vertrauen in Gottes Begleitung aber auch jetzt schon Kraft geben für einen hoffnungsvollen Blick nach vorne in das neue Jahr!
Amen

Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?“

Da antwortete er:
„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“


Lied: Abend wart bald kommt die Nacht (EG 487)
1. Abend ward, bald kommt die Nacht, Schlafen geht die Welt;
Denn sie weiß, es ist die Wacht über ihr bestellt.
2. Einer wacht und trägt allein Ihre Müh und Plag,
Der lässt keinen einsam sein, Weder Nacht noch Tag.
3. Jesu Christ, mein Hort und Halt, Dein gedenk ich nun,
Tu mit Bitten dir Gewalt: Bleib bei meinem Ruh'n.
4. Wenn dein Aug' ob meinem wacht, Wenn dein Trost mir frommt,
Weiß ich, dass auf gute Nacht Guter Morgen kommt.
Ich bete für mich und andere:
Herr, ich blicke auf ein neues Jahr. Viele Menschen sehen mit einem verzagten Herzen in die Zukunft.

Ich bitte dich, sei mit den Zweifelnden, den Traurigen und jenen, die in den Stürmen ihres Lebens den Glauben verloren haben. Lass mich nicht schweigen, wenn ich Trost und Stütze sein kann. Gib du deinen Geist, damit dein Wort die Verzweifelten aufrichten und stärken kann. Schenke den Stummen Worte, damit sie dich anrufen können.

Wenn ich auf mein eigenes Leben schauen, all die Wünsche und Hoffnungen, all die Pläne und Vorsätze für das nächste Jahr, dann bin ich voller Zuversicht: Denn Du begleitest mich durch mein Leben. Du gehst vor mir her wie eine Wolken- oder Feuersäule und ebnest mir den Weg.

Meine Zeit steht in Deinen Händen. Nimm aus meiner Hand, was dieses Jahr war, an Gutem und an weniger Gutem und senge mich und meine Lieben im kommenden Jahr!

Was mir auf dem Herzen liegt bringe ich vor Dich in der Stille...

Du begleitest mich durch das Leben und durch die Jahre. Du bist der Gleiche, jetzt und in Ewigkeit. Ich vertraue auf die neuen Wege, auf die Du mich weißt! AMEN
Und als Dein geliebtes Kind bete ich zu Dir als meinem Vater im Himmel
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld.
Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich,
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen
Segen:
Gott segne mich und behüte mich.
Gottes Wort leuchte mir den Weg.
Gottes Geist sei mir Schutz und Schirm vor allem Bösen,
Stärke und Hilfe zu allem Guten.
Gott schaue mich freundlich an und gebe mir Frieden. AMEN
Zum Schluss ein Rezeptvorschlag für das neue Jahr
(von Catharina Elisabeth Goethe, der Mutter von Johann Wolfgang Goethe)

Man nehme zwölf Monate,
putze sie ganz sauber
von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst
und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teil,
so daß der Vorrat genau für ein Jahre reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet
aus einem Teil Arbeit
und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,
ein Teelöffel Toleranz,
ein Körnchen Ironie
und eine Prise Takt.
Dann wird die Masse reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man
mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten
und serviere es täglich mit Heiterkeit
und einer guten, erquickenden Tasse Tee.


Nachspiel von Finnegan Schulz: Paraphase Über Ein Thema Von Elgar

Kirchen-Chronik

Chronik zum 250. Jubiläum der Kirche am Markt. Seit einiger Zeit ist das Buch unter dem Titel „Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte“ erhältlich.

Der Geschichtsverein Forum Kollau e. V. hat in Kooperation mit der Kirchengemeinde Niendorf eine Kirchen-Chronik erarbeitet. Autorin ist die Kirchenhistorikerin Dr. Veronika Janssen. Es ist ein umfangreiches, reich illustriertes Werk entstanden, das die Geschichte der Kirche im Spiegel der Zeitläufe schildert. Auch Pastor Daniel Birkner, der hier auf dem Foto die Chronik vor der Kirche am Markt in Händen hält, war im Chronik-Team aktiv.
 

Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte

Die Niendorfer Kirche wurde 1770 eingeweiht und steht seitdem inmitten so großer Veränderungen. Sorgsam gehegt und gepflegt strahlt sie weit über den Stadtteil hinaus. Für ihren 250. Geburtstag haben viele Menschen, die mit ihr und um sie herum leben, ihre Geschichte aufgeschrieben. Entstanden ist unter dem Titel "Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte" eine lebendige Zeitreise durch die Jahrhunderte des Niendorfer Lebens, versehen mit vielen Hintergründen und Exkursen, reich bebildert und durch historische Dokumente angereichert.

Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte
1770 - 2020 | 250 Jahre Kirche am Markt zu Niendorf
Chronik der Gemeinde und des Stadtteils Niendorf
224 Seiten, gebunden mit über 300 mehrfarbigen Abbildungen
Veronika Janssen, Edition Forum Kollau 2020
ISBN 978-3-00-065523-4
EUR 24,50

Hier ist die Chronik erhältlich
Die Kirchen-Chronik kann in unseren Gemeindebüros und an folgenden Verkaufsstellen erworben werden:

LOKSTEDT
Asmussen & Schäfer Hörakustik, Vogt-Wells-Straße 8
Kleines Hofcafé, Grelckstraße 19

NIENDORF
Buchhandlung Thalia, Tibarg Center, Tibarg 41
Büchereck Niendorf Nord, Nordalbingerweg 15
HASPA Finanz-Center Niendorf, Tibarg 46-48
Haus der Dame, Tibarg 1a

SCHNELSEN
Schnelsener Büchereck Land- und Seekarten, Glißmannweg 7

EIDELSTEDT
Heymann Bücher, Eidelstedter Platz 1
 

Unser Newsletter: GlaubeLiebeHoffnung

Mut machende Gedanken, eine Andacht zum jeweiligen Sonntag und verschiedene Inspirationen zum Mitmachen können Sie - so lange unsere Gemeindehäuser geschlossen sind - jeden Samstagmittag in Ihre E-Mail-Postfächer bekommen.

Wenn Sie Wünsche haben oder mit anderen etwas teilen möchten, schreiben Sie uns gerne eine Mail an
Wenn Sie unseren Newsletter noch nicht abonniert haben, können Sie das unten gerne tun. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Andacht im Newsletter auch per Post zu, bitten wenden Sie sich bei Bedarf an das Büro der Verheißungskirche unter 040 / 57 14 830.


Weihnachten online für alle

Hier geht es zu unseren drei Angeboten für zu Hause zum Anschauen und Zuhören. Kinder, Jugendliche und Erwachsene — für jeden ist was dabei. Wir wünschen Ihnen und euch viel Freude.

 

Und sie folgten einem Stern — Ein Krippen-Hörspiel für Kinder

Mit dem Beginn des Light -Lockdowns Anfang November endeten auch die Singschule Chorproben in der Verheißungskirche. Die Mädchen und Jungenchöre sowie die Kurrende probten dann die Szenen und die Lieder per Zoom weiter. Alle Kinder waren motiviert dabei und übten die Lieder und ihre Texte fleißig zu Hause, dafür haben sie auch Übe-mp3s erhalten.

Ende November haben wir zuerst die Texte und dann zwei Wochen später die Lieder aufgenommen. Dafür ist jedes Kind alleine ins Gemeindehaus gekommen und hat im Konfirmandenraum in unserem kleinen improvisierten Tonstudio ihre Aufnahme gemacht. Es war ein Riesenprojekt mit vielen Zoomproben, Einzelproben und Aufnahmen. Nun ist alles fertig geschnitten und wir sind alle sehr stolz auf unser Hörspiel! Vielen Dank auch an Laurin Halberstadt für das technische Gelingen dieses großen Hörspielprojektes. Wir wünschen allen kleinen und großen Zuhörenden frohe Weihnachten!

Krippenspiel der Singschule

 

Krippenspiel der Jugend

Bereits im Sommer begannen erste Überlegungen zu einem Krippenspiel der Jugend. Alles war vorbereitet. Doch dann, kam der Lockdown- wenn auch light. Aber es musste doch möglich sein, mit gebotener Umsicht und Vorsicht, ein Krippenspiel light zu drehen?!? Dann fiel auch noch die Filmerin aus. Fragen über Fragen: Wer kann schneiden, wer hat eine gute Kamera, haben wir die Zeit das Krippenspiel umzuschreiben für weniger Leute, Kohorten zu finden, die sich als Personen nah sein können, wer kann und mag überhaupt mitmachen unter den Bedingungen? Drehen geht nur an frischer Luft, welche Plätze sind geeignet? Gesegnet mit Aktiven: Teamer*innen, Konfirmand*innen, Pastor*innen und Gemeindemitgliedern, und der Idee und Zusage eines Gemeindemitgliedes, „ich habe da einen freien Mitarbeiter, der die Aufnahme schneiden kann!“ konnten wir ab dem 26.Oktober 2020 das Projekt Krippenspiel weiterführen. Herzlichen Dank an ALLE, die das Krippenspiel möglich gemacht haben. Frohe Weihnachten!
 

Krippenspiel der Jugend

 

Weihnachtsgottesdienst aus der Kirche am Markt

Schon vor längerer Zeit war die Entscheidung getroffen worden, zu Weihnachten einen Gottesdienst als Film aufzunehmen. Nach den positiven Erfahrungen im Frühjahr, gingen wir wieder auf Lukas Keuchel zu, der diesen Film mit uns gedreht und anschließend geschnitten hat. Herausgekommen ist ein Gottesdienst mit viel Musik und Liedtexten zum Mitsingen, der Weihnachtsgeschichte, einer Predigt in drei Teilen — alles aufgenommen mit Haupt- und ehrenamtlichen Menschen aus unserer Gemeinde. Mit diesem Gottesdienst wünschen wir allen gesegnete und auch frohe Weihnachten. Seid behütet!
 

Weihnachtsgottesdienst aus der Kirche am Markt


Der KGR berichtet

Ein besonderes Jahr für die Kirchengemeinde Niendorf

Im Rahmen der alljährlich stattfindenden Gemeindeversammlung hätte Ihnen der Kirchengemeinderat gerne von den Gemeindeaktivitäten im vergangenen Jahr berichtet. Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir uns dazu entschieden, die Gemeindeversammlung in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen und dennoch möchte sich der Kirchengemeinderat an Sie, liebe Gemeinde, wenden.
In Form eines Videos haben die Mitglieder*innen Ihren Bericht aufgezeichnet. Wir wünschen viel Freude beim Anschauen!
 
OK

Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren »